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150. Patient mit CAR-T-Zell-Therapie erfolgreich am Universitätsklinikum Leipzig behandelt<img alt="Kurz vor der Entlassung seines Patienten spricht Oberarzt Dr. Vladan Vucinic (re.) noch einmal die Ergebnisse der letzten Untersuchungen mit Jens Wußmann durch. Er war der 150. Patient, der am Universitätsklinikum Leipzig mit einer CAR-T-Zelltherapie behandelt wurde." src="/presse/PressImages/pic_20231201115549_8c41c4a186.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2023-11-30T23:00:00ZLeipzig. Im November ist am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) der 150. Patient mit einer CAR-T-Zelltherapie behandelt worden. Der 59-jährige Leipziger leidet an einem aggressiven B-Zell-Lymphom, von dem er nun im besten Fall vollständig geheilt sein könnte. Im Juni 2019 war diese noch immer neuartige Zelltherapie am UKL erstmals bei einem Patienten angewendet worden. Mittlerweile sind die Einsatzmöglichkeiten um ein Vielfaches höher. Prof. Uwe Platzbecker, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie, Hämostaseologie und Infektiologie, ist stolz auf die Zahl von 150, aber auch auf die "extrem hohe Qualität unserer medizinischen Versorgung", was sich in der Akkreditierung seiner Klinik für sämtliche derzeit verfügbaren CAR-T-Zelltherapie-Produkte widerspiegele. <p>Jens Wußmann ist vor kurzem 59 Jahre geworden. Er feierte diesen Tag im Kreis seiner Familie - zu Hause. Einen Tag zuvor konnte er von Oberarzt Dr. Vladan Vucinic entlassen werden - für Patient wie für Arzt ein Moment der Freude.&#160;</p> <p>Mitte November hatte Wußmann die womöglich lebensrettende Infusion erhalten. Im besten Fall ist er von seiner Krankheit, einem aggressiven B-Zell-Lymphom, nun endgültig geheilt. Seine Leidensgeschichte begann schon einige Jahre zuvor.&#160;</p> <p>CAR-T Zellen sind ein innovativer zelltherapeutischer Ansatz in der Hämatologie und Onkologie. Hier werden körpereigene T-Zellen der Patient&#58;innen isoliert und mittels Gentechnologie so verändert, dass sie die Krebszellen erkennen und zerstören können. Im Oktober waren die eigenen Lymphozyten des Leipzigers mittels Apherese (Blutwäsche) abgesammelt worden. In einem Speziallabor in den USA erhielten diese Zellen dann binnen drei Wochen ihre &quot;Neuprogrammierung&quot;. Per Infusion wurden die genetisch veränderten Lymphozyten dann wieder in Wußmanns Körper zurückgeführt, um die Krankheit anzugreifen und zu vernichten.&#160;<br><br></p> <p>Das aggressive B-Zell-Lymphom zeigt sich vor allem durch schmerzlose Lymphknotenschwellungen, aber auch durch Nachtschweiß und Gewichtsverlust. Bei dem Leipziger war es allerdings etwas anders - er nahm an Gewicht stark zu. &quot;Geschwollene Lymphknoten können andere Organe beeinträchtigen. Bei Herrn Wußmann drückten sie aufs Herz&quot;, berichtet Dr. Vucinic. &quot;Dadurch war die Herzfunktion gestört, im Körper lagerte sich Wasser ab, was zu einer Gewichtszunahme mit Wasserüberlagerung führte.&quot; Bereits seit 2021 war Wußmann deswegen an anderen Krankenhäusern in Behandlung, Immunchemotherapien schlugen nur kurzzeitig an.&#160;</p> <p>Seit Februar dieses Jahres und einer sogenannten Hochdosistherapie und der Verabreichung eigener Stammzellen ist er nun Patient von Oberarzt Vucinic am UKL. &quot;Hier habe ich auch von ihm zum ersten Mal von einer CAR-T-Zelltherapie gehört&quot;, erzählt Wußmann. &quot;Dr. Vucinic hat mir das Prinzip sehr genau erläutert, das hat mich überzeugt.&quot; Er habe sich am Leipziger Universitätsklinikum sehr gut aufgehoben gefühlt&#58; &quot;Alle arbeiten Hand in Hand.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Nebenwirkungen wie Fieberschübe und Entzündungen unter Kontrolle gebracht&#160;</strong></p> <p>Rückschläge seien natürlich nie ganz auszuschließen, erklärt UKL-Arzt Vucinic. Der für das CAR-T-Zell-Programm des <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-1/hämatologie-und-zelltherapie/über-uns">Bereichs Hämatologie und Zelltherapie</a> seiner Klinik zuständige Oberarzt beschreibt daher den Blick in die Zukunft seines Patienten folgendermaßen&#58; &quot;Erlebt Herr Wußmann nun ein Jahr ohne Rückschläge, bin ich sehr zufrieden, nach zwei Jahren wäre ich extrem zufrieden.&quot;&#160;<br><br></p> <p>In den ersten Tagen nach der Rückführung der veränderten körpereigenen Zellen können sich auch schwerere Nebenwirkungen bemerkbar machen. Auch Jens Wußmann musste dies erleben. Er litt kurzzeitig an starkem Fieber und einer entzündlichen Reaktion, ausgelöst durch die CAR-T-Zellen, weil sie zu viele sogenannte Botenstoffe ausschütten. &quot;Das kann zu Fieberschüben führen, gleichwohl können diese Entzündungen, auch bekannt als Zytokinsturm, gut medikamentös behandelt werden&quot;, erklärt Dr. Vucinic.&#160;</p> <p>Doch, weil auch schon eine minimale Dosis dieser Botenstoffe die Hirnfunktion beeinträchtigen können, gehen die Mediziner&#58;innen auf Nummer sicher&#58; &quot;Herr Wußmann musste täglich einen oder zwei Fragebögen mit zehn Fragen ausfüllen. So prüfen wir, ob die Hirnfunktion beeinträchtig ist. Zusätzlich baten wir ihn, täglich einen bestimmten Satz mit der Hand zu schreiben. Wir schauten, ob der Satz korrekt geschrieben war und ob Veränderungen bei der Handschrift zu bemerken wären, was ebenfalls auf eine Störung der Hirnfunktion hindeuten könnte&quot;, beschreibt Dr. Vladan Vucinic.&#160;</p> <p>Jens Wußmann überstand auch diese kritische Phase und konnte sich am Geburtstag zu Hause über die Bastelarbeiten seiner Enkelkinder freuen - &quot;das schönste Geschenk überhaupt&quot;, wie der 59-Jährige selbst sagte.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Klinikdirektor Platzbecker&#58; Ein wenig wie Fahrrad fahren - von Stützrädern zum Rennrad</strong></p> <p>Was an vielen Stellen bereits fast nach Routine im klinischen Alltag klingt, unterscheidet sich bei näherem Hinsehen jedoch noch immer sehr von anderen Therapien in der Hämatologie. &quot;Der gesamte Prozess CAR-T-Zelltherapie gestaltet sich viel aufwändiger als andere Behandlungen&quot;, sagt Dr. Vucinic. &quot;Angefangen bei der Patient&#58;innenaufklärung über die Koordination mit anderen Kliniken, den Herstellern der Produkte, den Krankenkassen, Apotheken und weiteren Behandler&#58;innen. Nicht zu vergessen die noch immer sechsstelligen Kosten einer CAR-T-Zelltherapie.&quot;&#160;<br><br></p> <p>2019 der erste, im November 2023 der 150. Patient - zur eigenen Einordnung greift <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-1">Klinikdirektor</a> Prof. Uwe Platzbecker auf einen bildhaften Vergleich zurück&#58; &quot;Ein wenig ist es vergleichbar mit Fahrrad fahren. Nutzten wir vor vier Jahren noch Stützräder, sitzen wir heute auf einem Rennrad.&quot; Er sieht den von ihm geleiteten Fachbereich bei den erfahrensten Kliniken mit dieser neuen Therapie in Deutschland&#58; &quot;Unser Anspruch ist - bei aller Quantität - die höchste Qualität! Der Zugang zu solch kostenintensiver Innovation bedeutet auch eine hohe Verantwortung, unsere Patient&#58;innen gut auszuwählen&quot;, betont Prof. Platzbecker und schließt einen Wunsch an&#58; &quot;In Zukunft muss dieser enorm gewachsene Aufwand auch im Leistungskatalog der Krankenkassen abgebildet werden. Vielleicht gelingt das mit der geplanten Krankenhaus-Reform&quot;, so der UKL-Experte. &#160;&#160;</p> <p>&#160;</p>
Wird HIV in diesem Jahrzehnt besiegt?<img alt="Infektiologin Dr. Amrei von Braun behandelt nicht nur in der Sprechstunde am UKL Patient&#58;innen mit HIV-Infektionen, sondern begleitet auch Projekte in Afrika." src="/presse/PressImages/pic_20231129111941_c4121d27bf.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2023-11-28T23:00:00ZLeipzig. In den reichen Ländern der Welt ist aus HIV längst statt einer tödlichen Infektion eine chronische Erkrankung geworden. Aber auch in Afrika, das lange als Sorgenkind galt, gibt es große Fortschritte – die HIV-Infektionen können besser kontrolliert werden, die Zahl der Erkrankten sinkt. Damit scheint ein Sieg im weltweiten Kampf gegen die Immunschwäche in Sicht. <p>Zwei Drittel der heute von HIV Betroffenen leben in afrikanischen Ländern. Armut und fehlender Zugang zur Gesundheitsversorgung erschwerten dort bisher den Kampf gegen die übertragbare Infektionserkrankung, die unbehandelt tödlich ist. Dank großer internationaler Anstrengungen ist das heute anders&#58; &quot;Mit einer breitflächigen Kombination aus leichtem Zugang zu Tests und anschließenden Therapien ist die Erkrankung heute auch dort gut kontrollierbar&quot;, erklärt Dr. Amrei von Braun die Situation. Die Infektiologin und Tropenmedizinerin am Universitätsklinikum Leipzig ist häufig für Projekte in Afrika unterwegs. Immer mit im Blick hat sie dabei ihr &quot;Herzensthema&quot; HIV-Versorgung. &quot;Was wir da erleben, ist eine echte Erfolgsgeschichte der Medizin&quot;, ist sie überzeugt. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt, ebenso wie die Todeszahlen. Damit das so bleibt, darf nun aber nicht nachgelassen werden.</p> <p>Denn die Erfolge sind fragil&#58; &quot;In politisch instabilen Ländern leidet die Gesundheitsversorgung, dort können wir entsprechend schnell auch wieder zurückgeworfen werden&quot;, &#160;so Dr. von Braun. Und noch sei nicht alles erreicht. Vor allem die Kinder wären weiterhin unterversorgt. &quot;Während uns für Erwachsene heute circa 30 individuelle Therapieoptionen zur Verfügung stehen, sind es bei Kindern nur ungefähr zehn&quot;, so die Expertin. Kinder seien komplizierter zu behandeln, da die Medikamentengaben auf das Körpergewicht abgestimmt werden müssen und dieses sich bei Kindern durch das Wachstum ständig ändere. Auch könnten keine Tabletten verabreicht werden, Baby- und Kleinkind-kompatible Zubereitungen der Arzneimittel stünden aber selten zur Verfügung. Dabei sei die Zahl der infizierten Kinder mit jährlich 400.000 nach wie vor hoch, und fast alle davon leben in Afrika. &quot;Bei uns sind Kinder mit HIV heute eine Rarität, denn eine Übertragung während der Schwangerschaft kann gut und wirksam verhindert werden - aber eben nur, wenn die Infektion der Mutter bekannt ist und behandelt werden kann&quot;. Gelingt dies nicht, ist die Behandlung der Kinder schwierig, viele überleben das 2. Lebensjahr nicht.&#160;</p> <p>&quot;Unsere weltweite Priorität im weiteren Kampf gegen AIDS sollten daher die Kinder sein&quot;, ist Dr.von Braun überzeugt. Wichtig dafür seien auch bessere Diagnosemöglichkeiten für Erwachsene in den afrikanischen Ländern. Denn um eine jeweils passende Therapieoption zu finden, werden diese dort einfach bis zum Erfolg ausprobiert, da für eine Diagnostik der relevanten Faktoren die Ressourcen fehlen. &quot;In dieser Zeit sind die Patient&#58;innen aber weiter ansteckend&quot;, &#160;so von Braun. Hier könnte viel erreicht werden, um neue Infektionen zu verhindern.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Osteuropa&#58; Stigmatisierung als Infektionstreiber&#160;</strong></p> <p>Während es in Afrika große Erfolge zu verzeichnen gibt, ist die Situation in Osteuropa dagegen weiterhin schlecht. Aufgrund der Stigmatisierung, der sich Betroffene in diesen Ländern ausgesetzt sehen, steigen dort seit Jahren die Zahlen. &quot;Weil es für Risikogruppen keine Programme zum Schutz vor Infektionen gibt, erhöht sich die Rate der Übertragungen&quot;, so von Braun. Eine HIV-Infektion ist mit gesellschaftlicher Ablehnung und Ausschluss verbunden, eine wirksame Therapie zu bekommen, ist selten oder gar nicht möglich. &quot;Im Verborgenen gelingt aber keine Prävention und kein Übertragungsschutz, das haben wir über Jahrzehnte erfahren können und erfahren es heute von unseren Patient&#58;innen&quot;, sagt die Leipziger Infektiologin, die in der HIV-Sprechstunde am UKL mit ihren Kolleg&#58;innen etwa 300 Patient&#58;innen betreut, einige davon auch mit Fluchterfahrungen aus osteuropäischen Ländern. Deren Berichte zeichnen ein düsteres Bild. &quot;Hier müsste unbedingt etwas geschehen, wenn wir AIDS weltweit besiegen wollen - was in greifbarere Nähe ist.&quot; &#160; &#160;&#160;</p>
Woche der Wiederbelebung 2023: Man muss frühzeitig an der Überzeugung arbeiten<img alt="Prof. Sirak Petros (Mi.) verfolgt, ebenso wie die Medizinstudentin im Praktischen Jahr Luise Kösser (li.), die Behandlung eines Intensivpatienten durch Dr. Sven Fikenzer (re.). Im Interview spricht Prof. Petros unter anderem über die Folgen einer Wiederbelebung auf den Organismus." src="/presse/PressImages/pic_20230915083321_63e26c670d.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2023-09-14T22:00:00ZLeipzig. Er zählt zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland: Der plötzliche Herzstillstand trifft Schätzungen zufolge 80.000 bis 100.000 Menschen pro Jahr – die meisten davon außerhalb eines Krankenhauses. Damit sind sie auf die Hilfe ihrer Mitmenschen angewiesen. Mit "Prüfen. Rufen. Drücken.", der Formel für die sogenannte Laien-Reanimation, können sie zum Lebensretter werden. "Prüfen. Rufen. Drücken." ist denn auch die Botschaft der Kampagne "Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation", mit der der Berufsverband Deutscher Anästhesisten e. V. (BDA) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI) seit 2012 für die Wiederbelebung durch Laien werben – mit Erfolg, denn mittlerweile ist die Quote der sogenannten Laien-Reanimation in Deutschland von damals unter 20 Prozent auf über 40 Prozent gestiegen. Das Ergebnis macht vielen Anästhesist:innen und Intensivmediziner:innen Mut, ihr Ziel, eine Laien-Reanimationsquote von mindesten 65 Prozent im Jahr 2025, doch noch zu erreichen, und damit die Zahl der Todesfälle durch einen plötzlichen Herzstillstand in Deutschland entscheidend zu senken. Warum es Kampagnen wie "Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation" braucht, darüber spricht Prof. Dr. med. habil. Sirak Petros, Facharzt für Innere Medizin, Internistische Intensivmedizin, Hämostaseologie und leitet die Interdisziplinäre Internistische Intensivmedizin am Leipziger Universitätsklinikum. <p><strong>Wenn ein Mensch zusammenbricht, nicht mehr atmet und auch sonst keine Lebenszeichen zeigt, ist dringend Hilfe geboten. Wie sieht diese im Idealfall aus?</strong></p> <p>&#160;</p> <p><strong>Prof. Dr. med. Sirak Petros&#58;</strong> Im Idealfall wäre ein erfahrener Notarzt in der Nähe, der dann sofort damit anfängt, die Wiederbelebung in Gang zu bringen. Dieser ideale Fall kommt aber praktisch nur im Krankenhaus vor oder wenn zufällig ein Notarztwagen danebensteht. In aller Regel ist der sogenannte Idealfall der&#58; Jemand beobachtet diesen Zusammenbruch. Dieser Jemand - das kann ein Fremder, ein Freund oder auch ein Familienmitglied sein - ist meist ein Laie und sollte eigentlich nur wenige Dinge tun. Das eine ist, denjenigen, der kollabiert ist, laut zu rufen, wenn er keine Reaktion zeigt, einen Notruf abzusetzen und sofort mit der Herzdruckmassage zu starten. Das ist der Idealfall. Viel ist das nicht.</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>So viel zur Theorie. In der Praxis scheuen sich viele Menschen davor, eine leblose Person wiederzubeleben. Die sogenannte Laien-Reanimationsquote lag 2021 hierzulande bei 42,6 Prozent. Welche Konsequenzen hat das für die betroffenen Patient&#58;innen?</strong></p> <p>&#160;</p> <p>Ich kann das vielleicht an zwei Beispielen aufzeigen&#58; Wir hatten eine etwa Mitte 50-jährige Frau, die ist auf der Straße kollabierte. Zwei junge Leute, zwei Laien, waren dabei und haben sofort einen Notruf abgesetzt und mit der Herzdruckmassage angefangen. Und sofort heißt wirklich sofort, nachdem sie kollabiert ist. Die Frau ist dann mit dem Notarztwagen zu uns gebracht worden - künstlich beatmet und mit allem versorgt, was notwendig war - und hat in nicht einmal 36 Stunden die Intensivstation wach laufend verlassen. Ein genau gegenteiliges, tragisches Beispiel ist das einer 35-jährigen Frau. Sie fiel in der Nähe mehrerer Leute um, die aber nur den Notruf absetzten. In den fünf bis sechs Minuten, die das Notteam ja leider braucht, in Leipzig sind es im Durchschnitt sieben bis zehn Minuten, eher geht es leider nicht, wurde nichts gemacht. Die Frau lag da, wie sie lag, bewusstlos, wurde nicht wach, und das ist für die Betroffenen eine Tragödie.&#160;</p> <p>Das Problem ist, dass unser Körper vom laufenden Kreislauf abhängig ist, dass der Sauerstoff, den wir über unsere Lunge aufnehmen, dort ankommt, wo er gebraucht wird. Wenn wir kollabieren und aufhören, zu atmen, haben wir zwar immer noch Sauerstoff im Blut, aber es bewegt sich nicht, wenn der Kreislauf nicht funktioniert. Das heißt, die Organe bekommen den Sauerstoff, der noch im Blut ist, nicht, worauf unsere Organe sehr unterschiedlich reagieren. Die meisten erholen sich von einem Sauerstoffmangel, nur ein Organ schafft es kaum&#58; Das ist das Gehirn. Deshalb sind diese ersten Minuten für die Patient&#58;innen so wichtig. Verzögert sich die Wiederbelebung, wird ihr Gehirn unwiederbringlich geschädigt.&#160;</p> <p>Und das ist die eigentliche Tragödie für die betroffenen Menschen&#58; Werden sie nicht sofort wiederbelebt, kommt irgendwann das Notteam und belebt sie wieder. Sie haben wieder Kreislauf, viele Körperorgane erholen sich langsam. Nur das Gehirn erholt sich leider nicht, sodass wir diese Patient&#58;innen dann trotz einer erfolgreichen Wiederbelebung ihres Kreislaufs einige Tage später aufgrund des schweren Hirnschadens aufgeben müssen. Daran verlieren wir leider sehr viele Patient&#58;innen, die wiederbelebt wurden&#58; Aufgrund ihres schweren Hirnschadens müssen wir sie aufgegeben, weil z. B. die Angehörigen sagen, so ein Leben im Koma hätte er oder sie nicht gewollt, oder wir auch sagen müssen, dass ein Leben mit diesem schweren Schaden im Gehirn nicht möglich ist. Und genau das war der Fall bei der jungen Frau.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Zeit ist also ein entscheidender Faktor bei der Reanimation. Welche Erfahrungen machen Sie als Leiter der Internistischen Intensivmedizin am UKL hierzu auf Ihrer Station&#58; Wie geht es den Menschen, die schnell wiederbelebt wurden, verglichen mit denen, die mit Verzögerung reanimiert wurden?</strong></p> <p>&#160;</p> <p>Wenn Menschen, die wiederbelebt wurden, ins Krankenhaus kommen, sind sie in den ersten 72 Stunden in einer Art Schwebezeit. Das ist die Zeit, in der wir den Kreislauf stabilisieren, und schauen, ob sich die Körperfunktionen erholen. Diejenigen, die vor Ankunft im Klinikum gut versorgt worden sind, zeigen in diesen ersten 72 Stunden eine Besserung&#58; Der Kreislauf wird besser, ihre Hirnfunktion auch, so dass wir manche schon drei, vier Tage nach dem Kollaps in einem guten Zustand verlegen können. Es gibt aber auch Patient&#58;innen, die leider kaum Lebensqualität zurückgewinnen. Bei diesen müssen wir nach 72 Stunden dann nach international akzeptierten Kriterien entscheiden&#58; Sind die Schäden im Gehirn so groß, dass man erwarten muss, dass bei diesen Patient&#58;innen ein Überleben gar nicht möglich ist, besprechen wir das mit den Angehörigen. Wir erfragen die Wert- und Wunschvorstellungen der Patientin oder des Patienten, und in vielen Fällen sagen dann aber die Angehörigen, so ein Leben wäre nicht in ihren bzw. seinem Sinn. Dann wird die Therapie abgebrochen.&#160;</p> <p>Und dann gibt es dazwischen Menschen, bei denen man sich nicht ganz sicher ist, wie sich das Gehirn entwickelt. Das sind dann die, die wir nach Abschluss der intensivmedizinischen Behandlung in ein neurologisches Rehabilitationszentrum verlegen, um diese Unsicherheit auszuräumen. Nach Abschluss der Rehabilitationsmaßnahme wird mit den Angehörigen dann besprochen, was ist der aktuelle Stand? Hat er sich gebessert, so dass die Patientin oder der Patient wieder ihr bzw. sein Leben führen kann? Oder wird sie bzw. er ein Pflegefall? Auch diese Tatsache, ein Pflegefall werden zu müssen, wird mit den Angehörigen besprochen, ob das auch im Sinne der Patient&#58;innen ist.</p> <p>Die Tragödie für die Betroffenen ist, dass sie entweder innerhalb der ersten Tage nach ihrem Kollaps aufgrund eines schweren Hirnschadens sterben oder, wenn sie es doch geschafft haben sollten, mit Pflegebedürftigkeit enden, weil sie viele Dinge gar nicht mehr können. Deshalb ist unsere Vorstellung, die Gesellschaft wachzurütteln und zu sagen, dass man bei der Wiederbelebung nichts falsch machen kann. Wenn ich auf den Brustkorb drücke, kann ich natürlich die Rippen brechen, das passiert auch häufig. Aber das ist nicht schlimm, das kann man wieder korrigieren. Schlimmer ist, dass man gar nichts macht.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Wenn man sich die Statistik anschaut, sieht man, dass die Überlebenschance von Menschen mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand in den skandinavischen Ländern wesentlich höher ist als in Deutschland. Was machen Länder wie zum Beispiel Dänemark anders?</strong></p> <p>&#160;</p> <p>Sie fangen schon in den Grundschulen an mit Wiederbelebungstraining. Das ist bei denen Standard, weil es einfacher ist, einem Kind etwas beizubringen. Das ist wie im normalen Leben. Kinder sind ja für viele Dinge leicht zu begeistern. Sie machen Dinge, die ich mich als Erwachsener nicht traue, zum Beispiel beim Schwimmen irgendwo herunterzuspringen&#58; Wenn ich als Erwachsener anfangen würde, Schwimmen zu lernen und vom Drei-Meter-Brett herunterzuspringen, würde ich vorher eine Stunde lang überlegen, ob das eine gute Idee ist oder nicht. Kinder denken darüber nicht nach, weshalb es leichter ist, ihnen etwas beizubringen. Und wenn man Wiederbelebung vernünftig erklärt und immer wieder trainiert, behalten sie die Dinge und wenden sie auch an, so dass sie irgendwann zum Automatismus werden. Das Problem bei Erwachsenen ist, dass sie anfangen, nachzudenken&#58; ob sie alles richtig machen oder ob sie vielleicht verklagt werden können, und am Ende finden sie irgendwelche Begründungen, lieber nichts zu tun. Bei einem Kind passiert das nicht. Und das ist der große Unterschied bei den Dänen&#58; Sie trainieren ihre Kinder im Grundschulalter in Wiederbelebung. Bei uns ist das leider nicht der Fall. Bei uns sagt man, Wiederbelebungstraining haben doch alle beim Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein gehabt. Ja, aber das haben sie ja nicht gemacht, weil sie daran geglaubt haben oder überzeugt davon waren, dass es gut ist, Wiederbelebung zu lernen. Sie haben es gemacht, weil sie den Nachweis brauchten, um ihren Führerschein zu bekommen.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Was kann man daraus für die Laienreanimation in Deutschland lernen?</strong></p> <p>&#160;</p> <p>Wiederbelebung muss Teil des Unterrichts werden. Es muss wie anderer Schulstoff auch bereits in der Schule gelehrt und trainiert werden, damit alle Schüler&#58;innen damit schon erwachsen werden. Man kann Kindern viele Dinge beibringen, die sind lernfähig und können die Dinge automatisieren. Und man muss an der Überzeugung arbeiten. Da sind wir wieder bei der Fahrschule&#58; Es kann nicht sein, dass man sagt, ich mache ein Wiederbelebungstraining im Erste-Hilfe-Kurs, damit ich meinen Führerschein bekomme, sondern es muss im Training die Überzeugung entstehen, ich muss wiederbeleben können, damit ich Menschen retten kann. Dann denke ich, können wir etwas erreichen.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Was würden Sie sich mit Blick auf das Thema Reanimation wünschen?</strong></p> <p>&#160;</p> <p>Wir sehen jedes Jahr Hunderte von Menschen, die nach einer Wiederbelebung auf diese Station kommen. Diese Schicksale jedes Mal zu sehen, macht mich einfach traurig. Wenn ich da Menschen sehe, die hätten gerettet werden können, die einfach nur gestorben sind, weil man in den ersten vier, fünf, sechs Minuten nichts gemacht hat, finde ich das erschreckend. Und ich hoffe, dass wir diesen Zustand eines Tages nicht mehr erleben müssen, weil die Bereitschaft, Wiederbelebung ab der ersten Minute durchzuführen, da ist.&#160;</p> <p>Natürlich wird es Betroffene geben, die am Ende vielleicht trotzdem sterben, weil die Grunderkrankung, die zu ihrem Kollaps geführt hat, vielleicht nicht mehr zu ändern ist. Das ist leider so. Das ist Schicksal. Was aber nicht passieren darf, ist, was nicht Schicksal ist&#58; Es darf kein Schicksal sein, wo ich umfalle, sondern es muss jeder in der Gesellschaft bereit sein, einem Menschen in Not zu helfen. In der Not Geld zu spenden oder Ähnliches ist leicht gemacht, tatsächlich aber müssen wir daran arbeiten, Menschen zu retten, die innerhalb weniger Minuten ihr Leben verlieren, weil niemand etwas tut. Das erhoffe ich mir, dass diese Bereitschaft zur Laien-Reanimation eines Tages nicht mehr nur bei 40 Prozent liegt, sondern sie sich in der Nähe von 100 Prozent bewegt.&#160;</p>
Endoprothetik mit minimalem Blutverlust<img alt="Prof. Andreas Roth (2.v.r.) während einer Operation. Der leitende UKL-Chirurg und sein Team der Endoprothetik setzen auf neueste Verfahren, die wesentlich seltener zu hohem Blutverlust bei Patient&#58;innen führen." src="/presse/PressImages/pic_20230801103326_47ebe63703.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2023-07-31T22:00:00ZLeipzig. Blutungsarm Endoprothesen einsetzen – diesem Ziel hat sich die Orthopädie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) sehr erfolgreich verschrieben. Nach verschiedenen Umstellungen der Abläufe während und nach der Operation können die Chirurgen um Prof. Andreas Roth nicht nur den teilweise hohen Blutverlust beim Einsetzen einer Knie- oder Hüftprothese und Folgeprobleme wie Infektionen vermeiden, sondern so auch den Patient:innen schneller wieder auf die Beine helfen. <p>Hinter Prof. Andreas Roth und seinem Team liegen vier Jahre voller Umstellungen. So lange hat es gedauert, bis aus der ersten Anpassung der Abläufe im Operationssaal der Orthopäden im Universitätsklinikum Leipzig die heute fast blutverlustfreie Endoprothetik geworden ist. Jahre, in denen viele Fachrichtungen zusammengearbeitet haben und Neuerungen schrittweise eingeführt wurden. Das Ergebnis&#58; &quot;Wir brauchen heute kaum noch Transfusionen, um den Blutverlust bei einer Hüft- oder Knieprothesen-Operation wieder aufzufangen&quot;, beschreibt Prof. Roth, Leiter des <a href="/einrichtungen/oup/endoprothetik-orthopädie">Bereichs Endoprothetik/ Orthopädie.</a> Dabei galt und gilt sein Fach als eher &quot;blutige&quot; Chirurgie, bei der es im Gegensatz zu anderen eben nicht minimal-invasiv zugeht, das eine oder andere Gefäß betroffen ist und so manche Blutkonserve benötigt wird. &quot;Endoprothetische Operationen waren oft mit einem beträchtlichen Blutverlust verbunden und führten dazu, dass bis zu 46 Prozent der Patient&#58;innen während oder nach der Operation eine Bluttransfusion benötigten&quot;, erläutert der erfahrene Orthopäde.&#160;</p> <p>Für die Patient&#58;innen bedeutet das eine längere Erholungszeit nach dem Eingriff, denn auch der Kreislauf muss erst wieder auf die Beine kommen. &quot;Zudem hat sich über die üblichen Drainagen zur Kontrolle, ob es vielleicht doch noch blutet, der Flüssigkeitsverlust oft auch in den folgenden Tagen fortgesetzt&quot;, beschreibt Roth. Moderne Chirurgie, davon ist er überzeugt, sollte hier andere Lösungen suchen. Und er wurde fündig&#58; Zum einen bei Verfahren zur subtilen Blutstillung während der Operation, die von den plastischen Chirurgen am UKL eingesetzt werden. &quot;Dabei werden die Gefäße während des Eingriffs mit speziellen Methoden direkt verschlossen&quot;, erklärt Roth. Dadurch dauere die Operation zwar bis zu 15 Minuten länger, aber &quot;im Nachgang gibt es sehr viel weniger Hämatome, Schwellungen oder auch Infektionen im Operationsgebiet&quot;. Roth lernte von den Kolleg&#58;innen und stellte seine Technik bei den Patient&#58;innen, wo dies möglich war, um. Andere Operateure folgten, so dass heute die überwiegende Mehrheit der Endoprothesen am UKL mit minimalem Blutverlust eingesetzt wird. Die Folge&#58; Nur noch bei minimalen drei Prozent der endoprothetischen Operationen wird eine Bluttransfusion benötigt!&#160;<br><br></p> <p><strong>Blutwert- und Gerinnungskontrolle&#160;<br></strong>Um das zu ermöglichen, mussten allerdings auch viele weitere Faktoren vor, während und nach der Operation wie die Kontrolle der Blutwerte, der Gerinnung, Anpassungen der Narkose bis hin zur Schmerzbehandlung verändert werden. So wird während der Operation Tranexamsäure (TXA) eingesetzt, ein spezielles Mittel, dass die Gerinnungsneigung kurzzeitig steigert und so Blutungen verhindert. &quot;Dabei wird das individuelle Risiko der Patienten sorgfältig abgewogen und unter anderem auch entschieden, ob wir das Mittel systemisch oder nur lokal direkt am zu operierenden Gelenk einsetzen&quot;, erläutert Privatdozent Dr. Christian Pfrepper. Der <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-1">Gerinnungsspezialist</a> hat die Orthopäden bei ihrem Vorhaben unterstützt und die Voraussetzungen geprüft, unter denen die dafür nicht explizit zugelassene medikamentöse Blutstillung zum Einsatz kommen kann. &quot;Wir haben dann festgestellt, dass wir auf diese Weise sowohl eine hohe Patientensicherheit gewährleisten als auch effektiv Blutungen verhindern können.&quot; Die Risikoprüfung vorab fällt den Anästhesisten zu, die auch beurteilen, welche Narkose zum Einsatz kommen kann - Vollnarkose oder nur Teilnarkose des zu operierenden Beins. Zum Konzept gehört auch, die Nachwirkungen der Narkose so zu steuern, dass die Patienten schnell aufstehen und in Bewegung kommen können. &quot;Das hat alles Vor- und Nachteile&quot;, sagt der <a href="/einrichtungen/kai">Anästhesist</a> Prof. Robert Werdehausen, &quot;deshalb wägen wir genau ab, was für den Einzelnen am besten ist.&quot; Denn wirksam ist das Maßnahmenpaket auf jeden Fall. &#160; &#160;&#160;<br><br></p> <p><strong>Transfusionsfrequenz von nur noch drei Prozent&#160;</strong><br>So wirksam, dass derzeit nur noch bei bestimmten Risikopatienten vorsorglich Blutpräparate vor der Operation vorbereitet und bereitgestellt werden - statt für jeden, wie das vorher der Fall war. Bei bis zu 400 Operationen im Jahr macht das einen großen Unterschied. &quot;Wir konnten die internen Richtlinien dazu anpassen, weil wir mit unserem Verfahren die Transfusionshäufigkeit bei endoprothetischen Operationen auf drei Prozent gesenkt haben&quot;, erklärt Orthopädin Dr. Christina Pempe.&#160;</p> <p>Sie hat den Prozess von Anfang an begleitet und versucht ihn, weiter voranzutreiben&#58; Auch vor der Operation kann dafür gesorgt werden, dass Transfusionen überflüssig werden. &quot;Der Hämoglobinwert HB gibt uns dafür wichtige Hinweise.&quot; Bei einer Blutarmut, also einer Anämie, steigt trotz aller Maßnahmen das Risiko für Transfusionen, haben Auswertungen gezeigt. Also prüfen die UKL-Orthopäd&#58;innen bereits in der Sprechstunde vor der Operation die Blutwerte und den HB-Wert. &quot;Ist dieser zu niedrig, bitten wir die Hausärzte, bis zur OP die damit verbundene Anämie der Patient&#58;innen zu behandeln&quot;, erklärt Pempe. Klappt das, trägt auch dieser Baustein dazu bei, perfekte Bedingungen für das Gelingen der aufwändigen Implantation der Kunstgelenke zu schaffen.&#160;<br><br></p> <p><strong>Verzicht auf Drainagen &#160; &#160;</strong> &#160; &#160;<br>&quot;Inzwischen nutzen wir das neue Verfahren zunehmend auch für die komplizierteren Operationen zum Wechsel einer Endoprothese&quot;, so Dr. Christina Pempe weiter. &#160;Denn die Abläufe haben sich gut eingespielt - auch die nach dem Eingriff. Denn eine weitere Neuerung ist der Verzicht auf Drainagen, also die Ableitung von Flüssigkeit aus dem Gewebe über einen Katheter. &quot;Da wir die Gefäße verschließen, benötigen wir diesen Schlauch unter der Haut nicht mehr&quot;, beschreibt Prof. Andreas Roth. Dieser sollte bisher Schwellungen verhindern, aber auch eine Kontrolle möglicher Nachblutungen sicherstellen. Das wird nicht mehr gebraucht, dafür sorgt die Blutstillung während der Operation. Gleichzeitig können so Entzündungen vollständig vermieden werden. &quot;Dadurch verhindern wir auch, dass sich Prothesen wieder lockern&quot;, sagt der Orthopäde.&#160;So verändern die Umstellungen bei der Operation auch die Routinen auf der Station&#58; Drainagenkontrollen und -wechsel entfallen, dafür bekommen die Patient&#58;innen eine spezielle Kühlung in der Nachbetreuung, stehen viel schneller auf, um wieder in Bewegung zu kommen, und verlassen auch früher das Krankenhaus.&#160;<br>&quot;Das war ein nicht immer leichter gemeinsamer Lernprozess voller Umstellungen&quot;, blickt Roth zurück, &quot;der vermutlich auch nur in einem Klinikum wie dem unseren, wo so viele Expert&#58;innen zusammenkommen, möglich war.&quot; Profitiert haben seine Patient&#58;innen. &quot;Wenn ich diese nach der Operation besuche, bin ich immer wieder selbst überrascht, wie gut es ihnen geht und wie schnell sie wieder beweglich sind.&quot; &#160;</p>
„FOCUS Gesundheit“: Mediziner:innen des Universitätsklinikums Leipzig in 66 von 124 Kategorien als TOP-Ärzt:innen geführt<img alt="Die aktuelle &quot;FOCUS&quot;-Liste belegt die hohe Expertise der UKL-Ärzt&#58;innen." src="/presse/PressImages/pic_20230526103135_79b4864e55.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2023-05-25T22:00:00ZLeipzig. Das Magazin "FOCUS Gesundheit" hat im Heft 03/2023 seine "Große Ärzteliste 2023" veröffentlicht. Darin sind über 4200 Mediziner:innen verzeichnet. Expert:innen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) sind für 66 der untersuchten 124 Erkrankungen und Fachbereiche als "herausragende Spezialist:innen", so das Magazin, aufgeführt. Die Nennungen im Einzelnen: <p><strong>Atemwege &amp; Immunsystem&#58;</strong></p> <p>Allergologie&#58; Prof. Jan-C. Simon, Prof. Regina Treudler</p> <p>Asthma&#58; Prof. Hubert Wirtz</p> <p>COPD&#58; Prof. Hubert Wirtz</p> <p>Infektiologie&#58; Prof. Christoph Lübbert</p> <p>Nahrungsmittelunverträglichkeiten&#58; Prof. Regina Treudler</p> <p>Tropenmedizin&#58; Prof. Christoph Lübbert</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Augen&#58;</strong></p> <p>Netzhauterkrankungen&#58; Prof. Focke Ziemssen</p> <p>Strabologie&#58; Prof. Focke Ziemssen, Prof. Ina Sterker</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Diabetes&#58;</strong></p> <p>Diabetische Augenerkrankungen&#58; Prof. Focke Ziemssen</p> <p>Diabetologie&#58; Prof. Wieland Kiess, Prof. Matthias Blüher</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Gehirn &amp; Nerven&#58;</strong></p> <p>Parkinson&#58; Prof. Joseph Claßen</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Geriatrie &amp; Palliativmedizin&#58;</strong></p> <p>Palliativmedizin&#58; Prof. Sebastian Stehr</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Gynäkologie &amp; Geburt&#58;&#160;</strong></p> <p>Gynäkologische Operationen&#58; Prof. Bahriye Aktas</p> <p>Risikogeburt &amp; Pränataldiagnostik&#58; Prof. Holger Stepan</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Haut- und Schönheit&#58;</strong></p> <p>Bodylift&#58; Prof. Stefan Langer</p> <p>Brustchirurgie&#58; Prof. Bahriye Aktas</p> <p>Dermatologische Lasertherapie&#58; Prof. Sonja Grunewald</p> <p>Lidkorrektur&#58; Prof. Niels Pausch</p> <p>Lip- und Lymphödem&#58; Prof. Stefan Langer</p> <p>Nasenkorrektur&#58; Prof. Andreas Dietz, Prof. Niels Pausch</p> <p>Neurodermitis&#58; Prof. Jan-C. Simon, Prof. Regina Treudler</p> <p>Ohrkorrektur&#58; Prof. Andreas Dietz</p> <p>Plastische Wiederherstellungschirurgie&#58; Prof. Stefan Langer</p> <p>Psoriasis&#58; Prof. Jan-C. Simon</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Herz &amp; Gefäße&#58;</strong></p> <p>Interventionelle Kardiologie&#58; Prof. Ulrich Laufs</p> <p>Kardiologische Sportmedizin&#58; Prof. Ulrich Laufs</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Hormone &amp; Stoffwechsel&#58;</strong></p> <p>Endokrine Chirurgie&#58; Prof. Nada Rayes</p> <p>Endokrinologie &amp; Fettstoffwechsel&#58; Prof. Matthias Blüher, Prof. Ulrich Laufs</p> <p>Ernährungsmedizin&#58; Prof. Matthias Blüher, Prof. Albrecht Hoffmeister, Prof. Wieland Kiess</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Kinder&#58;</strong></p> <p>Kinderendokrinologie /-diabetologie&#58; Prof. Wieland Kiess</p> <p>Kinderorthopädie&#58; Dr. Eckehard Schumann</p> <p>Kinderzahnheilkunde&#58; Prof. Christian Hirsch</p> <p>Neonatologie&#58; Prof. Ulrich Thome,&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Knochen &amp; Gelenke&#58;</strong></p> <p>Ellenbogenchirurgie&#58; Prof. Pierre Hepp</p> <p>Hüftchirurgie&#58; Prof. Andreas Roth</p> <p>Kniechirurgie&#58; Prof. Pierre Hepp, Prof. Andreas Roth</p> <p>Schulterchirurgie&#58; Prof. Pierre Hepp</p> <p>Unfallchirurgie&#58; Prof. Christian Kleber</p> <p>Wirbelsäulenchirurgie&#58; Prof. Christoph Heyde &#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Krebs&#58;&#160;</strong></p> <p>Blasenkrebs&#58; Prof. Jens-Uwe Stolzenburg</p> <p>Gynäkologische Tumoren&#58; Prof. Bahriye Aktas</p> <p>Knochen- und Weichteiltumoren&#58; Prof. Florian Lordick</p> <p>Kopf-Hals-Tumoren&#58; Prof. Andreas Dietz, Prof. Florian Lordick</p> <p>Leukämie &amp; Knochenmarkerkrankungen&#58; Prof. Uwe Platzbecker</p> <p>Lungentumoren&#58; Prof. Hubert Wirtz&#160;</p> <p>Lymphome&#58; Prof. Uwe Platzbecker</p> <p>Nierenkrebs&#58; Prof. Jens-Uwe Stolzenburg</p> <p>Prostatakrebs&#58; Prof. Jens-Uwe Stolzenburg&#160;</p> <p>Strahlentherapie&#58; Prof. Nils Nicolay</p> <p>Tumoren des Verdauungstrakts&#58; Prof. Florian Lordick, Prof. Ines Gockel</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Magen, Darm &amp; Bauch&#58;</strong></p> <p>Adipositas-Chirurgie&#58; Prof. Arne Dietrich</p> <p>Antirefluxchirurgie&#58; Prof. Ines Gockel</p> <p>Bauchchirurgie&#58; Prof. Ines Gockel</p> <p>Gastrointestinale Endoskopie&#58; Prof. Albrecht Hoffmeister</p> <p>Hepatologie &amp; Leberchirurgie&#58; Prof. Daniel Seehofer</p> <p>Proktologie&#58; PD Dr. Sigmar Stelzner</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Mund, Kiefer, Gesicht &amp; Zähne&#58;</strong></p> <p>Ästhetische Zahnheilkunde&#58; Prof. Rainer Haak</p> <p>Endodontie&#58; Prof. Rainer Haak</p> <p>Oralchirurgie&#58; Prof. Bernd Lethaus</p> <p>Orthognathe Chirurgie&#58; Prof. Bernd Lethaus</p> <p>Parodontologie&#58; Prof. Rainer Haak, Prof. Holger Jentsch, Prof. Dirk Ziebolz</p> <p>Rekonstruktive Chirurgie&#58; Prof. Bernd Lethaus, Prof. Niels Pausch</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Psyche&#58;&#160;</strong></p> <p>Depressionen&#58; Prof. Matthias Schroeter</p> <p>Essstörungen&#58; Prof. Anette Kersting</p> <p>Schizophrenie&#58; Prof. Georg Schomerus</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Radiologie &amp; Nuklearmedizin&#58;</strong></p> <p>Nuklearmedizin&#58; Prof. Osama Sabri</p>


Janssen entwickelt in Kooperation KI-basiertes Tool für die Hämatoonkologie

Die Plattform soll in Zukunft die Therapieentscheidung bei komplexen Bluterkrankungen unterstützen.

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21.10.2020

Klinische Studie SHAPE stärkt den Standort der Universitäts-Biobank

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