Transdermale Applikationssysteme (transdermal drug delivery systems, TDDS) nehmen bereits eine wichtige Rolle in der Pharmakotherapie ein. Zur Erschließung des vollen Potenzials von TDDS bedarf es aber der Entwicklung neuer Systeme, die aufgrund ihrer chemischen Beschaffenheit breiter einsetzbar sind (Verwendbarkeit verschiedener Wirkstoffe, Lösungsmittel und chemical enhancers) und vorteilhaftere physikalische, technische und biologische Eigenschaften zeigen.
Im diesem Projekt werden erstmals poröse Silica-Formkörper exploriert, die sich durch sehr gute Kompatibilität mit Lösungsmitteln/chemical enhancers, Einsetzbarkeit für ein breites Spektrum an Wirkstoffen zur Beladung, sehr zielgerichtet einstellbare Freisetzungskinetiken, sehr variable Porengrößen und Tortuositäten sowie Stabilität und Wiederverwendbarkeit durch repetitive Be- und Entladung auszeichnen. Diese werden mit verschiedenen, pharmakologisch relevanten Wirkstoffen beladen, die sich bzgl. Hydrophobizität/Hydrophilie und medizinischer Verwendung unterscheiden. Aus Struktur-Aktivitätsbeziehungen werden Porengrößen und -architektur gezielt optimiert sowie zusätzliche Oberflächenfunktionalisierungen eingeführt.
Anhand von Franz-Zell-Experimenten werden diese Systeme auch unter Therapie-näheren Bedingungen getestet, was auch Untersuchungen zur Arzneimittel-Wiederfindungsrate bzw. zum Verlust durch metabolischen Abbau in der Haut einschließt.
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