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Pressemitteilungen

27.03.2020

 

Gemeinsam mit dem gesamten Team des Universitätsklinikums möchten auch wir Ihnen sagen: Wir sind da und bleiben da! Bleiben Sie für uns zu Hause!

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19.06.2019

Renommierter Spezialist für Fehlbildungen zu Besuch am UKL

Prof. Robert J. Mann, plastischer Chirurg und weltweit anerkannter Experte auf dem Gebiet der Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten und Kraniosynostosen besuchte im Anschluss an seine Vorträge auf dem diesjährigen ECPCA-Congress in Utrecht auf Einladung des Direktors der hiesigen Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Prof. Dr. Dr. Bernd Lethaus das Universitätsklinikum Leipzig.
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15.02.2019
Preis für den besten Vortrag geht nach Leipzig! 
Auf dem 38. Internationalen Symposium, welches von Prof. Dr. Dr. Peter Kessler (Maastricht) und Prof. Dr. Dr. Elmar Esser (Osnabrück) ausgerichtet wurde, stellte aus Leipzig Dr. Alexander Bartella ein Poster mit dem Titel „Kann der Ankio-Brachiale-Index Komplikationen mit mikrochirurgischen Anastomosen vorhersagen?" vor... weiterlesen

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Dysgnathie: Operative Korrektur von Fehlstellungen des Kiefers und der Zähne dank digitaler Technik nun noch besser planbar, präziser und patientenfreundlicher<img alt="Moderne technische Möglichkeiten stehen Kieferorthopäde Prof. Till Köhne (li.) und Mund-Kiefer-Gesichtschirurg PD Dr. Dr. Rüdiger Zimmerer (re.) am Universitätsklinikum Leipzig für die Behandlung von Patienten mit Dygnathie zur Verfügung." src="/presse/PressImages/pic_20210510114003_0905d7b221.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-05-09T22:00:00ZLeipzig. Zeigen Kiefer und Zähne eines Menschen eine ausgeprägte Fehlstellung, steht also einer der Kiefer zu weit nach vorn oder nach hinten und beißen die Zähne nicht korrekt aufeinander, sprechen Experten von einer Dysgnathie. Betroffene leiden nicht nur unter ästhetischen, sondern auch unter funktionellen Einschränkungen wie Artikulationsproblemen. Die Fehlstellungen können so stark ausgeprägt sein, dass mit kieferorthopädischen Maßnahmen wie Zahnspangen keine Korrekturen mehr erreicht werden. Hier ist dann eine kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie erforderlich. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) sind die Experten der Kieferorthopädie und der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG) auf diese Behandlung spezialisiert. Sie gilt als Routineeingriff mit geplanter OP. Seit Anfang des Jahres 2021 erfolgt der gesamte Prozess digitalisiert nach den derzeit modernsten Standards. Sämtliche Schritte sind nun noch genauer planbar und in ihrer Anwendung präziser und patientenfreundlicher. Auch der Informationsaustausch zwischen Arzt und Patient sowie zwischen den beteiligten Medizinern erleichtert und verbessert sich. Die ersten Patienten am UKL haben davon bereits profitiert. <p>Prof. Till Köhne leitet seit Jahresbeginn die <a href="/einrichtungen/kieferorthopaedie">Poliklinik für Kieferorthopädie</a> am UKL. Er unterscheidet mehrere Arten von Fehlstellungen&#58; &quot;Es gibt den sogenannten Vorbiss oder Prognathie, hier steht der Unter- vor dem Oberkiefer und dessen Gegenstück, die Retrognathie oder Rückbiss. Hinzu kommen noch der offene Biss, wenn die vorderen Zähne durch ihre Fehlstellung nicht abbeißen können, sowie mögliche Asymmetrien, bei denen der Unterkiefer zu einer Seite abweicht.&quot;</p> <p>&quot;Diese Dysgnathien findet man häufig, sie sind unterschiedlich stark ausgeprägt und treten bei bis zu 30 Prozent der Kinder und bei bis zu 20 Prozent der Erwachsenen auf. Allerdings kann ein Großteil ohne Operation sehr erfolgreich durch eine kieferorthopädische Behandlung im Wachstum behoben werden. Wenn es zur Operation kommt, sind die Patienten ausgewachsen und meist volljährig&quot;, ergänzt Privatdozent Dr. Dr. Rüdiger Zimmerer, Leitender Oberarzt und Stellvertretender Direktor der <a href="/einrichtungen/mkg">Klinik und Poliklinik für MKG.</a></p> <p>&#160;</p> <p>Fällt die Entscheidung für eine kombinierte Behandlung aus Spange und Kiefer-Operation, müssen Betroffene allerdings noch immer ein wenig Geduld mitbringen&#58; &quot;Die gesamte Therapie dauert zirka zwei Jahre&quot;, sagt Prof. Köhne, &quot;die eigentliche OP ist nach etwa der Hälfte der Zeit an der Reihe.&quot; In einem ersten Schritt werden nämlich die Zähne auf dem falsch stehenden Kiefer mittels Spange oder Zahnschiene geradegestellt. &quot;Das kann die Zahnfehlstellung sogar erst einmal verschlimmern&quot;, erklärt der Kieferorthopäde. Während der folgenden Operation werden dann die Kiefer durchtrennt und mit Titan-Platten neu fixiert.</p> <p>Der Mund-Kiefer-Chirurg muss dafür natürlich die neuen Positionen der Kiefer kennen. Bisher standen ihm dafür zweidimensionale Schädelröntgenbilder zur Verfügung, die neuen Positionen wurden auf Papier geplant und anschließend Gipsmodelle angefertigt, mit deren Hilfe die Verschiebung des Kiefers simuliert wurde. Auf Kunststoffschienen, sogenannten OP-Splinte sind dann die neuen Positionen der Kiefer registriert worden. Die Nachteile dieser 2D-Planung&#58; &quot;Sowohl die Planung mit Gipsmodellen als auch die manuelle Herstellung der OP-Splinte ist handwerklich sehr anspruchsvoll und daher nur schwer standardisierbar&quot;, erinnert sich Till Köhne, &quot;es fehlte die letzte Präzision.&quot;</p> <p>Durch die Umstellung auf moderne digitale Technik haben sich diese Abläufe allesamt verbessert und vereinfacht. &quot;Jetzt nutzen wir DVT, das heißt Digitale Volumentomografie. So erhalten wir ein 3D-Röntgenbild&quot;, erläutert Prof. Köhne. &quot;Diese Technologie setzt den Patienten im Übrigen viel weniger Strahlung aus als zum Beispiel bei einer Computertomografie, dem CT&quot;, betont er.</p> <p>&quot;Zusätzlich bietet uns die DVT die Möglichkeit, bei der virtuellen Operationsplanung wichtige Strukturen wie Nerven und Zahnwurzeln zu segmentieren, also sichtbar zu machen, so dass sie bei der Operation sicher und gezielt umgangen und geschont werden können&quot;, hebt PD Dr. Zimmerer hervor.</p> <p>Mit einem sogenannten intraoralen Scanner erstellt Kieferorthopäde Köhne einen - völlig strahlungsfreien - Scan mit der genauen Position der Zähne. Am Computer wird dann dieser Scan auf das 3D- Röntgenbild des gesamten Gesichts gelegt. &quot;In der virtuellen Operationsplanung setzen die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen die Kiefer dann in die vom Kieferorthopäden geplante neue Zielverzahnung. Entweder müssen Ober- und Unterkiefer zusammen operiert werden, oder es reicht aus, nur einen der beiden Kiefer zu verlagern&quot;, erläutert PD Dr. Zimmerer.</p> <p>Ist alles in der richtigen Position, können die UKL-Kieferorthopäden den passenden OP-Splint entwerfen und auf dem hauseigenen 3D-Drucker ausdrucken. &quot;So sind viel präzisere Messungen möglich&quot;, hebt Prof. Köhne hervor. Und MKG-Experte Zimmerer ergänzt&#58; &quot;Am Ende soll ein harmonisches Gesichtsprofil bei gleichzeitiger idealer Verzahnung erzielt werden. Hierbei ist sehr viel Erfahrung nötig.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>Für schwierige Fälle greifen die Mediziner des UKL auf die weltweit modernste Technik zurück&#58; &quot;Bei komplizierten Verlagerungen des Oberkiefers lassen wir die zur Stabilisierung der Knochen benötigten Titan-Platten im 3D-Druck individuell herstellen. Die Titan-Platten passen, ähnlich wie maßgeschneiderte Schuhe, nur dem Patienten und positionieren den Kiefer millimetergenau in der geplanten Position, theoretisch ohne Splint&quot;, erklärt Dr. Zimmerer.</p> <p>Selbst eine Art &quot;Blick in die Zukunft&quot; ist mit dieser Technik möglich&#58; Legt man ein 3D-Foto des Gesichts auf das dreidimensionale Röntgenbild, können die Veränderungen, die das Gesicht des Betroffenen erfahren wird, bereits vor dem Eingriff simuliert werden. Soll heißen&#58; Der Patient kann vorab schon sehen, wie er nach erfolgreicher OP aussehen wird - wenn er es denn will.</p> <p>Der Einsatz digitaler Technik zeigt für den Direktor der UKL-Kieferorthopädie neben der genaueren Planung und den präziser gearbeiteten und platzierten OP-Splints aber noch einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil&#58; &quot;Für mich heißt Fortschritt bei der Digitalisierung auch immer leichterer Informationsaustausch&quot;, sagt Prof. Till Köhne. &quot;Informationen können nun bequem und schnell zwischen den beteiligten Ärzten, aber auch zwischen Arzt und Patient weitergegeben und ausgewertet werden. Alle Beteiligten haben Zugriff auf die wesentlichen Informationen.&quot;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Keine Narben&#58; Alle Schnitte innerhalb des Mundes</strong></p> <p>Die Operation geschieht in Vollnarkose. Drei bis vier Tage verbleiben die Patienten anschließend stationär und sind dann weitere drei bis vier Wochen krankgeschrieben. In dieser Zeit kann dann auch erst mal nur weichere Nahrung aufgenommen werden. Der Mund kann allerdings - mit nur leichten Einschränkungen - sofort nach der OP wieder geöffnet werden. Ebenfalls gut zu wissen&#58; Alle Schnitte befinden sich innerhalb der Mundhöhle, von außen werden keine Narben zu erkennen sein. Innerhalb von 6-8 Wochen sind die Kiefer schon relativ stabil verwachsen. Die eingebrachten Titan-Platten und Schrauben sind nicht magnetisch, relativ grazil, erzeugen nach aktuellem Kenntnisstand keine Allergien und können sechs Monate nach der OP auch wieder entfernt werden. Der Eingriff ist standardisiert und wird teilweise mehrfach wöchentlich bei uns durchgeführt&quot;, sagt MKG-Chirurg Zimmerer</p> <p>&#160;</p> <p>Obwohl eines der Hauptziele dieser OP die Verbesserung des Gesichtsprofils sei, handele es hierbei nicht um eine ästhetische Operation, betont Prof. Köhne. So würden auch funktionelle Verbesserungen erzielt, beispielsweise verbessere sich bei den Betroffenen mit der korrekten Stellung von Kiefern und Zähnen auch die Aussprache. Zudem sei Dysgnathie die einzige Krankheit, bei der die Krankenkassen auch bei über 18-Jährigen die Zahnspangen bezahle, erklärt Köhne, Nachfolger des langjährigen Leiters der kieferorthopädischen Poliklinik, Karl-Heinz Dannhauer.</p> <p>Die Zahnspange bleibt nach der Operation allerdings noch so lang im Mund, bis die sogenannte Feinverzahnung abgeschlossen ist. Nach dem erfolgreichen Ende der etwa zweijährigen Therapie kann sie aber endgültig herausgenommen werden.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Dysgnathie-Sprechstunde&#58;</strong></p> <p>Immer freitags, 8.30 Uhr bis 12 Uhr</p> <p>Anmeldung&#58; Telefon 0341 / 97-21106</p> <p>Weitere Informationen&#58; <a href="/einrichtungen/kieferorthopaedie">https&#58;//www.uniklinikum-leipzig.de/einrichtungen/kieferorthopaedie</a></p>
Platz 6 in Deutschland: Erneute Spitzenposition für das Universitätsklinikum Leipzig in der TOP-100-Klinikliste von „FOCUS Gesundheit“<img alt="Nur fünf Kliniken in Deutschland werden besser bewertet&#58; Das Universitätsklinikum Leipzig belegt wie im vergangenen Jahr Platz 6 in der TOP 100-Klinikliste des Magazins „FOCUS Gesundheit“." src="/presse/PressImages/pic_20201023100107_977b532403.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-10-22T22:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) gehört auch in diesem Jahr zu den besten Krankenhäusern Deutschlands. In der neuen "Klinikliste 2021" des Nachrichtenmagazins "Focus", die am 20. Oktober erschienen ist, belegt das UKL unter 100 Kliniken erneut einen hervorragenden sechsten Platz und konnte somit seine Position halten. Vor dem UKL rangieren nur die Berliner Charité als Gesamtsieger sowie die Universitätsklinika Heidelberg, Schleswig-Holstein, Dresden und München (LMU). <p>Ermittelt werden die Platzierungen durch umfangreiche Untersuchungen eines unabhängigen Recherche-Instituts, das von der Zeitschrift beauftragt wurde. In die Bewertung fließen Fallzahlen, Behandlungserfolge bei OPs und Komplikationsquoten ein. Geprüft wurden zudem die technische Ausstattung, die Anzahl der Ärzte oder Qualifikation der Pflegenden. Sehr wichtig sind auch die Beteiligung an Qualitätsinitiativen, die Patientenzufriedenheit und der Hygienestandard. Wie externe Mediziner das UKL bewerten und wie oft sie es weiterempfehlen, spielt ebenfalls eine große Rolle.</p> <p>31 Fachbereiche des UKL sind in den Empfehlungslisten von FOCUS Gesundheit aufgeführt - 15 von ihnen sogar in der Spitzengruppe des jeweiligen Krankheitsbildes&#58;&#160;</p> <p>Risikogeburt, Hautkrankheiten, Diabetes (Erwachsene und Kinder), Kinderchirurgie, Darmkrebs, Leukämie, Nuklearmedizin, Prostatakrebs, Strahlentherapie, Adipositaschirurgie, Schlaganfall, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Depression.<br><br></p> <p>17 Kliniken und Einrichtungen des UKL werden als TOP-Kliniken - zum Teil mehrfach - genannt&#58;</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Abteilung für Geburtsmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Urologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Es ist uns gelungen, diesen hervorragenden Platz sechs unter den nationalen TOP 100 zu bestätigen - dieses tolle Ergebnis freut uns sehr&quot;, sagte Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. &quot;In diesem wegen der Corona-Pandemie sehr außergewöhnlichen Jahr ist das eine wohltuende Bestätigung für die mit viel Engagement geleistete Arbeit unserer Ärztinnen und Ärzte sowie aller Mitarbeiter aus anderen Bereichen, die zu dieser sehr guten Platzierung beigetragen haben.&quot;</p>
Die Angst vor dem Ungewissen nehmen: Patiententag am UKL zu Krebs im Kopf-Hals-Bereich diesmal online<img alt="Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des UKL und Schirmherr der „Make Sense“-Kampagne in Deutschland" src="/presse/PressImages/pic_20200921104929_98f587406c.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-09-20T22:00:00ZLeipzig. Aufklärung und Informationen über Kopf-Hals-Tumoren – dieser Aufgabe widmet sich alljährlich die europaweite Kampagne "Make Sense" der European Head and Neck Society (EHNS), an deren Spitze in Deutschland Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des UKL, steht. <p>&quot;Wodurch bekommt man diesen Krebs, wie kann man ihn am besten behandeln - solche und andere Fragen wollen wir bei einem Patiententag beantworten&quot;, erklärt der <a href="/einrichtungen/hno">HNO-Spezialist</a>. &quot;Durch die Covid-19-Pandemie können wir aber leider nicht direkt mit Betroffenen und Interessierten ins Gespräch kommen. Deshalb findet unser Patiententag online statt.&quot; Gemeinsam mit Prof. Dr. Bernd Lethaus, Direktor der <a href="/einrichtungen/mkg">Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie</a> am UKL, und weiteren Leipziger Experten wird Prof. Dietz neueste medizinische Erkenntnisse rings um diese Erkrankungen vorstellen.</p> <p>Erläutert werden bei dieser Online-Veranstaltung, die im Rahmen der &quot;Head and Neck Awareness Week&quot; stattfindet, beispielsweise neue Krebsbekämpfungsstrategien und schonende Operationsverfahren, welche Hoffnungen eine bestimmte Impfung und die Aktivierung des Immunsystems machen, wie innerhalb der Krebstherapie Kaufunktion und Zahngesundheit verbessert werden können oder was zu tun ist, wenn Schlucken und Sprechen nach der Therapie nicht mehr gut funktionieren. &quot;Wir setzen alles daran, dass Betroffene nach der Behandlung mit möglichst geringen Einschränkungen in ihr vorheriges Leben zurückkehren können&quot;, betont Prof. Dietz. Sein Kollege Prof. Lethaus weist darauf hin&#58; &quot;Neben der eigentlichen Behandlung ist es auch unsere Aufgabe, den Betroffenen die Angst vor dem Ungewissen zu nehmen.&quot;<br><br></p> <p>Das kann Anke Steinbacher, Betroffene und Patin der Awareness Week, bestätigen&#58; &quot;Ich lebe heute wieder ein sehr normales, aktives, überaus soziales und ja - auch lustiges - Leben. Niemand sieht, dass ich eine sehr große OP buchstäblich mitten im Gesicht hatte und ich habe auch nicht mit Folgeschäden zu kämpfen. Und das alles nur, weil ich mich getraut habe, dem ersten Therapieansatz nicht zu folgen und stattdessen weiter zu suchen. Dabei habe ich den Arzt gefunden, der genau das Gleiche wollte wie ich&#58; Mich krebsfrei zu bekommen, und zwar so, dass ich danach genauso gut und gerne lebe wie davor.&quot;<br><br></p> <p><strong>Patiententag Kopf-Hals-Tumoren</strong><br>23. September 2020, 17 bis 19.30 Uhr<br>Im Internet unter&#58;<br><a href="https&#58;//ukl-live.de/kopf-hals-krebs">https&#58;//ukl-live.de/kopf-hals-krebs&#160;</a></p>
26. August: Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgen des UKL laden zum „1. Bayerischen Bahnhofstalk“<img alt="MKG-Klinikdirektor Prof. Dr. Dr. Bernd Lethaus bittet am 26. August zum „1. Bayerischen Bahnhofstalk“." src="/presse/PressImages/pic_20200821095023_14a7497190.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-08-20T22:00:00ZLeipzig. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Kliniken am westlichen Rand des Campus Liebigstraße befindet sich der Bayerische Bahnhof. Das markante Gebäude diente so auch als Namensgeber für den "1. Bayerischen Bahnhofstalk" der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie (MKG). Klinikdirektor Prof. Dr. Dr. Bernd Lethaus lädt für Mittwoch, 26. August, ärztliche und zahnärztliche Kolleginnen und Kollegen zu einem fachlichen Austausch ein. Thema der Premierenveranstaltung: der neueste Stand der Antibiotikaprophylaxe und –therapie bei oralchirurgischen Eingriffen. <p>Die Corona-Pandemie habe gezeigt, so Prof. Lethaus in seiner Einladung an die Fachleute, dass Mikroorganismen den Makrokosmos unserer Gesellschaft empfindlich beeinträchtigen könnten. Bei Wundinfektionen seien Viren indes nur von untergeordneter Wichtigkeit. Die medikamentöse Therapie richte sich hier vornehmlich gegen bakterielle Erreger.&#160;<br>&quot;Allerdings verlassen wir gerade bei der Antibiotikatherapie nur ungern bewährte Schemata und Pfade, die wir seit langem verwenden&quot;, beschreibt der <a href="/einrichtungen/mkg">UKL-Klinikdirektor</a> und wissenschaftliche Leiter der Veranstaltung. &quot;Die Anwendung zur Therapie und Prophylaxe stellt aber, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Resistenzen von Bakterienstämmen und den kontinuierlichen Entwicklungen, eine ständige Herausforderung für die zahnärztlich und chirurgisch tätige Praxis dar.&quot;</p> <p>Immer mehr Patienten wiesen Grunderkrankungen in der Eigenanamnese auf, wie zum Beispiel künstliche Herzklappen, Immunsuppressionen, antiresorptive Medikamenten oder eine Bestrahlung. Deshalb, so betont Lethaus, sei die sorgfältige Auswahl der korrekten antibiotischen Behandlung für den Therapieerfolg von immer größerer Bedeutung. <br>Bei der Veranstaltung am 26. August geben Referenten aus den Bereichen der Oral- und MKG-Chirurgie sowie der Mikrobiologie einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen der evidenzbasierten Verwendung von Antibiotika. Auch nach diesem Auftakt möchte Prof. Bernd Lethaus als Inhaber des Leipziger Lehrstuhls für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie den &quot;Bayerischen Bahnhofstalk&quot; als Format nutzen, um regelmäßig zur Diskussion aktueller Themen einzuladen. ​</p> <p><strong>1. Bayerischer Bahnhofstalk&#58; Update Antibiotikaprophylaxe und -therapie bei oralchirurgischen Eingriffen<br></strong>Mittwoch, 26. August, 16.30 Uhr bis 19 Uhr,<br>Medizinische Fakultät,<br>Haus E, Großer Hörsaal,<br>Liebigstraße 27,<br>04103 Leipzig</p> <p>Anmeldung&#58;<br><a href="https&#58;//www.ukl.vcongress.de/bayerischer_bahnhofstalk_2020">https&#58;//www.ukl.vcongress.de/bayerischer_bahnhofstalk_2020</a> &#160;</p> <p>Der Erlös der Veranstaltung wird zu 100 Prozent für Kinder mit Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten gespendet.<br>Es werden vier Fortbildungspunkte bei der BÄK und BZÄK zertifiziert.</p>
Sicherheit geht vor: Striktes Regime von der Pforte bis zum Behandlungsraum<img alt="In den Kliniken der Kopf- und Zahnmedizin des UKL herrschen strenge Sicherheitsmaßnahmen, da hier nah am Gesicht des Patienten gearbeitet werden muss." src="/presse/PressImages/pic_20200429104614_32b81fa223.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-04-28T22:00:00ZLeipzig. "Wir behandeln auch in Coronazeiten unsere Patienten, wollen zugleich aber mit aller Kraft verhindern, dass das Virus in unsere Kliniken eindringt", sagt Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und zugleich Leiter des Departments Kopf- und Zahnmedizin des Universitätsklinikums, zu denen neben der HNO auch die Augen-, die Mund-Kiefer-Gesichts- und die Zahnkliniken gehören. "Alle Mitarbeiter dieser Kliniken müssen sehr nah am Kopf des Patienten arbeiten, das Abstandsgebot ist bei uns nicht zu realisieren. Deshalb herrscht ein striktes Sicherheits- und Hygieneregime, und zwar schon an der Pforte." <p>Am Eingang zu den sogenannten Kopfkliniken im Haus 1 wurde eine Schleuse aufgebaut, in der bei jedem Ankömmling erst einmal mit einem Detektionsgerät an der Schläfe Fieber gemessen wird, danach folgen Fragen nach erkrankten Familienangehörigen, Reisen und anderen Gefährdungsmöglichkeiten. Wenn erfolgreich gecheckt wurde, dass der Patient einen Termin hat, darf er nach einer Händedesinfektion zur Anmeldung gehen. Doch ganz gleich, ob ein ambulanter oder stationärer Eingriff &#160;geplant ist&#58; Alle Patienten werden einem Aufnahmescreening unterzogen.</p> <p>&quot;Kommt der Patient zu einem stationären Aufenthalt, wird bei ihm noch an der Anmeldung ein Abstrich gemacht, er erhält einen Mundschutz, geht auf Station und muss dort verbleiben&quot;, erklärt <a href="/einrichtungen/hno">Prof. Dietz</a> (Foto) weiter. &quot;Liegt das Corona-Testergebnis vor, entscheidet sich, wie es weitergeht&#58; Ist der Patient infiziert, wird medizinisch entschieden, ob die OP verschiebbar ist oder nicht. Kann man sie verschieben, dann wird die OP abgesagt und der Patient kommt zwei Wochen später nochmals zu uns. Ist der Patient nicht infiziert, gibt es ja keine Probleme.&quot;</p> <p>Verschiebbare Eingriffe im HNO-Fachbereich wären beispielsweise Nasennebenhöhlen-OP, geplante Mandel-OP, Nasenscheidewand-OP oder auch eine Cochlea-Implantat-OP. &quot;Nicht aufschiebbar dagegen wären akute Blutungen, ein Mandelabszess oder akute Tumorerkrankungen&quot;, so der Leipziger Klinikchef. &quot;Dann würde der infizierte Patient in den Covid-Isolationsbereich überführt und dort unter extremsten Sicherheitsbedingungen operiert. So etwas war für HNO-Patienten bisher aber nicht nötig.&quot;</p> <p>Alle Ärzte und Schwestern, die Kontakt zu Patienten haben, tragen bei der Untersuchung von Patienten Schutzvisiere, Mund-Nasen-Schutz und Handschuhe. Bei speziellen Untersuchungen, beispielsweise per Endoskop, werden FFP2-Masken getragen. &quot;Ich denke, dass wir mit unseren Schutzmaßnahmen für die Patienten eine große Sicherheit gewährleisten&quot;, sagt Prof. Dietz. &quot;Wir bitten deshalb unsere Patienten, Verständnis dafür aufzubringen, dass auch sie mitmachen müssen - und beispielsweise während des Aufenthalts bei uns das Haus nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen dürfen.&quot;</p> <p>An der <a href="/einrichtungen/augenheilkunde">Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde</a> wurden vorübergehend die Sprechstunde ausgedünnt und nicht unbedingt nötige Eingriffe abgesagt. &quot;Aber natürlich haben wir bei Notfällen wie Netzhautablösungen oder schweren Unfällen die Patienten versorgt&quot;, so Prof. Dr. Peter Wiedemann (Foto), Direktor der Augenklinik. &quot;Dabei sind Augenärzte sehr gefährdet. Denn wir arbeiten oft nur 20 Zentimeter vom Gesicht des Patienten entfernt. Da reicht schon ein Wort, um das Virus weiterzugeben. Übrigens&#58; Die Lungenentzündung durch das neue Coronavirus, das inzwischen weltweit verbreitet ist, fiel in Wuhan zuerst dem jungen Augenarzt Li Wenliang auf, der dann an der Krankheit Covid-19 gestorben ist.&quot;</p> <p>Als Vorsichtsmaßnahme vor einer möglichen Ansteckung tragen alle Mitarbeiter der Augenklinik einen Mund-Nasen-Schutz. An der Spaltlampe - einer Art Mikroskop, mit das Auge auf krankhafte Veränderungen untersucht werden kann, und das Hauptuntersuchungsgerät eines Augenarztes - wurde ein Schutzschild angebracht, um Tröpfcheninfektionen zu verhindern. &quot;Gegenwärtig versuchen wir wieder zum normalen Behandlungsrhythmus zurückzukehren und den entstandenen Stau abzuarbeiten&quot;, sagt Prof. Wiedemann.</p> <p>&#160;</p>

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