Das Magenkarzinom ist eine der häufigsten Krebsarten und Ursache Krebs-assoziierter Todesfälle. Während bei anderen Tumorarten zielgerichtete Inhibitoren zunehmend die klassische Chemotherapie ergänzen, blieb dies im Magenkarzinom klinisch bislang weitgehend erfolglos. Die Verbesserung der personalisierten Therapie bedarf somit der Identifikation von Faktoren, die für eine primäre oder sekundäre Resistenz verantwortlich sein können. Hier kann vor allem auch der kompensatorischen Hochregulation anderer onkogener (non-target) Rezeptortyrosinkinasen (RTKs) große Bedeutung zukommen. Diese kompensatorische Hochregulation mit daraus folgender (Über-)Aktivierung alternativer onkogener RTKs kann jedoch nicht nur eine Ursache sekundärer Resistenz gegenüber zielgerichteten Inhibitoren darstellen, sondern auch neue Therapieoptionen eröffnen.
So werden in diesem Projekt (i) Inhibitor- bzw. RNAi-/Knockdown-induzierte Veränderungen in der Expression onkogener RTKs umfassend charakterisiert, über Proteomanalysen weitere Kandidaten identifiziert sowie die zellulären und molekularen Effekte dieser Gegen-(hoch-)regulationen analysiert, (ii) daraus definierte Kombinationen spezifischer Inhibitoren/Knockdowns ermittelt und bzgl. additiver/synergistischer Effekte getestet, (iii) sequenzielle Therapie-Regime (sekundäre Resistenzinduktion als „acquired vulnerability") exploriert („second hit concept" mit etablierten Inhibitoren, inkl. möglicher Dosis-Reduktionen gegenüber Einzelbehandlung) und (iv) vielversprechendste Kombinationen bzw. sequenzielle Therapie-Regime an primären Tumoren über ex vivo-tissue slice-Kulturen von frischen Patiententumor-Resektaten validiert.
zurück zur Übersicht Forschungsgebiete
Projektpartner: