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Pressemitteilungen

 

 

Zahl der Lebend-Organ-Spenden am UKL auf HöchststandUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Damit haben die Lebendspenden am UKL <img alt="Prof. Daniel Seehofer (hinten links) und Oberärztin Dr. Katalin Dittrich freuen sich, dass es der vierjährigen Lea und ihrer Mutter nach der erfolgreichen Transplantation der mütterlichen Niere gut geht." src="/presse/PressImages/20250528-L-UKL-Organspende-15368-683eb6351365e.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-06-03T22:00:00ZLeipzig. 13 Lebendspenden einer Niere wurden bis zum 22. Mai dieses Jahres am Universitätsklinikum Leipzig durchgeführt. 13 Menschen entschieden sich, für einen ihnen nahe Stehenden das Kostbarste zu geben, was wir haben: ein Organ. Damit haben die Lebendspenden am UKL aktuell einen Höchststand erreicht – im letzten Jahr erfolgten 13 Lebendspenden in zwölf Monaten.<p>„Wir haben damit eine sehr hohe Zahl an Lebendspenden erreicht. So viele wie in den zurückliegenden Monaten waren es innerhalb einer vergleichbaren Zeit noch nie“, sagt Prof. Daniel Seehofer, Leiter des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/transplantationszentrum">Transplantationszentrums am Universitätsklinikum Leipzig</a>.<br><br>Die Ursachen können vielfältig sein, von einer zufällig besonders großen Zahl passender möglicher Spender&#58;innen bis hin zu einer gestiegenen Bereitschaft für einen solchen Eingriff. Exakt prüfen lasse sich dies nicht. „Dennoch ist stark davon auszugehen, dass auch der anhaltende Mangel an Spenderorganen dazu beiträgt, dass immer häufiger eine Lebendspende in Betracht gezogen wird“, so Prof. Seehofer.<br><br>Wie bei einer der letzten Transplantationen am UKL&#58; Der vierjährigen Lea wurde am 21. Mai eine von ihrer Mutter gespendete Niere transplantiert. Lea war seit ihrem zweiten Lebensjahr auf eine Blutwäsche (Dialyse) angewiesen, genauso lange stand sie auf der Warteliste. Da es ihr in dieser Zeit weiterhin schlecht ging, entschied sich die Mutter für den großen Schritt. Beiden geht es nach der Operation gut, Leas neue Niere hat ihre Arbeit aufgenommen. Die Zeichen stehen gut, dass das Mädchen aus dem Erzgebirge nun eine fast ganz normale Kindheit erleben darf.<br><br>So wie zwei weitere Kinder, die fast zeitgleich mit Lea am UKL eine neue Niere erhalten haben. Sie gehören zu den insgesamt 54 Patient&#58;innen, die seit Jahresanfang am UKL transplantiert wurden, 19 von ihnen mit einer neuen Leber, einer mit einer Bauchspeicheldrüse und 31 mit einer neuen Niere. Zudem wurden gemeinsam mit dem Herzzentrum Leipzig drei Lungen transplantiert.<br><br>Dem stehen 260 Menschen gegenüber, die auf der Warteliste auf eine Transplantation warten. „Wir sind mit unseren Patient&#58;innen zusammen dankbar für jeden, der sich für eine Organspende entscheidet – nach seinem Tod oder zu Lebzeiten“ so Seehofer. Für letztes gelten aber strenge Auflagen. „So sehr es den Kranken hilft, wenn ihnen Angehörige ein Organ spenden – die Gesundheit der Spender&#58;innen steht im Vordergrund und darf dadurch nicht gefährdet werden“, betont der Transplantatationschirurg. Die Lebendspende ist daher nur eine Notlösung – aber die Not ist leider groß. Seehofer&#58; „Wir appellieren weiterhin an alle, sich mit dem Thema zu beschäftigen und eine bewusste Entscheidung über die Frage einer Organspende zu treffen“.</p><p>&#160;</p><p><strong>Infostand auf dem Stadtfest</strong><br><br>Gelegenheit dazu gibt es auch in diesem Jahr wieder auf dem <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//www.leipzig.de/freizeit-kultur-und-tourismus/veranstaltungen-und-termine/eventsingle/event/leipziger-stadtfest-2025">Leipziger Stadtfest</a> vom 6. bis zum 9. Juni&#58; Das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/">Universitätsklinikum Leipzig </a>ist erneut mit einem Informationsstand auf dem Augustusplatz vertreten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich hier über das wichtige Thema Organspende zu informieren und ihre Fragen direkt an Fachexperten zu richten. Wer sich entscheidet, kann vor Ort einen persönlichen Organspende-Ausweis ausdrucken lassen – unkompliziert und kostenfrei.<br><br>Das UKL wird dabei unterstützt von einem breiten Netzwerk engagierter Partner – darunter die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/transplantationsbeauftragte/studentische-initiative-„aufklärung-organspende">studentische Initiative „Aufklärung Organspende“ (AOS)</a>, das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//lebertransplantation.eu/netzwerk-spenderfamilien">Netzwerk der Spenderfamilien</a>, die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//gewebenetzwerk.de/">Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG)</a>, die <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//dso.de/">Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO)</a>, der <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="https&#58;//lebertransplantation.eu/home">Verein Lebertransplantierte Deutschland e. V.</a> sowie das <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/transplantationsbeauftragte/Seiten/aktuelles.aspx">Netzwerk der Transplantationsbeauftragten Ost</a>.<br><br><strong>6. bis 9. Juni 2025</strong><br><br><strong>Leipziger Stadtfest</strong></p><p>Infostand auf dem Augustusplatz</p>
Von Frankenstein zu Franken“schwein“?&nbsp;Universitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Um diese Lücke zu schließen, suchen <img alt="Referent der Veranstaltung ist Prof. Daniel Seehofer, geschäftsführender Direktor der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie am UKL" src="/presse/PressImages/MfJ-67e3d79e43630.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2025-03-25T23:00:00ZLeipzig. Dank Organspende haben in Deutschland im vergangenen Jahr 2.902 schwer kranke Patient:innen die Chance auf ein besseres Leben oder ein Weiterleben bekommen. Dem gegenüber stehen 953 Menschen, die nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation 2024 nach ihrem Tod ihre Organe gespendet haben. Der tatsächliche Bedarf an neuen Nieren, Lebern, Herzen oder Lungen ist dabei fast dreimal so groß, denn aktuell stehen mehr als 8.200 Männer, Frauen und Kinder auf der Warteliste. Um diese Lücke zu schließen, suchen Expert:innen weltweit nach alternativen Lösungen und klären über das Thema Organspende und Transplantation auf. Letzteres ist Anliegen des Vortrags von Prof. Dr. med. Daniel Seehofer, geschäftsführender Direktor der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL), in der Reihe „Medizin für Jedermann“.<p style="text-align&#58;justify;">​Die Geschichte der modernen europäischen Transplantationsmedizin beginnt im 19. Jahrhundert. Seitdem hat sie sich zu einer Routineangelegenheit mit sehr guten Ergebnissen entwickelt. „Man kann mit einer gespendeten Niere oder einer gespendeten Leber mittlerweile über viele Jahre hinweg ein fast normales Leben führen,“ erklärt Prof. Daniel Seehofer. Das setze voraus, dass die betroffenen Patient&#58;innen frühzeitig transplantiert werden, so der Spezialist für Leberchirurgie weiter. Der Mangel an Organen allerdings zwinge Betroffene zu immer längeren Wartezeiten – mit teils fatalen Folgen. „Je kränker man in eine OP geht, desto schlechter ist das postoperative Ergebnis. Es ist immer noch gut bzw. besser, als kein neues Herz oder keine neue Leber zu bekommen, aber eben nicht optimal.“</p><p style="text-align&#58;justify;">Um den Organmangel auszugleichen und insbesondere denjenigen Patient&#58;innen zu helfen, für die es keine technischen Lösungen wie Blutwäsche gibt, nehmen Wissenschaftler&#58;innen zunehmend Tiere in den Blick. „In den letzten Jahren sind dabei die Schweine in den Fokus gerückt,“ sagt Prof. Daniel Seehofer, „weil sie von ihrer Physiologie und der Größe ihrer Organe dem Menschen am nächsten sind.“ Anders sieht es auf immunologischer Ebene aus&#58; Hier sorgt eine natürliche Barriere zwischen Mensch und Tier normalerweise für eine schnelle Abstoßungsreaktion. Werden die Schweine vor ihrem Einsatz allerdings genetisch verändert, verringert sich dieses Risiko, wie das Beispiel einer Frau aus den USA beweist&#58; Towana Looney lebt seit mehr als drei Monaten mit der Niere eines Schweins – länger als jede&#58;r andere auf diese Weise Transplantierte vor ihr.</p><p style="text-align&#58;justify;">Ein passendes Organ für ihre Patient&#58;innen zu finden, ist allerdings nur ein Teil der Aufgabe von Spezialist&#58;innen wie denen des <a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/einrichtungen/transplantationszentrum">Transplantationszentrums des UKL</a>. Daneben gilt es, zahlreiche andere Fragen zu klären – medizinische ebenso wie ethisch-rechtliche. Eine erfolgreiche Operation hängt zudem von ganz praktischen Entscheidungen wie der Art und Weise der Entnahme, der Aufbewahrung und des Transports der zu transplantierenden Organe ab. Wie es gelingt, sie an anderer Stelle wieder zur Funktion zu bringen? Auch darüber wird Prof. Daniel Seehofer in seinem Vortrag sprechen.</p><p style="text-align&#58;justify;">&#160;</p><p style="text-align&#58;justify;">Medizin für Jedermann</p><p style="text-align&#58;justify;"><strong>Transplantation und Organspende&#58; Gegenwart und Zukunft der Organtransplantation&#58; von Frankenstein zu Franken“schwein“?</strong></p><p>Donnerstag, 3. April 2024</p><p>18&#58;30 Uhr - 19&#58;45 Uhr</p><p>Hörsaal Haus 4</p><p>&#160;</p><p><a target="_blank" rel="noopener noreferrer" href="/_layouts/15/FIXUPREDIRECT.ASPX?WebId=945511b5-f8fd-40fd-ae86-3813a610cf6f&amp;TermSetId=35c1bf94-2419-412b-b541-f63b8fc9126b&amp;TermId=7d6015d5-d0c4-46ad-9366-ffdfe3b14a87">www.uniklinikum-leipzig.de/mfj</a></p><p>&#160;</p><p>&#160;</p>
Organspende oder nicht: Zu Lebzeiten selbst eine Entscheidung treffen und nicht später Angehörigen überlassenUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Mai bis 2. Juni mit Stand auf <img alt="Auch 2023 waren das Leipziger Universitätsklinikum und Partnerorganisationen auf dem Stadtfest vertreten – für Aufklärung über das Thema Organspende braucht es jede Gelegenheit." src="/presse/PressImages/pic_20240528110640_70dbb6024b.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2024-05-27T22:00:00ZLeipzig. Der 1. Juni ist der "Tag der Organspende", und vom 31. Mai bis 2. Juni feiert Leipzig wieder sein Stadtfest. Was das miteinander zu tun hat? Auf dem Augustusplatz wird es einen Stand des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) geben. Dort werden Transplantationsexpert:innen das Gespräch mit Besucher:innen suchen und alle Fragen rund um Organtransplantation beantworten. Mit dabei haben sie dann auch einen Drucker. <p>Mit diesem Gerät können zum Beispiel Dr. Svitlana Ziganshyna, Ärztliche Leiterin der <a href="/einrichtungen/transplantationsbeauftragte">Stabsstelle Transplantationsbeauftragte am UKL</a>, oder ihr Assistent Danny Petzoldt vor Ort Organspendeausweise ausdrucken, wenn sich jemand spontan entschließt, zukünftig zum Kreis der Organspender&#58;innen gehören zu wollen. Sie und weitere Akteur&#58;innen beraten während des Stadtfestes zu allen Aspekten der Organspende. Unter dem Dach des UKL-Standes werden neben der Stabsstelle auch die studentische Initiative &quot;Aufklärung Organspende&quot; Leipzig, das Netzwerk Spenderfamilien, der Verein &quot;Lebertransplantierte Deutschland&quot; sowie die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) und die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) über das wichtige Thema informieren.&#160;</p> <p>Ein Thema in den Gesprächen könnte das neue Organspende-Register werden, das seit März online ist. Rund 120000 Menschen haben - Stand 28. Mai - bundesweit ihre Erklärung, ob sie im Todesfall spenden möchten oder eben nicht, im Register eingetragen.&#160;</p> <p>Klingt im ersten Moment vielleicht viel, ist es aber nicht - so zumindest die Ansicht von Dr. Ziganshyna&#58; &quot;Das können gern noch mehr werden. Doch der Anfang ist gemacht, unter anderem dafür stehen wir dann am Stand.&quot;&#160;<br><br></p> <p>Die Transplantationsexpertin Ziganshyna formuliert ihr Anliegen, welches sie dann auch an die Besucher&#58;innen des Standes richten wird, sehr klar&#58; &quot;Bitte treffen Sie selbst eine Entscheidung! Damit das im Fall des Falles nicht Ihre Angehörigen tun müssen.&quot;&#160;<br>Die Fachärztin gibt auch zu bedenken&#58; &quot;Die Etablierung des Organspende-Registers und die wünschenswerte Einführung der Widerspruchslösung tragen zwar zur weiteren Enttabuisierung des Themas bei, das erhöht aber nicht automatisch die Spenderzahlen.&quot; Was gebraucht werde, sagt sie, sei eine Erweiterung des Organspendepools&#58; &quot;Schauen wir einfach zu unseren Nachbarländern wie Österreich, der Schweiz oder den Niederlanden. Diese Länder ermöglichen Organspende auch nach dem Herz-Kreislauf-Tod und nicht nur, wie aktuell in Deutschland, nach der Feststellung des Hirntods&quot;, sagt Dr. Svitlana Ziganshyna.&#160;<br><br></p> <p><strong>Zahlen zur Organspende</strong><br>Am UKL sind im vergangenen Jahr 41 Nierentransplantationen, 42 Lebertransplantationen, drei Transplantationen Pankreas/Niere kombiniert sowie, in Zusammenarbeit mit dem Herzzentrum Leipzig, eine Lungentransplantation erfolgt.&#160;</p> <p>Bei 18 Organspenden - dem zweithöchsten Wert aller deutschen Uniklinika h inter Freiburg - sind 53 Organe entnommen worden, von denen 55 Organempfänger&#58;innen profitierten. Die höhere Zahl der Empfänger&#58;innen ergibt sich, weil eine Lunge für zwei Menschen dienen konnte, sowie aus einer gesplitteten Leber&#58; Ein kleines Stück erhielt ein Kind, das größere ein Erwachsener.&#160;</p> <p>Prof. Daniel Seehofer, Leiter des <a href="/einrichtungen/transplantationszentrum">UKL-Transplantationszentrums&#58;</a> &quot;Wir sehen bei der Zahl der gespendeten Organe seit dem vergangenen Jahr einen leichten Aufwärtstrend, der auch in diesem Jahr anhält. Dennoch sind es weiterhin zu wenige, die uns zur Verfügung stehen. Die aktuellen Maßnahmen und Diskussionen rund um die Organspende sind sehr gute Zeichen, die uns optimistisch stimmen, weil das Thema wahrgenommen und diskutiert wird.&quot;</p> <p>&#160;</p>
Zwei Online-Veranstaltungen für Patient:innen und Interessierte zu Leber- und Nierentransplantationen am 25. NovemberUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Dieser findet in diesem Jahr wieder <img alt="Das Modell einer Niere&#58; Beim kommenden Nierentransplantations-Seminar am UKL geht es unter anderem um das Thema Lebendspenden." src="/presse/PressImages/pic_20231121153739_45117b0e0a.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2023-11-21T23:00:00ZLeipzig. Traditionell im November veranstaltet das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) seinen Patient:innentag "Lebertransplantation" – nun bereits zum elften Mal. Dieser findet in diesem Jahr wieder online statt. Am Sonnabend, 25. November, können Betroffene, Angehörige und Interessierte ab 10 Uhr am Computer dabei sein und abwechslungsreichen Vorträge folgen. Ebenfalls am 25. November laden die Nierenexpert:innen des UKL zum jährlich stattfindenden Patient:innenseminar "Nierentransplantation" ein – ebenfalls als Webcast online. Los geht es hier um 13 Uhr. <p>Thematisch geht es beim Nierentransplantations-Seminar beispielsweise um besondere Aspekte bei der Vor- und Nachsorge älterer Menschen, die eine Transplantation erhalten oder erhalten haben. Des Weiteren werden sinnvolle Strategien für das Problem des Fettstoffwechsels aufgezeigt. Dem folgenden Thema &quot;Lebendspende - und was kommt danach?&quot; schließen sich dann Erfahrungsberichte von Patient&#58;innen an, bevor es zur Frage- und Diskussionsrunde kommt.&#160;</p> <p>Die Organisatoren um Prof. Daniel Seehofer, <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-3/bereich-nephrologie">Prof. Tom Lindner,</a> Dr. Antje Weimann und Dr. Anette Bachmann vom <a href="/einrichtungen/transplantationszentrum">Transplantationszentrum am UKL</a> hoffen auf viele interessierte Zuhörer&#58;innen.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Patient&#58;innenseminar &quot;Nierentransplantation&quot;</strong></p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Online-Webcast</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Sonnabend, 25. November 2023</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; 13 - 15 Uhr</p> <p><a href="http&#58;//www.ukl-live.de/nierentransplantation">www.ukl-live.de/nierentransplantation</a></p> <p>Fragen an die Referent&#58;innen können immer über eine Chat-Funktion übermittelt werden.</p> <p>&#160;</p> <p><br><strong>Patient&#58;innentag &quot;Lebertransplantation&quot;</strong></p> <p>In diesem Jahr blickt das UKL auf das 30-jährige Bestehen seines Transplantationszentrums zurück. Seit 1993 konnten über 2500 Organe transplantiert werden.&#160;Dieses Jubiläum gibt Gelegenheit, auch beim Online-Patient&#58;innentag auf die erfolgreiche Arbeit des Zentrums zurückzuschauen und gleichzeitig einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen zu geben. Vor welchen Herausforderungen die Transplantationsmedizin unter dem Aspekt des unzureichenden Organangebots steht, ist Gegenstand eines weiteren Vortrags.&#160;<br>Anfang dieses Jahres ist von den Fachgesellschaften DGVS und DGAV die erste deutsche Leitlinie zur Lebertransplantation herausgegeben worden. Diese Empfehlungen sollen helfen, die Versorgung der Patient&#58;innen weiter zu verbessern. Auch darüber werden die Referent&#58;innen informieren.</p> <p>Weiteres Thema ist die &quot;Akut-auf-chronische Lebererkrankung&quot; als Risiko für die Warteliste. Wie die künstliche Intelligenz auch bei der Organzuweisung hilfreich sein kann, erfahren die Teilnehmenden im abschließenden Beitrag. Auch bei dieser Veranstaltung berichtet ein Patient über seine Erfahrungen rund um den Transplantationszeitraum.</p> <p>Selbstverständlich können im Chat Fragen gestellt werden, die im anschließenden Diskussionsforum von den Experten&#58;innen um <a href="/einrichtungen/medizinische-klinik-2/hepatologie">Prof. Thomas Berg</a> und Prof. Daniel Seehofer beantwortet werden.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>11. Patiententag Lebertransplantation</strong></p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Online-Webcast</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Sonnabend, 25. November 2023</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; 10 - 12.30 Uhr&#160;</p> <p><a href="http&#58;//www.ukl-live.de/lebertransplantation">www.ukl-live.de/lebertransplantation</a></p> <p>&#160;</p> <p>Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist kostenfrei. Eine Anmeldung zuvor ist nicht notwendig.&#160;</p>
2513 neue Lebenschancen in 30 JahrenUniversitätsklinikum Leipzig B Schnelle Hilfe im Notfall Paul-List-Straße 27, Haus 4.1 04103 Leipzig Liebigstraße 20a, Haus 6 04103 Leipzig Manchmal kommt alles auf einmal: Am <img alt="30 Jahre Transplantationszentrum am UKL&#58; Mit einem Festakt und einem Besuch des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer wird das Jubiläum am 25. September gefeiert." src="/presse/PressImages/pic_20230920110402_8badd37c22.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2023-09-19T22:00:00Z <p>Manchmal kommt alles auf einmal&#58; Am letzten Mittwoch im August wurden am Universitätsklinikum Leipzig gleich zwei Organe transplantiert. Ein Vater spendete seinem erwachsenen Sohn, der an einer genetisch verursachten Nierenfunktionsstörung litt, eine seiner Nieren. Parallel erhielt eine noch junge Patientin mit einem akuten lebensbedrohlichen Leberversagen aufgrund einer Medikamentenreaktion eine Leberspende eines Verstorbenen. Selbst für das Team des <a href="/einrichtungen/transplantationszentrum">Transplantationszentrums am UKL</a> war dies kein gewöhnlicher Tag. &quot;Damit das gelingt, braucht man ein eingespieltes interdisziplinäres Team&quot;, erklärt PD Dr. Hans-Michael Tautenhahn. Der Transplantationschirurg stand an diesem Tag in beiden Operationssälen, war an beiden Organverpflanzungen beteiligt. Sein Tag begann 5.48 Uhr - da wurde alles für die Transplantation der gespendeten Leber, die von einem Chirurgenteam nachts entnommen worden war, vorbereitet. Eine Stunde später wurde die Patientin, die seit kurzem mit lebensbedrohlichem Leberversagen auf der Intensivstation lag, in den OP-Saal gebracht. 370 Minuten später begann die neue Leber im Körper der 40-Jährigen ihre Arbeit.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Besondere Momente auch für Chirurgen &#160;</strong></p> <p>Während dieser Zeit wurde in einem benachbarten Operationssaal von den in der Roboterchirurgie besonders erfahrenen <a href="/einrichtungen/urologie">Urologen</a> bei einem 60-Jährigen die linke Niere mit Hilfe eines Da Vinci OP-Roboters entnommen. Nebenan stand bereits ein weiteres Team der Transplantationschirurgen bereit, um das gespendete Organ schnellstmöglich dem 30-Jährigen Sohn einzusetzen. Nach Abschluss seines ersten Eingriffs verstärkte Dr. Tautenhahn dieses Team. &quot;Wenn ich nach einem solchen Tag dann am Nachmittag auf die Intensivstation komme, und beide Organempfänger sind wach und lächeln mich erleichtert an, dann ist das auch für mich ein besonderes Erlebnis&quot;, so der Chirurg.</p> <p>&#160;Beide waren noch jung, beide haben sich sehr gut erholt. Und für beide war die Transplantation die einzige Chance. &quot;Die Leber der Patientin versagte aufgrund einer in den Genen angelegten Empfindlichkeit für ein Medikament ganz plötzlich, ohne dass die Frau von ihrer Erkrankung gewusst hat&quot;, erzählt der Chirurg. Mit schweren Folgen&#58; weitere Organe und der Kreislauf versagten. &quot;Hier zählte jede Stunde&quot;. Zum großen Glück stand eine Leber eines Verstorbenen rechtzeitig bereit. Dank dieser Spende wird die Patientin den schweren Notfall fast folgenfrei überstehen und ihr normales Leben fortsetzen können. &#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Organmangel beschränkt die Medizin &#160;</strong></p> <p>Dieser Eingriff war der vorerst letzte von bisher 30 Lebertransplantationen am UKL in diesem Jahr. Damit sind die Zahlen aktuell sehr gut - im gesamten Vorjahr konnten nur 29 Lebern transplantiert werden. Gleichzeitig stehen 70 Menschen am UKL auf der Warteliste für eine neue Leber. &quot;Wir wissen leider schon heute, dass wir nicht allen werden helfen können&quot;, beschreibt Prof. Daniel Seehofer, Leiter des Transplantationszentrums, das Dilemma der Transplantationsmedizin. Denn die Zahl der zur Verfügung stehenden Organe limitiert dessen medizinische Möglichkeiten. Einen Ausweg, wenn auch nicht den besten, bietet da die sogenannte Lebendspende&#58; Ein geeigneter Spender, der mit dem Empfänger verwandt sein muss, spendet eine seiner gesunden Nieren oder einen Teil seiner Leber. &quot;Das ist nicht in jedem Fall möglich und natürlich auch für den Spender nicht völlig ohne Risiko&quot;, beschreibt Prof. Seehofer. &quot;Daher erfolgt diese Spende meist von Ehepartnern von Eltern oder von anderen nahen Angehörigen.&quot;&#160;</p> <p>So wie im Fall der zweiten Transplantation an jenem Augusttag. Hier konnte der Vater für seinen Sohn spenden. Der musste bereits seit 2017 aufgrund des Versagens seiner Nieren dreimal in der Woche in die Dialyse. Obwohl er mit Anfang Dreißig noch jung ist, zeigten sich schon die Folgen - Bluthochdruck und bereits ein kleiner Schlaganfall. &quot;Dank der Spende wird sich sein Zustand nun stabilisieren, die negativen Folgen können aufgefangen werden&quot;, beschreibt Dr. Tautenhahn. Ganz zu schweigen davon, dass der Patient erstmals seit sechs Jahren wieder ein normales Leben führen kann. &quot;Darauf warten andere Nierenpatienten derzeit 10 Jahre oder länger&quot;, erklärt Prof. Seehofer. 164 warten am UKL auf eine neue Niere, 35 Nieren konnten in den vergangenen Monaten transplantiert werden. &quot;Die Folgen einer jahrelangen Dialyse verschlechtern den Gesundheitszustand der Patient&#58;innen während der Wartezeit&quot;, erläutert Seehofer. &#160;&quot;Für manche soweit, dass nach langjähriger Wartezeit eine Transplantation dann nicht mehr in Frage kommt.&quot; Deshalb engagieren sich die Transplantationsmediziner des Universitätsklinikums Leipzig für die Organspende und für die Sensibilisierung der Bevölkerung für dieses wichtige Thema.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Jubiläum mit Botschaft&#160;</strong></p> <p>Das 30. Jubiläum ist ein Anlass, erneut daran zu erinnern, dass täglich Menschen sterben, deren Leben durch eine Organspende gerettet werden könnte. &quot;Wir wissen, dass es sich um ein schwieriges Thema handelt, verbunden mit dem Nachdenken über den eigenen Tod&quot;, so Seehofer. &quot;Dennoch wünschen wir Ärzte uns, dass sich mehr Menschen diesen Fragen stellen - auch, weil sie so ihren Angehörigen ersparen, in emotionalen Ausnahmesituationen stellvertretend Entscheidungen fällen zu müssen.&quot; Umso mehr Dank gebühre all jenen, die sich für eine Organspende entscheiden. Diesen Menschen und ihren Angehörigen wird während des Festaktes zum Jubiläum am 25. September eine besondere Rolle zukommen. &quot;Eine Organspende ist das großzügigste Geschenk, dass ein Mensch einem anderen machen kann&quot;, beschreibt Prof. Seehofer. &quot;Es schenkt ein neues Leben, und zwar oft nicht nur einem Menschen, sondern seiner gesamten Familie.&quot; &#160; &#160; &#160;</p> <p>Es sei daher besonders schön, dass sich auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer mit seiner Teilnahme an der Jubiläumsfeier am 25. September des Themas annimmt. &quot;Wir freuen uns sehr über seinen Besuch und seine Unterstützung für unser Anliegen&quot;, so Seehofer. &quot;Je mehr wir in der Gesellschaft darüber sprechen, umso besser ist es für unsere Patient&#58;innen&quot;. &#160; &#160; &#160; &#160;</p> <p><br><br></p> <p><strong>Presseeinladung&#160;</strong></p> <p>Medienvertreter&#58;innen sind herzlich eingeladen, am Festakt zum 30. Jubiläum des Transplantationszentrums am Universitätsklinikum Leipzig teilzunehmen.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Festakt&#160;</strong></p> <p>25. September 2023</p> <p>11.00 Uhr - 12.00 Uhr&#160;</p> <p>Ort&#58; Paulinum, Universität Leipzig, Augustusplatz &#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Bereits vorher besucht der Ministerpräsident Michael Kretschmer das Transplantationszentrum am UKL und trifft dort mit Mitarbeiter&#58;innen und Betroffenen zusammen. Für Medienvertreter&#58;innen besteht die Möglichkeit, zu diesem Treffen dazu zu kommen.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Besuch im Transplantationszentrum&#160;</strong></p> <p>25. September 2023</p> <p>Treffpunkt&#58; 10.15 Uhr&#160;</p> <p>Haupteingang Universitätsklinikum Leipzig, Liebigstraße 20</p> <p>&#160;</p> <p>Bitte teilen Sie uns unter <strong>Tel. 0341-97 15905</strong> oder per Mail an <a>presse@uniklinik-leipzig.de</a> mit, ob Sie an dem Festakt, am Besuch im UKL oder an beidem teilnehmen möchten.&#160;</p> <p>&#160;</p>

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