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Pressemitteilungen

 

 

Corona macht aus Treffen in Kapstadt den ersten ophthamologischen Online-Weltkongress<img alt="Prof. Peter Wiedemann, Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig, leitet als Präsident des Weltverbands der Augenärzte den diesjährigen Weltkongress." src="/presse/PressImages/pic_20200619110004_85b63ef0cc.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-06-18T22:00:00ZDer Weltkongress der Augenärzte sollte in diesem Jahr in Kapstadt stattfinden. Das Treffen von mehreren tausend Fachleuten aus allen Kontinenten wurde dann aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt – und in ein virtuelles Highlight verwandelt. <p>&#160;&quot;Vom 26. bis 29. Juni findet unser Kongress online statt&quot;, so Prof. Dr. Peter Wiedemann, Direktor der <a href="/einrichtungen/augenheilkunde">Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig</a> und Präsident des <a href="http&#58;//www.icoph.org/">Weltverbandes der Augenärzte</a>. &quot;Damit sind wir eine der ersten medizinischen Fachgesellschaften, die eine solche Großveranstaltung über das Internet realisiert. Aus der Not haben wir damit eine Tugend gemacht.&quot;</p> <p>Beim virtuellen Weltkongress der Augenärzte werden vier Tage lang Vorträge zu den verschiedensten wissenschaftlichen Themen gehalten. &quot;Wie bei einem üblichen Kongress können auch bei unserer virtuellen Veranstaltung nach jedem Vortrag Fragen an den Referenten gestellt werden&quot;, erläutert Prof. Wiedemann. &quot;Zudem läuft der Kongress rund um die Uhr. Damit ist er in allen Zeitzonen zu verfolgen. Keiner der Teilnehmer muss also früh um vier Uhr am Computer sitzen, um einen bestimmten Vortrag zu verfolgen.&quot;</p> <p>Mit dem Online-Kongress ist der Augenärzte-Weltverband sozusagen ins kalte Wasser gesprungen&#58; &quot;Wir hatten die Wahl zwischen Totalausfall der Veranstaltung oder Umschalten auf die virtuelle Ebene&quot;, so der Präsident des <a href="http&#58;//www.icoph.org/">International Council of Ophthalmology (ICO)</a>. &quot;Andere medizinische Fachgesellschaften werden unsere Premiere genau verfolgen und haben schon angekündigt, dass sie das nachmachen wollen.&quot;</p> <p>Zu den Highlights des Weltkongresses gehört der erste weltweite Report der <a href="https&#58;//www.euro.who.int/de/home">Weltgesundheitsorganisation (WHO)</a> zum Sehvermögen. &quot;Jeder Mensch hat ein Recht darauf, dass der Erhalt des Sehvermögens Teil der medizinischen Grundversorgung ist - das ist das Ziel der Weltgesundheitsorganisation&quot;, erklärt Prof. Wiedemann. &quot;Gerade in armen Ländern kann sich das Gesundheitssystem oft nur den lebensbedrohenden Krankheiten widmen. Statistisch gesehen ist ein Augenarzt in Afrika für eine Million Menschen zuständig, in Deutschland sind es rund 13 000. Bezahlbare Operationen beispielsweise bei Grauem Star - damit wäre Millionen Menschen geholfen.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Sicherheit geht vor: Striktes Regime von der Pforte bis zum Behandlungsraum<img alt="In den Kliniken der Kopf- und Zahnmedizin des UKL herrschen strenge Sicherheitsmaßnahmen, da hier nah am Gesicht des Patienten gearbeitet werden muss." src="/presse/PressImages/pic_20200429104614_32b81fa223.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-04-28T22:00:00ZLeipzig. "Wir behandeln auch in Coronazeiten unsere Patienten, wollen zugleich aber mit aller Kraft verhindern, dass das Virus in unsere Kliniken eindringt", sagt Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und zugleich Leiter des Departments Kopf- und Zahnmedizin des Universitätsklinikums, zu denen neben der HNO auch die Augen-, die Mund-Kiefer-Gesichts- und die Zahnkliniken gehören. "Alle Mitarbeiter dieser Kliniken müssen sehr nah am Kopf des Patienten arbeiten, das Abstandsgebot ist bei uns nicht zu realisieren. Deshalb herrscht ein striktes Sicherheits- und Hygieneregime, und zwar schon an der Pforte." <p>Am Eingang zu den sogenannten Kopfkliniken im Haus 1 wurde eine Schleuse aufgebaut, in der bei jedem Ankömmling erst einmal mit einem Detektionsgerät an der Schläfe Fieber gemessen wird, danach folgen Fragen nach erkrankten Familienangehörigen, Reisen und anderen Gefährdungsmöglichkeiten. Wenn erfolgreich gecheckt wurde, dass der Patient einen Termin hat, darf er nach einer Händedesinfektion zur Anmeldung gehen. Doch ganz gleich, ob ein ambulanter oder stationärer Eingriff &#160;geplant ist&#58; Alle Patienten werden einem Aufnahmescreening unterzogen.</p> <p>&quot;Kommt der Patient zu einem stationären Aufenthalt, wird bei ihm noch an der Anmeldung ein Abstrich gemacht, er erhält einen Mundschutz, geht auf Station und muss dort verbleiben&quot;, erklärt <a href="/einrichtungen/hno">Prof. Dietz</a> (Foto) weiter. &quot;Liegt das Corona-Testergebnis vor, entscheidet sich, wie es weitergeht&#58; Ist der Patient infiziert, wird medizinisch entschieden, ob die OP verschiebbar ist oder nicht. Kann man sie verschieben, dann wird die OP abgesagt und der Patient kommt zwei Wochen später nochmals zu uns. Ist der Patient nicht infiziert, gibt es ja keine Probleme.&quot;</p> <p>Verschiebbare Eingriffe im HNO-Fachbereich wären beispielsweise Nasennebenhöhlen-OP, geplante Mandel-OP, Nasenscheidewand-OP oder auch eine Cochlea-Implantat-OP. &quot;Nicht aufschiebbar dagegen wären akute Blutungen, ein Mandelabszess oder akute Tumorerkrankungen&quot;, so der Leipziger Klinikchef. &quot;Dann würde der infizierte Patient in den Covid-Isolationsbereich überführt und dort unter extremsten Sicherheitsbedingungen operiert. So etwas war für HNO-Patienten bisher aber nicht nötig.&quot;</p> <p>Alle Ärzte und Schwestern, die Kontakt zu Patienten haben, tragen bei der Untersuchung von Patienten Schutzvisiere, Mund-Nasen-Schutz und Handschuhe. Bei speziellen Untersuchungen, beispielsweise per Endoskop, werden FFP2-Masken getragen. &quot;Ich denke, dass wir mit unseren Schutzmaßnahmen für die Patienten eine große Sicherheit gewährleisten&quot;, sagt Prof. Dietz. &quot;Wir bitten deshalb unsere Patienten, Verständnis dafür aufzubringen, dass auch sie mitmachen müssen - und beispielsweise während des Aufenthalts bei uns das Haus nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen dürfen.&quot;</p> <p>An der <a href="/einrichtungen/augenheilkunde">Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde</a> wurden vorübergehend die Sprechstunde ausgedünnt und nicht unbedingt nötige Eingriffe abgesagt. &quot;Aber natürlich haben wir bei Notfällen wie Netzhautablösungen oder schweren Unfällen die Patienten versorgt&quot;, so Prof. Dr. Peter Wiedemann (Foto), Direktor der Augenklinik. &quot;Dabei sind Augenärzte sehr gefährdet. Denn wir arbeiten oft nur 20 Zentimeter vom Gesicht des Patienten entfernt. Da reicht schon ein Wort, um das Virus weiterzugeben. Übrigens&#58; Die Lungenentzündung durch das neue Coronavirus, das inzwischen weltweit verbreitet ist, fiel in Wuhan zuerst dem jungen Augenarzt Li Wenliang auf, der dann an der Krankheit Covid-19 gestorben ist.&quot;</p> <p>Als Vorsichtsmaßnahme vor einer möglichen Ansteckung tragen alle Mitarbeiter der Augenklinik einen Mund-Nasen-Schutz. An der Spaltlampe - einer Art Mikroskop, mit das Auge auf krankhafte Veränderungen untersucht werden kann, und das Hauptuntersuchungsgerät eines Augenarztes - wurde ein Schutzschild angebracht, um Tröpfcheninfektionen zu verhindern. &quot;Gegenwärtig versuchen wir wieder zum normalen Behandlungsrhythmus zurückzukehren und den entstandenen Stau abzuarbeiten&quot;, sagt Prof. Wiedemann.</p> <p>&#160;</p>
Gentherapie gegen erbliche Netzhauterkrankung demnächst auch in Leipzig<img alt="Bei der Infoveranstaltung zum „Tag der seltenen Erkrankungen“ im Haus 4 am 28. Februar informieren UKL-Augenärzte über neue Behandlungsmöglichkeiten bei seltenen Erkrankungen des Auges." src="/presse/PressImages/pic_20200227102639_63fc48aae3.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-02-26T23:00:00ZLeipzig. Der Tag ist selten, nur alle vier Jahre taucht er im Kalender auf. Daher wird der 29. Februar als "Tag der seltenen Erkrankungen" gefeiert. Bei einer Informationsveranstaltung tags zuvor am Freitag, 28. Februar, machen Ärzte und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Leipzig auf diese seltenen Erkrankungen und deren moderne Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam. <p>&quot;Immer am letzten Tag im Februar wird weltweit unter dem Motto ,Selten sind viele' auf Krankheiten hingewiesen, an denen relativ wenige leiden - was aus medizinischen und ökonomischen Gründen häufig Forschung und Versorgung der Betroffenen erschwert&quot;, so Prof. Dr. Johannes Lemke, Direktor des <a href="/einrichtungen/humangenetik">Instituts für Humangenetik</a> und des <a href="/einrichtungen/uzsel">Universitären Zentrums für Seltene Erkrankungen Leipzig (UZSEL)</a>. &quot;In diesem Jahr widmen wir uns gemeinsam mit den Fachleuten der <a href="/einrichtungen/augenheilkunde">Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde</a> und Patientenvereinigungen seltenen Krankheiten des Auges.&quot;<br>So spricht Prof. Dr. Ina Sterker über die angeborene Trübung der Linse und deren Behandlungsmöglichkeiten. Schon in den ersten Lebenstagen eines Kindes ist eine solche angeborene Linsentrübung feststellbar. &quot;Wir operieren etwa 20 Kinder im Jahr&quot;, so die Augenärztin. &quot;Mit der OP allein ist es aber leider nicht getan, eine lebenslange Nachsorge ist nötig.&quot;</p> <p>Prof. Dr. Matus Rehak wird über erbliche Netzhauterkrankungen informieren. &quot;Diese Gruppe von Erkrankungen eint, dass für das Sehen funktionales Gewebe im Auge abstirbt&quot;, erläutert Prof. Rehak. &quot;Betroffene erleiden damit eine Netzhautdegeneration, die zu einer Gesichtsfeldeinschränkung bis zur kompletten Erblindung führen kann. Mit einer neuartigen Gentherapie ist es nun aber möglich, den Patienten zu helfen. Die ersten Patienten in Deutschland wurden an der Ludwig-Maximilians-Universität in München behandelt. Wir arbeiten darauf hin, dass das neue Therapeutikum, das den Beginn einer neuen Ära in der Augenheilkunde darstellt, demnächst auch in Leipzig eingesetzt wird.&quot;&#160;</p> <p>Auf der Informationsveranstaltung in Leipzig dabei sind auch Patientenvereinigungen, wie der Verein Pro Retina, der sich für Menschen mit Netzhautdegenerationen einsetzt. Der Verein betrachtet den Einsatz der Gentherapie &quot;als einen ganz wichtigen, großen Meilenstein. Das weckt Hoffnung und eröffnet Betroffenen erstmals Chancen auf eine Verbesserung ihres Sehens.&quot;</p> <p><strong>Informationsveranstaltung zum &quot;Tag der seltenen Erkrankungen&quot;</strong><br>28. Februar, 10 bis 14 Uhr<br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Haus 4, Hörsaal und Mall<br>Liebigstraße 20<br>04103 Leipzig</p> <p>&#160;</p>
76 Menschen spendeten 2019 am Universitätsklinikum Leipzig ihr Gewebe<img alt="Logo der DGFG" src="/presse/PressImages/pic_20200107105117_8b17f068d5.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-01-06T23:00:00ZLeipzig. 2.753 Gewebespenden zählte die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) 2019 in Deutschland. Damit konnte die DGFG erstmalig 5.740 Patienten zeitnah und sicher mit einem Transplantat versorgen. Eine der spendenstärksten Kliniken in Sachsen ist das Universitätsklinikum Leipzig (UKL): Allein hier überließen 76 Menschen ihr Gewebe, insgesamt 187 Präparate. <p>Bundesweit gesehen spendeten die meisten Menschen im vergangenen Jahr nach ihrem Tod ihre Augenhornhaut. Die DGFG konnte so über 3600 Patienten mit einem Hornhauttransplantat versorgen. Im Durchschnitt werden pro Jahr rund 7000 Hornhauttransplantationen in Deutschland durchgeführt.<br>Auch am UKL konnte die DGFG zum Großteil Augenhornhautspenden realisieren, nämlich 147 der 187 gespendeten Gewebe. Trübt sich die Augenhornhaut wegen einer Erkrankung oder Verletzung ein, kann eine Transplantation Patienten vor der Erblindung bewahren.</p> <p>Doch Hornhauttransplantate sind nur begrenzt verfügbar&#58; Hinter jedem Transplantat steht ein verstorbener Mensch, der sich zu Lebzeiten für die Gewebespende nach dem Tod entschieden hat. Oft treffen auch Angehörige die Entscheidung. Zusammen mit dem UKL macht die DGFG mit einer Fotoausstellung auf die Möglichkeiten der Hornhauttransplantation aufmerksam. Dank Spendengeldern konnte eine Fotowanderausstellung initiiert werden, die nun mehrere Monate auch in der <a href="/einrichtungen/augenheilkunde" rel="ext" target="_blank">Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde</a> in Haus 1 des UKL, Liebigstraße 12, zu sehen ist.<br>Fotografin Alexandra Bidian begleitete für die Reportage &quot;Wieder-Sehen&quot; eine Patientin mit Fuchs'scher Endotheldystrophie auf ihrem Weg vom trüben Blick zurück zum klaren Sehen. Die Motive der Reportage zeigen, woher das Spendergewebe kommt, wie es aufbereitet und gelagert wird und welche Schritte außerdem bis zur erfolgreichen Transplantation notwendig sind.</p> <p>Die 76 Gewebespender am UKL überließen insgesamt 187 einzelne Gewebepräparate, die an die Gewebebanken im Netzwerk verschickt wurden. Darunter waren neben den 147 Augenhornhäuten auch 20 so genannte muskuloskelettale Gewebe, wie zum Beispiel Knochen, Sehnen, Bänder oder Haut, gespendet bei einer Multi-Organspende, sowie 16 Blutgefäße und vier kardiovaskuläre Gewebe (Herzen).</p> <p>Die DGFG fördert seit 1997 die Gewebespende und -transplantation in Deutschland. Auf Basis des Gewebegesetzes von 2007 sind alle Tätigkeiten und Ablaufprozesse der Gewebespende gesetzlich geregelt. Für alle Gewebezubereitungen gilt das Handelsverbot. Die DGFG vermittelt ihre Transplantate über eine zentrale Vermittlungsstelle mit einer bundesweiten Warteliste. Jede medizinische Einrichtung in Deutschland kann Gewebe von der DGFG beziehen. Als unabhängige, gemeinnützige Gesellschaft wird die DGFG ausschließlich von öffentlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens getragen. Das UKL ist einer der Gesellschafter der DGFG (<a href="http&#58;//www.gewebenetzwerk.de">www.gewebenetzwerk.de</a>).</p> <p>&#160;</p>
2018 mehr Gewebespenden am Universitätsklinikum Leipzig<img alt="Logo der DGFG" src="/presse/PressImages/pic_20190103102823_fcb7f9c321.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-01-02T23:00:00ZLeipzig. 2018 war ein sehr erfolgreiches Jahr für das Gewebespende-Programm der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) – insgesamt und auch am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) als einem der DGFG-Gesellschafter. Rund 1.200 Meldungen potenzieller Spender gab es allein am UKL. 77 Menschen spendeten schließlich Gewebe und damit eineinhalb Mal so viele wie im Vorjahr. 167 Gewebepräparate konnten aus diesen Spenden gewonnen werden. 115 Hornhauttransplantate vermittelte die DGFG wiederum an die Augenklinik des UKL zur Transplantation. <p><span style="color&#58;#000000;">Neben der Zustimmung zur Gewebespende spielt auch das Engagement der Krankenhäuser eine entscheidende Rolle. Martin Börgel, Geschäftsführer der DGFG, hält fest&#58; &quot;Die Zusammenarbeit mit dem <a href="/Seiten/gewebespende.aspx" rel="ext" target="_blank">Uniklinikum Leipzig</a> ist vorbildlich. Unserer gemeinnützigen Arbeit wird seitens des Klinikums viel Vertrauen geschenkt. Besonders freut uns, dass neben dem etablierten Spendeprogramm für Augenhornhäute im vergangenen Jahr die erste Spende kardio-vaskulärer Gewebe bei einem Herz-Kreislauf-Verstorbenen realisiert werden konnte.&quot; Herzklappen und Blutgefäße stammten bisher aus der Organspende. <br></span><span style="color&#58;#000000;"> Die DGFG hatte 2017 ein Programm zur Spende kardiovaskulärer Gewebe (KVG) von Herz-Kreislauf-Verstorbenen initiiert. Damit können diese Gewebe auch von allen Verstorbenen und nicht nur von Organspendern gespendet werden. Herzklappen und Blutgefäße können noch bis zu 36 Stunden nach Todeseintritt entnommen werden.</span></p> <p><span style="color&#58;#000000;"><span style="color&#58;#000000;"><strong>Viele Gespräche, hohe Zustimmung</strong><br><span style="color&#58;#000000;">Insgesamt gingen 35.992 Meldungen potenzieller Spender an den beteiligten Krankenhäusern im Netzwerk bei der DGFG ein. Nach ihrer Prüfung auf medizinische Kontraindikationen wurden 7.681 Gespräche mit Angehörigen geführt. 2.711 Menschen haben im vergangenen Jahr Gewebe gespendet, 311 davon in Sachsen.&#160;<br><span style="color&#58;#000000;">Die durchschnittliche Zustimmungsquote zur Gewebespende lag bei rund 38 Prozent. Dies zeigt nach Ansicht der DGFG deutlich, dass die Gewebespende als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen wird. </span></span></span></span></p> <p><span style="color&#58;#000000;"><span style="color&#58;#000000;"><strong>Kardio-vaskuläre Gewebe (KVG)&#58; Neues Spendeprogramm und Aufklärungsfilm zeigen Erfolge</strong><br><span style="color&#58;#000000;">Die DGFG konnte 2018 insgesamt 173 Herzklappen und 75 Gefäße zur Transplantation vermitteln. Doch auch bei einem Spendeplus von 33 Prozent im KVG-Bereich, ist der Bedarf dieser Gewebe in der Transplantationsmedizin nach wie vor sehr hoch. Erfolg zeigt das neue Spendeprogramm bei an Herz-Kreislauf-Stillstand Verstorbenen&#58; Insgesamt zehn KVG-Spenden konnten 2018 realisiert werden; 2017 waren es sechs Spenden. Im September veröffentlichte die DGFG einen Film zur Herzklappenspende und -transplantation. Darin berichten Transplantatempfänger, Koordinatoren sowie Ärzte von ihren Erfahrungen. Auch am UKL ist mit Gewebespendekoordinatorin Christine Riege gedreht worden.</span></span></span></p>

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