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70 Patienten erfolgreich behandelt<img alt="Die UKL-Neuroradiologen um Prof. Karl-Titus Hoffmann, (r.) und Dr. Ulf Quäschling sind Experten für die Behandlung auch komplizierter Hirnaneurysmen." src="/presse/PressImages/pic_20190906085240_986700c627.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-09-05T22:00:00ZLeipzig. Wird ein Aneurysma im Gehirn entdeckt, löst das bei den Betroffenen immer große Ängste und Sorgen aus. Denn die Aussackungen der Hirnarterien sind gefährlich: Ein Riss führt zu einem Notfall, der das Leben und die Gesundheit stark gefährdet. Eine vorsorgliche Operation ist daher meist dringend angeraten. Allerdings gab es diese Möglichkeit bisher nicht für alle Fälle: Liegt das Aneurysma tiefer im Gehirn, an kleinen, unübersichtlichen oder stark verzweigten Gefäßen, gilt die Gefäßschädigung als nur schwer und mit hohem Risiko operierbar. Seit kurzem bieten neue innovative Implantate auch für Aneurysmen dieser sehr kleinen Gefäße Hoffnung auf einen schonenden und erfolgreichen Eingriff. Die Neuroradiologen am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) haben diese speziellen Stents bereits 70 mal erfolgreich einsetzen können. Damit verfügen die Leipziger aktuell über die weltweit größte Erfahrung bei diesem hochspezialisierten Verfahren. <p>Die Patientin ist noch etwas blass. Vor drei Tagen wurde ihr Hirnaneurysma am Universitätsklinikum Leipzig durch einen Eingriff über die Leiste operiert. Jetzt sitzt die 59-Jährige am Tisch in ihrem Patientenzimmer, in zwei Tagen kann sie nach Hause. Weniger als eine Stunde dauerte der Eingriff, bei dem die <a title="Neuroradiologie" href="/einrichtungen/neuroradiologie" rel="ext" target="_blank">Neuroradiologen</a> am UKL ihr kompliziertes Aneurysma mit einem selbstentfaltenden Stent behandelt haben. Dieses kleine Implantat leitet den Blutfluss um und sorgt dafür, dass die Gefäßaussackung schrumpft und damit die Gefahr eines Risses veschwindet. &quot;Ich bin froh, dass die Ärzte am UKL mir sehr schnell und so schonend helfen konnten&quot;, sagt die Thüringerin. &quot;Die erste Information war, es muss offen operiert werden. Da war ich dann sehr froh, als ich erfuhr, dass es auch anders geht.&quot;<br><br>Sie ist die 70. Patientin, bei der das Team der Neuroradiologen um Prof. Karl-Titus Hoffmann dieses Verfahren in den letzten anderthalb Jahren angewandt haben. &quot;Das war ein typischer Fall, bei dem wir ein eher kleines Aneurysma und sehr komplexe Gefäßverhältnisse vor uns hatten&quot;, erklärt Oberarzt Dr. Ulf Quäschling. In solchen Situationen galt bisher&#58; In einer stundenlangen Operation muss der Schädelknochen geöffnet und die Gefäßfehlbildung offen operiert werden, mit hohem Risiko. Nur in seltenen Fällen konnte ein Eingriff über die Leiste versucht werden, mit oft unbefriedigendem Ergebnis für die Betroffenen. Oder es wird zunächst abgewartet, ob sich das Aneurysma vergrößert. &quot;Für die Patienten sind das keine sehr guten Optionen&quot;, ergänzt Prof. Hoffmann, &quot;denn die Ängste werden nicht kleiner, und wir erleben leider immer wieder, dass gerade diese kleinen, kompliziert gelegenen Aneurysmen zur lebensbedrohlichen Blutung führen.&quot;</p> <p><strong>Innovative Implantate helfen</strong><br>Seit einiger Zeit gibt es nun innovative Implantate, die bei solchen Fällen zum Einsatz kommen können. Die sogenannten Mini-Flow-Diverter sind kleine, besonders eng gewebte metallische Gefäßstrümpfe, die in das geschädigte Gefäß eingeführt werden. Das erfolgt mittels Katheter über einen kleinen Schnitt in der Leiste. Diese Art von Eingriffen gehört in der Neuroradiologie am UKL zum Alltag, weit mehr als 200 solcher Interventionen hat das Team um Prof. Hoffmann und Oberarzt Dr. Quäschling bereits ausgeführt. &quot;Das ist insgesamt eine neue Qualität in der Behandlung von Aneurysmen, die damit nachhaltig ausgeschaltet werden können&quot;, erläutert Quäschling.<br>Bei der Aneurysmenbehandlung wollen die Neuroradiologen dem Schlaganfall infolge einer Blutung zuvor kommen. Das gelingt mit dem Stent, der sich im Gefäß entfaltet und den Blutfluss so lenkt, dass notwendige Gefäße weiter versorgt werden, die gefährliche Aussackung aber verödet. Die neuesten Stents sind dabei so klein, dass sie auch bei tiefliegenden Aneurysmen und unübersichtlichen Gefäßen angewandt werden können. Die Leipziger behandeln damit inzwischen viele Patienten, denen an anderen Kliniken keine Hoffnung mehr gemacht wurde.</p> <p><strong>Erste Erfahrungen veröffentlicht</strong><br>Diese Erfahrungen, mit denen sie aktuell weltweit führend sind, haben die UKL-Neuroradiologen vor Kurzem im &quot;Journal of Neurointerventional Surgery&quot; veröffentlicht, damals noch am Beispiel der ersten 25 Patienten. Ihr Fazit fast 50 solcher Eingriffe später&#58; Auch bei kleinen Aneurysmen, für die bisher die Empfehlung galt, nicht zu operieren, ist ein Eingriff eine erfolgversprechende Option. &quot;Aktuelle Studien zeigen, dass auch diese Aneurysmen reißen und zu Blutungen führen können, was mit unseren Erfahrungen übereinstimmt&quot;, sagt Prof. Hoffmann. Dann sei es aber oft zu spät, denn im Notfall überleben nur wenig mehr als zwei Drittel der Patienten, ungefähr ein Drittel mit langfristig erheblichen Beeinträchtigungen. &quot;Wir können mit den neuen Möglichkeiten viele Notfälle verhindern&quot;, ist der Leiter der UKL-Abteilung für Neuroradiologie überzeugt. &quot;Für statistisch relevante Belege, dass die Zahl der Blutungen aufgrund eingerissener Hirnaneurysmen abnimmt, ist es aber noch zu früh, auch wenn es uns derzeit bei gleichzeitig deutlich steigender Anzahl von behandelten Aneurysmen so erscheint&quot;, meint Hoffmann. Wichtig ist ihm, den Betroffenen Mut zu machen&#58; &quot;Auch bei scheinbar sehr komplizierten Fällen gibt es die Chance einer Behandlung, gerade auch dann, wenn es um Aneurysmen geht, die weder mit den herkömmlichen Katheterverfahren noch mit einer offenen Operation sinnvoll behandelt werden können&quot;, so der Experte.<br><br>Entdeckt werden die Gefäßaussackungen fast immer zufällig bei Untersuchungen aufgrund anderer Erkrankungen. So war es auch bei der Thüringer Patientin, die jahrelang unter Kopfschmerzen litt. Als deren Ursachen dann im MRT untersucht wurden, fanden die Ärzte als Zufallsbefund zwei Aneurysmen. In einigen Wochen wird sie daher wieder zu den Neuroradiologen ins Universitätsklinikum Leipzig kommen. Dann wird auch das zweite Aneurysma &quot;stillgelegt&quot;. Läuft alles wieder so gut wie beim ersten Mal, werden sie später nur zwei kleine Narben in der Leiste an diese Eingriffe am Gehirn erinnern.</p> <p>&#160;</p>
Stroke Unit des Universitätsklinikums erneut zertifiziert<img alt="Haben die Auditoren überzeugt&#58; Prof. Joseph Claßen, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie, PD Dr. Dominik Michalski, Oberarzt der Stroke Unit, und Stationsleiterin Schwester Alexandra Brixi (v.r.n.l.) mit dem Zertifikat." src="/presse/PressImages/pic_20180322114459_2e14235335.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-03-21T23:00:00ZDie Qualitätsstandards und die Behandlungsdaten, aber auch die Begutachtung der Stroke Unit des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) waren erneut überzeugend: Die Schlaganfallspezialstation wurde nach einem aufwändigen Verfahren rezertifiziert. <p>&quot;Ein interdisziplinäres Team, bestehend aus speziell geschulten Ärzten - das sind <a href="http&#58;//neurologie.uniklinikum-leipzig.de/neurologie.site%2cpostext%2cpatienteninformationen.html" rel="ext" target="_blank">Neurologen</a>, <a href="http&#58;//neuroradiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Neuroradiologen</a>, <a href="http&#58;//neurochirurgie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Neurochirurgen </a>und <a href="http&#58;//www.kai-uniklinik-leipzig.de/index.php/de/" rel="ext" target="_blank">Anästhesisten </a>- sowie aus Pflegekräften, <a href="http&#58;//physthre.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten</a>, hat im Jahr 2017 über 1000 Patienten betreut&quot;, so Privatdozent Dr. Dominik Michalski, Oberarzt der <a href="http&#58;//neurologie.uniklinikum-leipzig.de/neurologie.site%2cpostext%2cstationen%2ca_id%2c282.html" rel="ext" target="_blank">Stroke Unit</a>. &quot;Das Spektrum der Erkrankungen reichte vom leichten Schlaganfall mit wenigen neurologischen Ausfällen bis zu schwersten Fällen mit notwendigem künstlichem Koma. Die Sterblichkeit lag nur bei etwa zwei Prozent. Vor allem die Schnelligkeit in unserer Behandlung von Schlaganfallpatienten konnte verbessert werden und wurde von den Auditoren anerkannt. Denn für die Qualität des Weiterlebens nach einem Schlaganfall zählt jede Minute, die wir in der Akutversorgung gewinnen können.&quot; Time is brain, sagen die Ärzte, Zeit ist Gehirn. Denn pro Minute, in der ein Gehirnareal durch einen Gefäßverschluss nicht mit Sauerstoff versorgt wird, sterben nach Schätzungen 1,9 Millionen Nervenzellen ab.</p> <p>Bei der Akuttherapie haben vor allem zwei Verfahren eine entscheidende Bedeutung&#58; Das ist zum einen die Lyse-Therapie, bei der per Infusion versucht wird, das Blutgerinnsel im Gehirn schnellstmöglich aufzulösen, das den Schlaganfall verursacht hat. Zum anderen ist das die Thrombektomie, bei der mithilfe eines Katheters bis zum verschlossenen Gefäß im Gehirn vorgedrungen und mechanisch versucht wird dies wieder zu eröffnen. Bei dieser Methode kommt besonders der Erfahrungsschatz der Kollegen der Neuroradiologie am Universitätsklinikum zur Geltung. Denn jährlich werden hier etwa 100 derartige Eingriffe durchgeführt - Tendenz steigend.</p> <p>Die Stroke Unit des UKL ist Teil einer kombinierten, insgesamt 23 Betten umfassenden Schlaganfall- und Neurologischen Intensivstation der Klinik und Poliklinik für Neurologie. Dort betreuen 14 Ärzte und 44 Pflegekräfte die Patienten. Dazu kommt ein Team aus Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten. &quot;Ein Schlaganfall ist für viele Patienten ein extremer Einschnitt im Leben. Von heute auf morgen müssen viele Betroffene mit Sprachstörungen oder Lähmungen fertig werden&quot;, verdeutlicht Privatdozent Dr. Michalski. &quot;Deshalb ist es wichtig, dass nicht nur Ärzte und Pfleger sich schnell um die Patienten kümmern, sondern auch Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten noch auf der Schlaganfallspezialstation ihr Fachwissen einsetzen.&quot;</p>
Modernste Angiographie-Anlagen in Betrieb gegangen<img alt="Oberarzt Tim-Ole Petersen (Mitte), Leiter der Interventionellen Radiologie, mit seinen Kollegen Oberärztin Dr. Bettina Maiwald und Oberarzt Dr. Steffen Strocka an der neuen 1-Ebenen-Anlage." src="/presse/PressImages/pic_20180316093944_30960ce77e.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-03-15T23:00:00ZLeipzig. Am Universitätsklinikum Leipzig sind seit Beginn dieses Jahres zwei neue hochmoderne Angiographie-Anlagen in Betrieb. Genutzt werden sie von der Interventionellen Radiologie und der Neuroradiologie. Angiographie bezeichnet die radiologische Darstellung von Gefäßen mittels diagnostischer Bildgebungsverfahren wie Röntgen oder MRT. Hierzu wird häufig ein Kontrastmittel in das Blutgefäß injiziert. Für Patienten bedeuten die neuen Geräte weniger Belastungen durch Strahlung. Behandlungen werden zielgerichteter und damit kürzer. <p>Der <a href="http&#58;//neuroradiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Abteilung für Neuroradiologie</a> und der <a href="http&#58;//radiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Interventionellen Radiologie</a> stehen nun eine biplanare oder 2-Ebenen-Angiographie-Anlage und eine 1-Ebenen-Anlage der jeweils neuesten Generation zur Verfügung. Diese hochmodernen Geräte werden zur Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Blutgefäße aller Organe eingesetzt. In der Abteilung für Neuroradiologie können damit komplizierte Eingriffe an Gehirn und Rückenmark optimiert durchgeführt werden.</p> <p>Eine 2-Ebenen-Anlage ermöglicht die zeit- und kontrastmittelsparende, gleichzeitige Abbildung von Blutgefäßen aus jeweils zwei Blickrichtungen. Am Gehirn ist das aufgrund der räumlich sehr komplex verlaufenden Blutgefäße besonders vorteilhaft und schonend.<br>Die Gefäße können jetzt noch präziser dreidimensional dargestellt werden, um Eingriffe effektiver zu planen und die Auswahl von Implantaten stetig zu optimieren. &quot;Die Dosis der Röntgenstrahlung wird dabei dank innovativer Technik auf das notwendige Minimum reduziert. Für die Patienten verringert das die Zahl möglicher Komplikationen und die Länge der Untersuchung&quot;, erläutert Prof. Karl-Titus Hoffmann, Leiter der Abteilung Neuroradiologie.</p> <p>&#160;<strong>&quot;Großartige Entwicklung&quot;</strong><br>Für den Arzt bietet das Gerät weitere sinnvolle Funktionen&#58; &quot;Wir können eine zusätzliche Computertomographie für wichtige Zusatzinformationen durchführen, ohne den Patienten an ein anderes Gerät transportieren zu müssen. Auch können wir nun erstmalig sekundengenaue Hirndurchblutungsanalysen erstellen. Eine weitere neue Technik nutzen wir für Millisekunden-genaue Flussanalysen von Aneurysmen zur Therapiekontrolle, die damit viel aussagekräftiger möglich ist&quot;, zeigt sich Prof. Hoffmann begeistert. &quot;Und das alles, ohne die Untersuchung dadurch zu verlängern&quot;, betont der Neuroradiologe.<br>Es würden nun Erkrankungen der Gefäße erfolgreich therapiert, die vor einigen Jahren noch nicht zufriedenstellend behandelt werden konnten, meint der UKL-Experte&#58; &quot;Das ist eine großartige Entwicklung.&quot;</p> <p>Prof. Hoffmann kann die neue Technik mit seinem Team gut einsetzen, freut er sich doch über steigende Eingriffszahlen.&#160; Das seien neben Notfällen auch immer mehr Menschen, die sich bewusst für eine Behandlung mittels eines minimal-invasiven Eingriffs am Gefäßsystem von Hirn und Rückenmark am UKL entschieden, meint er. Nach über 300 Eingriffen im Jahr 2017 wurden zu Jahresbeginn bereits 50 registriert. Dies sei selbstverständlich vor allem auf die Expertise der Mitarbeiter seiner Abteilung zurückzuführen, so Hoffmann, doch füge sich das moderne Gerät hervorragend in diese Entwicklung ein und bringe sie weiter voran.</p> <p><strong>Interventionelle Onkologie als Schwerpunkt</strong><br>Mit einer 1-Ebenen-Anlage der allerneuesten Baureihe arbeiten seit Januar die Ärzte der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Auch hier bedeutet das weniger Strahlung und eine bessere Bildqualität, was wiederum eine präzisere Steuerung der Behandlungen ermöglicht. Das Gerät ist mit zusätzlichen Programmen ausgestattet, die die Behandlungen für die Patienten erleichtert. &quot;Viele Eingriffe dauern nun kürzer und können zielsicherer gestaltet werden&quot;, erläutert Oberarzt Tim-Ole Petersen, Leiter der Interventionellen Radiologie, &quot;wir können nun auch solche Behandlungen vornehmen, die vorher technisch noch nicht möglich gewesen sind.&quot; Gerade die minimal-invasive Tumorbehandlung, die Interventionelle Onkologie mit den Behandlungsschwerpunkten Lebermetastasen und Leberkrebs verzeichne steigende Patientenfälle.</p> <p>Gründe hierfür sehe er, so Oberarzt Petersen, bei dem Wunsch der Patienten, nicht operiert werden zu müssen oder auf eine herkömmliche Chemotherapie verzichten zu können, aber auch bei den vielen am UKL eingesetzten Methoden wie der Chemosaturation. &quot;Im letzten Quartal 2017 war das Leipziger Universitätsklinikum deutschlandweit das Zentrum mit den meisten Behandlungen mit dieser Methode&quot;, sagt der Experte. Die Chemosaturation beschreibt eine besondere Art der isolierten Chemotherapie der Leber, die nur wenige Zentren in Deutschland anbieten können.<br>Weitere onkologische Behandlungsschwerpunkte stellen die transarterielle Chemoembolisation (TACE) und die selektive interne Radiotherapie (SIRT) dar. Bei letzterer werden zur Behandlung von Lebermetastasen oder Leberkrebs strahlende Mikrokügelchen präzise in die Lebergefäße injiziert.</p> <p><strong>Musik und Licht&#58; Individuelles Raumambiente möglich</strong><br>Bei allen Verbesserungen, welche die modernen Geräte für die Behandlungen mit sich bringen, haben die UKL-Mediziner stets auch das allgemeine Wohlbefinden der Menschen vor Augen. So wurden in nur drei Monaten Bauzeit die Räumlichkeiten umgebaut, vergrößert und freundlicher gestaltet. Die Zahl der Überwachungsplätze stieg von drei auf fünf. Um Patienten eine Behandlung angenehmer zu machen, können nun sogar die Farbe des Lichtes verändert und Musik in den Räumen eingespielt werden.</p>
Diskussion aktueller Entwicklungen und Herausforderungen rund um Schlaganfall<img alt="Prof. Joseph Claßen, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie am UKL, ist wissenschaftlicher Leiter des 21. Leipziger Schlaganfalltags." src="/presse/PressImages/pic_20170510103616_e4d36177d7.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-05-09T22:00:00ZLeipzig. Die Klinik und Poliklinik für Neurologie am UKL lädt zum 21. Leipziger Schlaganfalltag am Sonnabend, 13. Mai. Neben dem Aspekt der Fortbildung dient die schon traditionelle Veranstaltung auch als Plattform, aktuelle klinische und wissenschaftliche Entwicklungen und Herausforderungen rund um den Schlaganfall zu diskutieren. Die Teilnehmer erwarten Vorträge überregional anerkannter Referenten, vor allem zu Themen der experimentellen und klinischen Schlaganfallforschung. <p>So spricht beispielsweise Dr. Ralph Schröder, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Leipzig über die prähospitale Schlaganfallversorgung in Leipzig. Er geht dabei auf die kürzlich erreichte Verbesserung der Schlaganfallversorgung im Raum Leipzig, konkret der Beschleunigung der Rettungskette und die damit verbundene schnellere Einleitung einer Therapie ein. <br> Dr. Donald Lobsien, Oberarzt an der <a href="http&#58;//neuroradiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Abteilung für Neuroradiologie</a> am UKL, informiert über den aktuellen Stand der Thrombektombie, einem modernen Verfahren zur Wiedereröffnung verschlossener Hirngefäße.<br> Über das Langzeitergebnis nach einem schweren Hirninfarkt berichtet Dr. Hermann Neugebauer, Oberarzt an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Ulm. Dank moderner Therapien haben sich hier heutzutage die Überlebenschancen deutlich verbessert. <br> Nach überstandenem Hirninfarkt und zur Verhinderung weiterer Schlaganfälle spielt die Herzrhythmus-Diagnostik eine große Rolle. PD Dr. Georg Häusler, Oberarzt an der Klinik für Neurologie an der Charité in Berlin, referiert über den Nutzen eines verlängerten EKG-Monitorings. <br> Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz, Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen, spricht in seinem Vortrag über experimentelle Therapieansätze und legt den Fokus dabei auf Entzündungsreaktionen nach Hirninfarkten.</p> <p>Die kosten- und anmeldefreie Veranstaltung (8.30 Uhr bis 14 Uhr) richtet sich an Ärzte aus umliegenden Kliniken und niedergelassene Ärzte, an Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden. Die wissenschaftliche Leitung der Veranstaltung haben Prof. Dr. Joseph Claßen als Direktor der <a href="http&#58;//neurologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Neurologie </a>sowie PD Dr. Dominik Michalski, Prof. Dr. Dorothee Saur und Dr. Jost-Julian Rumpf inne.</p> <p>Auf der zur Klinik und Poliklinik für Neurologie gehörenden überregionalen zertifizierten <a href="http&#58;//neurologie.uniklinikum-leipzig.de/neurologie.site%2cpostext%2cstationen%2ca_id%2c282.html" rel="ext" target="_blank">Stroke Unit (Schlaganfallspezialstation) des UKL</a> werden jährlich rund 1000 Patienten behandelt.</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>21. Leipziger Schlaganfalltag&#58;</strong></p> <p>Sonnabend, 13. Mai 2017</p> <p>Universitätsklinikum Leipzig</p> <p>Haus 4, Hörsaal</p> <p>Liebigstraße 20</p> <p>04103 Leipzig</p>
Neuer leistungsstarker MRT für bessere Herz- und Schlaganfall-Diagnostik<img alt="Sigrid Russ, Abteilungsleiterin im Bereich Materialwirtschaft/Dienstleistungen und Oberarzt Jan Smettan bei der Vorbereitung der Inbetriebnahme des neuen MRT-Geräts am UKL." src="/presse/PressImages/pic_20160929161657_f0ee331022.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2016-09-29T22:00:00ZLeipzig. Ein hochmoderner Magnetresonanztomograph steht jetzt den Kardiologen und Neuroradiologen am Universitätsklinikum Leipzig zur Verfügung. Mit einer technologischen Aufrüstung des bereits vorhandenen 1,5 Tesla-MRT auf 3 Tesla Feldstärke können jetzt das Herzkatheterlabor und die Schlaganfallstation in unmittelbarer räumlicher Nähe auf ein leistungsstarkes Gerät zur besseren Diagnostik zugreifen. <p>Das Hochfeld-MRT-Gerät bietet bei neuroradiologischen Untersuchungen eine größere Genauigkeit und ist gleichzeitig schneller. Die so verkürzten Untersuchungszeiten spielen insbesondere bei Schlaganfall-Patienten eine große Rolle. &quot;Wir können mit dem neuen Gerät zum einen die Messzeiten teilweise um die Hälfte der Zeit reduzieren und haben gleichzeitig auch einen besseren Einblick in Details&quot;, erklärt Prof. Karl-Titus Hoffmann, Leiter der <a title="Neuroradiologie" href="http&#58;//neuroradiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Neuroradiologie</a> am Universitätsklinikum Leipzig. Während von der Schnelligkeit vor allem die Patienten der Schlaganfall-Station am UKL profitieren, wird die präzisere Detaildarstellung insbesondere bei der Diagnostik von Epilepsie und Multipler Sklerose benötigt.</p> <p><br>Auch für die Kardiologen im ebenfalls benachbarten Herzkatheterlabor ist der Hochleistungs-Magnet-Resonanz-Tomograph (MRT) eine wichtige Ergänzung der bisherigen Diagnosemöglichkeiten. &quot;Wir erhalten damit exaktere Bilder und können dank der zusätzlichen Mapping-Techniken zum Beispiel Herzmuskelentzündungen wesentlich präziser erkennen und besser diagnostizieren&quot;, erklärt Oberarzt Jan Smettan aus der <a title="Kardiologie" href="http&#58;//kardio.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">UKL-Kardiologie</a>.<br>In einigen Fällen kann das Kardio-MRT auch als Alternative zum Herzkatheter dienen. Die für den Patienten schonende Untersuchungsmethode zeigt sehr gut mögliche Durchblutungs- und Bewegungsstörungen des Herzens, mit bis zu 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit. &quot;Auf dieser Grundlage fällt dann die Entscheidung über die weitere Behandlung und damit auch über die Notwendigkeit eines Herzkathetereingriffs&quot;, so Smettan.</p> <p>Seit dieser Woche steht das Gerät nun für die Versorgung der Patienten am UKL zur Verfügung. Das erforderliche, fast 600.000 Euro teure technologische Upgrade war dabei ganz ohne Baumaßnahmen möglich, denn schon bei der Planung im Jahr 2009 waren alle technischen Voraussetzungen für ein künftiges Hochfeld-MRT geschaffen worden. So wurden jetzt in nur neun Tagen alle MRT-Teile mit Ausnahme des Magneten aus- und wieder neu aufgebaut, mit dem Ergebnis eines fabrikneuen Geräts der neuesten digitalen Generation.</p> <p><br>Mit dem bereits in der Kinderradiologie vorhandenen 3-Tesla MRT verfügt das UKL jetzt über zwei der modernen Tomographen. Bis zum Jahresende soll ein drittes Gerät hinzukommen. &quot;Dann sind wir eines von wenigen Krankenhäusern, die über drei der Hochleistungs-MRT verfügen können&quot;, fasst Prof. Hoffmann zusammen.</p>

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