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Leistungsspektrum

Arzneimittelinformation & Klinische Pharmazie

​- evidenzbasiert, unabhängig, aufklärend -

Apotheker und Fachapotheker für Klinische Pharmazie beraten Pflegepersonal und Ärzte der Medizinischen Fakultät, der Universität Leipzig sowie die Mitarbeiter vier weiterer Krankenhäuser im Freistaat. Das Team gibt Empfehlungen zu Medikamentenauswahl, Alternativ- und Austauschpräparaten, hilft bei patientenindividuellen Dosierungen - unter anderem bei Organinsuffizienzen oder Therapeutischem Drug Monitoring. Freundlich und kompetent beantworten unsere Apotheker Fragen zur Teilbarkeit sowie Sondengängigkeit von Tabletten und Kapseln, informieren über Haltbarkeit nach Anbruch oder über Kompatibilität und Interaktionen verschiedener Arzneimittel untereinander.

Die Mitarbeiter halten sich durch ständige Fortbildung, umfangreiche Recherche und fundierte wissenschaftliche Auswertung immer auf dem neuesten Stand. Die Apotheke verfügt über aktuelle Datenbanken und Zugänge zu wissenschaftlichen Informationsmedien wie über eine eigene Bibliothek mit einschlägiger Fachliteratur. So garantiert die Abteilung unabhängige, Evidenz basierte Arzneimittelinformation.

Unsere Apotheker arbeiten darüber hinaus gemeinsam mit Medizinern in Projekten auf Station, nehmen aktiv an Visiten teil, um „am Krankenbett" eine optimale patientenindividuelle Arzneimitteltherapie zu gewährleisten. In Schulungen des medizinischen Personals arbeiten die Kollegen der verschiedenen Abteilungen gemeinsam an der Perfektionierung der Versorgungsqualität bei gleichzeitiger Minimierung der Medikationsfehler.

Jeden Monat erhalten die Mitarbeiter des Universitätsklinikums wie auch der Fremdhäuser einen Informationsletter - den „Apothekenboten" - mit Neuigkeiten zum Arzneimittelsortiment. Auf der Intranetseite des Klinikums finden Ärzte und Pflegepersonal außerdem wichtige weiterführende Arzneimittelinformationen wie Standardempfehlungen zur enteralen Ernährung, die interne Sondendatenbank oder auch Links zu medizinischen Informationsdiensten.

Klinische Studien

Ärzte, Apotheker und Wissenschaftler weiterer Fachbereiche arbeiten kontinuierlich daran, Krankheiten zu erforschen, um sie besser zu verstehen. Dies soll dazu dienen, Behandlungskonzepte zu entwickeln oder zu optimieren, denn für viele Erkrankungen stehen bis heute keine oder nicht ausreichende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Der Weg des Arzneimittels ist dabei lang und durchläuft viele Phasen. Zunächst erfolgen Prüfungen im Labor, im Anschluss die Überprüfung am Menschen. Neben der beabsichtigten Wirkung ist die Sicherheit der Therapie essentiell. Allen Beteiligten an diesen Untersuchungen kommt eine hohe Verantwortung zu. Je besser eine Behandlungsmethode untersucht ist, umso früher kann sie Patienten zur Verfügung stehen und erfolgreich helfen. Wir unterstützen die Mediziner in unserem Haus intensiv bei der Suche nach der bestmöglichen Therapieoption für jeden einzelnen Patienten und der Behandlung im Rahmen einer Klinischen Studie.

Weitere Informationen zu Klinischen Studien im apothekenbetrieblichen Betrieb

Um möglichst schnell, effektiv und aussagekräftig Daten zu Behandlungsmethoden zu sammeln, ist es oft notwendig und sinnvoll, die Überprüfung nicht nur bei uns am UKL, sondern an vielen Prüfzentren in Deutschland und sogar Europa durchzuführen. Dabei unterstützen wir Sie – in Leipzig, in Deutschland, in Europa und in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes.

Weitere Informationen zu unserem Herstellerbetrieb

Unsere Apotheke ist im Besitz

  • einer Herstellungserlaubnis nach §13 für Klinische Prüfpräparate
  • eines S2-Labores zum Umgang mit GVO und viralen Zubereitungen nach Biostoff- und Gentechnikverordnung
  • einer Großhandelserlaubnis nach §52

Labordiagnostika

​- erfahren, wirtschaftlich, hilfreich -

7.000 Bestellungen für 130 Labore des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät passieren jährlich die Abteilung für Labordiagnostika. Fachapothekerin Dr. rer. nat. Ines Reiche und ihre Mitarbeiterinnen halten Kontakt zu über 350 Firmen, verhandeln Preise und Rabatte und garantieren so den wirtschaftlichen Einkauf von Diagnostika, Bio- und Feinchemikalien für Routineanalytik, Forschung und Lehre.

Zum Standardsortiment gehören etwa 100 Chemikalien, Lösungsmittel, Färbelösungen, Schnelltests oder Testpapiere. Für ganz spezielle Anforderungen fertigt das Team Reagenzien in Eigenherstellung.

Im schier unübersichtlichen Markt unzähliger Anbieter sorgt die Abteilung für einen sicheren und schnellen Durchblick. Davon profitieren erfahrene „Laborhasen" ebenso wie Nachwuchswissenschaftler.

Die Mitarbeiter verstehen sich gleichzeitig als Servicepartner der Kliniken und Labore. Sie helfen bei Recherchen zu speziellen Forschungsreagenzien, suchen nach Alternativangeboten bei Lieferausfällen und erstellen Verbrauchs- sowie Kostenanalysen. Als Dienstleister berät die Abteilung auch zu Fragen des Umweltschutzes wie bei der fachmännischen Entsorgung von Chemikalien jeglicher Art. Aus der Apotheke können außerdem Sicherheitsdatenblätter der verschiedenen Gefahrstoffe angefordert werden.

Logistik

​- schnell, effizient, kostengünstig -

Der deutsche Arzneimittelmarkt ist weltweit einer der umfangreichsten. Fast 95.000 Medikamente sind zugelassen. Das ist ein Vielfaches der Produktpalette, die in unseren europäischen Nachbarländern verfügbar ist. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sich die Fachapothekerin Dr. rer. nat. Ines Reiche, Apothekerin Patricia Bänsch und ihr Team bestens mit dem verfügbaren Sortiment auskennen. Sie reagieren sofort auf Veränderungen und Lieferengpässe, gewährleisten so eine optimale Arzneimittelversorgung bei hoher Qualität zu besten Preisen.

Über 1.500 Produkte sind ständig in dem 650 Quadratmeter großen Lager vorrätig. Dazu zählen neben Arzneimitteln auch Infusionslösungen, parenterale Ernährung, Trink- und Sondennahrung, Defekturen und Rezepturen oder Desinfektionsmittel. Innerhalb kürzester Zeit besorgt die Abteilung zusätzliche Medikamente auf Sonderanforderung - mitunter auch aus dem Ausland.

Die Abteilung unterhält außerdem verschiedene Notfalldepots wie das der Sächsischen Landesapothekerkammer und ist Teil des Pilotprojektprojektes „Sanitätsmittelbevorratung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe".

Allein in den in 28 Kliniken und Polikliniken des Universitätsklinikums Leipzig werden 1.450 Betten versorgt - mit jährlich 360.000 Patienten ambulant und stationär. Zusätzlich beliefert die Abteilung 980 Betten in vier Fremdhäusern in Sachsen.
Jährlich werden 1,1 Millionen Arzneimittel-Packungen an die Stationen verteilt - "just in time" dank eines modernen Kommissionierautomaten, der 20 Tansportbehälter zur gleichen Zeit befüllen kann. Fahrerlose Transportsfahrzeuge (FTS) liefern die Bestellungen mehrmals täglich über 550 Meter Strecke in die Neubauten der Liebigstraße. Ganz dringende Anforderungen gelangen per Rohrpost in Minuten ans Ziel.

Qualitätssicherung

​- analytisch, sicher, zuverlässig -

Jede angelieferte Ausgangssubstanz, jedes selbst hergestellte Medikament wird in der Klinikapotheke umfassend geprüft. Sogar fertige Produkte der pharmazeutischen Industrie testet die interne Qualitätssicherung stichprobenartig. Dr. rer. nat. Jan Vogel, Fachapotheker für Klinische Pharmazie, und sein pharmazeutisches Personal setzen dafür modernste Analysegeräte ein:

  • UV-VIS-Spektrometer
  • ATR-FT IR-Spektrometer
  • Osmometer
  • Refraktometer
  • Densitometer
  • Polarimeter
  • Stereomikroskop
  • Testung auf Nichtsichtbare Partikel

Mit komplizierten physikalischen und chemischen Verfahren werden Identität, Reinheit und Gehalt aufs Genaueste bestimmt. Aber nicht nur die Arzneimittel sind intensiven Kontrollen unterworfen, auch die Produktionsbedingungen im GMP-Bereich der Apotheke werden kontinuierlich durch die Abteilung überwacht. Der Patient profitiert von höchster Arzneimittelsicherheit.

Im klinischen Alltag kontrollieren Stationsärzte, wie Medikamente wirken. Sehr selten können Präparate individuelle und unvorhersehbare unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAWs) verursachen. Dann wird sofort ein Sicherheitsnetzwerk aktiv. Die Apotheke meldet diese Fälle an das BfArM. Unverzüglich werten Experten die Informationen aus und leiten gegebenenfalls bundesweite Maßnahmen ein. Werden Chargenrückrufe nötig, so zieht die interne Qualitätssicherung die Packungen aus dem Verkehr.

Das Apothekenteam hat ein eigenes Qualitätsmanagementsystem (QMS) entwickelt. Alle Prozesse sind als Standard Operating Procedures (SOP) in einem Handbuch definiert. Aus Erfahrung wird so „geregelte" Sicherheit.

Rezeptur & Defektur

​- standardisiert, handgemacht, unersetzlich -

In der Abteilung vereinen sich moderne Medizin mit traditionellem Apothekenhandwerk. Hier entstehen Produkte, die von der pharmazeutischen Industrie so nicht angeboten werden. Diese Lücke schließen Apothekerin Dr. rer. nat. Anke Wirth mit ihren Kolleginnen. Manuell fertigen sie jährlich über 50.000 Rezepturen und Defekturen. Darunter etwa: 3.000 Salben und Cremes, 2.000 Lösungen, Suspensionen sowie Emulsionen, 45.000 Kapseln und 400 Zäpfchen. Ständig sind in der Klinikapotheke über 25 eigene Produkte vorrätig.

Hergestellt werden diese in zwei Laboren auf knapp 50 Quadratmetern. Die Abteilung verfügt über Salbenrührwerke für 5 und 12 Kilogramm, einen Ansatzkessel für 25 Liter sowie über diverse Schlagmühlen. Die Präparate werden in der Regel nach den standardisierten Vorschriften des NRF zubereitet.

Individuell dagegen versorgt das Team beispielsweise kleine Patienten, für die meist keine industriellen Präparate in niedrigen Dosierungen verfügbar sind. Einzelanfertigen bekommen auch die Probanden in klinischen Studien.

Alle Rezepturen werden vor der Produktion auf Plausibilität überprüft. In besonderen Fällen erarbeitet die Apotheke in Kooperation mit Ärzten und Pflegepersonal patientenspezifische Zubereitungen. Ein besonders enger Kontakt besteht dabei mit der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums. Gemeinsam wurden unter anderem klinikweite Standards für Dermatika etabliert. 

Sterile Herstellung & Zytostatika

​- präzise, hoch technisiert, individuell -

Die Abteilung um Apothekerin Susanne Rieprecht arbeitet wie ein kleiner pharmazeutischer Betrieb - nur spezieller, auf jeden Patienten abgestimmt. Das Team produziert jährlich über 81.000 sterile Zubereitungen. Die meisten sind individuelle Anfertigungen wie die 23.000 Chemotherapien, Infusionslösungen für seltene Erkrankungen, Schmerzmedikationen, Ernährungslösungen oder die Rezepturen für Auge und Ohr. Spezielle Maßanfertigungen verlangen auch die Präparate für umfangreiche klinische Studien, welche am Universitätsklinikum und an den Fremdhäusern durchgeführt werden.

Individualität gepaart mit Präzision erfordern Hightech und qualifiziertes Personal. Auf 250 Quadratmetern zertifizierter GMP-Herstellungsfläche arbeiten Apotheker, Pharmazieingenieure, Pharmazeutische-Technische-Assistenten und Pharmazeutisch-Kaufmännisch-Angestellte. Zur Ausstattung gehören neun Reinräume inkl. S2-Labor, Personal- und Produktschleusen, sowie neun Sicherheitswerkbänke. Das Wasser für Injektionszwecke erzeugt eine eigene Destillationsanlage. Im 50 Liter-Ansatzkessel werden Infusionslösungen hergestellt und anschließend in einem Autoklaven sterilisiert. Kontinuierliches Pharmamonitoring zur Überwachung von Partikeln und Keimen, sichert gleichbleibende hohe Produktqualität.

Die Herstellungserlaubnis (PDF) nach §13 AMG befähigt die Abteilung zur umfangreichen Arzneimittelherstellung - sprechen Sie uns an

Auf die Kompetenz der Abteilung vertrauen die Stationen und Ambulanzen des Universitätsklinikums Leipzig und weitere vier Fremdhäuser. Die Apothekerin und ihr Team beraten Ärzte und Pflegepersonal zu neuen Therapieschemata für Zytostatika sowie über die Begleitmedikation bei Chemotherapien. Zum Aufgabenbereich gehören weiterhin Plausibilitätskontrollen ärztlicher Verordnungen wie auch Schulungen über spezielle Vorschriften des Arbeits- und Personenschutzes beim Umgang mit Zytostatika.

Liebigstraße 20, Haus 4
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 18900
Fax:
0341 - 97 18909
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