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Pressemitteilungen

 

 

UKL würdigt „Systemerhalterinnen“ im Gesundheitswesen<img alt="Frauen sind am UKL überall im Einsatz&#58; Als Ärztinnen, Pflegerinnen, Physiotherapeutinnen direkt am Patientenbett. In der Administration, in technischen Bereichen, in der beruflichen Ausbildung. Neun von 3.883 geben ihnen stellvertretend zum diesjährigen Frauentag ein Gesicht." src="/presse/PressImages/pic_20210305113947_c415bdd4dd.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-03-04T23:00:00ZLeipzig. Seit mehr als einem Jahr leben wir mit dem Coronavirus. Kaum ein gesellschaftlicher Bereich bleibt davon unberührt. Es sind viele Frauen, die seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 unser System am Laufen halten. Sie gelten als "Systemerhalterinnen" in der Krise, denn in den sogenannten systemrelevanten Bereichen, von Krankenhäusern über Kindergärten bis hin zu Schulen und dem Lebensmitteleinzelhandel, bilden sie die überwältigende Mehrheit der Beschäftigten. Auch am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) stellen sie einen Anteil von über 70 Prozent aller Beschäftigten. <p>Die COVID-19-Pandemie hat das Leben jedes Einzelnen beeinflusst. Übliche Unterstützungssysteme wie Kinderbetreuungseinrichtungen oder Schulen sind nicht mehr umfassend verfügbar. Die daraus erwachsenden Belastungen tragen Frauen in hohem Maße, denn nach wie vor ist ihr Alltag besonders stark geprägt von den Mehrfachaufgaben in Job, Haushalt sowie Sorgearbeit für junge und alte Familienangehörige. Weil Frauen überproportional oft in systemrelevanten Berufen tätig sind, erhöht sich für sie - wie für ihre männlichen Kollegen - das Infektionsrisiko. Manche müssen sich neben ihrer kräftezehrenden Arbeit in der Klinik noch um das Home-Schooling ihrer Kinder oder um pflegebedürftige Angehörige kümmern. Zudem können sie als Angestellte im Gesundheitswesen, bis auf wenige Ausnahmen in administrativen Bereichen, nicht von Zuhause aus arbeiten.</p> <p>Das UKL möchte aus Anlass des Internationalen Frauentags sichtbar machen, welchen großen Beitrag die Mitarbeiterinnen am <a href="/">UKL</a> geleistet haben und leisten&#58; Zum Stichtag 31. Dezember 2020 waren im gesamten Klinikum 73 Prozent der Beschäftigten Frauen, das sind insgesamt 3.883 Mitarbeiterinnen. Im pflegerischen und medizinisch-technischen Dienst beträgt der Anteil von Frauen sogar 84 Prozent, unter Ärztinnen und Ärzten 48 Prozent.&#160;</p> <p>Mit dieser Verteilung liegt das UKL im bundesweiten Durchschnitt. Der Frauenanteil in Gesundheitsberufen lag laut einer Statistik der Universität Leipzig in Deutschland im Juni 2020 bei 81,8 Prozent. Internationale Daten zeigen, dass Deutschland mit dieser Verteilung nicht allein dasteht&#58; Weltweit sind es rund 70 Prozent Frauen, die im Gesundheits- und Sozialsektor arbeiten.&#160;</p> <p>&quot;Selbstverständlich geben alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Tag ihr Bestes&quot;, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand am <a href="/">UKL</a>. &quot;Doch heute zum Weltfrauentag wollen wir uns an die Frauen in unserem Haus wenden, die mehr als zwei Drittel unserer Belegschaft ausmachen. Sie sind eine tragende Säule unserer Arbeit hier am <a href="/">Universitätsklinikum Leipzig</a>, und das in einer ganz besonders anstrengenden Zeit. Dafür sind wir Ihnen zu großem Dank verpflichtet.&quot;</p> <p>Mitarbeiterinnen sind am UKL überall im Einsatz&#58; Als Ärztinnen, Pflegerinnen, Physiotherapeutinnen direkt am Patientenbett. In der Administration, in technischen Bereichen, in der beruflichen Ausbildung. Neun von 3.883 geben ihnen stellvertretend zum diesjährigen Frauentag ein Gesicht&#58; Die Ärztinnen Dr. Daniela Branzan, Bereichsleiterin der Gefäßchirurgie und Dr. Susanne Briest, Oberärztin der Klinik für Frauenheilkunde. Die Kinderkrankenschwester und Zentrale Praxisanleiterin Tina Kilian und Marisa Noblet, Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Hämatologie und Internistischen Onkologie. Cindy Müller, Sozialarbeiterin / -pädagogin, Kristin Poser, stellvertretende Leiterin des Ernährungsteams / der Ernährungsambulanz, Birgit Schur, Teamleiterin der Rezeptionen, Nadine Stegner, Physiotherapeutin, und Bärbel Zimmermann, Leiterin des Sachgebiets Grünanlagen.&#160;</p> <p>Sie sind täglich im Einsatz, um die Versorgung der Patienten am Universitätsklinikum an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz sicherzustellen und zu unterstützen - so wie 3.874 andere Kolleginnen.&#160;</p> <p>Erfahren Sie mehr über unsere neun Protagonistinnen auf der UKL-Webseite&#58; https&#58;//www.uniklinikum-leipzig.de/weltfrauentag&#160;</p>
Millionenförderung für Zukunftscluster SaxoCell<img alt="Schematische Darstellung Genediting – im Fokus vom Zukunftscluster SaxoCell" src="/presse/PressImages/uni_pic_aa23807a0120210203154644.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-02-02T23:00:00ZWissenschaftler der Universitätsmedizin Leipzig, des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI) der TU Dresden sowie des Klinikums Chemnitz gehören zu den Siegern des „Clusters4Future“-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Sie dürfen sich seit Anfang Februar mit ihrem Innovationsprojekt SaxoCell Zukunftscluster nennen. Die Forschenden wollen im Raum Dresden/Leipzig/Chemnitz ein sächsisches Zentrum für Zell- und Gentherapie etablieren. <p>Die Wissenschaftler von <a href="https&#58;//saxocell.de/">SaxoCell</a> nutzen die Selbstheilungskräfte des Körpers und wollen „lebende Arzneimittel“ für viele Patienten verfügbar machen. Das Zukunftscluster möchte in den kommenden drei Jahren, neue Anwendungsgebiete und Produktionsmethoden für personalisierte Gen- und Zelltherapeutika erschließen. „Das SaxoCell-Konsortium hat es sich zur Aufgabe gemacht, neue Technologien mit dem Potenzial bislang unheilbare Erkrankungen zu therapieren, in die klinische Anwendung zu überführen“, sagt Prof. Ulrike Köhl, Sprecherin des Clusters, Professorin für Immunonkologie an der Universität Leipzig sowie Direktorin des Instituts für klinische Immunologie am UKL und Leiterin des IZI.</p> <p>Am Standort Leipzig werden bereits Zelltherapeutika in Form von CAR-T Zellen hergestellt (IZI) und für die Behandlung von Blutkrebs am Universitätsklinikum Leipzig erfolgreich angewandt. „Wir erhoffen uns, für alle Patienten mit Krebserkrankungen diese neuen Therapien bald einsetzen zu können“, sagt Prof. Uwe Platzbecker, Co-Sprecher des Clusters und Leiter des Bereichs Hämatologie und Zelltherapie am UKL.</p> <p>SaxoCell hat sich im bundesweiten Vergabeverfahren des BMBF als eines von sieben geförderten Clustern gegenüber ursprünglich 137 eingereichten Vorschlägen behauptet. Das Innovationsprojekt wird voraussichtlich ab Herbst 2021 mit einer Förderung des BMBF von bis zu 15 Millionen Euro in die erste von drei möglichen Phasen starten.</p> <p>Im Falle einer positiven Evaluierung gegen Ende der ersten und zweiten Umsetzungsphase hat SaxoCell die Chance, in den kommenden neun Jahren insgesamt eine Förderung in Höhe von bis zu 45 Millionen Euro zu erhalten.&#160;</p> <p>Koordinierende Einrichtungen sind die TU Dresden mit Sprecher Prof. Dr. Ezio Bonifacio sowie das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie Leipzig und das Institut für Klinische Immunologie des UKL mit Sprecherin Prof. Dr. Dr. Ulrike Köhl. Als Co-Sprecher des Clusters fungieren Prof. Dr. Uwe Platzbecker (UKL) und Prof. Dr. Martin Bornhäuser vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden.</p> <p><a href="http&#58;//www.bmbf.de/de/karliczek-zukunftscluster-sind-die-innovationsregionen-von-morgen-13681.html" target="_blank" rel="noopener">Zur Pressemitteilung des BMBF</a></p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Platz 6 in Deutschland: Erneute Spitzenposition für das Universitätsklinikum Leipzig in der TOP-100-Klinikliste von „FOCUS Gesundheit“<img alt="Nur fünf Kliniken in Deutschland werden besser bewertet&#58; Das Universitätsklinikum Leipzig belegt wie im vergangenen Jahr Platz 6 in der TOP 100-Klinikliste des Magazins „FOCUS Gesundheit“." src="/presse/PressImages/pic_20201023100107_977b532403.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-10-22T22:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) gehört auch in diesem Jahr zu den besten Krankenhäusern Deutschlands. In der neuen "Klinikliste 2021" des Nachrichtenmagazins "Focus", die am 20. Oktober erschienen ist, belegt das UKL unter 100 Kliniken erneut einen hervorragenden sechsten Platz und konnte somit seine Position halten. Vor dem UKL rangieren nur die Berliner Charité als Gesamtsieger sowie die Universitätsklinika Heidelberg, Schleswig-Holstein, Dresden und München (LMU). <p>Ermittelt werden die Platzierungen durch umfangreiche Untersuchungen eines unabhängigen Recherche-Instituts, das von der Zeitschrift beauftragt wurde. In die Bewertung fließen Fallzahlen, Behandlungserfolge bei OPs und Komplikationsquoten ein. Geprüft wurden zudem die technische Ausstattung, die Anzahl der Ärzte oder Qualifikation der Pflegenden. Sehr wichtig sind auch die Beteiligung an Qualitätsinitiativen, die Patientenzufriedenheit und der Hygienestandard. Wie externe Mediziner das UKL bewerten und wie oft sie es weiterempfehlen, spielt ebenfalls eine große Rolle.</p> <p>31 Fachbereiche des UKL sind in den Empfehlungslisten von FOCUS Gesundheit aufgeführt - 15 von ihnen sogar in der Spitzengruppe des jeweiligen Krankheitsbildes&#58;&#160;</p> <p>Risikogeburt, Hautkrankheiten, Diabetes (Erwachsene und Kinder), Kinderchirurgie, Darmkrebs, Leukämie, Nuklearmedizin, Prostatakrebs, Strahlentherapie, Adipositaschirurgie, Schlaganfall, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Depression.<br><br></p> <p>17 Kliniken und Einrichtungen des UKL werden als TOP-Kliniken - zum Teil mehrfach - genannt&#58;</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Abteilung für Geburtsmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Urologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Es ist uns gelungen, diesen hervorragenden Platz sechs unter den nationalen TOP 100 zu bestätigen - dieses tolle Ergebnis freut uns sehr&quot;, sagte Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. &quot;In diesem wegen der Corona-Pandemie sehr außergewöhnlichen Jahr ist das eine wohltuende Bestätigung für die mit viel Engagement geleistete Arbeit unserer Ärztinnen und Ärzte sowie aller Mitarbeiter aus anderen Bereichen, die zu dieser sehr guten Platzierung beigetragen haben.&quot;</p>
Spezialeinheit für Phase I-Studien an den Start gegangen: Optimierte Bedingungen für Entwicklung neuer Therapien und Medikamente am UKL<img alt="Privatdozentin Dr. Sabine Kayser (3.v.l.), Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie, leitet und koordiniert zusammen mit Klinikdirektor Prof. Uwe Platzbecker (3.v.r.) die Spezialeinheit für klinische Studien ECTUL am UKL. Die pflegerische Verantwortung liegt in den Händen von Stationsleiterin Antje Schill (2.v.r.) und ihrem Team." src="/presse/PressImages/pic_20200611112725_a47f991e30.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-06-10T22:00:00ZLeipzig. Seit einigen Wochen verfügt die Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) über eine Spezialeinheit für klinische Studien, genannt ECTUL - Early Clinical Trials Unit Leipzig. Solche Spezialeinheiten gibt es in Deutschland nur in ausgewählten großen Uniklinika. Dank der ECTUL vervielfachen sich am UKL klinisch-translationale Forschungsmöglichkeiten, die allen Fachgebieten der Medizin zur Verfügung stehen sollen. Auch können neue Medikamente und Therapien unter optimierten Bedingungen entwickelt werden. Die Besonderheit am UKL: Die Einheit ist in eine normale Station integriert. Die erste Patientin ist nun sicher behandelt worden. <p>Der Begriff Klinische Studie steht als Oberbegriff für alle medizinischen Studien. Ziel ist es, Medikamente, bestimmte Behandlungsformen, medizinische Interventionen oder Medizinprodukte auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit zu überprüfen. &quot;Ohne klinische Studien gibt es keinen Fortschritt in klinischer Forschung&quot;, sagt Privatdozentin Dr. Sabine Kayser, Oberärztin an der <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-1">Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie</a>. Zusammen mit Klinikdirektor Prof. Uwe Platzbecker leitet und koordiniert sie die ECTUL. &quot;Klinische Forschung wiederum kommt unmittelbar teilnehmenden Patienten zugute, denn sie profitieren von neuen Therapien, lang, bevor sie allgemein verfügbar sind&quot;, so die UKL-Medizinerin.&#160;</p> <p>Die Leipziger Einheit ist für so genannte Phase I- sowie Phase II-Studien vorgesehen. &#160;In Phase I-Studien wird ein neues Therapieverfahren, das in präklinischen Studien vielversprechende Ergebnisse erbracht hat, zum ersten Mal beim Menschen (First in Human) eingesetzt. Untersucht werden vor allem Verträglichkeit und Sicherheit des neuen Medikaments. Erweitert werden diese Ergebnisse in Phase II-Studien, in denen die Wirksamkeit eines Medikaments, eventuell in Kombination mit anderen Medikamenten, analysiert wird.&#160;<br>Für diese &quot;Early Clinical Trials&quot; gelten zudem besondere technische, räumliche und personelle Ansprüche, denen auch innerhalb des Leipziger Klinikums nicht jede Abteilung nachkommen kann. Forschungsmöglichkeiten in vollem Umfang wahrzunehmen, ist jedoch nur auf diese Weise möglich.&#160;</p> <p>Der kürzlich erfolgte Abschluss der notwendigen Umbaumaßnahmen gestattet nun die Beteiligung des UKL an früher Phase I/II-Studien zunächst vor allem im Bereich Hämatologie und Onkologie. &quot;Die ECTUL steht in Zukunft selbstverständlich auch für Patienten in klinischen Studien der Phase 1 anderer UKL-Kliniken offen&quot;, betont Prof. Platzbecker. &quot;Wir wollen insbesondere im Bereich zellulärer Therapien neue Akzente am UKL setzen&quot;.&#160;<br>Zum interdisziplinärem Team gehören neben Studienkoordinatorin Karolin Hubert auch Stationsleiterin Antje Schill und Study Nurse Cynthia Messerschmidt. Wesentliche Impulse im Aufbau der ECTUL wurden auch vom Leitenden Oberarzt, Prof. Eberhard Schleyer, gesetzt.</p> <p><strong>Vitalfunktionen können zentral überwacht werden</strong><br>Alle Ärzte, die Patienten während der Teilnahme an einer Therapiestudie begleiten sowie in den Ambulanzen anschließend die Nachkontrolle und Nachsorge übernehmen, sind speziell geschult und handeln nach den Regeln der sogenannten &quot;Guten Klinischen Praxis&quot; (GCP von englisch good clinical practice). Dies sind international anerkannte, nach ethischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten aufgestellte Regeln zur Durchführung von klinischen Studien.</p> <p>Die ECTUL am Universitätsklinikum Leipzig weist eine Besonderheit auf&#58; Sie ist in die Station F 4.1 integriert. Auf dieser Station werden hauptsächlich Patienten mit akuten Leukämien und Lymphomen behandelt. Aktuell sind nun zwei Doppelzimmer mit Möglichkeiten der zentralen Überwachung umgebaut worden. Dadurch können Herzfunktionen und andere Vitalfunktionen zentral überwacht werden. Zur Verfügung steht zudem ein spezieller Raum, in dem Proben der an Studien beteiligten Patienten bearbeitet werden können. Mittelfristig ist ein Ausbau auf acht Monitorbetten geplant.</p> <p>Mittlerweile ist die erste Patientin behandelt worden. Bei der 51-jährigen Frau mit akuter myeloischer Leukämie ließ sich nach Abschluss der konventionellen Chemotherapie noch eine messbare Resterkrankung nachweisen, wodurch das Risiko eines Rezidivs, also des Wiederauftretens, der Leukämie besteht. Im Rahmen einer First-in-Human-Therapiestudie, in der eine spezielle Antikörpertherapie geprüft wird, konnte diese Resterkrankung erfolgreich behandelt werden. Drei Tage war die Patientin stationär auf der ECTUL, die Therapie wurde von ihr komplikationslos vertragen.</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Zelltherapie-Einheit am UKL erhält europäisches Gütesiegel JACIE<img alt="Prof. Uwe Platzbecker leitet den Bereich Hämatologie und Zelltherapie am UKL, der jetzt erneut das anerkannte JACIE-Zertifikat erhalten hat." src="/presse/PressImages/pic_20200221110427_f52c16c93e.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-02-20T23:00:00ZLeipzig. Der Bereich Hämatologie und Zelltherapie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) hat erneut das anerkannte JACIE-Zertifikat erhalten. Es bescheinigt den Experten der Klinik und Poliklinik für Hämatologie und Zelltherapie, Internistische Onkologie und Hämostaseologie die Umsetzung internationaler Qualitätsstandards in der Stammzelltransplantation. Die JACIE-Akkreditierung ist eine wichtige Voraussetzung, um mit internationalen Partnern zusammenarbeiten zu können. <p>Bei einem Prüfbesuch wurden alle Abläufe und Richtlinien von externen Experten geprüft und für sehr gut befunden. JACIE steht für &quot;Joint Accreditation Committee International Society for Cellular Therapy and the European Group for Blood and Marrow Transplantation&quot; und ist ein international anerkanntes Qualitätssiegel.&#160;</p> <p>Diese europäische Zertifizierung erhalten zu haben, ist für Prof. Uwe Platzbecker, Leiter des Bereichs Hämatologie und Zelltherapie, die Belohnung für die einjährige Arbeit, die er und sein Team investiert hatten. &quot;Viele Richtlinien haben sich weiterentwickelt und sind noch komplexer geworden, um die Patientenversorgung und die Patientensicherheit weiter zu verbessern&quot;, sagt er. Deshalb hätten über 200 der so genannten SOP - Standard Operating Procedures, also standardisierte Verfahrensanweisungen - entweder neu geschrieben oder überarbeitet werden müssen. Denn wichtig ist&#58; Die Akkreditierung umfasst auch die Herstellung und Verarbeitung von Stammzelltransplantaten. &quot;Gerade für die neue CAR-T-Zelltherapie, die wir seit fast einem Jahr hier am UKL anwenden, erleichtert das JACIE-Zertifikat den Zugang zu Innovationen und Weiterentwicklungen für diese neue Krebstherapie&quot;, erklärt Prof. Platzbecker.</p> <p>Ebenso ist die JACIE-Akkreditierung wichtige Voraussetzung, um mit internationalen Partnern zusammenarbeiten zu können - in diesem Bereich der Medizin ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Denn wird ein passender Spender für einen an Krebs erkrankten Patienten gesucht, spielen Ländergrenzen oftmals keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Führt eine internationale Suche zum Erfolg, ist der Nachweis der erfolgreichen JACIE-Zertifizierung zwingend notwendig, um die Stammzellspende dann auch zu erhalten.&#160;</p> <p>Für ein großes Transplantationszentrum wie das UKL ist es wichtig, sich unabhängig prüfen zu lassen und dieses weltweit gültige und anerkannte Qualitätssiegel zu erhalten. &quot;In immer stärkerem Maß wird es auch für die Teilnahme an Studien, wie zum Beispiel für die CAR-T-Zelltherapie, erforderlich&quot;, erklärt Platzbecker, &quot;daher sind wir sehr stolz, diese Zertifizierung wieder erhalten zu haben.&quot; Die Akkreditierung ist nun vier Jahre lang gültig.</p>


Janssen entwickelt in Kooperation KI-basiertes Tool für die Hämatoonkologie

Die Plattform soll in Zukunft die Therapieentscheidung bei komplexen Bluterkrankungen unterstützen.

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21.10.2020

Klinische Studie SHAPE stärkt den Standort der Universitäts-Biobank

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