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Ziel erreicht: Leipzigs Augenmedizin ist wieder auf der internationalen Landkarte<img alt="Universitätsklinikum Leipzig und Universität Leipzig verabschieden Prof. Peter Wiedemann&#58; Der Direktor der UKL-Augenklinik und international anerkannte Augenspezialist geht zum 31. März in den Ruhestand." src="/presse/PressImages/pic_20210331113128_fc0a5dc1f5.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-03-30T22:00:00ZLeipzig. Nach fast 28 Jahren an der Spitze der Augenklinik verlässt Prof. Peter Wiedemann zum Monatsende das Universitätsklinikum Leipzig und geht in den Ruhestand. In den vergangenen Jahren prägte der Augenmediziner aber auch als Prorektor der Universität und Mitglied im Hochschulrat die Geschicke der Alma mater Lipsiensis und stand nationalen und internationalen Fachgesellschaften vor – zuletzt dem Weltverband der Augenärzte. Dank seines Engagements gewann so der Standort Leipzig mit der ältesten Augenklinik Deutschlands in der Fachwelt einen festen Platz auf der internationalen Landkarte. <p>&quot;Prof. Peter Wiedemann ist ein großartiger Augenspezialist und ein geschätzter und geachteter Kollege, dessen Stimme in vielen Gremien, sowohl an unserem Klinikum als auch in der Fachwelt, großes Gewicht hat&quot;, beschreibt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL, seinen langjährigen Kollegen Wiedemann. &quot;Unter seiner Leitung wurde das Renommee der Leipziger <a href="/einrichtungen/augenheilkunde">Augenklinik</a> gefestigt und weiter ausgebaut, vor allem auch zum Wohle der Patienten, deren optimale Versorgung ihm als leidenschaftlichem Arzt und Operateur immer am Herzen lag. Wir wünschen ihm einen erfüllten Ruhestand und werden ihn schmerzlich vermissen&quot;, so Josten.&#160;</p> <p>&#160;&quot;Mein aufrichtiger Dank gilt dem langjährigen Engagement und herausragenden Wirken von Prof. Wiedemann als international renommierter Wissenschaftler, erfahrener Mediziner und ehemaliger Prorektor der <a href="https&#58;//www.uni-leipzig.de/">Universität Leipzig</a>&quot;, ergänzt Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking. &quot;Umso mehr freue ich mich, dass er als gewähltes Hochschulratsmitglied unserer Universität eng verbunden bleibt und die universitären Belange gerade auch für unseren &#160; Exzellenzanspruch weiterhin stärken wird.&quot;</p> <p>Leipzig bleibt damit auch nach der Emeritierung Lebensmittelpunkt von Prof. Peter Wiedemann - für gut befunden in 28 Jahren. &#160;&quot;Das war damals eine der wichtigsten Entscheidungen meines Lebens, aber ich habe sie nie bereut&#58; 1993 kam ich aus dem bunten Köln in das damals recht triste Leipzig&quot;, erzählt Prof. Dr. Peter Wiedemann rückblickend. &quot;Natürlich lockte die Professur, aber auch die Arbeit. Denn ich dachte&#58; Als Chef habe ich die Chance die Klinik so zu gestalten, wie ich es mir vorstelle. Als ich dann am 2. September 1993 anfing, zerstoben schnell einige meiner Träume. Die Klinik war, offen gesagt, sehr heruntergekommen und sogar zum Teil baupolizeilich gesperrt. Drei Professorenstellen an der Klinik waren nicht besetzt, es gab kaum Operateure und keinen nutzbaren OP-Saal.&quot; Prof. Wiedemann zog die Tradition der Leipziger Augenklinik an. Immerhin ist sie die älteste Augenklinik Deutschlands, weil schon 1820 die Gründung der deutschlandweit ersten Augenabteilung verzeichnet ist. Um das Jahr 1900 herum wirkte hier mit Hubert Sattler einer der bedeutendsten Augenärzte der Zeit.&#160;</p> <p>Was er aber betont&#58; Die Räumlichkeiten und die Ausstattung waren zwar desolat, aber das Personal war fachlich hervorragend ausgebildet. &quot;Ärzte und Schwestern waren hochmotiviert&quot;. Nur eines störte ihn gelegentlich&#58; &quot;Der Kollektivgeist mag zwar die Belegschaft stark machen. Aber man versteckte sich gerne im Kollektiv, wenn es um Fehler ging.&quot; 1997 war dann ein Ziel erreicht - die Augenklinik konnte als eine der ersten Einrichtungen des UKL einen Neubau in der Liebigstraße 12 beziehen - mit modernen Räumen und Geräten.&#160;<br><br></p> <p>Doch der Spezialist für Erkrankungen der Netzhaut war auch mit dem Ziel nach Leipzig gekommen, die Klinik wieder auf die internationale Landkarte zu bringen. Diese hatte zwar in der DDR einen vorzüglichen Ruf, aber die internationale Ausstrahlung war unter den Gegebenheiten des Eisernen Vorhanges geschwunden. Wieder eine Rolle zu spielen - dieses Ziel ist sowieso nicht einfach zu erreichen. Es wird aber noch schwieriger, wenn es an &quot;den unerlässlichen Geldmitteln&quot; für Forschung und Lehre mangelt, weil diese notwendigerweise in die Neubauten investiert wurden. Indes konnte sich der Direktor der Augenklinik als Prorektor der Universität, als Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, als Mitglied der Leopoldina, als einziger europäischer Mitherausgeber des Standardwerkes der Retinologie, und besonders als Präsident des International Council of Ophthalmology, des Weltverbandes der Augenärzte, persönlich einbringen, um Leipzig in der Fachwelt bekannter zu machen. 2009, im Jahr des 600. Geburtstags der Universität, trafen sich die deutschen Augenärzte zu ihrem Jahreskongress in der Messestadt. &quot;All diese Funktionen kosten Zeit und Kraft&quot;, sagt Prof. Wiedemann. &quot;Es war nicht immer einfach, Arbeit, Funktionen und Ämter unter einen Hut zu bekommen. Denn ich war ja ein Operateur. Da muss man in Übung bleiben, kann nicht mal ein paar Monate kürzertreten und ist immer durch die Patienten terminlich gebunden.&quot;</p> <p>Ob technisch herausfordernde Operationen, Arbeiten seiner Forschergruppe über Müllerzellen, ein Corona-bedingt erstmalig virtueller Weltkongress der Augenärzte oder die Mitarbeit an einem Beschlusspapier (World Report on Vision) der Weltgesundheitsorganisation zum weltweit generellen Recht auf augenärztliche Behandlung - diese Meilensteine zeichnen den Weg des Augenarztes. Sein Hauptziel hat er erreicht. Die Messestadt ist wieder auf der internationalen Landkarte der Augenheilkunde. Dabei ist Leipzig ja eigentlich nur eine Station seines Lebens. &#160;Ingolstadt, Bochum, Erlangen, Köln lagen davor, genauso wie die USA oder Frankreich. Mit dem Ruhestand vor Augen stand er mit seiner Frau vor der Frage, ob man hierbleibt. Die Tochter wird Augenärztin in Köln, der Sohn ist Richter in Mannheim. Gemeinsam wurde entschieden&#58; &quot;Wir bleiben in dieser schönen Stadt.&quot;</p> <p>&#160;</p>
73 Menschen spenden im vergangenen Jahr ihr Gewebe<img alt="Logo der DGFG" src="/presse/PressImages/pic_20210106115117_375084629c.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-01-05T23:00:00ZLeipzig. Auch in Pandemiezeiten konnte die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG), zu deren Gesellschaftern das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) gehört, das hohe Spendenniveau aus dem Vorjahr halten. In Sachsen, einem der spendestärksten Bundesländer, hat sich im abgelaufenen Jahr erneut das UKL als verlässlicher Partner bewiesen: Allein hier spendeten 73 Menschen im vergangenen Jahr ihr Gewebe, 163 Patienten erhielten wiederum ein Gewebetransplantat am UKL. <p>Hohes Spendenniveau auch in Corona-Zeiten&#58; 2020 gingen insgesamt 41.327 Meldungen potenzieller Spender aus den Kliniken im Netzwerk bei der DGFG ein. Nach deren Prüfung führten die Koordinatoren über 7.400 Gespräche, um über die Möglichkeit der Gewebespende aufzuklären. In mehr als 3.000 Fällen stimmten dann Spender beziehungsweise Angehörige der Spende von Geweben wie Augenhornhaut, Herzklappen und Blutgefäßen zu, was einer Zustimmungsquote von rund 41 Prozent entspricht. Auch hier schneidet das UKL mit rund 46 Prozent überdurchschnittlich ab.<br><br></p> <p>Am UKL wurden auch in diesem Jahr überwiegend Augenhornhäute gespendet&#58; 144 von insgesamt 151 Geweben. Damit konnte das Vorjahresergebnis (147 von 187) nicht erreicht werden. Trübt sich die Hornhaut aufgrund einer Erkrankung oder wird verletzt, stellt die Transplantation oftmals die letzte Behandlungsmöglichkeit dar, um das Augenlicht des Patienten zu retten. In Deutschland finden jährlich rund 7.000 Hornhauttransplantationen statt&#58; Mit 3.962 vermittelten Hornhäuten kommt somit mehr als jedes zweite Transplantat aus dem Netzwerk der DGFG.&#160;Seit 2007 ist das UKL Gesellschafter der DGFG und hält seither ein hohes Spendenniveau&#58; &quot;Dank starker Partner wie dem UKL, die unserem bundesweiten Netzwerk angehören, können wir mittlerweile bei der Hornhauttransplantation die meisten Anfragen innerhalb weniger Wochen erfüllen&quot;, sagt Martin Börgel, DGFG-Geschäftsführer.&#160;<br><br></p> <p>Treibende Kraft sind die Gewebespende-Koordinatoren vor Ort. Sie unterstützen die Kliniken beim Spenderscreening, dem Angehörigengespräch und der Gewebeentnahme. Von inzwischen 31 Standorten aus realisieren fast 50 Koordinatoren die Gewebespende an über 100 Krankenhäusern deutschlandweit.<br><br></p> <p><strong>Oftmals treffen Angehörige die Entscheidung</strong><br>Hinter jedem Transplantat steht ein verstorbener Mensch, der sich zu Lebzeiten für die Gewebespende nach dem Tod entschieden hat. &#160;Am UKL trafen über die Hälfte der Zustimmungen (46 von 85) sowie Ablehnungen (69 von 98) bei der Frage nach einer Gewebespende die Angehörigen. Zwar entschieden sie im Sinne des Verstorbenen, doch ein konkreter Wille war nicht bekannt. Sich zu Lebzeiten mit der Gewebespende auseinander zu setzen, eine Entscheidung zu treffen, diese zu dokumentieren und mit den Nächsten zu teilen, kann Angehörige im Trauerfall enorm entlasten.</p> <p>Festgehalten werden kann der Wille beispielsweise auf dem Organ- und Gewebespendeausweis der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder in einer Patientenverfügung (<a href="http&#58;//www.gewebenetzwerk.de">www.gewebenetzwerk.de</a>). &#160;Gewebe, die nach dem Tod gespendet werden können, sind neben Augenhornhäuten, Herzklappen und Blutgefäßen auch Knochen, Sehnen, Bänder und Haut. Die Hirntoddiagnostik spielt bei der Gewebespende keine Rolle&#58; 2.432 Gewebespender, und damit rund 86 Prozent, sind an einem Herz-Kreislauf-Stillstand verstorben.<br><br></p> <p><strong>Über die DGFG</strong><br>Die DGFG fördert seit 1997 die Gewebespende und -transplantation in Deutschland. Alle Tätigkeiten und Ablaufprozesse der Gewebespende sind gesetzlich geregelt. Für alle Gewebezubereitungen gilt das Handelsverbot. Die DGFG vermittelt ihre Transplantate über eine zentrale Vermittlungsstelle mit einer bundesweiten Warteliste. Jede medizinische Einrichtung in Deutschland kann Gewebe von der DGFG beziehen. Als unabhängige, gemeinnützige Gesellschaft wird die DGFG ausschließlich von öffentlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens getragen.</p> <p>&#160;</p>
Corona macht aus Treffen in Kapstadt den ersten ophthamologischen Online-Weltkongress<img alt="Prof. Peter Wiedemann, Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig, leitet als Präsident des Weltverbands der Augenärzte den diesjährigen Weltkongress." src="/presse/PressImages/pic_20200619110004_85b63ef0cc.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-06-18T22:00:00ZDer Weltkongress der Augenärzte sollte in diesem Jahr in Kapstadt stattfinden. Das Treffen von mehreren tausend Fachleuten aus allen Kontinenten wurde dann aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt – und in ein virtuelles Highlight verwandelt. <p>&#160;&quot;Vom 26. bis 29. Juni findet unser Kongress online statt&quot;, so Prof. Dr. Peter Wiedemann, Direktor der <a href="/einrichtungen/augenheilkunde">Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig</a> und Präsident des <a href="http&#58;//www.icoph.org/">Weltverbandes der Augenärzte</a>. &quot;Damit sind wir eine der ersten medizinischen Fachgesellschaften, die eine solche Großveranstaltung über das Internet realisiert. Aus der Not haben wir damit eine Tugend gemacht.&quot;</p> <p>Beim virtuellen Weltkongress der Augenärzte werden vier Tage lang Vorträge zu den verschiedensten wissenschaftlichen Themen gehalten. &quot;Wie bei einem üblichen Kongress können auch bei unserer virtuellen Veranstaltung nach jedem Vortrag Fragen an den Referenten gestellt werden&quot;, erläutert Prof. Wiedemann. &quot;Zudem läuft der Kongress rund um die Uhr. Damit ist er in allen Zeitzonen zu verfolgen. Keiner der Teilnehmer muss also früh um vier Uhr am Computer sitzen, um einen bestimmten Vortrag zu verfolgen.&quot;</p> <p>Mit dem Online-Kongress ist der Augenärzte-Weltverband sozusagen ins kalte Wasser gesprungen&#58; &quot;Wir hatten die Wahl zwischen Totalausfall der Veranstaltung oder Umschalten auf die virtuelle Ebene&quot;, so der Präsident des <a href="http&#58;//www.icoph.org/">International Council of Ophthalmology (ICO)</a>. &quot;Andere medizinische Fachgesellschaften werden unsere Premiere genau verfolgen und haben schon angekündigt, dass sie das nachmachen wollen.&quot;</p> <p>Zu den Highlights des Weltkongresses gehört der erste weltweite Report der <a href="https&#58;//www.euro.who.int/de/home">Weltgesundheitsorganisation (WHO)</a> zum Sehvermögen. &quot;Jeder Mensch hat ein Recht darauf, dass der Erhalt des Sehvermögens Teil der medizinischen Grundversorgung ist - das ist das Ziel der Weltgesundheitsorganisation&quot;, erklärt Prof. Wiedemann. &quot;Gerade in armen Ländern kann sich das Gesundheitssystem oft nur den lebensbedrohenden Krankheiten widmen. Statistisch gesehen ist ein Augenarzt in Afrika für eine Million Menschen zuständig, in Deutschland sind es rund 13 000. Bezahlbare Operationen beispielsweise bei Grauem Star - damit wäre Millionen Menschen geholfen.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Sicherheit geht vor: Striktes Regime von der Pforte bis zum Behandlungsraum<img alt="In den Kliniken der Kopf- und Zahnmedizin des UKL herrschen strenge Sicherheitsmaßnahmen, da hier nah am Gesicht des Patienten gearbeitet werden muss." src="/presse/PressImages/pic_20200429104614_32b81fa223.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-04-28T22:00:00ZLeipzig. "Wir behandeln auch in Coronazeiten unsere Patienten, wollen zugleich aber mit aller Kraft verhindern, dass das Virus in unsere Kliniken eindringt", sagt Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und zugleich Leiter des Departments Kopf- und Zahnmedizin des Universitätsklinikums, zu denen neben der HNO auch die Augen-, die Mund-Kiefer-Gesichts- und die Zahnkliniken gehören. "Alle Mitarbeiter dieser Kliniken müssen sehr nah am Kopf des Patienten arbeiten, das Abstandsgebot ist bei uns nicht zu realisieren. Deshalb herrscht ein striktes Sicherheits- und Hygieneregime, und zwar schon an der Pforte." <p>Am Eingang zu den sogenannten Kopfkliniken im Haus 1 wurde eine Schleuse aufgebaut, in der bei jedem Ankömmling erst einmal mit einem Detektionsgerät an der Schläfe Fieber gemessen wird, danach folgen Fragen nach erkrankten Familienangehörigen, Reisen und anderen Gefährdungsmöglichkeiten. Wenn erfolgreich gecheckt wurde, dass der Patient einen Termin hat, darf er nach einer Händedesinfektion zur Anmeldung gehen. Doch ganz gleich, ob ein ambulanter oder stationärer Eingriff &#160;geplant ist&#58; Alle Patienten werden einem Aufnahmescreening unterzogen.</p> <p>&quot;Kommt der Patient zu einem stationären Aufenthalt, wird bei ihm noch an der Anmeldung ein Abstrich gemacht, er erhält einen Mundschutz, geht auf Station und muss dort verbleiben&quot;, erklärt <a href="/einrichtungen/hno">Prof. Dietz</a> (Foto) weiter. &quot;Liegt das Corona-Testergebnis vor, entscheidet sich, wie es weitergeht&#58; Ist der Patient infiziert, wird medizinisch entschieden, ob die OP verschiebbar ist oder nicht. Kann man sie verschieben, dann wird die OP abgesagt und der Patient kommt zwei Wochen später nochmals zu uns. Ist der Patient nicht infiziert, gibt es ja keine Probleme.&quot;</p> <p>Verschiebbare Eingriffe im HNO-Fachbereich wären beispielsweise Nasennebenhöhlen-OP, geplante Mandel-OP, Nasenscheidewand-OP oder auch eine Cochlea-Implantat-OP. &quot;Nicht aufschiebbar dagegen wären akute Blutungen, ein Mandelabszess oder akute Tumorerkrankungen&quot;, so der Leipziger Klinikchef. &quot;Dann würde der infizierte Patient in den Covid-Isolationsbereich überführt und dort unter extremsten Sicherheitsbedingungen operiert. So etwas war für HNO-Patienten bisher aber nicht nötig.&quot;</p> <p>Alle Ärzte und Schwestern, die Kontakt zu Patienten haben, tragen bei der Untersuchung von Patienten Schutzvisiere, Mund-Nasen-Schutz und Handschuhe. Bei speziellen Untersuchungen, beispielsweise per Endoskop, werden FFP2-Masken getragen. &quot;Ich denke, dass wir mit unseren Schutzmaßnahmen für die Patienten eine große Sicherheit gewährleisten&quot;, sagt Prof. Dietz. &quot;Wir bitten deshalb unsere Patienten, Verständnis dafür aufzubringen, dass auch sie mitmachen müssen - und beispielsweise während des Aufenthalts bei uns das Haus nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen dürfen.&quot;</p> <p>An der <a href="/einrichtungen/augenheilkunde">Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde</a> wurden vorübergehend die Sprechstunde ausgedünnt und nicht unbedingt nötige Eingriffe abgesagt. &quot;Aber natürlich haben wir bei Notfällen wie Netzhautablösungen oder schweren Unfällen die Patienten versorgt&quot;, so Prof. Dr. Peter Wiedemann (Foto), Direktor der Augenklinik. &quot;Dabei sind Augenärzte sehr gefährdet. Denn wir arbeiten oft nur 20 Zentimeter vom Gesicht des Patienten entfernt. Da reicht schon ein Wort, um das Virus weiterzugeben. Übrigens&#58; Die Lungenentzündung durch das neue Coronavirus, das inzwischen weltweit verbreitet ist, fiel in Wuhan zuerst dem jungen Augenarzt Li Wenliang auf, der dann an der Krankheit Covid-19 gestorben ist.&quot;</p> <p>Als Vorsichtsmaßnahme vor einer möglichen Ansteckung tragen alle Mitarbeiter der Augenklinik einen Mund-Nasen-Schutz. An der Spaltlampe - einer Art Mikroskop, mit das Auge auf krankhafte Veränderungen untersucht werden kann, und das Hauptuntersuchungsgerät eines Augenarztes - wurde ein Schutzschild angebracht, um Tröpfcheninfektionen zu verhindern. &quot;Gegenwärtig versuchen wir wieder zum normalen Behandlungsrhythmus zurückzukehren und den entstandenen Stau abzuarbeiten&quot;, sagt Prof. Wiedemann.</p> <p>&#160;</p>
Gentherapie gegen erbliche Netzhauterkrankung demnächst auch in Leipzig<img alt="Bei der Infoveranstaltung zum „Tag der seltenen Erkrankungen“ im Haus 4 am 28. Februar informieren UKL-Augenärzte über neue Behandlungsmöglichkeiten bei seltenen Erkrankungen des Auges." src="/presse/PressImages/pic_20200227102639_63fc48aae3.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-02-26T23:00:00ZLeipzig. Der Tag ist selten, nur alle vier Jahre taucht er im Kalender auf. Daher wird der 29. Februar als "Tag der seltenen Erkrankungen" gefeiert. Bei einer Informationsveranstaltung tags zuvor am Freitag, 28. Februar, machen Ärzte und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Leipzig auf diese seltenen Erkrankungen und deren moderne Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam. <p>&quot;Immer am letzten Tag im Februar wird weltweit unter dem Motto ,Selten sind viele' auf Krankheiten hingewiesen, an denen relativ wenige leiden - was aus medizinischen und ökonomischen Gründen häufig Forschung und Versorgung der Betroffenen erschwert&quot;, so Prof. Dr. Johannes Lemke, Direktor des <a href="/einrichtungen/humangenetik">Instituts für Humangenetik</a> und des <a href="/einrichtungen/uzsel">Universitären Zentrums für Seltene Erkrankungen Leipzig (UZSEL)</a>. &quot;In diesem Jahr widmen wir uns gemeinsam mit den Fachleuten der <a href="/einrichtungen/augenheilkunde">Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde</a> und Patientenvereinigungen seltenen Krankheiten des Auges.&quot;<br>So spricht Prof. Dr. Ina Sterker über die angeborene Trübung der Linse und deren Behandlungsmöglichkeiten. Schon in den ersten Lebenstagen eines Kindes ist eine solche angeborene Linsentrübung feststellbar. &quot;Wir operieren etwa 20 Kinder im Jahr&quot;, so die Augenärztin. &quot;Mit der OP allein ist es aber leider nicht getan, eine lebenslange Nachsorge ist nötig.&quot;</p> <p>Prof. Dr. Matus Rehak wird über erbliche Netzhauterkrankungen informieren. &quot;Diese Gruppe von Erkrankungen eint, dass für das Sehen funktionales Gewebe im Auge abstirbt&quot;, erläutert Prof. Rehak. &quot;Betroffene erleiden damit eine Netzhautdegeneration, die zu einer Gesichtsfeldeinschränkung bis zur kompletten Erblindung führen kann. Mit einer neuartigen Gentherapie ist es nun aber möglich, den Patienten zu helfen. Die ersten Patienten in Deutschland wurden an der Ludwig-Maximilians-Universität in München behandelt. Wir arbeiten darauf hin, dass das neue Therapeutikum, das den Beginn einer neuen Ära in der Augenheilkunde darstellt, demnächst auch in Leipzig eingesetzt wird.&quot;&#160;</p> <p>Auf der Informationsveranstaltung in Leipzig dabei sind auch Patientenvereinigungen, wie der Verein Pro Retina, der sich für Menschen mit Netzhautdegenerationen einsetzt. Der Verein betrachtet den Einsatz der Gentherapie &quot;als einen ganz wichtigen, großen Meilenstein. Das weckt Hoffnung und eröffnet Betroffenen erstmals Chancen auf eine Verbesserung ihres Sehens.&quot;</p> <p><strong>Informationsveranstaltung zum &quot;Tag der seltenen Erkrankungen&quot;</strong><br>28. Februar, 10 bis 14 Uhr<br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Haus 4, Hörsaal und Mall<br>Liebigstraße 20<br>04103 Leipzig</p> <p>&#160;</p>

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