Neuartige Zelltherapien wie die autologe CAR-T-Zelltherapie sind wichtige zugelassene Behandlungen für lebensbedrohliche hämatologische Krebserkrankungen. Um die Behandlungsmöglichkeiten von neuartigen Zelltherapien auf solide Tumore zu erweitern und die Sicherheit solcher Therapien zu erhöhen, werden in diesem Projekt die Entwicklung und automatisierte Herstellung von Sleeping Beauty-Transposon-modifizierten T-Zellen adressiert. Das übergeordnete Ziel des Vorhabens SB-TRACT ist es, innovative T-Zellprodukte zu entwickeln, die durch nicht-virale Gentransfermethoden modifiziert wurden, und diese für die Eignung als klinische Produkte im Bereich des Zukunftsclusters vorzubereiten.
Um den Transport von Transposase-mRNA und Transposon-DNA in T-Zellen zu optimieren und dabei die Viabilität der Zellen zu steigern, werden von der AG Aigner polymere Nanopartikel entwickelt und erprobt, welche beide Vektoren enthalten. Die Aufnahme der Nanopartikel muss dabei möglichst zielgenau erfolgen, um einerseits die Effizienz des Vektortransfers in T-Zellen zu erhöhen und andererseits die Targetierung anderer Zelltypen zu verhindern (sog. targeted delivery). Dies ist besonders für eine spätere in vivo Anwendung des Nanopartikel-basierten Gentransfers entscheidend. Es sollen daher unterschiedliche Nanopartikel getestet werden, die an verschiedene T-Zell-spezifische Antikörper gekoppelt sind. Nach einer Optimierung der allgemeinen Gentransferbedingungen, werden Gentransferraten, Zellviabilität, Vektorkopienzahlen und die Genauigkeit der Zellspezifität verglichen und somit der beste Nanopartikelkandidat für einen Nukleinsäuretransport in T-Zellen bestimmt.
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