Forschungsprojekte



LE-REP (Reproduktive Gesundheit)

(Leipzig Reproductive Health Research Center)​Forschungsstudie zur reproduktiven Gesundheit

LE-REP ist ein vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördertes, interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Untersuchung von Schwangerschaften nach Kinderwunschbehandlung. Ziel der Studie ist es, die Auswirkungen von Kinderwunschbehandlungen auf Schwangerschaft, Mutter und Kind besser zu verstehen und die wissenschaftliche Grundlage für die Betreuung betroffener Familien weiter zu verbessern. Eine Teilnahme ist vor oder während der Schwangerschaft möglich und erfordert keine zusätzlichen Studientermine. Im Rahmen der regulären Vorsorge werden während der Schwangerschaft Blutproben entnommen und Fragebögen ausgefüllt.

Kontakt: lerep@medizin.uni-leipzig.de

Weitere Informationen: https://research.uni-leipzig.de/reproductive-health/

PAPYRUS (Augengesundheit / Herz-Kreislauf-Gesundheit)

Augengesundheit als Spiegel der Herz-Kreislauf-Gesundheit nach Schwangerschaftskomplikationen

(Prediction of cArdiovascular risk after hyPertensive pregnancY disorders by characteristics of Retinal vascUlature and layer thicknesSes)​

PAPYRUS ist eine Forschungsstudie des Universitätsklinikums Leipzig zur langfristigen Gesundheit von Frauen nach Schwangerschaften mit Bluthochdruckerkrankungen (z. B. Präeklampsie), Wachstumsstörungen des ungeborenen Kindes oder Schwangerschaftsdiabetes. Ziel der Studie ist es herauszufinden, ob Veränderungen der kleinsten Blutgefäße im Auge Hinweise auf ein später erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen geben können.

Die Teilnahme ist während der Schwangerschaft zu jedem Trimester möglich. Im Rahmen der Studie werden schmerzfreie und nicht-invasive Augenuntersuchungen durchgeführt, bei denen die Netzhaut und ihre Blutgefäße hochauflösend dargestellt werden. Zusätzlich werden medizinische Daten aus den regulären Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen erfasst. Frauen mit Schwangerschaftskomplikationen werden in der Schwangerschaft, kurz nach der Entbindung sowie – je nach Studiengruppe – nach 6, 12 und 24 Monaten untersucht. Gesunde Schwangere sowie Frauen mit Mehrlingsschwangerschaft oder Schwangerschaftsdiabetes können ebenfalls teilnehmen und werden zu ausgewählten Zeitpunkten während und nach der Schwangerschaft untersucht.

Mit den Ergebnissen möchte das Forschungsteam neue Möglichkeiten zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Risiken nach einer Schwangerschaft schaffen und die langfristige Nachsorge betroffener Frauen verbessern.

Kontakt: anne.dathan-stumpf@medizin.uni-leipzig.de

PreFree (Erhöhtes Präeklampsie-Risiko)

Digitale Unterstützung bei Schwangerschaften mit erhöhtem Präeklampsie-Risiko

(Sektorenübergreifende Versorgung von Risikoschwangerschaften mittels digitaler Fernüberwachung und Entscheidungshilfe)

PreFree ist eine deutschlandweite Forschungsstudie unter der Leitung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Ziel der Studie ist es, die Betreuung von Schwangeren mit einem erhöhten Risiko für Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) durch eine digitale Gesundheitsanwendung zu verbessern.

Teilnehmen können Schwangere zwischen der 24. und 36. Schwangerschaftswoche, bei denen ein erhöhtes Risiko für Präeklampsie besteht oder bereits Auffälligkeiten wie erhöhter Blutdruck vorliegen. Nach Studieneinschluss werden die Teilnehmerinnen per Zufall einer von zwei Gruppen zugeteilt: einer Gruppe mit der digitalen PreFree-App oder einer Gruppe mit der bisherigen Standardbetreuung.

Frauen in der PreFree-Gruppe erhalten zusätzlich ein Blutdruckmessgerät, Urinteststreifen und eine Waage für die Anwendung zu Hause. Über die App werden regelmäßig Blutdruck-, Gewichts- und Urinwerte erfasst und ausgewertet. Ein intelligenter Algorithmus unterstützt die Risikoeinschätzung und gibt Empfehlungen für die weitere Betreuung. Ergänzend finden je nach individuellem Risiko Kontrolluntersuchungen im Studienzentrum statt. Alle Teilnehmerinnen beantworten während der Schwangerschaft und bis sechs Wochen nach der Geburt mehrere Fragebögen zu Gesundheit, Lebensqualität und Versorgungserfahrungen.

Die Studie untersucht, ob durch die digitale Betreuung unnötige Krankenhausaufenthalte und zusätzliche Arztbesuche reduziert werden können, ohne die Sicherheit von Mutter und Kind zu beeinträchtigen. Gleichzeitig soll die Lebensqualität der Schwangeren verbessert und die Früherkennung von Schwangerschaftskomplikationen unterstützt werden.​

Kontakt: anne.dathan-stumpf@medizin.uni-leipzig.de

AsSeDePre32 (Schwere frühe Präeklampsie )

Registerstudie zur schweren frühen Präeklampsie ​(Assessing severity and need for delivery in early onset preeclampsia before 32 weeks of gestation)

AsSeDePre32 ist eine deutschlandweite Registerstudie unter der Leitung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Ziel der Studie ist es, den Schweregrad einer frühen Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) besser zu erfassen und ein wissenschaftlich fundiertes Bewertungssystem für die Betreuung betroffener Schwangerer zu entwickeln.

Teilnehmen können Frauen mit einer frühen Präeklampsie vor der 32. Schwangerschaftswoche, die aufgrund ihrer Erkrankung stationär betreut werden. Die Studie begleitet den weiteren Schwangerschaftsverlauf bis zur Geburt. Es finden keine zusätzlichen Untersuchungen oder Eingriffe statt. Erfasst werden ausschließlich medizinische Daten, die im Rahmen der regulären Behandlung ohnehin erhoben werden, beispielsweise Blutdruckwerte, Laborbefunde, Ultraschalluntersuchungen sowie Informationen zum Gesundheitszustand von Mutter und Kind.

Die Dokumentation erfolgt während des Krankenhausaufenthaltes bis zur Entbindung. Anschließend werden die kurzzeitigen Behandlungsergebnisse von Mutter und Neugeborenem ausgewertet.

Mit den Ergebnissen soll ein einheitliches Bewertungssystem entwickelt werden, das Ärztinnen und Ärzte künftig bei der Einschätzung des Schweregrades einer Präeklampsie und bei wichtigen Entscheidungen zum optimalen Zeitpunkt der Entbindung unterstützen kann. Langfristig soll die Studie dazu beitragen, die Versorgung von Frauen mit schweren Schwangerschaftskomplikationen weiter zu verbessern.​

Kontakt: anne.dathan-stumpf@medizin.uni-leipzig.de
            clara.berbee@medizin.uni-leipzig.de


VoPReC (Veränderung der Stimme)

​Stimme als Frühwarnsignal für Schwangerschaftskomplikationen

(Changes in Voice Sound Signals for Detecting Pregnancy-Associated Complications – A Feasibility Study)​

VoPReC ist eine Forschungsstudie des Universitätsklinikums Leipzig, die untersucht, ob Veränderungen der Stimme Hinweise auf Schwangerschaftskomplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck in der Schwangerschaft oder Präeklampsie geben können. Ziel ist es, neue, einfache und nicht-invasive Möglichkeiten zur Früherkennung von Risiken für Mutter und Kind zu entwickeln.

Teilnehmen können gesunde Schwangere sowie Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes, schwangerschaftsbedingtem Bluthochdruck oder Präeklampsie. Im Rahmen der regulären Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen werden kurze Stimmaufnahmen mit einem Smartphone erstellt. Dabei lesen die Teilnehmerinnen einen kurzen Text vor, zählen einige Zahlen und halten für wenige Sekunden einen Ton. Eine Aufnahme dauert insgesamt nur etwa ein bis zwei Minuten.

Die Stimmaufnahmen finden zu mehreren Zeitpunkten während der Schwangerschaft sowie einmal drei Monate nach der Geburt statt. Zusätzlich werden medizinische Daten aus den regulären Untersuchungen, wie Blutdruckwerte, Ultraschallbefunde oder Ergebnisse des Zuckerbelastungstests, ausgewertet. Es sind keine zusätzlichen Blutentnahmen oder invasiven Untersuchungen erforderlich.

Mit den Ergebnissen möchte das Forschungsteam prüfen, ob sich bestimmte Veränderungen der Stimme zur frühen Erkennung von Schwangerschaftskomplikationen eignen. Langfristig könnten daraus einfache digitale Screeningverfahren entwickelt werden, die Schwangere weltweit unterstützen und die Versorgung von Mutter und Kind weiter verbessern.

Kontakt: anne.dathan-stumpf@medizin.uni-leipzig.de
             julia.franke@medizin.uni-leipzig.de

ICP-NET-Studie (Schwangerschaftscholestase)

Registerstudie zur Schwangerschaftscholestase
(intrahepatic cholestasis of pregnancy)​

Inhalte und Ziel der Studie: Die ICP-NET-Studie ist eine Register-/Beobachtungsstudie, die Daten über Patientinnen mit intrahepatischer Schwangerschaftscholestase erfasst. Dadurch sollen mehr Erkenntnisse über Ursachen, Behandlung und Verläufe von Patientinnen mit Schwangerschaftscholestase gewonnen werden. Es sind keine zusätzlichen Termine oder Blutentnahmen notwendig, es werden nur die Routinedaten erhoben, die wir sowieso standardmäßig bei der Behandlung der Patientinnen erheben.

Kontakt: hanna.beck@medizin.uni-leipzig.de

Liebigstraße 20a, Haus 6
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 23642 (Ultraschall)
Telefon:
0341 - 97 23494 (Intensiv-Schwangeren-Beratung)
Fax:
0341 - 97 23599
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