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Pressemitteilungen

 

 

Nur einnehmen, was wirklich benötigt wird: Die erste Untersuchung vor der OP gilt dem Medikationsplan<img alt="Das Apotheker-Arzneimittelgespräch hilft, Doppelmedikationen oder unplausible Dosierungen zu vermeiden." src="/presse/PressImages/pic_20190911104931_5173795697.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-09-10T22:00:00ZLeipzig. "Apotheker-Arzneimittelgespräch" mag ein schwieriges und langes Wort sein – als Instrument, die Sicherheit der Patienten des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) zu erhöhen, ist es jede Silbe wert. Wer als UKL-Patient vor einer geplanten chirurgischen Operation steht oder eine Augen-OP erhält, führt zuvor ein vertrauensvolles Gespräch mit einem Klinikapotheker über seinen Medikationsplan. Die pharmazeutischen Experten des UKL kontrollieren und analysieren die Liste der einzunehmenden Arzneimittel und korrigieren an den nötigen Stellen. <p>&quot;Dieses wirklich persönliche Gespräch mit jedem Patienten ist es, was uns von anderen Kliniken unterscheidet&quot;, sagt Dr. Yvonne Remane, Direktorin der <a href="/einrichtungen/apotheke" rel="ext" target="_blank">Klinikapotheke</a>, anlässlich des Welttages der Patientensicherheit am 17. September.<br>Bei diesem Gespräch schauen sich die klinischen Pharmazeuten zuerst genau an, welche Medikamente der Patient bekommt und einnimmt. &quot;Viele bringen Medikationspläne mit, die nicht der tatsächlichen Einnahme entsprechen&quot;, berichtet Dr. Remane, &quot;und etlichen ist die Diskrepanz zwischen ihrem Plan und dem, was sie wirklich zu sich nehmen, sogar bekannt.&quot; Und so wundert es die Apotheker auch nicht sehr, wenn etliche Patienten gleich ihren gesamten Arzneimittelbestand mitbringen. Falls notwendig, telefonieren die UKL-Pharmazeuten auch gleich noch einmal mit dem jeweiligen Hausarzt.<br>Anschließend wird die nun hoffentlich vollständige Liste der Medikamente des Patienten analysiert&#58; &quot;Liegen Doppelmedikationen vor, also besitzen zwei Mittel unterschiedliche Namen, aber den gleichen Wirkstoff? Sind alle Dosierungen auch plausibel? Sind die Dosierungen an mögliche Organfunktionsstörungen, beispielsweise an Niere oder Leber, angepasst? Liegen gar Kontraindikationen vor, sollte der Patient das jeweilige Medikament also gar nicht bekommen?&quot;, beschreibt Dr. Donald Ranft, Leiter der Abteilung Arzneimittelinformation und Klinische Pharmazie.<br>Mit den Antworten auf diese Fragen und den übrigen Rechercheergebnissen stellen die Apotheker den Medikationsplan auf am UKL verfügbare Arzneimittel um und geben sämtliche aktualisierten Daten an die Anästhesisten und Operateure weiter. Dies alles geschieht meist bei<br>Voruntersuchungen und den Aufklärungsgesprächen, so werden Versorgungslücken in der medikamentösen Therapie bei Klinikaufnahme von Anfang an vermieden.</p> <p>Die individuell gehaltene Patientenberatung unterscheide das UKL von anderen Kliniken, hebt Dr. Remane hervor, &quot;doch gerade der persönliche Kontakt zeichnet unsere Medikationsanalyse aus. So wird auch der Apotheker und seine Tätigkeit sichtbar.&quot; Was verschiedene Fachärzte verschreiben, werde hier oft zum ersten Mal zusammengeführt und transparent gemacht, so die Direktorin der UKL-Apotheke. In einer Stunde seien vier bis fünf Patientengespräche in offener Atmosphäre möglich.<br>Seit 2017 bereits läuft das Projekt zur Verbesserung der Patientensicherheit bei den Chirurgen und seit Januar dieses Jahres nun auch in der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde. Eine Refinanzierung durch die Krankenkassen erfolge leider nicht, bedauert sie.</p> <p>Zeitliche Entlastung für Ärzte und Pflegende<br>Neben der Sicherheit des Patienten steht für Dr. Yvonne Remane noch ein wichtiger Aspekt im Vordergrund&#58; &quot;Wir entlasten Pflegende und Ärzte. Gerade Letztere vermitteln uns das auch.&quot; Das kann Prof. Petra Meier, stellvertretende Direktorin der UKL-Augenklinik, nur bestätigen&#58; &quot;In der Regel haben wir einen sehr hohen Patientendurchsatz mit in der Mehrzahl betagten Menschen, die oft zahlreiche Medikamente einnehmen. Unsere Pflegekräfte, Anästhesisten und Augenärzte entlastet diese Arbeit der klinischen Pharmazeuten zeitlich enorm. Durch sie werden zum Teil handschriftliche Zettel und kaum zu scannende Medikationspläne geordnet und bewertet.&quot;</p> <p>Seit Juni 2017 ist das <a href="/" rel="ext" target="_blank">Universitätsklinikum Leipzig</a> Mitglied im &quot;Aktionsbündnis Patientensicherheit&quot;, einer gemeinsamen Initiative von Vertretern der Gesundheitsberufe, ihrer Verbände und der Patientenorganisationen. &quot;Mit dem Apotheker-Arzneimittelgespräch&quot;, ist sich Dr. Remane sicher, &quot;leisten wir einen aktiven Beitrag. Die Sicherheit des einzelnen Patienten steigt. Manchmal wird dem Patienten erst durch das Gespräch bewusst, wofür ihm seine Medikamente verordnet wurden und wie wichtig die Einnahmetreue ist.&quot;</p>
Familie und Musik lösen klinische Pharmazie ab<img alt="Dr. Roberto Frontini leitete 16 Jahre lang die Krankenhausapotheke des UKL. Ende des Jahres 2017 geht er in den Ruhestand." src="/presse/PressImages/pic_20171222101144_0eb6500bd1.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-12-21T23:00:00ZLeipzig. Im diesem Dezember endet für Dr. Roberto Frontini nicht nur ein Jahr, sondern auch seine Tätigkeit als Direktor der Krankenhausapotheke des Universitätsklinikums Leipzig. Mit 67 Jahren geht er 2018 in den Ruhestand, nach einem abwechslungsreichen Berufsleben und 25 Jahren Arbeit in Krankenhausapotheken. 16 davon fanden in der Liebigstraße statt. <p>Seit 2001 leitete der gebürtige Italiener Dr. Roberto Frontini die <a href="http&#58;//apotheke.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Krankenhausapotheke am Universitätsklinikum Leipzig</a>. 16 Jahre, in denen das Klinikum sich nicht nur baulich veränderte, sondern auch eine Vielzahl Modernisierungen auf allen Gebieten erlebte. Das betraf auch die Arbeit in der Apotheke. &quot;Die Apotheke hat sich in dieser Zeit als Hersteller von Arzneimitteln für die individuelle Therapie hier am UKL etabliert und diese Aufgabe immer weiter ausgebaut&quot;, beschreibt Dr. Frontini die Ergebnisse seiner Tätigkeit. Generell habe sich die Arbeit einer Klinikapotheke in den 25 Jahren seiner Berufstätigkeit stark gewandelt - vom hausinternen Lieferanten von Medikamenten zum Teampartner bei der konkreten Behandlung. &quot;Auch wir haben unsere Abläufe immer wieder konzentriert und rationalisiert, um auch als Pharmazeuten mehr Zeit für den Einsatz in den Kliniken und in der Patientenbehandlung zu haben&quot;, so der Apotheker weiter.</p> <p>Das Ergebnis zeigt sich an Projekten wie dem Einsatz von Stationsapothekern auf den chirurgischen Stationen oder dem Antibiotic Stewardship, einer berufsgruppenübergreifenden Prüfung aller Antibiotikaeinsätze. &quot;Das alles sind sehr gute Beispiele dafür, wie wir durch eine enge Zusammenarbeit von Apothekern und Ärzten die Sicherheit unserer Patienten weiter verbessern können&quot;, so Frontini, der sich an vielen Stellen für übergreifende Kooperationen eingesetzt hat.</p> <p><strong>&quot;Alles, was wir tun, muss dem Patienten nützen.&quot;</strong><br>Dazu gehörte auch sein berufspolitisches Engagement, dessen Höhepunkt mit der Präsidentschaft der Europäischen Vereinigung der Krankenhausapotheken (EAHP) in seine Leipziger Zeit fiel. <br>Diese sechs Jahre von 2009 bis 2015 erinnert er als besonders intensiv, in jeder Hinsicht. &quot;Besonders stolz macht es mich, dass wir in dieser Zeit erstmals bei einem&#160; gemeinsamen Summit &#160;- einer Art Gipfeltreffen - Apotheker, Ärzte, Pflegende und Patientenvertreter zusammenbringen konnten&quot;, so Frontini.&#160;</p> <p>Ziel war es, die speziellen Aufgaben von Pharmazeuten in Krankenhäusern zu umreißen. In 44 Thesen wurde eine Vision festgeschrieben, die inzwischen als Leitlinie dient und in der Ausbildung ebenso wie im klinischen Alltag nun praktisch umgesetzt wird. &quot;Das entspricht völlig meiner Grundüberzeugung&#58; Alles, was wir tun, muss dem Patienten nützen.&quot;</p> <p>&quot;Diese Haltung haben wir immer besonders an Dr. Roberto Frontini geschätzt&quot;, betont Prof. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand am UKL. Durch seinen Einsatz habe er die Apotheke des UKL hervorragend entwickelt und als&#160; einen zentralen Partner nicht nur der eigenen Kliniken, sondern auch externer Praxen und Kliniken etabliert. &quot;Wir danken ihm herzlich für die gemeinsame Arbeit der vergangenen Jahre und seinen großen Einsatz für unsere Patienten und das Universitätsklinikum, und wünschen ihm für die vor ihm liegende Zeit Gesundheit und viel Kraft für die vielen Aufgaben, die er sich sicherlich noch vorgenommen hat&quot;, so Prof. Fleig.</p> <p><strong>Vom Kapellmeister zum Apotheker</strong><br>Der Wahlleipziger Frontini wird nach seinem langen und erfolgreichen Lebenskapitel als Krankenhausapotheker an der Pleiße bleiben. &quot;Eines meiner Ziele wird es ab nächstes Jahr sein, am Klavier die letzten drei Beethoven-Sonaten so spielen zu können, wie ich sie mir vorstelle. Da würde ich schon ein großes Lebensziel erreichen&quot;, erklärt der Mailänder, der in seinem ersten Berufsleben Musiker war. Es war auch die Musik, die ihn vor rund 45 Jahren nach Deutschland geführt hat, in das Land von Bach und Beethoven. Frontini studierte an der Hochschule für Musik in Frankfurt/Main, machte den Abschluss als Dirigent und wurde Kapellmeister am Theater in Lübeck. Doch nach fünf Jahren war das Kapitel Musik für ihn beendet.</p> <p>Mit 32 Jahren begann er eine neue Laufbahn mit dem Studium der Pharmazie in Hamburg und kam früh zu der Überzeugung, in einer Krankenhausapotheke tätig sein zu wollen. &quot;Das war rückblickend zweifellos eine richtige Entscheidung&quot;, so Frontini. &quot;Aber nun freue ich mich darauf,&#160; meiner Familie und inzwischen den Enkelkindern wieder mehr meiner Zeit widmen zu können.&quot; &#160;</p>
UKL-Endoprothetiker entwickeln neue Checkliste für Behandlung von Infektionen<img alt="Prof. Andreas Roth, Leiter des Bereichs Endoprothetik/Orthopädie am UKL" src="/presse/PressImages/pic_20170906105907_ef059938ba.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-09-05T22:00:00ZLeipzig. Eine neue Checkliste zur Behandlung von Infektionen bei Endoprothesen wollen die Ärzte des Bereichs Endoprothetik der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL entwickeln. Dazu treffen sie sich am 8. und 9. September zu ihrer Klausurtagung "Implantat und Infekt". Hintergrund: Die Zahl schwerer Infektionen, auch mit multiresistenten Keimen, nimmt zu. <p>&quot;Wir erarbeiten uns unseren eigenen Standard&quot;, sagt Bereichsleiter Prof. Andreas Roth, &quot;und nutzen dafür die hohe Kompetenz und die interdisziplinären Möglichkeiten, die das UKL bietet.&quot; Ein infektiöser Patient bedeute jedes Mal Leid für den Patienten und hohen Aufwand für das Personal. Prof. Roth&#58; &quot;Wir müssen uns immer fragen&#58; Haben wir die Diagnose komplett gestellt oder fehlt etwas?&quot; <br>Im komplexen Räderwerk des menschlichen Körpers könne alles mit allem zusammenhängen&#58; &quot;Eine nicht bemerkte Entzündung an einem Zahn oder am Blinddarm kann zum Beispiel die Wundheilung einer Hüftprothese stören&quot;, erläutert Roth. Um so etwas noch schneller finden und behandeln zu können, sollen die Behandlungsabläufe nun optimiert werden.</p> <p>Zu ihrer Klausurtagung haben sich daher die UKL-<a href="http&#58;//oup.uniklinikum-leipzig.de/oup.site%2cpostext%2cendoprothetik-gelenkersatz-orthopaedie.html" rel="ext" target="_blank">Endoprothetiker </a>Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen des Klinikums eingeladen, um gemeinsam mit ihnen zusammen eine erneuerte Checkliste zu erarbeiten und ein Netzwerk zu etablieren.</p> <p>So spricht etwa der Leiter der <a href="http&#58;//mikrobiologie.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Mikrobiologie </a>am UKL, Prof. Arne Rodloff, über Erreger und ihre Bekämpfung durch Antibiotika. <br>Dr. Roberto Frontini, Direktor der <a href="http&#58;//apotheke.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Klinikumsapotheke</a>, und Apotheker Dr. Donald Ranft erläutern medikamentöse Strategien bei einem Infekt und gehen vor allem auf erregerspezifische Medikamente ein, ihre Dosierungen und mögliche Nebenwirkungen. <br>Die Experten der <a href="http&#58;//nuklmed.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Nuklearmedizin </a>um Prof. Osama Sabri erörtern, wie mit Hilfe des PET-CT die Frage geklärt werden kann, ob es im Körper noch andere Orte gibt, wo Entzündungen &quot;schlummern&quot;. <br>Prof. Christoph Lübbert, Leiter des Bereichs <a href="http&#58;//gastroenterologie.uniklinikum-leipzig.de/mk2gastro.site%2cpostext%2cinfektions--und-tropenmedizin.html?PHPSESSID=r556475q555qn60p7dcnl15eh5" rel="ext" target="_blank">Infektions- und Tropenmedizin</a>, beschreibt, welchen Einfluss Ernährung, Rauchen, Diabetes oder Alkohol auf die Wundheilung haben können. <br>Eine Strategie zur Infektionsprophylaxe bei einem Gelenkersatz stellt Prof. Iris Chaberny, Direktorin des <a href="http&#58;//hygiene.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Instituts für Hygiene / Krankenhaushygiene</a>, vor und erörtert Hygienestandards.</p> <p>Von den Vorteilen solch einer vernetzten Suche nach Infektionen und ihrer Behandlung profitieren natürlich in erster Linie die betroffenen Patienten. Diagnosen werden genauer und schneller gestellt, Therapien beginnen früher und können spezieller eingestellt werden. Prof. Roth fasst es zusammen&#58; &quot;Unsere Patienten sollen nicht länger liegen müssen als wirklich nötig.&quot;</p>
Debatte über Versorgung älterer Patienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus<img alt="Logo" src="/presse/PressImages/pic_20170720112034_37bdd55f15.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-06-14T22:00:00ZÄrzte und Pfleger, medizinische und pflegerische Einrichtungen der Region sind am kommenden Sonnabend zur ersten offiziellen Veranstaltung des Zentrums für Arzneimittelsicherheit (ZAMS) unter dem Thema "Ältere Patienten im Fokus – Medikationsmanagement an Schnittstellen geriatrischer Einrichtungen" eingeladen. Wie Dr. Roberto Frontini, Direktor der Krankenhausapotheke des Universitätsklinikums und einer der Direktoren des ZAMS sagt, soll in verschiedenen Vorträgen die Aufmerksamkeit auf die problematischen Schnittstellen von stationärer zu ambulanter Betreuung gelenkt werden. <p>&quot;Der geriatrische Patient wird im Universitätsklinikum behandelt und dann wieder entlassen. Wie seine Betreuung weitergeführt wird - darüber müssen wir uns unterhalten. Klar ist uns allen sicher, dass eine besondere Betreuung nötig ist&quot;, so Dr. Frontini. &quot;In meinem Vortrag werde ich zudem deutlich machen, dass die Krankenhausapotheker auch eine Verantwortung für die Sicherheit des Patienten in allen Teilen des Gesundheitswesens haben. Also&#58; Wenn die Arznei, die im Krankenhaus verordnet wird, so teuer ist, dass es den niedergelassen Arzt in finanzielle Probleme bringt, haben wir nichts gekonnt. Denn dann wird aus der Sicht des Patienten plötzlich die Arznei gewechselt - was ihn und die Angehörigen verunsichert. Wir Krankenhausapotheker müssen also von vornherein Rücksicht nehmen auf die Möglichkeiten der niedergelassenen Ärzte.&quot;</p> <p>Bei der Veranstaltung wird zudem über allgemeine Themen der Arzneimittelsicherheit und über die aktuellen Projekte des ZAMS berichtet. Dabei werden auch praktische Tipps gegeben, die in der Beratung der Patienten unmittelbar angewendet werden können.</p> <p>&#160;</p> <p>Info&#58;</p> <p>Veranstaltung des <a href="/Seiten/zentrum-fuer-arzneimittelsicherheit.aspx" rel="ext" target="_blank">Zentrums für Arzneimittelsicherheit (ZAMS)</a></p> <p>&quot;Ältere Patienten im Fokus - Medikationsmanagement an Schnittstellen geriatrischer Einrichtungen&quot;</p> <p>Sonnabend, 17. Juni, 11 bis 17 Uhr</p> <p>Hörsaal Haus C</p> <p>Medizinisches Forschungszentrum</p> <p>Liebigstr. 21, 04103 Leipzig</p> <p>&#160;</p>
Innovationsfonds fördert Leipziger Ärzte und Apotheker im Projekt KiDSafe2016-12-26T23:00:00ZLeipzig. Die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig und das Zentrum für Arzneimittelsicherheit engagieren sich erfolgreich für die Optimierung der Patientensicherheit in der Arzneimitteltherapie. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern wurden bereits viele arzneimittelbezogene Probleme erkannt und Präventionsstrategien erfolgreich implementiert. Auf diese Weise wurden viele Aspekte der Verordnung und Anwendung von Medikamenten bei Kindern und Jugendlichen verbessert. Leipziger Kinderärzte und Klinische Pharmazeuten wirken nun am aktuell bewilligten bundesweiten Projekt KiDSafe mit, das vom Erlanger Universitätsklinikums initiiert wurde. Hierzu erhält das Leipziger Universitätsklinikum Mittel aus dem Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). <p>Erst vor gut einem Jahr wurde das Zentrum für Arzneimittelsicherheit durch die Universität und das Universitätsklinikum Leipzig gegründet. Klinische Pharmazeuten des Instituts für Pharmazie und der <a href="http&#58;//apotheke.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">Klinikapotheke </a>bringen sich hier in zahlreichen Projekten zur Optimierung der Patientensicherheit in der Arzneimitteltherapie ein. &quot;Von zentraler Bedeutung ist dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern. Der enge Austausch mit den Pflegeberufen sowie Patienten und Angehörigen spielt für uns ebenfalls eine entscheidende Rolle&quot;, erklärt Professor Dr. Thilo Bertsche, Forschungsdirektor am Zentrum. &#160;Ein Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit liegt im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin. &quot;Eine sichere Arzneimitteltherapie mit dem bestmöglichen Nutzen für unsere Patienten ist eines unserer zentralen Anliegen. Von der guten Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern profitieren dabei nicht nur unsere Patienten und ihre Eltern. Sie trägt auch Früchte in der Forschung&quot;, erläutert Professor Dr. Wieland Kiess, Direktor der <a href="http&#58;//kik.uniklinikum-leipzig.de/" rel="ext" target="_blank">UKL-Kinderklinik</a>.</p> <p>In kontrollierten Interventionsstudien in Leipzig erwies die Einbindung des Apothekers in das interdisziplinäre und schnittstellenübergreifende Behandlungsteam als effektiv, um Verordnungs- und Anwendungsfehlern vorzubeugen. Auch Eltern wurden erfolgreich bereits während des stationären Aufenthaltes ihres Kindes in die Arzneimittelhandhabung eingebunden. Privatdozentin Dr. Astrid Bertsche, Oberärztin für das Sozialpädiatrischen Zentrum und Projektleiterin für KiDSafe in der Leipziger Universitätskinderklinik, führt aus, dass auch Kinder und Jugendliche selbst mehr Verantwortung für ihre eigene Arzneimitteltherapie übernehmen können. &quot;Bei der Anwendung von Epilepsiemedikamenten außerhalb der Zulassung wurden Routinedaten ausgewertet und dadurch wichtige Erkenntnisse zur praxisnahen Nutzen-Risiko-Abwägung erhalten&quot;, so Dr. Bertsche. Auch an Erzieher und Lehrer richteten sich Maßnahmen zur Verbesserung der Arzneimittelsicherheit. Die Beratung zur Arzneimittelanwendung ging dabei auch ganz neue Wege, wenn beispielsweise spezielle Puppen eingesetzt werden, um an diesen die Arzneimittelanwendung für Notfallmedikamente zu üben.</p> <p>Diese interdisziplinäre und schnittstellenübergreifende Expertise aus Leipzig soll nun in das bundesweite Projekt KiDSafe eingebracht werden. KiDSafe wurde von der Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Erlangen initiiert und umfasst als Partner renommierte Universitätsklinika, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), die Techniker Krankenkasse, die wissenschaftliche Fach­gesellschaft der Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland (DGKJ) sowie die ABDA - Bundesvereinigung Deut­scher Apothekerverbände. Das Konsortium hat es sich zum Ziel gesetzt, ein digitales Kinderarzneimittel-Informationssystem zusammen mit Qualitätszirkeln in zwölf repräsentativen Kinderkliniken und den zuweisenden Kinderarztpraxen einzuführen. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt zirka sechs Millionen Euro im Rahmen der Entwicklung neuer Ver­sorgungsformen im Gesundheitswesen gefördert und soll im Mai 2017 starten.</p> <p>&#160;</p>

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