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Zentrum für Musikermedizin

Das Zentrum für Musikermedizin am Universitätsklinikum Leipzig hat das Ziel, die spezifischen medizinischen, psychologischen und therapeutischen Bedürfnisse von Musikerinnen und Musikern und musikerspezifische Funktionsstörungen oder Erkrankungen in einem interdisziplinären Team zu diagnostizieren und zu therapieren.

Bei uns begegnen Sie ausgewiesenen, erfahrenen Experten, die zumeist auch musisch ausgebildet und aktiv sind. Das schließt beispielsweise die Befähigung ein, auf der Grundlage einer Repertoirekenntnis die konkreten Belastungen durch die jeweiligen Partien oder zu spielenden Literatur sachgerecht einschätzen zu können. Als Haus der Maximalversorgung verfügen wir über alle erforderlichen medizinischen und zahnmedizinischen Fachrichtungen, die wir im Zentrum für Musikermedizin vernetzt haben.

Wir kennen die besonderen Anforderungen bei der Ausübung eines Berufes als Musikerin und Musiker und einer musischen Tätigkeit im semiprofessionellen oder Laienbereich: Die am Instrumentenspiel oder beim Singen beteiligten Gewebe und Organstrukturen sowie die neuromuskuläre und kinästhesisch-auditive Steuerung unterliegen sehr hohen Beanspruchungen. Künstlerische Höchstleistungen müssen punktgenau abrufbar sein und den zum Teil sehr hohen Erwartungen des Publikums entsprechen. Insbesondere im professionellen und semiprofessionellen Bereich bestehen hoher Konkurrenzdruck und psychoemotionale Belastungen durch die direkte Abhängigkeit der Verdienstsituation von der Musizierfähigkeit, insbesondere bei den zahlreichen Freischaffenden. Einen weiteren Aspekt stellt die spezifische Arbeitsplatzsituation von Musikerinnen und Musikern dar. Beim individuellen Üben, in Proben und bei Konzerten und Vorstellungen entstehen instrumentenspezifische Schallexpositionen. Zusätzlich können eine ungünstige Beleuchtung, Reizungen durch Staub, Materialien und chemische Stoffe in Masken, Kostümen und den Instrumenten selbst zu besonderen Belastungen führen.

Wir wissen, dass durch diese Bedingungen für die Betroffenen ein erhöhtes Risiko resultiert, musikerspezifische Funktionsstörungen oder Erkrankungen zu entwickeln. Dabei können zwei Arten von Gesundheitsstörungen unterschieden werden: Einerseits sind Erkrankungen bekannt, die durch die Ausübung der musischen Tätigkeit selbst hervorgerufen werden. Dazu zählen beispielsweise häufige Schmerzsyndrome und Bewegungseinschränkungen des Stütz- und Bewegungsapparates durch instrumentenspezifische Haltungen und Bewegungen, die Musikerdystonie, Hörminderungen und Ohrgeräusche aufgrund der Schallexposition, psychoemotionale Erkrankungen (z.B. Auftrittsangst, belastungsindizierte Erschöpfungssyndrome und Depressionen), ponogene Dysphonien und Dysodien sowie Allergien durch arbeitsplatz- und instrumentenmaterialbedingte Reizungen. Auf der anderen Seite können Erkrankungen, die unabhängig von der musischen Tätigkeit entstanden sind, diese zum Teil gravierend beeinträchtigen. Hierzu zählen zum Beispiel chronische Erkrankungen der Atemorgane, des Stütz- und Bewegungsapparates, der Sinnesorgane, Allergien, neurologische, psychosomatische und psychiatrische Erkrankungen sowie Erkrankungen des stomatognaten Systems.

Wir sind gemeinsam angetreten, eine hochspezialisierte und individuelle medizinische Betreuung bei der Diagnostik, Therapie und ggf. Rehabilitation sowie für die Prophylaxe dieser musikermedizinischen Beschwerdebilder und Erkrankungen zu leisten, die der bei Hochleistungssportlern vergleichbar ist.

Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Vertrauen schenken!

Liebigstraße 12, Haus 1
04103 Leipzig
Telefon:
0341 – 97 21800 (Sekretariat)
Fax:
0341 – 97 21809
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