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Pressemitteilungen

 

 

Ein Denkmal für den anonymen Organspender<img alt="Am 5. Juni ist Tag der Organspende." src="/presse/PressImages/pic_20210603105405_5b431e51fc.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-06-02T22:00:00ZLeipzig. 73 Menschen haben im vergangenen Jahr am Universitätsklinikum Leipzig eine neue Niere, eine Leber oder eine Bauchspeicheldrüse erhalten. Die meisten von ihnen – 61 – posthum von einem ihnen unbekannten Spender oder einer Spenderin. Diese Menschen haben mit ihrer Entscheidung über ihren eigenen Tod hinaus Leben gerettet, oft sogar mehrere, mit jedem gespendeten Organ eines. Denn ein Mensch kann nach seinem Tod bis zu sieben Organe spenden – und so sieben Leben retten oder verändern. Um diese Lebensretter mit einem Denkmal in Leipzig zu ehren, startet jetzt eine Spendeaktion. <p>Organspender schenken ihnen unbekannten Menschen Leben und neuen Mut. Und sie bleiben anonym und unsichtbar - für die Empfänger der Organe ebenso wie für die Gesellschaft insgesamt. Die Anonymität gegenüber den Organempfängern muss zwar gewahrt bleiben, aber die Unsichtbarkeit soll sich nun ändern&#58; Eine Initiative von Leipziger Bürgern, des Netzwerkes Spenderfamilien, des Vereins Lebertransplantierte e.V. und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) will mit Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Leipzig und des Universitätsklinikums Leipzig ein Denkmal für die anonymen Organspenderinnen und Spender errichten. Ein künstlerisch gestalteter Gedenkort soll &quot;einen würdigen Platz schaffen, um dankbar an die Menschen zu erinnern, die über ihren Tod hinaus Hoffnung und Freude geschenkt haben&quot;, so die Initiatoren. Mit diesem Memorial soll nach Möglichkeit direkt auf dem Gelände des Universitätsklinikums ein Ort zum Verweilen und Innehalten entstehen.</p> <p>&quot;Wir möchten so unsere große Wertschätzung und Hochachtung gegenüber den verstorbenen Spendern und ihren Angehörigen sichtbar werden lassen, und das nicht an einer entlegenen Stelle, sondern inmitten unserer Gesellschaft, dort, wo auch die Auseinandersetzung mit der Organspende stattfindet&quot;, beschreibt Prof. Daniel Seehofer, Leiter des Transplantationszentrums am UKL und Schirmherr der Initiative, das Anliegen.</p> <p>&quot;Es ist uns ein großes Bedürfnis, diese Idee eines Denkmals zu unterstützen und diesem einen Ort zu geben&quot;, ergänzt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. &quot;An einem Klinikum wie dem unseren sterben jeden Tag Menschen, aber es werden auch an jedem Tag Leben gerettet - manchmal dank der selbstlosen und so ungeheuer wichtigen Entscheidung eines anderen Menschen für eine Organspende.&quot; &#160; &#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>UKL stärkt Transplantationsbeauftragte&#160;</strong></p> <p>Deren Entscheidung oder die ihrer Angehörigen, einer Organspende nach dem Lebensende zuzustimmen, ist ein selbstloser und großzügiger Akt der Nächstenliebe, auf den viele Schwerkranke verzweifelt hoffen. 263 Menschen stehen allein auf der Warteliste am Universitätsklinikum Leipzig. Sie benötigen eine Niere oder eine Leber, und nur den wenigsten von ihnen kann mit einer Lebendspende durch einen Angehörigen geholfen werden.&#160;</p> <p>Denn immer noch treffen zu wenige Menschen eine bewusste Entscheidung für oder gegen eine Organspende, so dass sich Angehörige in emotionalen Extremsituationen im Krankenhaus mit der Frage danach erstmals und unvorbereitet konfrontiert sehen. In diesen schwierigen Momenten stehen speziell geschulte Mitarbeiter, angeleitet durch einen Transplantationsbeauftragten, den Angehörigen zur Seite.&#160;</p> <p>Um diese wichtige Funktion zu stärken, wurde am UKL jetzt die bisher anteilig übernommene Aufgabe des Transplantationsbeauftragten ab 1. Juni als eigenständiges, direkt dem Vorstand unterstelltes Amt etabliert. Unterstützt wird sie dabei seit kurzem auch von zwei dafür speziell ausgebildeten Psychologinnen, die sich unter anderem auch um die psychologische Betreuung der Angehörigen in dieser schwierigen Siatuation kümmern.&#160;</p> <p>Übernommen wird das Amt der Transplantationsbeauftragten am UKL von Svitlana Ziganshyna, die bereits seit 2019 in dieser Funktion tätig ist. Sie übernimmt eine Schlüsselrolle in der Erkennung der potentiellen Organspender, begleitet den Organspendeprozess und ist Ansprechpartnerin für die bundesweite Koordinierungsstelle der DSO. Ihre Aufgabe&#58; Im Fall einer möglichen Organspende den Willen des Spenders zu erkunden, mit den Angehörigen zu besprechen sowie bei einer Zustimmung die DSO zu kontaktieren und alle notwendigen Schritte bis zur Organentnahme in die Wege zu leiten. Das konnte Svitlana Ziganshyna im vergangenen Jahr 13 mal - 13 verstorbene Patientinnen und Patienten am UKL spendeten ihre Organe.&#160;</p> <p>Auch an diese Organspender soll das künftige Denkmal erinnern - finanziert durch eine Spendenaktion, die am 5. Juni 2021, dem Tag der Organspende, startet.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Unterstützer richten ihre Spende bitte an&#58;&#160;</p> <p>Sparkasse Leipzig&#58; DE76 8605 5592 1010 0013 50<br>Verwendungszweck VG 5.0978.000004.0<br>oder<br>Deutsche Bank&#58; DE60 8607 0000 0170 0111 00<br>Verwendungszweck VG 5.0978.000004.0<br>Mehr zum Vorhaben&#58; <a href="/einrichtungen/transplantationszentrum/Freigegebene%20Dokumente/spendenaufruf-denkmal-organspende-uniklinikum-leipzig.pdf">Spendenaufruf</a> &#160;</p>
Transplantationszahlen 2020 am UKL trotz Corona-Pandemie auf stabilem Niveau<img alt="Organspendeausweise&#58; Zwar blieben die Transplantationszahlen am UKL im Jahr 2020 erfreulich stabil, doch wuchs die Zahl der Menschen auf den Wartelisten weiter." src="/presse/PressImages/pic_20210120104631_26a8c055c0.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-01-19T23:00:00ZLeipzig. Erfreuliche Zahlen aus dem Corona-Jahr: 36 Lebern und 37 Nieren – trotz der mit der Pandemie verbundenen Schwierigkeiten und Einschränkungen blieben die Transplantationszahlen am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) auf einem stabilen Niveau. Doch auch die Wartelisten wurden länger. <p>Seit der Diskussion und Abstimmung um die Widerspruchslösung im Januar 2020 sei viel passiert, meint Prof. Daniel Seehofer, Leiter des <a href="/einrichtungen/transplantationszentrum">Transplantationszentrums am UKL</a>. Nach anfänglichem Anstieg der Spenderzahlen im ersten Quartal 2020 lag die Anzahl der Organspender im gesamten Jahr 2020 laut der Deutschen Stiftung Organtransplantation bundesweit mit 913 etwas geringer als im Jahr 2019 (932 Spender).</p> <p>Trotzdem bleibe eine Transplantation auch in Zeiten der Corona Pandemie eine lebensrettende Operation, so Prof. Seehofer, der am UKL auch Geschäftsführender Direktor der <a href="/einrichtungen/vttg">Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</a> ist&#58; &quot;Sowohl Patienten an der Blutwäsche, also der Dialyse, als auch Patienten mit einer fortgeschrittenen Leberschädigung, einer sogenannten Leberzirrhose, gehören bei einer möglichen COVID-19-Erkrankung zur Hochrisikogruppe und weisen eine hohe Sterblichkeit auf.&quot;<br>Die Transplantationsmedizin habe sich auf die Pandemie eingestellt, erklärt der UKL-Experte. Sowohl Spender als auch die Empfänger würden auf eine SARS-CoV-2-Infektion getestet.&#160;</p> <p><br>Auf diese Weise gelang es auch am Leipziger Universitätsklinikum, die Transplantationszahlen stabil zu halten&#58; 36 Lebertransplantationen fanden im Jahr 2020 am UKL statt. Das sind zwei mehr als 2019. Die Zahl der Nierentransplantationen fiel leicht von 44 (2019) auf 37, doch waren darunter zwölf Lebendspenden, vier mehr als im Jahr davor. Unter den 37 Nierentransplantationen finden sich auch zwei Transplantationen kombiniert mit Pankreas.&#160;</p> <p><br><strong>Hoffen steigende Transplantationszahlen in diesem Jahr&#160;</strong><br>Auf der UKL-Warteliste für eine neue Leber standen zum 31. Dezember des vergangenen Jahres 79 Menschen, genau ein Jahr davor waren es 47 gewesen. Die Liste bei Nierentransplantationen stieg von 193 (2019) auf 200 im abgelaufenen Jahr. 14 Menschen warteten auf eine Pankreastransplantation - ein Wert, der in Vorjahresvergleich etwa gleichgeblieben ist.&#160;</p> <p>Auch wenn Corona in den ersten Monaten 2021 weiter das beherrschende Thema bleiben wird - Prof. Seehofer hofft wegen der stark gestiegenen Zahl von Patienten auf der Warteliste in Leipzig, dass im Jahr 2021 die Transplantationszahlen wieder ansteigen werden.<br>&quot;Gleichzeitig gilt der Dank allen Menschen, die sich auch in diesen schwierigen Zeiten mit der Organspende befassen, das heißt, jedem einzelnen, der einen Organspendeausweis ausgefüllt hat oder mit sich führt, dem medizinischen Personal und nicht zuletzt dem Personal der Intensivstationen, das trotz der starken Belastung durch die Pandemie auch noch Zeit für die Organspende findet&quot;, erklärt Prof. Daniel Seehofer.</p>
Online-Patientenseminar zur Nierentransplantation<img alt="Am 28.11.2020 findet ein Online-Patientenseminar zur Nierentransplantation statt." src="/presse/PressImages/pic_20201125104225_421e013565.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-11-24T23:00:00ZLeipzig. Welche Risiken könnte die Corona-Pandemie für Patienten bedeuten, die vor einer Nierentransplantation stehen oder schon transplantiert wurden? Auf diese Hauptfrage will das Patientenseminar unter Leitung der beiden Nierenexperten des Universitätsklinikums Leipzig Prof. Dr. Daniel Seehofer und Prof. Dr. Tom Lindner Antwort geben. <p>&quot;Viele Fragen bestimmte Medikamente betreffend sind aufgetaucht, und ich werde selbstverständlich darauf eingehen&quot;, so Prof. Lindner. &quot;Zudem werde ich die Besonderheiten, die durch Covid-19 für Dialysepatienten und für Transplantierte entstanden sind, erläutern.&quot; So wurde von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie eine Empfehlung zur Anpassung der Immunsuppression nach Nierentransplantation gegeben, wenn eine Corona-Infektion eingetreten ist. Allerdings werden keine generellen Umstellungen der immunsuppressiven Behandlung empfohlen. Vielmehr zähle die individuelle ärztliche Entscheidung in den betreuenden Transplantationszentren.</p> <p>Bei der Veranstaltung gibt es auch Hinweise, welche Impfungen mit Blick auf die Gefahr durch Covid-19 zu empfehlen sind. Zudem werden Patienten schildern, wie es ihnen nach der Nierentransplantation geht.</p> <p>Da das Patientenseminar wegen der gegenwärtigen Pandemie nicht im vertrauten Nebeneinander stattfinden kann, wird es erstmals online stattfinden. &quot;Es ist für uns ein Test&quot;, so Prof. Lindner. &quot;Wir haben alte und gebrechliche Patienten, bei denen wir nicht in der Lage sind einzuschätzen, inwieweit sie sich auf unser Internet-Angebot einlassen wollen und können. Deshalb würde es alle Mitwirkenden freuen, wenn möglichst viele Interessenten unsere Veranstaltung anklicken.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Info&#58;</strong></p> <p>Patientenseminar &quot;Nierentransplantation&quot;<br>Samstag, 28.11.2020, von 10 bis 12 Uhr<br>www.ukl-live.de/nierentransplantation</p>
Blut, Sauerstoff, Nahrung: Modernes Organperfusionsgerät bereitet Spenderlebern auf<img alt="In diesem vollautomatisierten Organperfusionsgerät kann das Innere des menschlichen Körpers fast perfekt nachgebildet werden. Operateure haben so mehr Zeit für eine Transplantation. Neben dem Leipziger Uniklinikum besitzen derzeit bundesweit nur zwei weitere Zentren eine solche Maschine." src="/presse/PressImages/pic_20200907111748_69ac34a401.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-09-06T22:00:00ZLeipzig. Neue Hoffnung für Patienten auf der Warteliste zur Lebertransplantation: Als einem von derzeit bundesweit nur drei Zentren steht dem Universitätsklinikum Leipzig (UKL) seit Kurzem für Lebertransplantationen ein vollautomatisiertes Organperfusionsgerät zur Verfügung. Es ermöglicht die maschinelle Perfusion (Durchspülung) einer Spenderleber. Dank dieses Geräts können die die Experten des Transplantationszentrums am UKL die Organfunktion bereits vor der Transplantation genauer beurteilen und müssen daher weniger Organe ablehnen. <p>Seit über 25 Jahren werden am UKL Lebern erfolgreich <a href="/einrichtungen/transplantationszentrum">transplantiert</a>. Zunehmend sehen sich die Mediziner mit einer abnehmenden Qualität der Spenderorgane konfrontiert. &quot;Die Spender werden älter und kränker und damit auch ihre Lebern&quot;, erläutert Dr. Sebastian Rademacher, Oberarzt des Bereichs <a href="/einrichtungen/vttg/hepatobiliäre-chirurgie-viszerale-transplantation">hepatobiliäre Chirurgie und viszerale Transplantation</a>. Hinzu kommt die Tatsache, dass Deutschland in Europa Schlusslicht beim Spenderaufkommen ist. 15 bis 30 Prozent aller gespendeten Organe können in westlichen Industrieländern derzeit aufgrund einer relevanten Vorschädigung der Spenderleber, zum Beispiel einer stärkeren Verfettung, nicht transplantiert werden&#58; &quot;Dem wollen und müssen wir entgegenwirken.&quot;&#160;<br>Geforscht wird an der Organperfusion bereits seit vielen Jahren, nun ist die Technologie sehr weit fortgeschritten. &quot;Es ist immer noch ein neues, aber ein zugelassenes und sicheres Verfahren&quot;, betont Dr. Rademacher daher.&#160;<br><br></p> <p>Bisher haben Transplanteure ungefähr 12 bis 14 Stunden Zeit, um ein entnommenes Organ wieder zu verpflanzen.&#160;In einem Organperfusionsgerät kann jedoch das Innere des menschlichen Körpers fast perfekt nachgebildet werden. So kommt die vorher bei 4 Grad Celsius gelagerte Leber erst einmal in die moderne Maschine. In diese werden zuvor Blutkonserven und Nährstoffe gegeben. Das Organ wird dann über Kanülen und Schläuche an das Gerät angeschlossen und mit dem Blut durchspült (&quot;perfundiert&quot;). Eine eingebaute &quot;künstliche Lunge&quot; versorgt dieses Blut mit Sauerstoff. Auf solche Weise wird ein fast kompletter Organismus simuliert.&#160;<br>&quot;Mit diesem Gerät prüfen wir auch Organe, die wir bisher nicht genommen hätten, das schafft sehr viel Sicherheit für den Patienten&quot;, erläutert Oberarzt Rademacher. &quot;Nach vier Stunden können wir sehen, ob das Organ funktioniert oder nicht. Wenn es funktioniert, haben wir nach vier Stunden eine wieder gut aufbereitete Leber.&quot;<br>Weiterer großer Vorteil&#58; Der zeitliche Druck ist viel geringer, weil die Leber durch die Maschine gut versorgt wird - bis zu 24 Stunden. So können die Mediziner die eigentliche Transplantation in Ruhe vorbereiten und durchführen.&#160;</p> <p>Eingesetzt wird das Organperfusionsgerät trotz der vielen Vorteile aus Kostengründen nur bei denjenigen Organen und Patienten, bei denen es die größten Vorteile bringt, so zum Beispiel bei Organen, welche bereits relativ lang gelagert worden sind oder bei Patienten, bei denen die Transplanteure aus logistischen Gründen mehr Zeit brauchen. Das Verfahren ist nicht preiswert, die Krankenkassen tragen bisher nicht die Kosten dafür, sondern das UKL selbst. &quot;Doch wegen der großen Vorteile für die Betroffenen möchten wir es anbieten&quot;, sagt Dr. Rademacher.&#160;<br><br></p> <p>Zwei Durchläufe hat das neue UKL-Gerät bereits absolviert. Beide waren erfolgreich, wenn auch in unterschiedliche Richtungen&#58; &quot;Der erste Fall war erfolgreich für den Patienten, der eine neue Leber transplantiert bekam. Auch der zweite Fall kann als Erfolg eingeordnet werden. Hier zeigte die Maschine, dass das Organ nicht transplantabel war.&#160;<br>Auch die Erfahrungen, die man zum Beispiel in Münster, neben Frankfurt und nun Leipzig eines der drei Zentren in Deutschland, wo dieses spezielle Gerät zum Einsatz kommt, seien sehr positiv gewesen. &quot;Eigentlich wollten wir bereits vor Monaten loslegen, doch das Coronavirus brachte auch hier alles durcheinander&quot;, meint Rademacher.&#160;</p>
Prof. Seehofer: „Wir konnten fast normal weiter transplantieren“<img alt="Prof. Daniel Seehofer, Leiter des Transplantationszentrums am Universitätsklinikum Leipzig, erinnert zum Tag der Organspende an die vielen Patienten auf den Wartelisten in den Kliniken." src="/presse/PressImages/pic_20200605095428_c36f18a9a0.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-06-04T22:00:00ZLeipzig. Auch während der Corona-Pandemie warteten und warten schwerkranke Menschen auf ein neues Organ. Nicht vergeblich, denn Transplantationen fanden weiterhin fast unverändert statt: In den letzten drei Monaten wurden am Universitätsklinikum Leipzig neun Lebern, zehn Nieren und eine Bauchspeicheldrüse transplantiert. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum am UKL 19 Organe, also faktisch genauso viele. <p>&quot;Wir haben trotz Corona fast normal weiter transplantiert&quot;, beschreibt Prof. Daniel Seehofer die Entwicklung der vergangenen Monate. &quot;Transplantationen sind ja fast immer Notfälle und wurden daher unverändert vorgenommen&quot;, so der Leiter des <a href="/presse/Seiten/Pressemitteilung_6520.aspx">Transplantationszentrums</a> am Universitätsklinikum Leipzig. Nur die Transplantationen mittels einer Lebendspende wurden vorübergehend unterbrochen, um bei diesen planbaren Eingriffen Spender und Empfänger keinem unnötigen Risiko auszusetzen.&#160;</p> <p>Erfreulicherweise standen auch trotz Corona-Krise weiterhin Spenderorgane zur Verfügung. Zumindest in Deutschland gab es keinen &quot;Pandemieeffekt&quot;, wie Zahlen der <a href="https&#58;//dso.de/">Deutschen Stiftung Organtransplantation</a> belegen. Demnach gab es allein in der Region Ost bis Ende April 49 gemeldete Spender, das waren 10 mehr als im Vorjahr. &#160;</p> <p>&quot;Für unsere Patienten ist diese Bereitschaft zu einer Organspende ein großes Glück, denn meistens können sie nicht mehrere Monate warten&quot;, betont Seehofer mit Blick auf den morgigen Tag der Organspende. Dass es hier offenbar keinen Rückgang, sondern eher eine positive Entwicklung gab, könnte auch auf die zuletzt initiierten neuen gesetzlichen Regelungen zurückzuführen sein. &quot;Mit der kürzlich erfolgten breiten Diskussion über eine Änderung der Zustimmung zu Organspenden wurde das Thema vielen Menschen ins Bewusstsein geholt&quot;, ist Prof. Seehofer überzeugt. &quot;Im besten Fall führt die intensive Auseinandersetzung zu einer Entscheidung für eine Organspende.&quot; Einer Entscheidung ganz im Sinne der 273 Patienten, die aktuell am UKL auf ein Spenderorgan warten. Umso wichtiger ist es, dass das Thema Organspende auch in Pandemiezeiten nicht in den Hintergrund gerät. Seehofer&#58; &quot;Wir hoffen sehr, dass sich dank der neuen Regelungen künftig mehr Menschen für eine Organspende und damit eine Chance für unsere Patienten entscheiden.&quot; &#160;&#160;</p> <p><a href="https&#58;//www.sms.sachsen.de/staatsministerin.html">Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping</a> erklärt&#58; &quot;Ich danke dem Uniklinikum Leipzig, dass es diese Leben rettenden Transplantationen trotz der starken Beanspruchung des Klinikums durch Covid19-Patienten möglich gemacht hat.&quot; Sie fährt fort&#58; &quot;Ich appelliere an jeden, sich in der Familie mit der Frage der Organspende zu beschäftigen oder Beratung zu suchen. Die hohe Spendebereitschaft rettet Leben oder ermöglicht in vielen Fällen eine neue Normalität.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>

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