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Pressemitteilungen

 

 

Leben retten einfach machen<img alt="Wie hier kürzlich beim Aktionstag „Leipzig drückt“ auf dem Augustusplatz führen am 27. September und 8. November medizinisch geschulte Schauspieler&#58;innen durch die Herzretter-Kurse. Im Hintergrund mit Mikro&#58; Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer." src="/presse/PressImages/pic_20220921120600_0a70bb05b0.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-09-20T22:00:00ZLeipzig. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand hängt die Überlebenschance der Betroffenen an einem kurzen Zeitraum. Denn bereits nach drei bis fünf Minuten ohne Blutfluss entstehen irreversible Schädigungen im Gehirn. Eine sofortige Herzdruckmassage kann Leben retten und die Überlebenschance des Betroffenen verdoppeln bis verdreifachen. Vor allem Patient:innen, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, haben ein höheres Risiko für einen plötzlichen Herztod. Für sie, ihre Angehörigen und alle Interessierten bietet das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) am 27. September und 8. November zwei Termine für "Herzretter-Trainings" an. Ganz nach dem Motto: "Leben retten - einfach machen." Denn so, wie ein Notfall jeden Menschen treffen kann, kann auch jeder Mensch helfen. <p>Das Angebot ist Teil der seit 2019 bestehenden Kooperation des UKL mit dem <a href="https&#58;//herzretter.de/">Verein &quot;Ich kann Leben retten!&quot;</a> aus Hamburg. Dessen &quot;Herzretterinitiative&quot; hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Beitrag zur Steigerung der Laienreanimationsquote in Deutschland zu leisten und diese &quot;lebensrettende&quot; Kompetenz möglichst einfach zu vermitteln. In Kursen für alle Altersgruppen trainieren medizinisch geschulte Schauspieler&#58;innen die notwendigen Kenntnisse, aber auch die emotionale Bereitschaft, in einem Notfall durch eine Herzdruckmassage Leben zu retten.&#160;</p> <p>&quot;Vor allem Patient&#58;innen mit kardialen Vorerkrankungen sind einem hohen Risiko für einen plötzlichen Herztod ausgesetzt&quot;, erläutert Prof. Dr. Ulrich Laufs, Direktor der <a href="/einrichtungen/kardiologie">Klinik und Poliklinik für Kardiologie</a> am UKL. Die Kursangebote seien ein weiterführendes Angebot für Patient&#58;innen und Angehörige über die ambulante und akut-stationäre Versorgung hinaus - ganz im Sinne einer ganzheitlichen Patient&#58;innenversorgung, sagt der Herzspezialist. &quot;Den eventuell Betroffenen wollen wir zeigen, wie sie Symptome möglichst frühzeitig selbst erkennen können. Und ihre Angehörigen sollen lernen, wie sie im Fall eines plötzlichen Herztods bei ihren Nächsten richtig handeln und umgehend lebensrettende Sofortmaßnahmen einleiten&quot;, erläutert Oberärztin Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer von der <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Zentralen Notfallaufnahme</a> des UKL. Darüber hinaus stünden die Kurse aber auch allen interessierten Laien offen. Denn ein Herz-Kreislauf-Stillstand könne alle treffen, vom Kind bis zur Seniorin, vom Sportler bis zur &quot;Couch Potato&quot;. Dabei sei die Notfall-Hilfe einfach, meint die Ärztin&#58; Mit simplen Maßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ließen sich viele Lebensjahre und echte Lebensqualität retten.</p> <p>Das UKL ist seit 2019 zertifiziertes Cardiac Arrest Center, also eine auf Wiederbelebung nach Herz-Kreislauf-Stillstand spezialisierten Einrichtung. &quot;Das Thema Wiederbelebung liegt uns am Leipziger Universitätsklinikum sehr am Herzen. Neben der ganzheitlichen Versorgung reanimierter Patienten wollen wir dabei auch unseren präventiven Beitrag leisten. Denn die Erstmaßnahmen der Laien sind oft das entscheidende Glied in der Überlebenskette&quot;, betont Dr. Ramshorn-Zimmer.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Anmeldung für Herzretter-Trainings&#58;</strong></p> <p>Termine&#58; 27.09.2022 sowie 08.11.2022</p> <p>Zeit&#58; 17.30 - 19 Uhr</p> <p>Max-Bürger-Forschungszentrum,&#160;Seminarraum Erdgeschoss,</p> <p>Johannisallee 30, 04103 Leipzig<br><br></p> <p>Anmeldung per E-Mail&#58; <a>paul.lederer@herzretter.de</a></p> <p>Trainingsgebühr&#58; 40 Euro pro Person<br><br></p> <p>Zahlungsempfänger&#58;</p> <p>Herzretter-Trainings GmbH</p> <p>IBAN&#58; DE63 2307 0700 0851 5884 00</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
UKL zum Auftakt am 19. September vor Ort beim Aktionstag LEIPZIG DRÜCKT<img alt="Vor allem auch junge Menschen für das Thema Reanimation begeistern, zum Beispiel mit spielerischen und multimedialen Mitteln, ist eines der Ziele des UKL zur „Woche der Wiederbelebung“." src="/presse/PressImages/pic_20220914110716_fcc629edc0.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-09-13T22:00:00ZLeipzig. Am 19. September beginnt die diesjährige bundesweite "Woche der Wiederbelebung". Zum Auftakt der Aktionswoche lädt das Aktionsbündnis LEIPZIG DRÜCKT zum Aktionstag unter Schirmherrschaft des Leipziger Oberbürgermeisters Burkhard Jung auf den Augustusplatz ein. Das Cardiac Arrest Center (CAC) des Universitätsklinikums Leipzig ist gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, dem Verein "Ich kann Leben retten", mit dabei und freut sich auf viele Besucher, die vor Ort ihre Kenntnisse in Erste Hilfe- und Reanimationsmaßnahmen auffrischen und beim digitalen UKL-Lebensretter-Quiz ihre Kenntnisse überprüfen wollen. <p>Laienreanimation rettet Leben&#58; Jedes Jahr sterben in Deutschland ungefähr 70.000 Menschen an den Folgen eines plötzlichen Herztods. Würden lebensrettende Sofortmaßnahmen durch Ersthelfer&#58;Innen umgehend durchgeführt werden, könnten pro Jahr in Deutschland bis zu 10.000 Menschenleben gerettet werden. Bis der Rettungsdienst eintrifft, vergehen oft die entscheidenden Minuten ungenutzt. Diese Zeit zu überbrücken und mit den Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen, rettet Leben.&#160;Viele wissen aber nicht, was im Ernstfall zu tun ist oder haben Angst etwas falsch zu machen. Hier soll der Mut der Menschen geweckt werden, denn Leben retten ist kinderleicht und sollte genauso zur Alltagskompetenz gehören, wie das richtige Verhalten im Straßenverkehr. &#160;</p> <p>Darauf macht seit Jahren die &quot;Woche der Wiederbelebung&quot; jeweils im September aufmerksam. Auch in diesem Jahr ist dies für das Aktionsbündnis LEIPZIG DRÜCKT der Anlass, um mit einem Aktionstag an einem zentralen Ort in der Stadt auf das wichtige Thema aufmerksam zu machen und die Menschen für die Laienreanimation zu gewinnen.&#160;<br>Am 19. September laden daher Vertreter aller beteiligten Akteure von 9 bis 15 Uhr auf dem Leipziger Augustusplatz dazu ein, die wichtigsten Maßnahmen rund um die Erste Hilfe und Reanimation live zu erleben und zu üben.&#160;<br>Für das Universitätsklinikum Leipzig sind Vertreter&#58;innen des auf Wiederbelebung nach Herz-Kreislauf-Stillstand spezialisierten <a href="/einrichtungen/kardiologie/Seiten/notfaelle.aspx">&quot;Cardiac Arrest Centers&quot;</a> gemeinsam mit dem Verein &quot;Ich kann Leben retten&quot; vor Ort und freuen sich auf viele Interessierte, die die wichtigsten Maßnahmen rund um das Thema Erste Hilfe und Wiederbelebung live erleben und mit Unterstützung trainieren wollen. <br><br>Darüber hinaus erwartet die Besucher das vom UKL entwickelte digitale Lebensretter-Quiz, bei dem es gilt, spielerisch Fragen rund um das lebenswichtige Thema zu beantworten.&#160;Mit der App &quot;Actionbound&quot; - kostenlos herunterladbar in den bekannten App-Stores - ist das Quiz ganz unkompliziert zugänglich, und die Gewinner können sich über Preise freuen.</p> <p>&quot;Wir hoffen, auf diesem spielerischen und multimedialen Weg vor allem auch junge Menschen für das Thema zu begeistern und das Wissen rund um lebensrettenden Sofortmaßnahmen zu vermitteln&quot;, erklärt Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer, <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Notfallmedizinerin am UKL.</a>&#160;</p> <p>Am 19. September heißt es daher wieder&#58; Hand aufs Herz und die Chance nutzen, live alles rund ums Thema Wiederbelebung zu trainieren. Denn, so Dr. Ramshorn-Zimmer&#58; &quot;Ein Herzstillstand kann jeden treffen und Leben retten ist kinderleicht!&quot;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Aktionstag LEIPZIG DRÜCKT&#160;</strong></p> <p>19. September 2022</p> <p>9-15 Uhr</p> <p>Augustusplatz (Gewandhausseite)</p> <p>04109 Leipzig &#160;</p>
Prof. André Gries erhält Rudolf-Frey-Medaille<img alt="Prof. Andre Gries, Leiter der Zentralen Notfallaufnahme am UKL, erhält die Rudolf-Frey-Medaille für besondere Verdienste um die Notfallmedizin." src="/presse/PressImages/pic_20220603083319_b70e8fe62e.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-06-02T22:00:00ZLeipzig. Prof. Dr. André Gries, Leiter der Zentralen Notfallaufnahme (ZNA) am Universitätsklinikum Leipzig, wurde mit der Rudolf-Frey-Medaille für besondere Verdienste in der Notfallmedizin ausgezeichnet. Der Preis wurde anlässlich des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) verliehen. <p>Mit der seit 1990 in unregelmäßigen Abständen verliehenen Auszeichnung würdigt die DGAI Persönlichkeiten, die &quot;sich in besonderer Weise auf dem Gebiet der Notfallmedizin und des Rettungswesens verdient&quot; gemacht haben. &#160;Mit der Verleihung der Medaille an Prof. Gries wird sein jahrelanger Einsatz für die Weiterentwicklung der klinischen Notfallmedizin und der Zentralen Notfallaufnahmen gewürdigt. &quot;Das ist eine große Ehre für mich, aber auch für das ZNA-Team am Leipziger Universitätsklinikum&quot;, freut sich der Notfallmediziner. Gries leitet seit 2011 die <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Zentrale Notfallaufnahme</a> am Universitätsklinikum Leipzig, in der täglich bis zu 100 Notfälle und damit jährlich rund 36.000 Patient&#58;innen behandelt werden, Tendenz steigend.&#160;<br><br></p> <p>Eines seiner Hauptanliegen ist die bessere Vernetzung der Sektoren zwischen ambulanter bzw. niedergelassener Versorgung, präklinischer Notfallmedizin und den Notfallaufnahmen in den Krankenhäusern. &quot;Mit den aktuellen Veränderungen in der Gesellschaft verändert sich die Akut- und Notfallmedizin bundesweit und somit auch die Herausforderungen für alle Beteiligten und besonders auch für die Notaufnahmen der Kliniken&quot;, beschreibt Prof. André Gries. &quot;Als Klinikum im Zentrum einer Großstadt erleben wir das wie unter einem Brennglas&#58; Die Zahl der Krankheits- und Verletzungsfälle steigt weiter, ohne Anpassung der &#160;Einrichtungen der Gesundheitsversorgung. Zentrale Notfallaufnahmen sind mittlerweile nicht nur die Anlaufstelle für schwerkranke und verletzte Patienten des Rettungs- und Notarztdienstes. Ebenfalls nutzen zahlreiche fußläufige Patient&#58;innen die &#160; Krankenhäuser selbstständig als erste Anlaufstelle oder angesichts langer Facharztwartezeiten &#160;bei vielen anderen gesundheitlichen Problemen. Zur letzten Gruppe gehören viele Bürger&#58;Innen, die gar keinen Hausarzt mehr haben bzw. diesen nicht erreichen &quot;, führt er weiter aus. Neben den &#160;Unfallopfern mit schweren Verletzungen und Personen mit lebensbedrohlichen Notfällen kommen somit noch ganz andere Patient&#58;innen in die Notfallaufnahmen als vor 20 Jahren. &quot;Wir müssen darauf reagieren und uns entsprechend anders aufstellen - &#160; medizinisch eher als Generalisten bzw. Notfallexperten und organisatorisch und personell als größere und deutlich besser ausgestattete Einheiten als bisher&quot;, begründet Gries. Erfreulich sei, dass dies von der Politik anerkannt wurde und bereits Maßnahmen angelaufen seien, um dies umzusetzen. Er freut sich, dass er bei der Einführung des gestuften System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern und bei Etablierung der Zusatzweiterbildung klinische Akut- und Notfallmedizin die Möglichkeit mitwirken konnte und aktuell über die notfallmedizinischen Fachgesellschaften auch bei der G-BA Richtlinie zur Ersteinschätzung des medizinischen Versorgungsbedarfs von Hilfesuchenden, die sich zur Behandlung eines Notfalls an ein Krankenhaus wenden, eingebunden ist. &quot;Die Notfallmedizin auf diesem eingeschlagenen Weg mit weiterzuentwickeln ist mir ein großes Anliegen und eine Herzensangelegenheit.&quot;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;&#160;</p> <p>&#160;</p>
Führende Ärzte des Universitätsklinikums Leipzig erwarten weniger Silvester-Verletzungen durch Böllerverbot<img alt="Solche Böller sollten zu diesem Jahreswechsel möglichst keine Verletzungen verursachen - das hoffen zumindest Ärzte des UKL mit Blick auf das aktuelle Böllerverbot." src="/presse/PressImages/pic_20211227113351_369853df76.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-12-26T23:00:00ZLeipzig. Nach 2020 wird auch in diesem Silvestertag ein Jahreswechsel ohne große Böllerei über die Bühne gehen und Feiern auf öffentlichen Plätzen sind in diesem Jahr sachsenweit nicht gestattet – damit auch Feuerwerk und das Anzünden von Knallern. <p>&quot;Und das ist auch gut so&quot;, bekräftigt der Kinderchirurg Prof. Dr. Martin Lacher. &quot;Denn jedes Silvester haben zehn bis 20 Kinder aus der Region Leipzig durch Böller schwere Verletzungen davongetragen, die nicht selten lebenslange Folgen hatten. Außer im vergangenen Jahr&#58; Da hatten wir durch das coronabedingte Böllerverbot keinen einzigen Fall.&quot; Der Direktor der <a href="/einrichtungen/kinderchirurgie">Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</a> am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) begrüßt deshalb, dass auch in diesem Jahr die große Knallerei zu Silvester und Neujahr ausfällt&#58; &quot;Zugespitzt könnte man sagen&#58; Die Corona-Pandemie ist gut für die Kinderhände. Denn bei den normalen Jahreswechseln vor Covid-19 hatten wir regelmäßig Unfälle, bei denen Kindern ein oder mehr Finger abgerissen wurden.&quot;&#160;</p> <p>Solche schwerwiegenden Verletzungen können am UKL zum Glück für die Betroffenen sehr gut versorgt werden, weil die Kinderchirurgen mit ihren Kollegen vom Bereich<a href="/einrichtungen/oup/plastische-ästhetische-spezielle-handchirurgie"> Plastische, Ästhetische und Spezielle Handchirurgie</a> um Prof. Dr. Stefan Langer interdisziplinär zusammenarbeiten. So kam so mancher Finger zwar wieder dorthin, wo er hingehört. Aber eine Funktion wie vor dem Unfall könne aufgrund der Verletzungsschwere oft nicht erreicht werden.&#160;</p> <p>Wobei in der eigentlichen Silvesternacht Kinder und Jugendliche meist nur leichte Verbrennungen davontrugen, beispielsweise durch das unsachgemäße Anzünden von Raketen. &quot;Die schlimmsten Verletzungen entstanden immer am Neujahrstag&quot;, erzählt. Prof. Lacher. &quot;Da liegen die Eltern noch müde im Bett, und Kinder und Jugendliche nutzen das, um auf die Suche nach Blindgängern zu gehen. Diese Feuerwerkskörper sind hundsgemein gefährlich, weil es wegen der kurzen Zündschnur oft keine Zündverzögerung gibt und die Knaller oder Raketen sofort losgehen - mit den entsprechenden Folgen.&quot;</p> <p>Welche schlimme Auswirkungen Feuerwerkskörper haben können, davon kann auch der Augenarzt Prof. Dr. Focke Ziemssen ein Lied singen. &quot;In den Vor-Corona-Jahren hatten wir allein in Leipzig jeweils zwölf bis 16 Betroffene mit zum Teil schweren Verletzungen. Im letzten Jahr aber gab es nur vier Patienten mit leichten Ausprägungen&quot;, sagt der Direktor der <a href="/einrichtungen/augenheilkunde">Uni-Augenklinik</a>. 30 bis 40 Prozent der schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper hätten leider Kinder und Jugendliche als Zuschauer und Passanten betroffen. &quot;Die positiven Effekte, also vermiedene Erblindungen sind aus Ländern wie Schweden, Finnland oder den Niederlanden durch Verbote vor Corona bekannt. Letztes Jahr haben sich die schützenden Verbote auch im Register unserer Fachgesellschaft mit einem Rückgang um 80 Prozent bewährt.&quot;</p> <p>Auch die <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Zentrale Notfallaufnahme (ZNA)</a> des UKL kann über sinkende Zahlen durch den vergangenen böllerfreien Jahreswechsel berichten. &quot;Während wir 2018 zu 2019 und 2019 zu 2020 jeweils rund 200 Patienten zu versorgen hatten, waren es beim Jahreswechsel 2020 zu 2021 nur 153&quot;, so Prof. Dr. André Gries, Ärztlicher Leiter der ZNA. &quot;Wobei dieser Rückgang nicht nur mit Böllern zusammenhängt. Wir hatten auch weniger Betrunkene, die sich bei Stürzen verletzten, weniger Schlägereien und weniger Schnittverletzungen. Alle Mitarbeiter der Notaufnahme würden sich freuen, wenn dieser Jahreswechsel wieder etwas ruhiger verlaufen würde. Denn durch die Corona-Pandemie haben wir ohnehin schon voll zu tun.&quot;</p>
Universitätsklinikum Leipzig eröffnet neue Beobachtungsstation für Notfallpatienten<img alt="Roland Petry (li.), Referatsleiter Hochschulmedizin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, kam als ministerieller Vertreter zur Eröffnungsfeier der neuen Station und durchschnitt zusammen mit (v.l.n.r.) Prof. Ulrich Laufs, Direktor der UKL-Kardiologie, Prof. André Gries, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notfallaufnahme, Tancred Lasch, Pflegerischer Departmentleiter Innere Medizin, sowie Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand, das symbolische Band in UKL-Blau." src="/presse/PressImages/pic_20211019150459_397758f899.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-10-18T22:00:00ZLeipzig. Mit einer neuen Station schafft das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) jetzt optimale Bedingungen für die Versorgung von Notfallpatienten, insbesondere bei Herzbeschwerden. Die in unmittelbarer Nähe zur Notaufnahme befindliche neue Struktur vereint die rund um die Uhr besetzte Brustschmerzambulanz mit einer Beobachtungsstation, auf der Notfallpatienten kurzzeitig betreut werden können, und wird gemeinsam von der Kardiologie und der Zentralen Notaufnahme betrieben. Die am 19. Oktober 2021 eröffnete Station nimmt ab November den Betrieb auf.<p>Auf der neuen Station stehen jetzt 18 Betten für die gesonderte Überwachung und Versorgung von Notfallpatienten, insbesondere mit kardiologischen Verdachtsdiagnosen, zur Verfügung. Dafür wurde hier die bisherige Beobachtungsstation der <a href="/einrichtungen/notaufnahme">Zentralen Notfallaufnahme</a> mit einer neu geschaffenen speziellen Herzüberwachungsstation (Coronary Care Unit) zusammengeführt. Auch die rund um die Uhr besetzte Brustschmerzambulanz (Chest Pain Unit) zieht aus der Notaufnahme auf die neue Station, so dass eine umfassende Versorgung von Notfallpatienten mit Herzbeschwerden an einem Ort erfolgen kann.&#160;</p><p>&quot;Wir schaffen so ein neues Angebot für unsere Notfallpatienten, das gleichzeitig sowohl die Versorgung in der Notfallmedizin in der Kardiologie verbessert, als auch unsere Zentrale Notaufnahme, die die einzige Notfallaufnahme in der Stadtmitte ist, entlastet&quot;, sagt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig.&#160;</p><p>Dafür wurde im Bestand und während des laufenden Betriebs umgebaut, wobei innerhalb eines Jahres die neue Station entstand. Die Kosten für diesen zum Teil aus Mitteln des Freistaats Sachsen finanzierten Umbau belaufen sich auf 3,3 Millionen inklusive Erstausstattung.&#160;</p><p>&#160;</p><p> <strong>Neues Herzüberwachungsangebot</strong></p><p>&quot;Zahlreiche Patienten, die in unsere Notfallaufnahme kommen, klagen über Herz-Kreislauf-Probleme, Brustschmerzen oder andere Beschwerden, die auf Herzprobleme hindeuten könnten&quot;, ergänzt Prof. Ulrich Laufs, Direktor der <a href="/einrichtungen/kardiologie">Uniklinik für Kardiologie</a>. Oft steht auch der Verdacht eines Herzinfarkts im Raum. In der auf Schmerzen im Brustkorb spezialisierten Brustschmerzambulanz wird dieser schnell und umfassend abgeklärt. &quot;Dazu gehört auch eine anschließende Überwachung im Sinne einer Intensivstation&quot;, erklärt Prof. Laufs. Benötigt wird dies nicht nur bei Patienten mit Herzinfarkt, sondern auch bei akuter Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und verschiedenen anderen Herzerkrankungen.&#160;</p><div class="embed-responsive embed-responsive-16by9"> <iframe width="1920" height="1080" class="embed-responsive-item" src="https&#58;//www.youtube.com/embed/OAxYIk5azXA" frameborder="0"></iframe>&#160;</div><p><br>Bisher erfolgte diese Versorgung oftmals in den Räumen der Notfallaufnahme oder auf einer Intensivstation, was dort Kapazitäten und Betten gebunden hat, die nun für die Behandlung anderer Patienten bereitstehen. In der Regel benötigen kardiologische Patienten nur ein bis zwei Tage lang eine Überwachung, bevor sie auf andere Stationen in der Klinik verlegt werden können. &quot;Unsere Patienten müssen in dieser Zeit zwar eng kontrolliert werden, wozu auch gehört, die Vitalfunktionen maschinell zu erfassen, benötigen aber keine Beatmung und damit keine klassische intensivmedizinische Versorgung&quot;, erläutert Prof. Ulrich Laufs. &quot;Auf der neuen Station stehen dafür nun speziell ausgerüstete Monitorbetten für die stationäre Beobachtung dieser Patienten ebenso zur Verfügung wie geschulte Pflegende und erfahrene Ärzte, die im Umgang mit kardiologischen und anderen Notfällen geübt sind&quot;.&#160;</p><p>Für die Besetzung der neuen Station wurden innerhalb der vergangenen 12 Monaten 20 neue Pflegekräfte gewonnen und intensiv für die neue Aufgabe geschult, eine besondere Leistung angesichts des aktuellen Pflegenotstands, wie Prof. Josten betont. &quot;Wir werten das als Zeichen, dass die Arbeit an unserem Universitätsklinikum weiterhin als sehr attraktiv angesehen wird, und werden alles tun, damit dies auch so bleibt.&quot;&#160;</p><p>&#160;</p><p> <strong>Beobachtungsstation auch für andere Notfallpatienten &#160;</strong></p><p>Neben kardiologischen Patienten werden auf der neu geschaffenen Station auch Notfallpatienten mit anderen Beschwerden, die nach der Erstversorgung in der Notaufnahme eine Überwachung benötigen, versorgt. &quot;Ziel ist es diese Patienten maximal 24 Stunden auf unserer Beobachtungsstation zu versorgen, während der weitere Behandlungsweg festgelegt wird&quot;, erklärt Prof. André Gries, Leiter der Zentralen Notfallaufnahme (ZNA) am UKL. Jährlich kommen 36.000 Menschen als Notfallpatienten in die ZNA, etwa 40 Prozent davon werden stationär aufgenommen und im Klinikum weiterbehandelt. Bei den zahlreichen Patienten, bei denen die stationäre Aufnahme nur für einen relativ kurzen Zeitraum notwendig ist, stehen die Betten der Beobachtungsstation bereit, und die Versorgung erfolgt durch in der Notfallmedizin erfahrene Ärzten und Pflegenden. &quot;Das ist ein großer Vorteil für unsere Patienten, denen wir so die Sicherheit geben können, ganz eng betreut zu werden, ohne dass sie lange in den Räumen der Notaufnahme mit deren Unruhe und Bewegung bleiben müssen&quot;, so Gries.</p><p>&#160;</p><p> <strong>Papierlose Station&#160;</strong></p><p>Die neue Station bietet dafür acht Zweibett-Patientenzimmer und zwei Einzel-Isolierzimmer mit eigenem Bad und speziellen Monitorsystemen sowie zwei Untersuchungsräume in der Brustschmerzambulanz. Zudem startet der neue Bereich als &quot;papierlose&quot; Station&#58; Hier wird auf Patientenakten in Papierform verzichtet, die Patientenkurve, in der alle wichtigen Daten erfasst werden, wird digital geführt, und auch alle Anordnungen und Diagnoseverfahren erfolgen digital.&#160;</p><p>So fließt zum Beispiel das Ergebnis einer EKG-Untersuchung direkt in die digitale Akte ein und muss nicht extra übernommen werden. Damit sind die Daten schnell an jedem Arbeitsplatz verfügbar und bei einer Weiterleitung des Patienten auch unmittelbar für die Weiterbehandlung zugänglich. &quot;Auf einer Normalstation außerhalb der Intensivmedizin ist das keineswegs Standard&quot;, erklären Prof. Laufs und Prof. Gries. &quot;Wir freuen uns sehr, als Pilotstation jetzt auf solche moderne IT-Systeme für unsere Patientenversorgung zugreifen zu können.&quot; &#160; &#160; &#160;</p>

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