Als ATA bist du in enger Zusammenarbeit mit dem Anästhesisten: innen dafür verantwortlich, die Patient: innen vor, während und nach der Operation zu betreuen, zu beobachten und zu überwachen.
Die Ausbildung an unserer Schule erfolgt im Rahmen von theoretischem und praktischem Unterricht. Dabei vermitteln wir neben umfangreichem pflegewissenschaftlchen Wissen auch naturwissenschaftliche, geistes- und sozialwissenschaftliche Kenntnisse. Im praktischen Teil der Ausbildung sind die Auszubildenden am Universitätsklinikum oder bei unseren Kooperationspartnern ein wichtiger Teil verschiedener Teams der postoperativen Überwachungsstationen, Pflegestation, in verschiedenen OP- Fachbereichen, der Endoskopie, in der AEMP oder in der Zentralen Notfallaufnahme. Erfahrenes Fachpersonal und weitergebildete Praxisanleiter:innen begleiten die Auszubildenden in allen Ausbildungsphasen.
Du lernst in deiner 3-jährigen Ausbildung nicht nur, wie du die lebenswichtigen Funktionen wie Atmung und Kreislauf der Patient: innen überwachst, sondern auch, wie du sie psychisch auf die Operation vorbereitest. Du beherrschst die Grundlagen der Schmerztherapie und bist sicher im Umgang mit der Medizintechnik.
Du sammelst interessante Erfahrungen, um nach deiner Ausbildung in Krankenhäusern oder Arztpraxen, in denen Operationen durchgeführt werden, zu arbeiten. Dort bist du vor allem in OP-Sälen, der Schmerzambulanz, Sterilisations- und Aufwachräumen sowie Notaufnahme tätig. Die Ausbildung zur ATA erfolgt nach der ATA Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (ATA-OTA-APrV) und wird mit schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfungsteilen abgeschlossen.
Ausbildungsdauer: | 3 Jahre |
Ausbildungsbeginn: | 01. September / alle 2 Jahre
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Ausbildungsvoraussetzungen: | - mind. Realschulabschluss oder
- ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer mindestens zweijährigen erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung oder einer erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildung im Gesundheitswesen
- möglichst vollendetes 17. Lebensjahr
- gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes
- persönliches Interesse an medizinischen, technischen und pflegerischen Tätigkeiten
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Vergütung: | nach Hausvertrag des Universitätsklinikums Leipzig (von 1.480 Euro im 1. Ausbildungsjahr bis 1.650 Euro im 3. Ausbildungsjahr) |
Ausbildungsorte: | - Berufstheoretische Ausbildung:
Medizinische Berufsfachschule am Universitätsklinikum - Berufspraktische Ausbildung:
Universitätsklinikum Leipzig bzw. Kooperationseinrichtungen
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Ausbildungsinhalte:
| 1. Patientenbetreuung und -sicherheit
- Vorbereitung, Begleitung und Nachsorge von Patientinnen und Patienten vor, während und nach Anästhesien
- Überwachung von Vitalfunktionen
- Wahrnehmung von Risiken und Komplikationen
- Einhaltung von Hygiene-, Qualitäts- und Sicherheitsstandards
- Patientenzentrierte Kommunikation und Betreuung
2. Mitwirkung bei Anästhesieverfahren - Vorbereitung und Bedienung von Anästhesiegeräten und Medizintechnik
- Assistenz bei Allgemein- und Regionalanästhesien
- Bereitstellung und Kontrolle von Medikamenten, Materialien und Instrumenten
- Unterstützung bei invasiven Maßnahmen (z. B. Atemwegsmanagement, Monitoring)
3. Notfallmanagement und Akutsituationen - Erkennen und Bewältigen von Notfallsituationen
- Mitwirkung bei Reanimationsmaßnahmen
- Anwendung von Notfallalgorithmen
- Zusammenarbeit im interprofessionellen Team
4. Hygiene, Arbeitsschutz und Qualitätsmanagement - Umsetzung von Hygienerichtlinien und Infektionsprävention
- Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
- Dokumentation und Qualitätssicherung
- Umgang mit Medizinprodukten und Gefahrstoffen
5. Organisation und Kommunikation - Arbeitsabläufe im OP und in Funktionsbereichen organisieren
- Kommunikation im interdisziplinären Team
- Dokumentation und Informationsweitergabe
- Rechtliche und ethische Grundlagen des Handelns
6. Berufliches Selbstverständnis und Weiterentwicklung - Reflektion der eigenen Rolle im Gesundheitswesen
- Verantwortungsbewusstes und patientenorientiertes Handeln
- Mitwirkung an Ausbildungsprozessen und Qualitätssicherung
- Förderung von Lern- und Problemlösekompetenz
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