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Pressemitteilungen

 

 

Führende Ärzte des Universitätsklinikums Leipzig erwarten weniger Silvester-Verletzungen durch Böllerverbot<img alt="Solche Böller sollten zu diesem Jahreswechsel möglichst keine Verletzungen verursachen - das hoffen zumindest Ärzte des UKL mit Blick auf das aktuelle Böllerverbot." src="/presse/PressImages/pic_20211227113351_369853df76.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-12-26T23:00:00ZLeipzig. Nach 2020 wird auch in diesem Silvestertag ein Jahreswechsel ohne große Böllerei über die Bühne gehen und Feiern auf öffentlichen Plätzen sind in diesem Jahr sachsenweit nicht gestattet – damit auch Feuerwerk und das Anzünden von Knallern. <p>&quot;Und das ist auch gut so&quot;, bekräftigt der Kinderchirurg Prof. Dr. Martin Lacher. &quot;Denn jedes Silvester haben zehn bis 20 Kinder aus der Region Leipzig durch Böller schwere Verletzungen davongetragen, die nicht selten lebenslange Folgen hatten. Außer im vergangenen Jahr&#58; Da hatten wir durch das coronabedingte Böllerverbot keinen einzigen Fall.&quot; Der Direktor der <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</a> am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) begrüßt deshalb, dass auch in diesem Jahr die große Knallerei zu Silvester und Neujahr ausfällt&#58; &quot;Zugespitzt könnte man sagen&#58; Die Corona-Pandemie ist gut für die Kinderhände. Denn bei den normalen Jahreswechseln vor Covid-19 hatten wir regelmäßig Unfälle, bei denen Kindern ein oder mehr Finger abgerissen wurden.&quot;&#160;</p> <p>Solche schwerwiegenden Verletzungen können am UKL zum Glück für die Betroffenen sehr gut versorgt werden, weil die Kinderchirurgen mit ihren Kollegen vom Bereich<a href="/einrichtungen/oup/plastische-ästhetische-spezielle-handchirurgie"> Plastische, Ästhetische und Spezielle Handchirurgie</a> um Prof. Dr. Stefan Langer interdisziplinär zusammenarbeiten. So kam so mancher Finger zwar wieder dorthin, wo er hingehört. Aber eine Funktion wie vor dem Unfall könne aufgrund der Verletzungsschwere oft nicht erreicht werden.&#160;</p> <p>Wobei in der eigentlichen Silvesternacht Kinder und Jugendliche meist nur leichte Verbrennungen davontrugen, beispielsweise durch das unsachgemäße Anzünden von Raketen. &quot;Die schlimmsten Verletzungen entstanden immer am Neujahrstag&quot;, erzählt. Prof. Lacher. &quot;Da liegen die Eltern noch müde im Bett, und Kinder und Jugendliche nutzen das, um auf die Suche nach Blindgängern zu gehen. Diese Feuerwerkskörper sind hundsgemein gefährlich, weil es wegen der kurzen Zündschnur oft keine Zündverzögerung gibt und die Knaller oder Raketen sofort losgehen - mit den entsprechenden Folgen.&quot;</p> <p>Welche schlimme Auswirkungen Feuerwerkskörper haben können, davon kann auch der Augenarzt Prof. Dr. Focke Ziemssen ein Lied singen. &quot;In den Vor-Corona-Jahren hatten wir allein in Leipzig jeweils zwölf bis 16 Betroffene mit zum Teil schweren Verletzungen. Im letzten Jahr aber gab es nur vier Patienten mit leichten Ausprägungen&quot;, sagt der Direktor der <a href="/einrichtungen/augenheilkunde">Uni-Augenklinik</a>. 30 bis 40 Prozent der schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper hätten leider Kinder und Jugendliche als Zuschauer und Passanten betroffen. &quot;Die positiven Effekte, also vermiedene Erblindungen sind aus Ländern wie Schweden, Finnland oder den Niederlanden durch Verbote vor Corona bekannt. Letztes Jahr haben sich die schützenden Verbote auch im Register unserer Fachgesellschaft mit einem Rückgang um 80 Prozent bewährt.&quot;</p> <p>Auch die <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Zentrale Notfallaufnahme (ZNA)</a> des UKL kann über sinkende Zahlen durch den vergangenen böllerfreien Jahreswechsel berichten. &quot;Während wir 2018 zu 2019 und 2019 zu 2020 jeweils rund 200 Patienten zu versorgen hatten, waren es beim Jahreswechsel 2020 zu 2021 nur 153&quot;, so Prof. Dr. André Gries, Ärztlicher Leiter der ZNA. &quot;Wobei dieser Rückgang nicht nur mit Böllern zusammenhängt. Wir hatten auch weniger Betrunkene, die sich bei Stürzen verletzten, weniger Schlägereien und weniger Schnittverletzungen. Alle Mitarbeiter der Notaufnahme würden sich freuen, wenn dieser Jahreswechsel wieder etwas ruhiger verlaufen würde. Denn durch die Corona-Pandemie haben wir ohnehin schon voll zu tun.&quot;</p>
Universitätsklinikum Leipzig eröffnet neue Beobachtungsstation für Notfallpatienten<img alt="Roland Petry (li.), Referatsleiter Hochschulmedizin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, kam als ministerieller Vertreter zur Eröffnungsfeier der neuen Station und durchschnitt zusammen mit (v.l.n.r.) Prof. Ulrich Laufs, Direktor der UKL-Kardiologie, Prof. André Gries, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notfallaufnahme, Tancred Lasch, Pflegerischer Departmentleiter Innere Medizin, sowie Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand, das symbolische Band in UKL-Blau." src="/presse/PressImages/pic_20211019150459_397758f899.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-10-18T22:00:00ZLeipzig. Mit einer neuen Station schafft das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) jetzt optimale Bedingungen für die Versorgung von Notfallpatienten, insbesondere bei Herzbeschwerden. Die in unmittelbarer Nähe zur Notaufnahme befindliche neue Struktur vereint die rund um die Uhr besetzte Brustschmerzambulanz mit einer Beobachtungsstation, auf der Notfallpatienten kurzzeitig betreut werden können, und wird gemeinsam von der Kardiologie und der Zentralen Notaufnahme betrieben. Die am 19. Oktober 2021 eröffnete Station nimmt ab November den Betrieb auf.<p>Auf der neuen Station stehen jetzt 18 Betten für die gesonderte Überwachung und Versorgung von Notfallpatienten, insbesondere mit kardiologischen Verdachtsdiagnosen, zur Verfügung. Dafür wurde hier die bisherige Beobachtungsstation der <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Zentralen Notfallaufnahme</a> mit einer neu geschaffenen speziellen Herzüberwachungsstation (Coronary Care Unit) zusammengeführt. Auch die rund um die Uhr besetzte Brustschmerzambulanz (Chest Pain Unit) zieht aus der Notaufnahme auf die neue Station, so dass eine umfassende Versorgung von Notfallpatienten mit Herzbeschwerden an einem Ort erfolgen kann.&#160;</p><p>&quot;Wir schaffen so ein neues Angebot für unsere Notfallpatienten, das gleichzeitig sowohl die Versorgung in der Notfallmedizin in der Kardiologie verbessert, als auch unsere Zentrale Notaufnahme, die die einzige Notfallaufnahme in der Stadtmitte ist, entlastet&quot;, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig.&#160;</p><p>Dafür wurde im Bestand und während des laufenden Betriebs umgebaut, wobei innerhalb eines Jahres die neue Station entstand. Die Kosten für diesen zum Teil aus Mitteln des Freistaats Sachsen finanzierten Umbau belaufen sich auf 3,3 Millionen inklusive Erstausstattung.&#160;</p><p>&#160;</p><p> <strong>Neues Herzüberwachungsangebot</strong></p><p>&quot;Zahlreiche Patienten, die in unsere Notfallaufnahme kommen, klagen über Herz-Kreislauf-Probleme, Brustschmerzen oder andere Beschwerden, die auf Herzprobleme hindeuten könnten&quot;, ergänzt Prof. Ulrich Laufs, Direktor der <a href="/einrichtungen/kardiologie">Uniklinik für Kardiologie</a>. Oft steht auch der Verdacht eines Herzinfarkts im Raum. In der auf Schmerzen im Brustkorb spezialisierten Brustschmerzambulanz wird dieser schnell und umfassend abgeklärt. &quot;Dazu gehört auch eine anschließende Überwachung im Sinne einer Intensivstation&quot;, erklärt Prof. Laufs. Benötigt wird dies nicht nur bei Patienten mit Herzinfarkt, sondern auch bei akuter Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und verschiedenen anderen Herzerkrankungen.&#160;</p><div class="embed-responsive embed-responsive-16by9"> <iframe width="1920" height="1080" class="embed-responsive-item" src="https&#58;//www.youtube.com/embed/OAxYIk5azXA" frameborder="0"></iframe>&#160;</div><p><br>Bisher erfolgte diese Versorgung oftmals in den Räumen der Notfallaufnahme oder auf einer Intensivstation, was dort Kapazitäten und Betten gebunden hat, die nun für die Behandlung anderer Patienten bereitstehen. In der Regel benötigen kardiologische Patienten nur ein bis zwei Tage lang eine Überwachung, bevor sie auf andere Stationen in der Klinik verlegt werden können. &quot;Unsere Patienten müssen in dieser Zeit zwar eng kontrolliert werden, wozu auch gehört, die Vitalfunktionen maschinell zu erfassen, benötigen aber keine Beatmung und damit keine klassische intensivmedizinische Versorgung&quot;, erläutert Prof. Ulrich Laufs. &quot;Auf der neuen Station stehen dafür nun speziell ausgerüstete Monitorbetten für die stationäre Beobachtung dieser Patienten ebenso zur Verfügung wie geschulte Pflegende und erfahrene Ärzte, die im Umgang mit kardiologischen und anderen Notfällen geübt sind&quot;.&#160;</p><p>Für die Besetzung der neuen Station wurden innerhalb der vergangenen 12 Monaten 20 neue Pflegekräfte gewonnen und intensiv für die neue Aufgabe geschult, eine besondere Leistung angesichts des aktuellen Pflegenotstands, wie Prof. Josten betont. &quot;Wir werten das als Zeichen, dass die Arbeit an unserem Universitätsklinikum weiterhin als sehr attraktiv angesehen wird, und werden alles tun, damit dies auch so bleibt.&quot;&#160;</p><p>&#160;</p><p> <strong>Beobachtungsstation auch für andere Notfallpatienten &#160;</strong></p><p>Neben kardiologischen Patienten werden auf der neu geschaffenen Station auch Notfallpatienten mit anderen Beschwerden, die nach der Erstversorgung in der Notaufnahme eine Überwachung benötigen, versorgt. &quot;Ziel ist es diese Patienten maximal 24 Stunden auf unserer Beobachtungsstation zu versorgen, während der weitere Behandlungsweg festgelegt wird&quot;, erklärt Prof. André Gries, Leiter der Zentralen Notfallaufnahme (ZNA) am UKL. Jährlich kommen 36.000 Menschen als Notfallpatienten in die ZNA, etwa 40 Prozent davon werden stationär aufgenommen und im Klinikum weiterbehandelt. Bei den zahlreichen Patienten, bei denen die stationäre Aufnahme nur für einen relativ kurzen Zeitraum notwendig ist, stehen die Betten der Beobachtungsstation bereit, und die Versorgung erfolgt durch in der Notfallmedizin erfahrene Ärzten und Pflegenden. &quot;Das ist ein großer Vorteil für unsere Patienten, denen wir so die Sicherheit geben können, ganz eng betreut zu werden, ohne dass sie lange in den Räumen der Notaufnahme mit deren Unruhe und Bewegung bleiben müssen&quot;, so Gries.</p><p>&#160;</p><p> <strong>Papierlose Station&#160;</strong></p><p>Die neue Station bietet dafür acht Zweibett-Patientenzimmer und zwei Einzel-Isolierzimmer mit eigenem Bad und speziellen Monitorsystemen sowie zwei Untersuchungsräume in der Brustschmerzambulanz. Zudem startet der neue Bereich als &quot;papierlose&quot; Station&#58; Hier wird auf Patientenakten in Papierform verzichtet, die Patientenkurve, in der alle wichtigen Daten erfasst werden, wird digital geführt, und auch alle Anordnungen und Diagnoseverfahren erfolgen digital.&#160;</p><p>So fließt zum Beispiel das Ergebnis einer EKG-Untersuchung direkt in die digitale Akte ein und muss nicht extra übernommen werden. Damit sind die Daten schnell an jedem Arbeitsplatz verfügbar und bei einer Weiterleitung des Patienten auch unmittelbar für die Weiterbehandlung zugänglich. &quot;Auf einer Normalstation außerhalb der Intensivmedizin ist das keineswegs Standard&quot;, erklären Prof. Laufs und Prof. Gries. &quot;Wir freuen uns sehr, als Pilotstation jetzt auf solche moderne IT-Systeme für unsere Patientenversorgung zugreifen zu können.&quot; &#160; &#160; &#160;</p>
Realistisches Notfalltraining mit virtuellen Patienten: LIFEMED 2021 online, vor Ort und mit neuen Angeboten<img alt="Er freut sich, neben den Online-Teilnehmern auch wieder eine ganze Reihe Kolleginnen und Kollegen direkt vor Ort am UKL zu „LIFEMED 2021“ begrüßen zu können&#58; Prof. André Gries, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notfallaufnahme und Organisator des Fachsymposiums." src="/presse/PressImages/pic_20210906114512_a113ef6b61.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-09-05T22:00:00ZLeipzig. "VR-Brille auf" heißt es erstmalig bei LIFEMED 2021, dem Leipziger Interdisziplinären Forum für Notfallaufnahme und Notfallmedizin. In einem Virtual Reality-Workshop üben Teilnehmer ein "Notfallmedizinisches Training" an virtuellen, aber realitätsnahen Patienten - dank der Spezial-Brille losgelöst von räumlichen Gegebenheiten und sonstigen Einschränkungen ihres realen Aufenthaltsortes. Am 10. und 11. September findet die traditionelle Veranstaltung am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) im hybriden Format statt, also mit einem Online-Teil, aber auch wieder mit Angeboten in Präsenz. Bei den Vorträgen setzen die Veranstalter auf das spannende Pro- und Contra-Prinzip, das heißt, Referenten nehmen unterschiedliche Positionen ein, die Zuhörer erleben eine Art Streitgespräch. <p>&quot;Wir haben uns bewusst entschieden, den notfallmedizinisch interessierten Kolleginnen und Kollegen unter Einhaltung aller Hygieneregeln wieder die Möglichkeit zu bieten, sich auch direkt vor Ort im persönlichen Austausch fort- und weiterzubilden&quot;, erklärt Organisator Prof. André Gries, Leiter der <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Zentralen Notfallaufnahme und Beobachtungsstation</a> am UKL.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Der Freitag, 10. September, ist den wissenschaftlichen Vorträgen gewidmet. Für die einzelnen Sitzungen haben sich die Organisatoren ein neues Format überlegt&#58; Die Präsentationen erfolgen in Dialogform beziehungsweise als Pro- und Contra-Vorträge. Thematisch geht es beispielsweise dabei um &quot;COVID-19 und Zentrale Notfallaufnahme - was haben wir gelernt?&quot; oder &quot;Aktuelle&#160;</p> <p>Konzepte, Strukturen und politische Entwicklungen&quot;. Bei den Update-Veranstaltungen geht es unter anderem um Kindernotfälle, um die Versorgung geriatrischer Notfallpatienten, um psychiatrische Notfälle und um das Polytrauma-Management. Dabei orientieren sich die Update-Sitzungen jeweils an einem konkreten Fall, liefern&#160;zur Thematik aber auch den aktuellen wissenschaftlichen Hintergrund. In Zusammenarbeit mit dem DRK-Landesverband Sachsen findet nachmittags der diesjährige&#160;LIFEMED-Rettungsdienstworkshop statt.</p> <p>Der Sonnabend, 11. September, steht dann ganz im Zeichen weiterer Workshops.&#160;Erstmalig bei LIFEMED 2021 wird hier bei einem Virtual Reality-Workshop ein &quot;Notfallmedizinisches Training&quot; an realitätsnahen virtuellen Patienten - dank VR-Brille losgelöst von räumlichen Gegebenheiten und Limitierungen im Team - in Echtzeitkommunikation und -kooperation möglich sein.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>New York, 11.09.2001</strong></p> <p>Emotional wird es am Freitagnachmittag sicherlich, wenn Dr. Sigrid Hahn aus Garmisch-Partenkirchen über Geschehnisse berichten wird, die gerade 20 Jahre zurückliegen. LIFEMED 2021 findet nämlich genau zwei Jahrzehnte nach den Angriffen auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 statt. Dr. Hahn war zu dieser Zeit im Emergency Department des Mount Sinai Hospital&#160;in Manhattan tätig. Den Organisatoren ist es gelungen, sie für einen Vortrag zu den Erfahrungen dieser Zeit und&#160;der anschließenden Bewältigung zu gewinnen.&#160;</p> <p>Beim abendlichen &quot;Get-together&quot; auf der Galopprennbahn Scheibenholz nach gemeinsamer Bootstour auf den Leipziger Kanälen haben die Teilnehmer, die physisch am Symposium teilnehmen, die entspannte Gelegenheit zum direkten Dialog mit Referenten, Teilnehmern und Kollegen. &quot;Mit 150 in Präsenz schöpfen wir die derzeit maximal zulässige Zahl an Teilnehmern aus. Doch wissen wir, dass noch viel mehr Kolleginnen und Kollegen auch auf diese Weise hätten teilnehmen wollen&quot;, betont Prof. Gries.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Internationaler Tag der Ersten Hilfe</strong></p> <p>Der 11. September ist in diesem Jahr auch gleichzeitig der Internationale Tag der Ersten Hilfe. Er hat zum Ziel, Bedeutung fachgerechter Nothilfe bei Unfällen und Katastrophen im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Wie wichtig &quot;Erste Hilfe&quot; für das Überleben eines Menschen sein kann, weiß Notfallmediziner Prof. André Gries aus eigener beruflicher Erfahrung&#58; &quot;So haben Patienten mit Herzkreislaufstillstand nachweißlich eine viel bessere Prognose bei sofort durch Laien eingeleiteten Wiederbelebungsmaßnahmen.&quot;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
UKL-Notfallaufnahme verfügt jetzt über Experten mit Zusatzqualifikation2021-07-13T22:00:00ZLeipzig. Im Juni haben in Sachsen die ersten in der Notfallmedizin tätigen Ärzte die neue Zusatzbezeichnung für "Klinische Akut- und Notfallmedizin" erworben. Unter den ersten Absolventen der Zusatzqualifikation ist auch Prof. André Gries, der Leiter der Zentralen Notfallaufnahme am UKL. Das Uniklinikum erfüllt damit die Voraussetzungen als eine der ersten Kliniken in Sachsen, auch weitere Ärzte in "Klinischer Akut- und Notfallmedizin" fortzubilden. <p>Seit Jahren kommt den Zentralen Notfallaufnahmen eine immer weiter wachsende Bedeutung zu&#58; Steigende Patientenzahlen und komplexe Erkrankungen und Verletzungen haben die Anforderungen an die Notfallversorgung und damit an die Qualifikation der in den Notaufnahmen tätigen Ärzte und Pflegenden verändert. Neben den vorzuhaltenden Fachabteilungen wird eine möglichst breite Fachkompetenz für die klinische Notfallmedizin gefordert, um alle Arten von Notfällen schnell zu erkennen, einzuordnen und die Initialversorgung einzuleiten. Um dies überall in gleicher Qualität sicherstellen zu können, wurde 2018 die Zusatzweiterbildung &quot;Klinische Akut- und Notfallmedizin&quot; eingeführt. Der <a href="https&#58;//www.g-ba.de/">Gemeinsame Bundesausschuss</a> hat im gleichen Jahr festgelegt, dass jede Klinik mit einer Notfallaufnahme über Ärzte mit dieser Zusatzqualifikation verfügen muss, um sich zukünftig an der Notfallversorgung beteiligen zu können. Ende Juni haben nun die ersten sächsischen Mediziner diese Zusatzbezeichnung erworben, unter ihnen auch Prof. André Gries, der Leiter der <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Zentralen Notfallaufnahme am UKL</a>. &#160; &#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Ziel der Einführung der Zusatzfortbildung ist es, die Patientenversorgung in den Notfallaufnahmen weiter zu verbessern und eine hohe Qualität sicherzustellen&quot;, so Gries, der an der Einführung dieser Regelung mitgewirkt hat. &quot;Es war ein zäher Weg bis hierher, und nach 10 Jahren Einsatz für die Zusatzbezeichnung freuen wir uns sehr, dass diese nun mit den ersten Absolventen auch in Sachsen in der Praxis angekommen ist&quot;. Das UKL will diese Weiterbildung zukünftig auch weiteren ärztlichen Kollegen anbieten.&#160;</p> <p>Für die Pflege gibt es ebenfalls einen fachlichen Schwerpunkt in der Notfallmedizin&#58; Die <a href="/einrichtungen/notaufnahme/Freigegebene%20Dokumente/Flyer_Notfallpflege_2019.pdf">Fachweiterbildung Notfallpflege</a> wird schon seit 2019 am UKL angeboten und rege nachgefragt. &quot;Notfallversorgung ist Teamarbeit, bei der die Qualität entscheidend ist&quot;, so Prof. Gries. Mit den beiden Zusatzqualifikationen ist nun der Grundstein dafür gelegt, dass Patienten künftig überall sowohl ärztlich als auch pflegerisch nach dem bestmöglichen Standard behandelt werden können.&#160;</p> <p>&quot;Als Universitätsklinikum haben wir eine besondere Verantwortung, vor allem für die Versorgung schwerer Notfälle&quot;, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des UKL. Jährlich werden am UKL 60.000 Fälle im Rahmen einer Notfallversorgung behandelt, mehr als die Hälfte davon in der Zentralen Notfallaufnahme. Viele kommen mit unklaren Beschwerden, oft ist die Zeit knapp, um wirksam helfen zu können. Schnelles kompetentes Handeln entscheidet dann über Leben und Tod, Folgeschäden oder Genesung. &quot;Eine 'normale' Grundausbildung reicht in vielen Bereichen der Medizin aber nicht mehr aus&quot;, so Josten. &quot;Daher müssen wir Mitarbeiter sowohl mit einer generellen Grundausbildung als auch zusätzlichem Spezialwissen in Form von Zusatzweiterbildungen für den umfassenden Blick auf den Patienten schulen. Wir gehen dabei natürlich mit gutem Beispiel voran und unterstützen künftig auch alle Kolleginnen und Kollegen, um perspektivisch flächendeckend eine Qualifikation auf hohem Niveau in der Notfallversorgung umsetzen zu können&quot;.</p>
Was hat eine Zentrale Notaufnahme mit einem Großflughafen und der Formel 1 gemeinsam?<img alt="Spannende Einblicke, wie eine große Notaufnahme funktioniert, gibt Prof. Gries in der nächsten Ausgabe von &quot;Medizin für Jedermann&quot;." src="/presse/PressImages/pic_20210421103106_46bc064f8e.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-04-20T22:00:00ZLeipzig. "Viele Passagiere, viele Flugbewegungen, eine hohe Sicherheit – ohne Organisation, Fachkompetenz und Verlässlichkeit läuft auf einem Großflughafen nichts. Genau diese Charakteristika braucht auch eine Notaufnahme. Deshalb ist ein Vergleich der Abläufe in unserer Notfallaufnahme mit der eines Airports durchaus angebracht", sagt Prof. Dr. Andre Gries, Leiter der Zentralen Notfallaufnahme (ZNA) am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). <p>&quot;Bei meinem Vortrag am 28. April in der Reihe 'Medizin für Jedermann' werde ich auch den Vergleich zur Formel 1 ziehen&#58; Denn hier wie dort muss das ganze Team spitze sein, um Rennen zu entscheiden. Und für die Gesundheit jedes Patienten wollen wir gewinnen.&quot;</p> <p>Der erfahrene Notfallmediziner wird die Aufgaben und das Patientenspektrum einer <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Notaufnahme</a> erläutern, &#160;wobei er den einen oder anderen spannenden Fall erzählen wird. Er beschreibt den Weg der Patienten, erläutert, was bei Ersteinschätzung und Priorisierung wichtig ist, und die Kooperation mit den Fachbereichen des Klinikums. Dies spielt gerade auch aktuell vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie eine entscheidende Rolle.</p> <p>&quot;Das Team ist ganz wichtig für eine ZNA. Deshalb will ich berichten, was das für Menschen sind, die hier arbeiten und trotz zum Teil sehr hoher Belastung rund um die Uhr auf Notfälle eingestellt sind&quot;, so Prof. Gries weiter. Er wird deshalb auch auf die Konzepte für das Personal und auf Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten eingehen. Auch ein Ausblick auf die Umbaumaßnahmen in der Notaufnahme, die bis ins Jahr 2023 reichen, ist vorgesehen.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Vortragsreihe &quot;Medizin für Jedermann&quot;</strong></p> <p>ZNA - Großflughafen und Formel 1?</p> <p>Mittwoch, 28. April 2021</p> <p>18.15 bis 19.30 Uhr&#160;</p> <p>Im Internet unter&#58; <a href="/">www.uniklinikum-leipzig.de</a></p>

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