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Nierentransplantationen am UKL

​Die Nieren liegen links und rechts von der Wirbelsäule im hinteren Bauchraum.
Die gesunde Niere scheidet Giftstoffe und überflüssiges Wasser aus und hält gleichzeitig viele Stoffe zurück, die der Körper für seinen Energiehaushalt - wie zum Beispiel Glukose - und für die Aufrechterhaltung weiterer Stoffwechselfunktionen braucht.

Hier sind vor allem Eiweiße und Elektrolyte (Natrium, Calcium), aber auch Vitamine zu nennen. Die Niere als Steuerorgan gibt Hormone ins Blut ab, die sie selber produziert oder aktiviert.

Wann kommt eine Nierentransplantation in Frage?

​Bestimmte Krankheiten können die Funktion der Nieren soweit einschränken, dass sie den Organismus nicht mehr richtig versorgen können. Dann kann eine Organtransplantation notwendig werden.

Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn

  • die Nierenerkrankung sehr weit fortgeschritten ist und eine Dialyse kurz bevorsteht
  • der Patient bereits zur Dialyse muss
  • keine Gründe bekannt sind, die gegen eine Nierentransplantation sprechen.

Was spricht gegen eine Nierentransplantation?

​Zu den Gründen, die gegen eine Nierentransplantation sprechen, gehören unter anderen

  • biologisches Alter
  • nicht heilbare bösartige Erkrankungen
  • schwerwiegende zusätzliche Erkrankungen, die ein lebensbedrohliches Risiko für die Transplantation darstellen, zum Beispiel schwere Herz-, Gefäß-, Lungen- oder Lebererkrankungen

Betreuung vor und nach einer Nierentransplantation

​Am UKL werden Patienten, die auf der Warteliste für eine Spenderniere stehen, vor und nach der Transplantation in der interdisziplinären Transplantationsambulanz betreut.

Sprechzeiten und Kontakt zur Interdisziplinären Ambulanz 

Für Patienten, die bereits eine neue Niere erhalten haben, haben wir einen Leitfaden für das Leben mit einem transplantierten Organ zusammengestellt.

Verschiedene Arten einer Nierentransplantation

​Bei der Nierentransplantation bekommt der Empfänger bei einem chirurgischen Eingriff die Niere eines Spenders eingepflanzt. Dabei werden in der Regel die beiden geschädigten eigenen Nieren des Empfängers nicht entnommen, sondern verbleiben im Körper. Die Spenderniere wird also zusätzlich in das kleine Becken des Empfängers übertragen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine gespendete Niere zu erhalten:

  • Die Niere wird einem Spender, der hirntot ist und sich vor seinem Tod bereit erklärt hat, seine Organe für die Medizin zu spenden, entnommen. Liegt kein Organspende-Ausweis vor, entscheiden die Angehörigen im Sinne des mutmaßlichen Willens des Verstorbenen.
  • Eine zweite Variante ist die Nieren-Lebendspende. Bei der Nieren-Lebendtransplantation ist ein gesunder Spender (Ehegatten, Verwandte oder emotional nahestehende Personen) auf freiwilliger Basis bereit, eine seiner beiden Nieren zu spenden. Dies darf jedoch erst nach strenger nach strenger medizinischer und psychologischer Evaluation und Zustimmung der Lebendspendekommission der Landesärztekammer Sachsen erfolgen.

Bei der Nieren-Lebendtransplantation erklärt sich ein gesunder Spender freiwillig bereit, eine seiner beiden Nieren zu spenden. Diese Transplantationsmethode bietet den Vorteil, dass die Operation planbar wird und für Patienten und Empfänger in einer optimalen Zeitspanne durchgeführt werden kann.

Mehr Informationen zur Lebendspende von Organen

Interdisziplinäre Teams und Acht-Augen-Prinzip

​Die Transplantationen werden am UKL vom Bereich hepatobiliäre Chirurgie und viszerale Transplantation der Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie vorgenommen. Interdisziplinäre Teams kümmern sich bei der Einpflanzung der lebensrettenden Spenderorgane um die Patienten. Und auch schon vor dem Eingriff, bei der Entscheidung, ob ein Patient auf die Warteliste bei Eurotransplant gesetzt werden soll, arbeiten die Leipziger Mediziner fachübergreifend zusammen.

Nach dem Acht-Augen-Prinzip sitzen in der Transplantationskonferenz neben den direkt an der Transplantation beteiligten Disziplinen jeweils auch ein Vertreter des Medizinischen Vorstands sowie ein Vertreter eines Fachgebiets, das nicht direkt an der Transplantation beteiligt ist.

Liebigstraße 20, Haus 4
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 17271 (Leber)
Niere / Pankreas:
0341 - 97 17270
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