| Kürzere Untersuchungen, bessere Bilder – KI sorgt für Qualitätssprung in der Neuroradiologie des UKL | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Dank des Tools konnte das Team um | <img alt="Neuroradiologische Befundbesprechung im interdisziplinären Team am MRT." src="/presse/PressImages/I-20250619078215-klein-6967b0dcba3ba.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2026-01-14T23:00:00Z | Leipzig. Knapp sechs Monate nach Inbetriebnahme eines speziellen KI gestützten zertifizierten Tools zur Unterstützung der Magnetresonanztomographie (MRT) zieht das Institut für Neuroradiologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) eine positive Bilanz. Dank des Tools konnte das Team um Institutsdirektor Prof. Dr. med. Karl-Titus Hoffmann die Zeit der Untersuchung deutlich reduzieren. Parallel dazu sorgt es für eine höhere Auflösung der gewonnenen Bilder. Dadurch lassen sich neurologische Erkrankungen wie Schlaganfälle, Multiple Sklerose oder Hirntumore am UKL in Zukunft schneller und besser diagnostizieren und damit auch schneller behandeln – eine Win-win-Situation für Patient:innen und Mitarbeiter:innen. | <p style="text-align:justify;">Untersuchungen mittels MRT gewähren tiefe Einblicke in das zentrale Nervensystem des Menschen: Gehirn, Hirnhäute und Rückenmark inklusive ihrer Gefäße sind detailliert darstellbar. Allerdings sind MRTs verglichen mit anderen bildgebenden Verfahren wie Röntgen oder Computertomographie etwas zeitaufwändiger. Mit dem neuen KI-Tool des<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/neuroradiologie"> Instituts für Neuroradiologie</a> am UKL ändert sich das, denn die Hard- und Software verbessert nicht nur die räumliche Auflösung der gewonnenen Bilder, sondern kann auch die Untersuchung beschleunigen – laut Dr. med. Cordula Scherlach, der geschäftsführenden Oberärztin des Instituts, um bis zu 65 Prozent. Dadurch gewinne man bis zu 15 Minuten pro Untersuchung.<br> </p><p style="text-align:justify;">Von dem Ergebnis profitieren beide Seiten. „Zum einen ist es für unsere Patient:innen angenehmer, wenn sie keine halbe bis Dreiviertelstunde mehr still im MRT liegen müssen“, sagt die Neuroradiologin. „Zum anderen können wir durch die zeitliche Verkürzung insgesamt mehr Patient:innen mit sehr hohem Qualitätsstandard untersuchen.“ Der Bedarf dafür sei vorhanden, bestätigt Prof. Karl-Titus Hoffmann, der Direktor des Instituts. Ein MRT erhöhe die diagnostische Sicherheit, zudem gebe es immer mehr Therapien, die eine Kontrollbildgebung nach sich zögen. „Je differenzierter die Behandlungsmöglichkeiten, desto genauer muss man unterscheiden, welche Erkrankung vorliegt, um dann die optimale Therapieentscheidung zu treffen.“<br> </p><p style="text-align:justify;">Diese Entscheidung wird auch weiterhin von Ärzt:innen wie Prof. Karl-Titus Hoffmann und Dr. Cordula Scherlach getroffen werden. „Diese KI befundet nicht,“ stellt der Institutsdirektor klar. „Sie ersetzt nicht unsere geistige Arbeit, sondern sie erzeugt hochwertige und verlässliche Untersuchungsergebnisse und unterstützt damit unsere Arbeit.“<br> </p><p style="text-align:justify;">Wie diese Arbeit in Zukunft aussehen wird, wird sich zeigen. Aktuell liegt beim Einsatz von KI in der Neuroradiologie des UKL der Fokus auf Untersuchungen des Gehirns. Weitere Bereiche werden folgen.</p><p style="text-align:justify;"> </p><p style="text-align:justify;"> </p><p style="text-align:justify;"><strong>Mehr zum Thema KI am UKL und Digitalisierungsstrategie:    </strong><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/presse/Seiten/Pressemitteilung_8030.aspx">KI-Kompetenz in der Medizin bündeln</a>    <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://ukl-digitalisierung.de/">Digitalisierungsstrategie der Universitätsmedizin Leipzig</a></p><p> </p><p> </p><p style="text-align:justify;"> </p><p style="text-align:justify;"><strong>Institut für Neuroradiologie</strong></p><p style="text-align:justify;">Liebigstraße 20, Haus 4</p><p style="text-align:justify;">04103 Leipzig</p><p style="text-align:justify;">Tel.: 0341 / 97 17410</p><p style="text-align:justify;">E-Mail: <a href="mailto:neuroradiologie@medizin.uni-leipzig.de">neuroradiologie@medizin.uni-leipzig.de</a></p><p style="text-align:justify;"> </p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p> |
| Schlaganfall bei Kindern besser erkennen und behandeln | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig UKL führt als eines von wenigen | <img alt="Um einen Schlaganfall bei Kindern besser erkennen und behandeln zu können, haben die beteiligten UKL-Mediziner:innen einen Leitfaden für diese seltene, aber gravierende Erkrankung entwickelt. Hintergrund: Das UKL führt als eines von wenigen Zentren Thrombektomien bei Kindern durch." src="/presse/PressImages/20250610-L-UKL-Kinder-Schlaganfall-16862b-2-684ac62d1b6ca.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-06-12T22:00:00Z | Leipzig. Ein Schlaganfall gilt als eine Erkrankung der zweiten Lebenshälfte. Doch auch Kinder können davon betroffen sein, wenn auch sehr selten. Die Neuroradiologen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) behandelten allein im letzten Jahr zwei Fälle mit einer Thrombektomie, beide im Kleinkindalter, beide erfolgreich. Um in diesen seltenen Situationen optimal vorbereitet zu sein, haben die beteiligten Ärzt:innen ihre Erfahrungen nun in einem Leitfaden zusammengefasst. | <p>300 bis 500 Schlaganfälle bei Kindern werden jährlich in Deutschland diagnostiziert, wobei die Dunkelziffer hoch sein kann, da diese seltene Erkrankung bei Kindern oft nicht erkannt wird. Trotz der geringen Zahlen ist der Schlaganfall eine der 10 häufigsten Todesursachen bei Kindern, mehr als die Hälfte der Betroffenen behalten zudem dauerhafte Einschränkungen. „Kaum jemand denkt bei einem Kind, zumal einem kleinen, an die Möglichkeit eines Schlaganfalls“, beschreibt Dr. Manuela Siekmeyer die Herausforderung bei diesem Krankheitsbild. Die Intensivmedizinerin betreut schwerstkranke Kinder in der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/kinderklinik">Kinderklinik des UKL</a>, darunter auch jedes Jahr solche, die einen Schlaganfall erlitten haben. „Da die Symptome nicht ganz klassisch sind und sich kleine Kinder oft auch nicht entsprechend äußern können, dauert es teilweise lange, bis ein Schlaganfall überhaupt erkannt wird“, so die Ärztin. Oft ist es dann zu spät für eine wirksame Therapie, denn wie bei Erwachsenen zählt auch bei Kindern jede Minute.</p><p> <br><strong>Seltene Therapie im Einsatz</strong></p><p>Dass eine solche Therapie schwierig, aber möglich ist, haben die UKL-Mediziner:innen im letzten Jahr zweimal gezeigt. Neuroradiologin Jun.-Prof. Dr. Cindy Richter konnte als Akutbehandlung bei zwei Kleinkindern die durch Blutgerinnsel verschlossenen Hirngefäße mit sehr kleinen Kathetern erfolgreich entfernen. Der letzte Fall ist beiden Ärztinnen noch sehr präsent: Ein Zweijähriger  wurde aus Thüringen nach Leipzig gebracht, mit Verdacht auf einen Schlaganfall - dank aufmerksamer Eltern und der Rettungssanitäter, die die Symptome richtig erkannt haben. Damit wurde kostbare Zeit gespart, und mit Hilfe der auf Kinder spezialisierten Bereiche am UKL wie der Kinderradiologie konnte die Erkrankung schnell diagnostiziert und durch die<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/neuroradiologie"> Neuroradiologen</a> im kurzen Zeitfenster auch behandelt werden. Dem Jungen geht es inzwischen sehr gut, die Lähmungen haben sich weitgehend  zurückgebildet.</p><p>Möglich wurde das durch das enge Zusammenspiel vieler, denn Schlaganfallbehandlung ist Teamarbeit: Sieben Fachdisziplinen kommen zusammen, um die Therapie gemeinsam zu besprechen und zu entscheiden. Zentren wie das UKL verfügen dabei auch über die speziell für die Versorgung von Kindern erforderliche Fachkompetenz und damit auch die Möglichkeit, einen pädiatrischen Schlaganfall mittels Thrombektomie behandeln zu können.   </p><p>Damit ist das UKL eines von sehr wenigen Zentren in Deutschland, an dem dieses Verfahren bei Kindern durchgeführt wird. „Anders als bei Erwachsenen gibt es kaum Erfahrungen mit solchen Fällen, wir mussten uns diese selbst erarbeiten“, sagt Junior-Professorin Dr. Richter. Inzwischen sind die Teams der Kinder- und Neuroradiologie, der Anästhesie und der Pädiatrie entsprechend geschult, sind die Abläufe in einem Leitfaden, einer Standardarbeitsanweisung (kurz SOP), festgehalten worden. Denn gerade weil die Fälle so selten sind, braucht es standardisierte Abläufe, damit es im Notfall dann schnell gehen kann. </p><p> </p><p><strong>Für Gefahr eines Schlaganfalls bei Kindern sensibilisieren</strong></p><p>„Uns ist es wichtig, auf die seltene, aber mögliche Gefahr eines Schlaganfalls bei Kindern hinzuweisen und auch darauf, dass in Zentren wie unserem gut geholfen werden kann“, erklärt Dr. Manuela Siekmeyer. Besonders gefährdet sind Kinder mit angeborenen Herzfehlern, Gerinnungsstörungen, Gefäß- oder Stoffwechselerkrankungen. Aber auch Infektionen des zentralen Nervensystems können einen Schlaganfall auslösen. „Deshalb möchten wir an Eltern, aber auch Kolleg:innen appellieren: Ziehen Sie bei entsprechenden Symptomen auch bei einem Kind in Betracht, dass es sich um einen Schlaganfall handeln könnte, und wenden Sie sich schnell an ein spezialisiertes Zentrum“, so Siekmeyer. „Im besten Fall können wir so gemeinsam dafür sorgen, dass die Kinder ohne Beeinträchtigungen wieder gesund werden und normal heranwachsen können.“    </p> |
| Mit KI die Akutbehandlung des Schlaganfalls verbessern | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Wenn Patienten mit dem Verdacht auf | <img alt="Gemeinsam gegen den Schlaganfall: Marie-Sophie von Braun, Dr. Kristin Marie Starke, Prof. Dorothee Saur und Jun.-Prof. Cindy Richter ( v.l.n.r.) und ihr interdisziplinäres Team entwickeln eine KI-gestützte Entscheidungshilfe für die Akutbehandlung." src="/presse/PressImages/20250604-L-UKL-Radiologie-CT-KI-28180-klein-68492414c731e.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2025-06-10T22:00:00Z | Leipzig. Bei einem Schlaganfall läuft die Zeit – je schneller die erforderlichen Maßnahmen durchgeführt werden, desto größer ist die Chance, dass die Betroffenen ohne bleibende Schäden gesund werden können. Ein interdisziplinäres Team um UKL-Neurologin Prof. Dorothee Saur hat ein KI-Modell entwickelt, das im Akutfall bei der Entscheidung für oder gegen eine invasive Therapie die behandelnden Ärzt:innen unterstützt. Die Leipziger Eigenentwicklung wertet dazu Bilddaten und klinische Informationen aus und verknüpft diese zu einer patientenspezifischen Vorhersage. Das vielversprechende Projekt, dessen Ergebnisse gerade in der Zeitschrift Brain veröffentlicht wurden, erhält nun eine Förderung von 250.000 Euro, um in die klinische Anwendung überführt zu werden. | <p>Wenn Patienten mit dem Verdacht auf einen Schlaganfall in eine Klinik kommen, beginnt ein Rennen gegen die Zeit. Innerhalb kurzer Zeit müssen die Diagnose gestellt und wichtige Entscheidungen gefällt werden: Liegt ein Gefäßverschluss im Gehirn vor? Welche Bereiche sind betroffen? Wie schwer ist die Schädigung und ist noch Hirngewebe zur retten? Und schließlich – welche Behandlung ist die beste? Für zentrale Therapiemaßnahmen wie die Thrombektomie, eine minimalinvasive Gefäßeröffnung durch Bergung eines Blutgerinnsels, ist eine Behandlung in einem Schlaganfallzentrum erforderlich. Nicht alle Krankenhäuser verfügen über diese hochspezialisierten Einheiten. Da stellt sich dann oft auch die Frage – ist eine Verlegung nötig? „Diese Entscheidungen werden oft unter Zeitdruck vor Ort getroffen, von Kolleg:innen, die nicht in jedem Fall Schlaganfallspezialisten sind“, beschreibt Junior-Professorin Cindy Richter aus dem <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/neuroradiologie">Institut für Neuroradiologie</a> am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) die Herausforderungen des klinischen Alltags. „Nicht jeder Schlaganfallpatient muss aber automatisch die Maximalbehandlung erhalten“, so die UKL-Neuroradiologin. Hier gelte es zu entscheiden, wer tatsächlich davon profitieren würde.</p><p> </p><p>Um dafür eine verlässliche Basis zu schaffen, hat Professorin Dorothee Saur, stellvertretende Direktorin der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/neurologie">Klinik für Neurologie am UKL,</a> zusammen mit Partnern aus dem Institut für Neuroradiologie sowie dem<a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://scads.ai/"> Kompetenzzentrum für Künstliche Intelligenz ScaDS.AI Dresden/Leipzig</a> an der Universität Leipzig ein sogenanntes Deep-Learning-Modell als klinische Entscheidungsunterstützung entwickelt.</p><p>Diese im Leipziger Team um die Informatikerin Marie-Sophie von Braun entwickelte künstliche Intelligenz kann sowohl das Ausmaß des zu erwartenden Gewebeschadens als auch den klinischen Behandlungserfolg einer <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Thrombektomie">Thrombektomie</a> mit hoher Genauigkeit vorhersagen. Dazu wertet die KI die Computertomographie-Bilddaten aus der Diagnostik aus und verknüpft diese mit klinischen Informationen. „Auf diese Weise erhalten wir eine patientenspezifische Einschätzung, welche Schäden zu erwarten sind und ob diese mit einer Intervention verhindert werden können“, erklärt Prof. Saur. „Unser Ziel bei einem akuten ischämischen Schlaganfall ist es, wichtige Gehirnfunktionen so weit wie möglich zu erhalten. Das neue Modell hilft uns zu erkennen, wie dies im jeweils konkreten Fall am besten gelingen kann“. Das Modell wurde mit ca. 400 Fällen aus dem UKL trainiert und in zwei unabhängigen Datensätzen aus den Unikliniken Leipzig und Dresden getestet. Die Ergebnisse wurden jetzt in der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://academic.oup.com/brain/advance-article/doi/10.1093/brain/awaf013/7961471">Fachzeitschrift <i>Brain</i></a> veröffentlicht. Sie sind so überzeugend, dass das Projekt nun seitens der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://sab.sachsen.de/">Sächsischen Aufbaubank </a>250.000 Euro für die Weiterentwicklung zur klinischen Umsetzung erhalten hat. „Als Informatikerin begeistert es mich, wenn aus technisch anspruchsvollen Algorithmen reale Lösungen entstehen. Gerade die enge Zusammenarbeit mit der Medizin zeigt, wie viel gesellschaftlicher Nutzen in interdisziplinärer Forschung steckt“, unterstreicht Marie-Sophie von Braun vom ScaDS.AI Dresden/Leipzig.</p><p> </p><p>„Unsere nächsten Schritte werden eine Validierung unserer Ergebnisse anhand weiterer Daten sein, mit dem Ziel, die von uns entwickelte Anwendung zu lizensieren und anderen spezialisierten Teams für den klinischen Einsatz verfügbar zu machen“, erklärt Prof. Saur. Die Leipziger gehören zu den internationalen Vorreitern in diesem Feld. Am Ende des Projektes soll eine Software stehen, die auch auf mobilen Endgeräten allen Akteuren bei der Schlaganfallversorgung Hilfestellungen für eine schnelle und sichere Entscheidung liefert. „Unsere Hoffnung ist, dass wir mittels KI in der Schlaganfallmedizin die Prozesse beschleunigen und gleichzeitig eine personalisierte Medizin ermöglichen, indem individuelle Konstellationen und potentielle Behandlungsergebnisse genauer eingeschätzt werden können“, skizziert Dorothee Saur ihre Vision. In drei bis fünf Jahren könnte es soweit sein.</p><p> </p><p><strong>Zu den wichtigsten Partnern:</strong></p><p>In dem Projekt arbeiten Neurologen und Neuroradiologen vom UKL mit Informatikern des ScaDS.AI Dresden/Leipzig, Center for Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence Dresden/Leipzig (Universität Leipzig), zusammen.</p><p>Das ScaDS.AI Dresden/Leipzig ist ein Kompetenzzentrum für Data Science, Künstliche Intelligenz und Big Data mit Standorten in Dresden und Leipzig. Es ist eines der fünf neuen KI-Zentren in Deutschland, die im Rahmen der KI-Strategie der Bundesregierung vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie vom Freistaat Sachsen gefördert werden. Das Zentrum ist als dauerhafte Forschungseinrichtung an beiden Standorten etabliert und eng mit den örtlichen Universitäten – der Technischen Universität Dresden (TUD) und der Universität Leipzig – verbunden.</p><p> </p><p><strong>Originalpublikation</strong></p><p>Die Publikation ist unter dem Titel „<i>Prediction of tissue and clinical thrombectomy outcome in acute ischaemic stroke using deep learning</i>“ von Braun et al. in der Fachzeitschrift <i>Brain</i> online veröffentlicht.</p><p>Link zur Publikation: <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https://academic.oup.com/brain/advance-article/doi/10.1093/brain/awaf013/7961471">https://academic.oup.com/brain/advance-article/doi/10.1093/brain/awaf013/7961471</a></p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p><p> </p> |
| Gehirnrettende Medizin auf höchstem Niveau | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig "Das belegt die hohe Qualität unserer | <img alt="" src="/presse/PressImages/pic_20230607110818_7a84628c02.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2023-06-06T22:00:00Z | Leipzig. Das 2020 gegründete Neurovaskuläre Netzwerk, zu dem sich das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) und die Kliniken in Borna, Altenburg und Altscherbitz zusammengeschlossen haben, wurde jetzt erstmals erfolgreich zertifiziert. Damit bekommt der Zusammenschluss nun die Bestätigung, dass die gemeinsame Arbeit in der Versorgung von Patient:innen mit Erkrankungen der Hirngefäße auf höchstem Niveau erfolgt. | <p>Das Netzwerk ist die erste zertifizierte Kooperation dieser Art in der Region. "Das belegt die hohe Qualität unserer interdisziplinären Zusammenarbeit", freut sich Prof. Joseph Claßen, Direktor der <a href="/einrichtungen/neurologie">Neurologie</a> am UKL und Sprecher des Netzwerks, über die Anerkennung der partnerschaftlichen Patientenversorgung. Um das zu erreichen, wurden im Netzwerk intensiv Abläufe abgestimmt und standardisiert, so dass im Bedarfsfall alle Beteiligten ohne Zeitverlust zielgerichtet handeln können. Denn gerade bei Schädigungen von Blutgefäßen im Gehirn, wie bei einem Schlaganfall, ist Zeit ein wichtiger Faktor. "Wir wissen aus den Erfahrungen der circa 15 in Deutschland existierenden zertifizierten Zentren, dass Kooperation die Versorgung der oft stark gefährdeten Patient:innen wesentlich verbessern kann", erläutert Dr. Katja Wartenberg, Oberärztin an der UKL-Klinik für Neurologie und Koordinatorin des Netzwerks. Gemeinsam kann für den jeweiligen individuellen Fall schnell entschieden werden, welche Art der Behandlung jeweils die geeignete ist. Dafür stehen innerhalb des Netzwerks der vier Kliniken medikamentöse, neurochirurgische und minimal-invasive kathetergestützte Methoden zur Verfügung. Besprochen wird dabei auch, ob die weitere Behandlung in einem spezialisierten überregionalen Zentrum erfolgen muss. Oft ist dies nicht erforderlich. Sollten aber hochspezialisierte Verfahren benötigt werden, können diese nach einer koordinierten Verlegung der Betroffenen ebenfalls schnell und gezielt eingesetzt werden. </p>
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<p>Ziel aller Bemühungen ist es, Gefäßverschlüsse und Gehirnblutungen schnellstmöglich lebensrettend zu behandeln und so auch bleibende Schäden der Gehirnstrukturen und damit Beeinträchtigungen durch Behinderungen zu verhindern. Davon profitieren ganz direkt die jährlich mehr als 1500 hier im Netzwerk behandelten Patient:innen und die Bevölkerung der gesamten Region. </p>
<p>Dr. Wartenberg schildert einen beispielhaften Fall: "In einem Klinikum wird ein Patient mit halbseitiger Lähmung und schweren Sprachstörungen eingeliefert. Die bildgebende Diagnostik zeigt einen Verschluss einer Hirnarterie. Dann wissen alle Beteiligten, dass hier eine neuroradiologische Intervention erforderlich ist. Ist diese vor Ort nicht verfügbar, wird schnell verlegt und schnell behandelt. Im Ergebnis kann der Patient überleben und Folgeschäden können reduziert oder verhindert werden."  </p>
<p>Die Grundlage für diese Art der kollegialen Zusammenarbeit ist Vertrauen und umfassende Fachkompetenz bei allen Partnern. Dass dies gegeben ist, wurde im Zertifizierungsverfahren von den Prüfer:innen aus drei Fachgesellschaften auch bei der Begutachtung des Netzwerkes besonders hervorgehoben.  <br><br></p>
<p>"Wir haben zusammen trotz der pandemiebedingten Restriktionen dank der hervorragenden Expertise jedes Netzwerkpartners sehr viel erreicht", betont Dr. Alexander Reinshagen, Chefarzt der Klinik für <a href="https://www.sana.de/leipzigerland/medizin-pflege/neurologie/unser-team">Neurologie am Sana-Klinikum Borna</a> und Stellvertretender Sprecher des Netzwerks. In einem nächsten Schritt möchten die Netzwerkpartner ihre sehr gute Kommunikation durch die Nutzung eines speziellen Messenger-Dienstes noch weiter beschleunigen. "Ein weiteres Zukunftsvorhaben ist die Verbesserung der Zusammenarbeit mit den prä- und nachklinischen Partnern aus den Rettungsdiensten und Rehabilitationsanbietern", sagt Dr. Wartenberg. "Und wir sind offen für weitere Partner", ergänzt Prof. Claßen. </p>
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| Universitätsklinikum Leipzig nimmt drei neue Hochpräzisions-Operationssäle in Betrieb | Universitätsklinikum Leipzig
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04103 Leipzig Das UKL verfügt dadurch nun über die | <img alt="Am 6. September 2022 wurde der Erweiterungsbau des Zentral-OPs am UKL feierlich eröffnet." src="/presse/PressImages/pic_20220906122351_127a3f7142.jpg" style="BORDER:px solid;" /> | 2022-09-05T22:00:00Z | Leipzig. Mit einer feierlichen Eröffnung am 6. September 2022 ist der Erweiterungsbau des Zentralen OP-Bereichs am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) in Betrieb genommen worden. Damit stehen für die Patient:innenversorgung jetzt drei zusätzliche Operationssäle mit intraoperativer Bildgebung zur Verfügung, deren Ausstattung mit modernster Navigations- und Gerätetechnik wie integriertem CT, MRT und Angiographie-System eine neue Form der Hochpräzisionschirurgie ermöglicht. Das UKL verfügt dadurch nun über die modernsten Operationssäle in Mitteldeutschland. | <p>Zweieinhalb Jahre An- und Umbau bei laufendem OP-Betrieb liegen hinter den Mediziner:innen und Projektteams bei der Eröffnung des OP-Erweiterungsbaus am Universitätsklinikum Leipzig. In dieser Zeit wurde über dem 2017 fertiggestellten Gefäßmedizinischen Zentrum auf gut 1000 Quadratmetern ein neuer Trakt zur Ergänzung der vorhandenen 12 zentralen Operationssäle am UKL gebaut. Dessen Herzstück: Drei moderne Säle mit innovativer hybrider Gerätetechnik für den Einsatz bildgebender Verfahren direkt während des Eingriffs in Verbindung mit Navigationstechniken als direkt angebundene Ergänzung des vorhandenen Zentral-OP. Zusammen bildet dies die Voraussetzung für eine computergestützte Hochpräzisionschirurgie der Extraklasse.</p>
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<p>Die Besonderheiten: In einem der neuen Säle sind ein 3-Tesla-MRT (Magnetresonanztomograph) und ein dazugehöriger radiologischer Arbeitsplatz integriert. Durch die direkte Verbindung des Operationsbereichs mit dem MRT können während einer Operation Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Auf diese Weise wird geprüft, ob ein Tumor vollständig oder maximal umfassend erkannt und erfasst wurde - für das Überleben der Betroffenen ein entscheidender Faktor. Auf diese Weise werden wichtige Strukturen besser geschützt und erkranktes Gewebe dennoch sicher entfernt - ein Verfahren, das vor allem in der Neurochirurgie bei Hirntumoren eine wichtige Rolle spielt.</p><p>Im zweiten neuen Saal können mit Hilfe eines mobilen Computertomographen (CT) und eines sogenannten 3D C- Bogens vor allem komplizierte Eingriffe an der Wirbelsäule, am Becken oder allen Gelenken mit integrierter Bildkontrolle noch während der Operation erfolgen. Dabei fließen die Daten des CT direkt an das ebenfalls integrierte Navigationssystem zur computergestützten Planung für das korrekte Setzen der Implantate - ein entscheidender Faktor für deren langfristige Stabilität und den Schutz wichtiger anatomischer Strukturen.</p><p>Im dritten Hybrid-Operationssaal steht den UKL-Gefäßspezialisten der Angiologie und Gefäßchirurgie eine hochmoderne strahlenreduzierte Angiographie-Anlage mit allen notwendigen Zusatzgeräten wie zum Beispiel einem kabellosen Ultraschall-Gerät zur Verfügung. Dieses System kommt vor allem bei komplizierten Operationen an der Aorta und anderen großen Blutgefäßen zur Behandlung von Aneurysmen zum Einsatz und zeigt den genauen Verlauf und Zustand der zu operierenden Gefäße.</p><p>Das eröffnet zudem in der Versorgung von Unfallverletzten und Notfällen neue Möglichkeiten, auch dank der direkten Anbindung aller zentralen Operationssäle am UKL an die Notaufnahme und die Intensivstationen.</p><p>"Diese drei hybriden Operationssäle läuten für uns eine neue Ära der High-End-Chirurgie ein", sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL, zur Eröffnung. "Mit Hilfe der neuen Geräte und der Software können wir komplexeste Eingriffe hochpräzise und für unsere Patient:innen maximal sicher und schonend durchführen, Komplikationen weitestgehend vermeiden und am Ende Leben retten", so Josten. "Dass wir dies können, verdanken wir dem Freistaat Sachsen, der dies mit einer Förderung von über 30 Millionen Euro für den Bau sowie die Ausstattung und Geräte ermöglicht hat", ergänzt Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL.</p><p>Dass diese Gelder gut investiert wurden, davon überzeugte sich bei der Eröffnung Staatsminister Sebastian Gemkow direkt vor Ort. "Das Universitätsklinikum Leipzig verfügt seit vielen Jahren über eine kontinuierlich ausgebaute große Kompetenz bei der operativen Versorgung komplexer Fälle, insbesondere auch in der Notfallmedizin", so der sächsische Wissenschaftsminister. "Die hochmodernen Säle tragen dazu bei, diese Kompetenz weiter auszubauen und damit die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger der gesamten Region weiter zu verbessern. Ich freue mich sehr, diesen Ort der Hochleistungs-Chirurgie heute mit in Betrieb nehmen zu können."</p><p>
<strong>Herausforderung: Anbau im laufenden Betrieb </strong></p><p>Um die neuen Säle an den bestehenden OP-Trakt des UKL mit 12 Sälen anzubinden, wurden drei Verbindungsbrücken gebaut, die direkt an vorhandene OP-Sterilflure anschließen. Zudem entstanden durch die Erweiterung der Holding Area (Einschlaf- und Aufwachraum) und OP-Nebenraumzonen auch großzügigere Sterilgut-Lagerräume, erweiterte Personalschleusen, ein schöner Aufenthaltsraum und neue Büroräume für das OP-Personal am UKL. Das hatte als besondere Aufgabe neben der Pandemie in den vergangenen Jahren auch den Umbau zu stemmen. Denn der Betrieb lief in den vorhandenen Sälen jeweils weiter, getrennt vom Baustellenbereich durch Schutzmaßnahmen wie Staubschutzwänden - eine große Herausforderung in einem sterilen Bereich, dessen Arbeit nur für eine kurze Zeit durch Verlagerungen der Operationen innerhalb des Klinikums unterbrochen wurde. Viele einzelne Bereiche des OP zogen dafür sogar mehrfach um. </p><p>Um den Neubau mit dem bestehenden Gebäudeteil zu verbinden, waren zudem anspruchsvolle Arbeiten mit vielzähligen Bohrungen und Stemmarbeiten in die vorhandene Baukonstruktion notwendig.  "Alle diese Maßnahmen haben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität und Einsatzbereitschaft abverlangt", sagt Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand des UKL. "Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz ausdrücklich bei allen Mitarbeiter:innen, aber auch unseren Patient:innen sowie unseren Partner:innen für das Verständnis für die mit dem Bau verbundenen Belastungen der letzten Jahre", so Jacob. </p><p>
<strong>Erste Operationen am 5. September<br></strong>Die ersten Operationen in den neuen Sälen führten am 5. September die Gefäßchirurgen zusammen mit den Angiologen am neuen Angiographie-System durch. Dabei wurden bei einem 66 Jahre alten Patienten sowie einem 82-Jährigen Aneurysmen (Aussackungen) der Hauptschlagader  mit  sogenannten Stentgrafts behandelt. Diese aufwändigen und lebensrettenden Eingriffe, bei denen individuell angepasste Gefäß-Endoprothesen eingesetzt wurden, erfolgten minimal-invasiv und damit für die Patienten sehr schonend.  <br><br></p><p>
<a href="https://bit.ly/3Bhj5GL">
<strong>Einblick hinter OP-Türen</strong> </a>- schauen Sie hinter die Kulissen und in die neuen Räume in unserem
<a href="https://youtu.be/ZdlSlHUTg4M">Video. </a>Weitere Informationen zu den neuen OP-Sälen und ein Interview mit OP-Manager Dr. Gerald Huschak finden Sie
<a href="/Seiten/high-end-op.aspx">hier</a>.</p> |