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Pressemitteilungen

 

 

„Ich bin optimistisch, dass ich es bis zu dem Tag schaffen werde, an dem ein neues Organ für mich da sein wird“<img alt="Stefan Breidung wartet seit drei Jahren auf eine neue Niere. In Behandlung ist er bei Dr. Anette Bachmann vom UKL- Transplantationszentrum." src="/presse/PressImages/pic_20190531144926_5f1e8fb36c.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-05-30T22:00:00ZLeipzig. Zum bundesweiten Tag der Organspende am 1. Juni stehen der Dank an Organspender und die Schicksale der Menschen im Mittelpunkt, denen ein neues Leben geschenkt wurde oder die noch darauf hoffen. Im letzten Jahr standen in Deutschland 955 Organspendern 9400 Menschen gegenüber, die auf ein Organ warteten. 189 von ihnen stehen auf der Warteliste für eine Nierentransplantation am Transplantationszentrum des Universitätsklinikums Leipzig. Einer davon ist Stefan Breidung. Der 49-Jährige, der als technischer Leiter bei DHL HUB Leipzig arbeitet, wartet seit drei Jahren auf eine neue Niere. <p><strong>Frage&#58; Herr Breidung, wie geht es Ihnen?</strong></p> <p>Heute ganz gut, ich habe die Dialyse gut vertragen. Es gibt da sehr unterschiedliche Tage, und nicht immer steckt man diese fünf Stunden so einfach weg. Aber insgesamt fühle ich mich auch jetzt, nach der Umstellung von der Heimdialyse auf eine Blutreinigung hier im Zentrum am UKL, gut. Ich kann weiterhin arbeiten, auch dank der Unterstützung meines Arbeitgebers, und ich kann weiterhin Sport treiben. Das ist wichtig für mich, damit ich den Durchhaltewillen nicht verliere - ich weiss ja, dass vermutlich noch fünf Jahre Wartezeit vor mir liegen.</p> <p><strong>Das ist noch eine sehr lange Zeit.</strong></p> <p>Ja, aber ich konnte mich darauf einstellen. Ich bin schon sehr lange am Universitätsklinikum Leipzig bei <a href="/einrichtungen/transplantationszentrum" rel="ext" target="_blank">Dr. Anette Bachmann</a> in Behandlung, da konnte ein sehr gutes Vertrauensverhältnis wachsen. Und als deutlich wurde, dass meine erkrankten Nieren ihre Funktion verlieren, wurde ich von ihr gut beraten, was jetzt auf mich zukommt. Ich bin sehr optimistisch, dass ich es mit der Dialyse schaffen werde bis zu dem Tag, an dem ein neues Organ für mich da sein wird. Bis dahin gilt meine Devise &quot;Bleibe Meister deines Lebens&quot;. Ich musste eben lernen, mit meinem Handicap zu leben.</p> <p><strong>Was heißt das denn genau?</strong></p> <p>Ich habe meinen Alltag so organisiert, dass ich trotz der dreimal fünf Stunden Dialyse pro Woche voll arbeiten kann. Dass geht natürlich deshalb gut, weil mein Arbeitgeber und mein Arbeitsbereich mir die Flexibilität geben, meinen eigenen Arbeitsrhythmus zu finden. Außerdem nutze ich auch einen Großteil der Stunden im Dialysezentrum, um zu arbeiten. Als Mitglied im Verein TransDia e.V. für Transplantierte und Dialysepatienten habe ich auch einen neuen Ort gefunden, an dem ich meine Sportbegeisterung weiter ausleben kann. Bei der aktuellen deutschen Meisterschaft am 31. Mai in Murr starte ich in Golf, Weitsprung und Ballweitwurf.<br>Für mich ist es wichtig, dass ich fit bleibe, auch, damit ich die kommenden Jahre gut überbrücken und in einer guten körperlichen Verfassung in meine Transplantation gehen kann.</p> <p><strong>Was denken Sie über die aktuellen Diskussionen zum Thema Organspende?</strong></p> <p>Ich bin sehr begeistert über die aktuellen Initiativen, weil sich damit jetzt etwas tut. Ich hoffe, dass sich die Entwicklung in Richtung einer Widerspruchslösung bewegt, damit wir es schaffen, die großen Hürden abzubauen, die derzeit die Organspende schwierig machen. Ich denke, mit der Widerspruchslösung erreichen wir mehr Menschen, die zwar dem Thema grundsätzlich positiv gegenüber stehen, aber es nicht schaffen, sich aktiv um einen Organspendeausweis zu kümmern.<br>Ich kann gut nachvollziehen, dass die Entscheidung für eine Organspende keine leichte ist. Als Betroffener hofft man aber natürlich, dass es viele Menschen gibt, die sich für die Spende eines Organs nach ihrem Tod entscheiden.</p>
UKL-Chirurgen transplantieren 1000. Niere<img alt="Brigitte Stock wurde am Universitätsklinikum Leipzig eine Niere transplantiert - als 1000. Patientin seit Beginn des Transplantationsprogramms vor 26 Jahren." src="/presse/PressImages/pic_20190515082932_81f29a9985.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-05-14T22:00:00ZLeipzig. An ihrem 2. Geburtstag war Brigitte Stock 70 Jahre alt: Am 21. Februar erhielt die Rentnerin am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) eine neue Niere – als 1000. Patientin seit Beginn des sächsischen Transplantationsprogramms am Leipziger Transplantationszentrum. In diesem Jahr war sie eine von bisher 15 Patienten. Damit wurden in den vergangenen etwas mehr als 25 Jahren 1007 Nieren und 1043 Lebern am UKL transplantiert. <p>Im September 2018 wurde Brigitte Stock für eine Transplantation gelistet, schon wenige Monate später folgten das Organangebot und eine erfolgreiche Transplantation. Da lagen bereits sechs Jahre Dialyse hinter der Leipzigerin, die seit vielen Jahren an einer fortschreitenden Nierenfunktionsstörung litt. Durch die Erkrankung hatte sie bereits eine Niere verloren, 2013 musste auch die verbliebene Niere mit einer Dialyse unterstützt werden. &quot;Deshalb ging dann Anfang dieses Jahres auch alles so schnell&quot;, erklärte Prof. Daniel Seehofer, Leiter des <a href="/einrichtungen/transplantationszentrum" rel="ext" target="_blank">Transplantationszentrums am Universitätsklinikum Leipzig</a>. &quot;Die lange Zeit der Dialyse - in diesem Falle sechs Jahre - wird bei der Meldung als Wartezeit anerkannt&quot;, so Seehofer. Zudem nahm Brigitte Stock am Senioren-Programm von Eurotransplant teil, was bedeutet, dass die Empfänger aufgrund ihres hohen Alters bevorzugt Organe älterer Spender ab 65 Jahren erhalten. &quot;Das erhöht die Chancen auf ein Spenderorgan für die älteren Patienten&quot;, erläutert Transplantationschirurg Seehofer.</p> <p>Für Brigitte Stock war das ein glücklicher Umstand - nachdem sie schon die Dialyse zuhause durchführen konnte und so nur wenig Einschränkungen hatte, kam dann auch sehr schnell eine Transplantation zustande. &quot;Mir ging es vorher eigentlich nicht wirklich schlecht&quot;, sagt die Leipzigerin. So konnte sie bei gutem Gesundheitszustand transplantiert werden - ein enormer Vorteil, so Seehofer. &quot;Sind die Patienten weitgehend fit, verbessert das natürlich die Erfolgschancen des aufwendigen Eingriffs&quot;, führt er aus. &quot;Deshalb würden wir uns auch wünschen, mehr Patienten bei guter gesundheitlicher Verfassung transplantieren zu können.&quot; Dem steht aber nach wie vor das Fehlen von Spendenorganen entgegen. Obwohl viele Menschen dem Thema gegenüber aufgeschlossen sind, entscheiden sich doch nur sehr wenige bewusst dafür, nach dem Tod Organe an Erkrankte zu spenden. <br>Auch Brigitte Stock hatte sich vorher mit dem Thema wenig befasst. &quot;Ich schiebe Schwieriges gern von mir weg&quot;, erklärt sie. Dennoch ist sie nun froh, dass ein Mensch sich entschieden hat, ihr mit seiner Nierenspende weitere Jahre zu schenken. Jetzt hat sie bereits die anschließende Reha-Behandlung abgeschlossen und muss nur noch alle paar Wochen in die Transplantationsambulanz am UKL zur Kontrolluntersuchung. &quot;Eine sehr gute Entwicklung, über die ich mich sehr freue&quot;, zeigt sich Prof. Seehofer zufrieden.</p>
UKL informiert zum 25. Jubiläum des Transplantationszentrums mit Infowoche über Organspende<img alt="Gaben gestern gemeinsam den Startschuss für die aktuelle Informationswoche Organspende am Universitätsklinikum Leipzig&#58; Prof. Daniel Seehofer, Leiter des Transplantationszentrums, Karl-Heinz Tunsch, vor 25 Jahren erster lebertransplantierter Patient am UKL, Michael Trischan alias Hans-Peter Brenner aus &quot;In aller Freundschaft&quot; und Prof.Thomas Berg, Leiter der Hepatologie am UKL (v.l.n.r.) ," src="/presse/PressImages/pic_20181213084856_f24bb08a57.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-12-12T23:00:00ZLeipzig. Auf den Tag genau 25 Jahre nach der ersten Lebertransplantation am Universitätsklinikum Leipzig startete das UKL am 12. Dezember eine Informationswoche zum Thema Organspende. Zu deren Auftakt erhielten die Transplantationsmediziner Unterstützung durch den ersten Patienten, der am UKL eine Lebertransplantation erhalten hat, und von Michael Trischan alias Hans-Peter Brenner aus der MDR-"Sachsenklinik". <p>Vor 25 Jahren kam Karl-Heinz Tunsch als schwerkranker Patient ins Universitätsklinikum Leipzig. Seine letzte Chance war eine Lebertransplantation. Der 12. Dezember 1993 wurde für ihn zu seinem zweiten Geburtstag - an diesem Tag erhielt er als erster Patient am neugegründeten Leipziger Transplantationszentrum eine neue Leber. Heute kommt der 66-Jährige als Besucher ans UKL, auf den Spuren seiner &quot;Wiedergeburt&quot;. Zum einen, um sich dankbar zu erinnern, und zum anderen, um die Transplantationsmediziner dabei zu unterstützen, für die Organspende zu sensibilisieren. Dazu startete das Universitätsklinikum Leipzig jetzt am Jahrestag der ersten Lebertransplantation eine Informationswoche zur Organspende. Ziel der Aktion&#58; Mehr Menschen über das Thema Transplantation und die dafür notwendige Spende eines Organs zu informieren und Ängste und Befürchtungen zu entkräften. Dazu stehen ab heute bis zum 19. Dezember im Eingangsbereich des Universitätsklinikums Leipzig Ärzte und Mitarbeiter des Transplantationszentrums als Ansprechpartner bereit, um Fragen zu beantworten und aufzuklären.<br><br>Denn 25 Jahre nach dem Beginn des Transplantationsprogramms in Leipzig sehen sich auch hier die Mediziner mit dem immer größer werdenden Problem des Organmangels konfrontiert. &quot;Wir begrüßen daher sehr die aktuelle politische Diskussion über die Frage, wie die Organspende in Deutschland gesetzlich geregelt werden soll&quot;, erklärt dazu Prof. Daniel Seehofer, Leiter des UKL-Transplantationszentrums. 1029 Lebern konnten die Leipziger Transplantationsmediziner inzwischen übertragen, 1029 Menschen neue Hoffnung geben. Aber zu oft kam die Hilfe, auf die derzeit 138 Menschen auf der Leipziger Transplantations-Warteliste warten, zu spät.<br><br>&quot;Was wir sehen, ist die Not unserer Patienten. Wir würden gern mehr und früher helfen können, um möglichst vielen weitere glückliche Lebensjahre zu ermöglichen&quot;, ergänzt Prof. Thomas Berg, Leiter des Bereichs Hepatologie. So wie Karl-Heinz Tunsch, der mit seiner neuen Leber schon 25 weitere Jahre erleben durfte. &quot;Das ist etwas sehr Besonderes und ein großes Geschenk, das ich von einem unbekannten Spender erhalten habe und für das ich dessen Angehörigen, die der Organentnahme zugestimmt haben, von Herzen dankbar bin&quot;, so Tunsch. &quot;Dessen bin ich mir seit meiner Operation jeden Tag bewusst.&quot; Auch deshalb unterstützt er jetzt das Universitätsklinikum Leipzig bei dessen Informationskampagne zur Organspende, indem er für einen lebensgroßen Aufsteller &quot;Pate&quot; stand. Auf diese Weise wird Tunsch, zusammen mit anderen transplantierten Patienten, künftig am Transplantationszentrum und bei Aktionen als Botschafter für die Bedeutung der Organspende &quot;einstehen&quot;.</p> <p>Ebenfalls als Botschafter unterstützt die Aktion Michael Trischan, bekannt als Hans-Peter Brenner aus der MDR-Serie &quot;In aller Freundschaft&quot;. Er füllte zum Aktionsstart publikumswirksam einen überdimensionalen Organspenderausweis aus. &quot;Ich bin schon seit vielen Jahren überzeugter Befürworter der Organspende und habe selbst einen Ausweis. Als gelernter Krankenpfleger weiß ich um das Leid der Patienten, die dringend ein Organ brauchen und lange Wartezeiten erleben müssen&quot;, so Michael Trischan. &quot;Deshalb unterstütze ich gern die Initiative der Leipziger Transplantationsmediziner.&quot;</p> <p>Das Transplantationszentrum am Universitätsklinikum Leipzig wurde 1993 gegründet. In den zurückliegenden 25 Jahren wurden hier 1029 Lebern und 991 Nieren transplantiert. Aktuell stehen 138 Menschen auf der Warteliste für ein neues Organ. Bisher erhielten am Universitätsklinikum Leipzig in diesem Jahr 54 Patienten eine neue Leber und 40 eine neue Niere. In 16 Fällen erfolgte die Nierentransplantation dabei als Lebendspende.</p> <p>I<strong>nformationswoche Organspende am Universitätsklinikum Leipzig<br></strong><br>12. Dezember 2018 bis 19.Dezember 2018<br>Foyer am Haupteingang und Eingangsbereich Hörsaal<br>Universitätsklinikum Leipzig, Haus 4<br>Liebigstraße 20</p> <p>&#160;</p>
Zwei Organe für die Ehefrau<img alt="Staatsministerin Barbara Klepsch traf bei ihrem Besuch des Transplantationszentrums am UKL Simone und Andreas Freude (2.u.3.v.li.), Spender und Empfänger zweier Organe." src="/presse/PressImages/pic_20180606152151_887d8d5e65.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2018-06-05T22:00:00ZLeipzig. Simone Freude ist ihrem Mann auf besondere Weise verbunden: Sie lebt dank seiner Niere und seiner Leber. Andreas Freude wurde für seine Frau zum zweifachen Organspender. Gemeinsam trafen sie zum Tag der Organspende am Universitätsklinikum Leipzig Ministerin Barbara Klepsch. Die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz informierte sich am 6. Juni über die Arbeit des Transplantationszentrums am Universitätsklinikum Leipzig, das in diesem Jahr sein 25. Jubiläum begeht. <p>Erst vor kurzem konnte das Team des <a title="Transplantationszentrum" href="/Seiten/transplantationszentrum.aspx" rel="ext" target="_blank">Transplantationszentrums </a>einen Meilenstein verzeichnen&#58; die Transplantation der 1000. Leber seit Beginn des Leipziger Transplantationsprogramms. 1993 wurden am Universitätsklinikum Leipzig erstmals Nieren, Lebern und Bauchspeicheldrüsen transplantiert. Seitdem erhielten 1972 Menschen ein neues Organ und damit Hoffnung und ein neues Leben.<br><br>So wie Simone Freude, die zweimal transplantiert wurde. Die 51-Jährige litt an einer angeborenen Erkrankung, die zuerst die Nieren und dann auch die Leber angegriffen und zerstört hat. Viele Jahre lebte die Dresdnerin damit, bevor ihr Zustand sich 2013 rapide verschlechterte und eine Niere entfernt werden musste. Eine Nierentransplantation wurde notwendig. Bei der Suche nach einem geeigneten Spender kam auch ihr Mann in Betracht, obwohl er eine andere Blutgruppe hatte. Andreas Freude musste nicht lange überlegen, und so erhielt seine Frau 2014 am Uniklinikum in Dresden seine Niere im Rahmen einer blutgruppen-inkompatiblen Lebendspende.<br><br>2017 verschlechterte sich dann aber die Funktion der angegriffenen Leber immer mehr. &quot;Die Schmerzen wurden immer schlimmer&quot;, erinnert sich Simone Freude. Im Urlaub in Österreich ging dann nichts mehr, nach der vorzeitigen Rückreise kam sie direkt ins Krankenhaus und wurde von dort mit Organversagen nach Leipzig verlegt. Hier wurde ihr Zustand stabilisiert, um eine Transplantation zu ermöglichen. Wieder war ihr Mann als möglicher Organspender eine Option, und wieder traf Andreas Freude die gleiche Entscheidung - er spendete 2017 im Leipziger Universitätsklinikum seiner Frau ein Stück seiner Leber und rettete so ihr Leben. &quot;Natürlich habe ich das gemacht&quot;, sagt der 53-Jährige. &quot;Es wurde ja auch höchste Zeit, ihr Zustand war so kritisch. Diesen Moment muss ich nicht noch einmal erleben.&quot; Simone Freude erholte sich, auch Andreas Freude verkraftete den erneuten Eingriff sehr gut.<br><br>Was bleibt, ist die Angst, dass wieder etwas passiert, und vieles, was noch verarbeitet werden muss, erzählt Simone Freude beim Treffen mit Ministerin Klepsch. Diese traf das Dresdner Ehepaar bei ihrem Besuch am UKL, bei dem sie sich über die wichtige Arbeit des Transplantationszentrums informierte. Im Gespräch mit dem Team des Zentrums berichteten ihr die Ärzte und Koordinatoren von ihrer schwierigen täglichen Aufgabe. &quot;Wir sehen unsere todkranken Patienten und wissen, dass wir angesichts des Organmangels nicht allen werden helfen können&quot;, konstatiert Prof. Daniel Seehofer, Leiter des Zentrums. Seehofer plädiert dafür, dass mehr Menschen sich mit dem Thema Organspende auseinandersetzen und für sich eine klare Entscheidung treffen. &quot;Wichtig ist, sich damit zu beschäftigen und Angehörige mit dieser Frage im Ernstfall nicht allein zu lassen&quot;, so der Chirurg. Das vereinfache die oft unter hohem Zeitdruck zu treffenden Entscheidungen, ob jemand als Organspender in Frage kommt oder nicht. Natürlich wünscht sich der Transplantationschirurg, dass das Votum häufiger für eine Organspende ausfällt. &quot;Wir können unseren Patienten nur helfen, wenn ein anderer Mensch bereit ist, dafür zum Spender zu werden&quot;, so Seehofer.</p> <p>Ministerin Barbara Klepsch zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Leipziger Transplantationsmediziner und betonte ebenfalls die Wichtigkeit der Organspende.<br>&quot;Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Leipziger Transplantationszentrums, die mit ihrer Arbeit seit 25 Jahren hunderten schwerkranken Patienten mit einer Transplantation helfen und deren Leben retten konnten. Viele Patienten empfinden die Transplantation als Beginn eines zweiten, eines geschenkten Lebens und sind ihren Organspendern sehr dankbar&quot;, sagte Ministerin Klepsch.<br>&quot;Wir müssen stärker über das Thema Organspende reden. Jeder kann in die Situation kommen, auf ein Spenderorgan angewiesen zu sein. Bedauerlicherweise aber sinkt bundesweit seit Jahren die Zahl der Organspender. Es ist wichtig, dass jeder für sich eine Position dazu bezieht und selbstbestimmt eine Entscheidung trifft&quot;, so Klepsch weiter.</p> <p>Im Fall von Simone und Andreas Freude war die Entscheidung sicher einfacher, denn hier kam eine Lebendspende in Frage. Dennoch hoffen auch die Freudes darauf, dass sich künftig mehr Menschen für einen ähnlichen Schritt entscheiden. &quot;Unser Sohn hat meine Erkrankung geerbt&quot;, erzählt Simone Freude. Noch gehe es ihm gut. &quot;Wenn es dann aber so weit sein sollte, hoffen wir sehr, dass es auch für ihn einen Spender geben wird.&quot;</p> <p><strong>Hintergrund</strong><br>Transplantationszentrum am Universitätsklinikum Leipzig</p> <p>Am 21. Oktober 1993 wurde am UKL die erste Niere transplantiert, am 12. Dezember des gleichen Jahres dann die erste Leber.<br>Knapp 25 Jahre später, am 6. Mai 2018, übertrugen die Transplantationschirurgen zum 1000. Mal eine Leber. 972 Nieren wurden seit 1993 transplantiert, allein im letzten Jahr 43 Lebern und 29 Nieren. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres waren es 26 Leber- und 21 Nieren-Transplantationen. Auf der Warteliste stehen 56 Menschen, die eine Leberspende benötigen, und 175, die eine Nierenspende brauchen.<br>Am Universitätsklinikum Leipzig werden außer Lebern und Nieren auch Bauchspeicheldrüsen transplantiert, Lungentransplantationen erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Herzzentrum, wo auch Herzen transplantiert werden.</p> <p>&#160;</p>
UKL-Laborexperten laden zum Austausch über Neuerungen bei Transplantationsdiagnostik2017-03-15T23:00:00ZLeipzig. Das HLA-Labor am Universitätsklinikum Leipzig ist Gastgeber des diesjährigen Eurotransplant-Meetings der europäischen Transplantationslabore. Etwa 70 Teilnehmer aus acht Ländern werden sich am 17. März in Leipzig treffen, um sich über Neuerungen bei der labormedizinischen Diagnostik bei Organtransplantationen auszutauschen. <p>Zu dem jährlich an wechselnden Standorten stattfindenden Meeting treffen sich Vertreter von insgesamt 45 Laboratorien aus den an Eurotransplant (Vermittlungsstelle für alle postmortalen Organe) teilnehmenden Ländern. Davon befinden sich 25 in Deutschland, seit September 2014 gehört auch das Gewebetypisierungslabor (HLA-Labor) des <a href="http&#58;//blutbank.uniklinikum-leipzig.de/blutbank2012.site%2cpostext%2cstartseite.html" rel="ext" target="_blank">Instituts für Transfusionsmedizin </a>des Universitätsklinikums Leipzig dazu. Hier werden die Patientendaten von Organempfängern und -spendern erfasst und mit Blick auf das Immunsystem analysiert. Ziel ist es, eine größtmögliche Passgenauigkeit sicherzustellen, um Abstoßungen der transplantierten Organe durch das Immunsystem des Empfängers zu verhindern. &#160;</p> <p>Leipzig ist erstmals Gastgeber des Expertentreffens. &quot;Wir freuen uns sehr, dass wir uns in der kurzen Zeit seit der Zertifizierung so im Kreis der Kollegen etablieren konnten&quot;, sagt Dr. Claudia Lehmann, Leiterin des HLA-Labors und gemeinsam mit Prof. Frans Claas vom Eurotransplant-Referenzlabor Gastgeberin des Meetings.</p> <p>Ein Thema des Treffens ist die Einführung eines neuen Eurotransplant-Laborinformationssystems für die Erfassung der Patienten- und Spenderdaten. Zudem wird Prof. Daniel Seehofer, Leiter des <a href="/r-transplantationszentrum-a-6359.html" rel="ext" target="_blank">UKL-Transplantationszentrums</a>, von den Erfahrungen aus 20 Jahren Lebertransplantation berichten.&#160;</p> <p>&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p> <p>&#160;</p>

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