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Projekte

​​​​​​Unsere Abteilung ist in verschiedene Forschungsprojekte eingebunden, die wir mit verschiedenen Partnern am Klinikum, in Deutschland und auf internationaler Ebene durchführen. Eine Auswahl finden Sie nachfolgend.


Aktuelle Projekte:

LINCARE (01/2025 – 12/2027)

LINCARE –​ Intervent​​​ionelle Versorgungsforschung der Gefäßmedizin

Zeitraum: 01/2025 – 12/2027 
Förderer: Gemeinsamer Bundesausschuss (GBA)

Projektbe​​schreibung:

Rund 2 bis 3 Millionen Menschen in Deutschland sind von einer arteriosklerotischen Minderdurchblutung der unteren Extremitäten (pAVK) betroffen. Angesichts dieser hohen Prävalenz und der jährlic​h rund 48.000 durchgeführten Amputationen, von denen etwa ein Drittel als vermeidbar gilt, besteht bei dieser Volkskrankheit dringender Handlungsbedarf.

Das LINCARE-Projektteam untersucht die aktuelle Situation der Patientenversorgung bei kritischen Krankheitsstadien von peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK). Hierfür werden umfangreiche Gesundheits- und Kostendaten aus den letzten zehn Jahren aus dem stationären, ambulanten und rehabilitativen Sektor genutzt. Diese Daten werden durch den Konsortialpartner, das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO), bereitgestellt. Zusätzlich werden Daten von über 80.000 pAVK-Patienten einbezogen, die in deutschen Universitätskliniken behandelt wurden.


Das LINCARE-Projektteam analysiert auf Basis der gesammelten Daten, welche Faktoren zu unerwünschten Auswirkungen, insbesondere zur Amputation, führen. Durch die Analyse dieser Faktoren entwickeln wir Modelle, die die Auswirkungen von bestimmten Therapieverfahren auf die Behandlungsfolge vorhersagen sollen. Dazu konzentrieren wir uns die Identifizierung von klinischen und strukturellen Faktoren, die zu unerwünschten Auswirkungen bei pAVK-Patienten führen. Mit den Modellen sollen schließlich Auswirkungen von verschiedenen Therapieverfahren auf die Behandlungsfolge vorhergesagt und entsprechende Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Ziel ist es, die Behandlungsergebnisse für pAVK-Patienten zu verbessern und die Amputationsrate zu reduzieren.​


MDS-Projektmitglied​​​​​er​:

Projektpartner:

  • Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Angiologie​ (PD Dr. med. habil. Eva Freisinger und Prof. Dr. med. Dierk Scheinert)
  • Wissenschaftliches Institut der AOK WIdO, Berlin (Dipl.-Math. Christian Günster)
  • Deutsche Gesellschaft für Angiologie e.V., Berlin (Prof. Dr. med. Wulf Ito)
  • Deutsche Gefäßliga e.V., Brühl (PD Dr. med. Christoph Kalka)

Private AIM (04/2023 – 03/2027)

PrivateAIM — Privacy-Preserving Analytics In Medicine

Laufzeit: 04/2023 – 03/2027
Förderer: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Projektbeschreib​ung:

PrivateAIM verfolgt das Ziel, im Rahmen der Medizininformatik Initiative (MII​) eine föderierte Plattform zur Analyse medizinischer Daten zu entwickeln. Dabei ist die Verarbeitung von Patient:innendaten ohne deren ausdrückliche Zustimmung in den Datenintegrationszentren der MII-Partn​​er nur zulässig, wenn die Anonymität der Betroffenen gewahrt bleibt.

Um diese Herausforderung zu bewältigen, vereint PrivateAIM Expertise aus den Bereichen föderierte Datenanalyse und innovative Datenschutzkonzepte. Derzeit erfüllen verfügbare Methoden die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit nicht vollständig. Deshalb arbeitet PrivateAIM daran, d​iese Verfahren durch multimodale Datenfunktionen, umfassende Analyseoptionen und eine verteilte Infrastruktur zu erweitern, die die Überwachung, Kontrolle und Einhaltung hoher Datenschutzstandards gewährleistet.

Mit diesem innovativen Ansatz leistet PrivateA​​​IM einen bedeutenden Beitrag zur medizinischen Forschung und trägt langfristig dazu bei, die Versorgungsqualität zu verbessern.

Weitere Inform​ationen zum Projekt finden sie hier​.

MDS-Projektmitgl​ieder:

​Proje​ktpartner:

  • Universitätsmedizin Berlin (Charité) (Prof. Dr. Fabian Prasser)
  • Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit (CISPA) (Prof. Dr. Mario Fritz)
  • Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) (Dr. Ralf Omar Floca)
  • Eberhard Karls Universität Tübingen (EKUT) (Prof. Dr. Nico Pfeifer)
  • Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) (Prof. Dr. Ulrich Mansmann)
  • TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (Dr. Sebastian Claudius Semler)
  • Technische Universität München (TUM) (Prof. Dr. Daniel Rückert)
  • Universitätsklinikum Erlangen (UKER) (Prof. Dr. Thomas Ganslandt)
  • Universitätsklinikum Freiburg (UKFR) (Prof. Dr. Harald Binder)
  • Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) (Prof. Dr. Christoph Dieterich)
  • Universität zu Köln (UKK) (Prof. Dr. Oya Beyan)
  • Universitätsklinikum Tübingen (UKT) (Prof. Dr. Oliver Kohlbacher)
  • Universitätsklinikum Ulm (UKU) (Prof. Dr. Hans Kestler)
  • Universitätsklinikum Mannheim, Universität Heidelberg (Prof. Dr. Martin Lablans)
  • Universitätsklinikum Essen (UKE) (Dr. Michael Kamp)
  • Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) (Prof. Dr. Björn Schreiweis)

​Ergebn​​isse:

​Bild 1: Überblick über die FLAME Architektur (​Quelle​)

Erstes Ergebnis ist die Entwicklung einer föderierten Plattform zur Analyse medizinischer Daten namens FLAME. Diese Plattform lässt sich grob in eine zentrale Komponente, den sogenannten H​​ub, und mehrere dezentrale Komponenten, die sogenannten Knoten, unterteilen. ​​Ein User startet eine Analyse über den Hub, der daraufhin ein Bild erstellt und es an alle beteiligten Knoten verteilt. Ein Knoten ist Teil der Infrastruktur eines Krankenhau​ses und hat Zugriff auf Patientendaten, sodass diese Daten für die Analyse verwendet werden können. Die Ergebnisse werden aggregiert und an den Hub zurückgesendet, wo sie dem Analysten zur Verfügung gestellt werden. Beispiele und weitere Informationen zur FLAME-Plattform finden Sie hier​.​

​Das Projekt PrivateAIM ist derzeit ​​laufend und soll voraussichtlich bis 2027 fortgesetzt werden. Ergebnisse werden zukünftig aktualisiert.

Publi​​​kationen:

  • Welten S, de Arruda Botelho Herr M, Hempel L, Hieber D, Placzek P, Graf M, Weber S, Neumann L, Jugl M, Tirpitz L, Kindermann K, Geisler S, Bonino da Silva Santos LO, Decker S, Pfeifer N, Kohlbacher O, Kirsten T A study on interoperability between two Personal Health Train infrastructures in leukodystrophy data analysis. Sci Data 11, 663, 2024. Read Paper​.
  • Herr, M., Graf, M., Placzek, P., König, F., Bötte, F., Stickel, T., Hieber, D., Zimmermann, L., Slupina, M., Mohr, C., Biergans, S., Akgün, M., Pfeifer, N., & Kohlbacher, O. (2022)
  • Bringing the Algorithms to the Data - Secure Distributed Medical Analytics using the Personal Health Train (PHT-meDIC). arXiv (Cornell University). Read Paper
  • Ziller, A., Trask, A., Lopardo, A., Szymkow, B., Wagner, B., Bluemke, E., Nounahon, J., Passerat-Palmbach, J., Prakash, K., Rose, N., Ryffel, T., Reza, Z. N., & Kaissis, G. (2021). PySyft: A Library for Easy Federated Learning. In Springer eBooks (pp. 111–139). Read Paper
  • Kaissis, G., Ziller, A., Passerat-Palmbach, J., Ryffel, T., Usynin, D., Trask, A., Lima, I., Mancuso, J., Jungmann, F., Steinborn, M., Saleh, A., Makowski, M. R., Rueckert, D., & Braren, R. (2021). End-to-end privacy preserving deep learning on multi-institutional medical imaging. Nature Machine Intelligence, 3(6), 473–484. Read Paper
  • Prasser, F., Kohlmayer, F., Lautenschläger, R., & Kuhn, K. A. (2014). ARX - A comprehensive tool for anonymizing biomedical data. In AMIA Annual Symposium Proceedings (Vol. 2014, p. 984). American Medical Informatics Association. [Washington DC, 15.-19. November 2014: AMIA Annual Symposium, 2014] Read Paper
  • Wirth, F., Meurers, T., Johns, M., & Prasser, F. (2021). Privacy-preserving data sharing infrastructures for medical research: systematization and comparison. BMC Medical Informatics and Decision Making, 21(1). Read Paper​
  • Scherer, J., Nolden, M., Kleesiek, J., Metzger, J., Kades, K., Schneider, V., Bach, M., Sedlaczek, O., Bucher, A. M., Vogl, T. J., Grünwald, F., Kuhn, J., Hoffmann, R., Kotzerke, J., Bethge, O. T., Schimmöller, L., Antoch, G., Müller, H., Daul, A., . . . Maier-Hein, K. H. (2020). Joint Imaging Platform for Federated Clinical Data Analytics. JCO Clinical Cancer Informatics, 4, 1027–1038.

Come2Data (11/2024 – 11/2026)

Come2Data – ​Kompetenzzentrum für interdisziplinäre Datenwissenschaften 

Zeitraum: 11/2024 – ​11/2026
Förderer: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BFTR), Europäische Union

Projektbeschr​​eibung:

Come2Data fungiert als Datenkompetenzzentrum (DKZ) mit einem sächsisch-regionalen S​​chwerpunkt. Ziel ist es, praxisorientierte Datenkompetenzen vorrangig in der Wissenschaft zu stärken, aber auch in der Verwaltung, in der interessierten Öffentlichkeit sowie perspektivisch in der Wirtschaft zu fördern. 

Come2Data bündelt vorhandene Ausbildungs- und Unterstüt​​zungsangebote im Bereich Datenwissenschaft sowie Expertisen und Aktivitäten zu Forschungsdatenmanagement, zur Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), zu Hochleistungsrechnen und zu Analyseverfahren für datenintensive, interdisziplinäre Forschungsanwendungen wie Künstliche Intelligenz und Datenmodellierung. Hierbei werden die in Sachsen vorhandenen vielfältigen lokalen, regionalen und nationalen Aktivitäten konsolidiert und zu einem nachhaltigen, synergetischen Angebot zusammengeführt. Die Grundlage bildet ein umfassendes Ausbildungs- und Unterstützungsangebot in den Bereichen Datenintegration, Datenmanagement, Datenanalyse und Datenpublikation.

​Come2Data schafft somit einen offenen Forschungs-, Unterstützungs-, Vernetzungs- und Lernort über sächsische Standorte hinweg. Das konsolidierte Ausbildungs-, Unterstützungs- und Wissensangebo​t wird über eine zentrale virtuelle Plattform Forschenden, Lehrenden und Lernenden zugänglich gemacht und gleichzeitig öffentlichkeitswirksam bereitgestellt.

MDS-Projektmitglieder:

​Projektpartne​r:

  • Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen an der Technische Universität Dresden
  • Technische Universität Dresden (Prof. Dr. Lars Bernard)
  • Technische Universität Chemnitz (Dr. Ralph Müller-Pfefferkorn)
  • Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
  • Landesinitiative „SaxFDM – Forschungsdatenmanagement in Sachsen“
  • ScaDS.AI Dresden/Leipzig​ – Center for Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence Dresden/Leipzig (Prof. Dr. Erhard Rahm, Matthias Täuschner. Dr. Mike Berger, Pia Voigt)
  • DRESDEN-concept e.V.
  • NFDI4Earth – NFDI-Konsortium Erdsystemwissenschaften

Ergebniss​e

Erste Ergebnisse des Come2Data-Pilotprojekts „KI in der Medizin“:

  • ​​​Entwurf und Implementierung eines Prototyps für eine vertrauenswürdige Rechenumgebung (Trusted Research Environment, TRE) in Zusammenarbeit mit dem Universitätsrechenzentrum (URZ), um sichere Berechnungen für die Forschung mit sensiblen Patientendaten zu ermöglichen.
  • Organisation eines Python-Trainings für medizinisches Fachpersonal in Zusammenarbeit mit ScaDS.AI und EKFZ, um praktische Kenntnisse in Datenanalyse und KI-Anwendungen zu vermitteln.
  • Aufbau einer fachspezifischen Wissensdatenbank zur Sammlung und Weitergabe von Methoden, Ressourcen und Best Practices in der medizinischen Data Science.
  • Unterstützung der MII Academy zur Förderung der Datenkompetenz.
  • Sammlung fachspezifischer Datenprobleme, welche in das interne Ticketsystem eingespeist werden und durch den Helpdesk/Expert:innen bearbeitet werden.

​Refere​​nzen:

MASLD (09/2024 – 04/2026)

MASLD – Umsetzung des leitlinienempfohlenen Screening-Algorithmus bezüglich einer fortgeschrittenen Leberfibrose bei Patienten mit Fettlebererkrankung infolge einer metabolischen Dysfunktion (MASLD)

Laufzeit: 09/2024 – 04/2026 
Förderer: Internes Projekt

Projektbeschreibung:​

Die metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) ist mit bis zu einem Viertel der erwachsenen Bevölke​​rung in westlichen Ländern eine der häufigsten Ursachen erhöhter Leberwerte und stellt das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Nur ein kleiner Anteil der Betroffenen entwickelt bei Fortschreiten der Krankheit eine Leberfibrose oder Zirrhose, was eine gezielte Identifikation von Risikopatient:innen erforderlich macht.

​Ziel des Projektes ist es, zu evaluieren, w​ie gut ein von der internationalen Fachgesellschaft empfohlener, einfacher Screening-Algorithmus zur Früherkennung von schweren Leberschäden bei MASLD-Patient:innen in der klinischen Praxis funktioniert. Hierzu werden retrospektiv Daten von Patient:innen ausgewertet, die seit 2014 an das Universitätsklinikum Leipzig überwiesen wurden. Im Fokus stehen die Analyse des FIB-4-Scores, des FAST-Scores sowie des Lebersteifigkeitswerts als primäre Screening-Instrumente und der weitere klinische Verlauf.

Das Projekt leistet damit einen Beitrag zur Versorgungso​​ptimierung und zur frühzeitigen Identifikation von Patient:innen mit hohem Risiko für schwere Lebererkrankungen.

MDS-Projektmit​glieder:

Proj​ektpartner:

  • Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Onkologie, Gastroenterologie, Hepatologie und Pneumologie, Bereich Hepatologie​ (Prof. Dr. Johannes Wiegand, Prof. Dr. Thomas Berg, Dr. Eva Messer)
  • Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Onkologie, Gastroenterologie, Hepatologie und Pneumologie​, Bereich Gastroenterologie​ (Prof. Dr. Thomas Karlas)
  • ​Universität Leipzig, Zentrum für klinische Studien (Dr. David Petroff)
  • Universität Leipzig, Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik (Dr. Martin Federbusch)
  • Universität Leipzig, Datenintegrationszentrum (Dr. Thomas Wendt)

PATH (12/2022 – 12/2025)

PATH ​​–​ Personal Mastery Health & Wellness Data)

Laufzeit: 12/2022 – 12/2025
Förderer: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

​Projektbeschreib​​ung:

Das PATH-Projekt zielt darauf ab, das volle Potenzial digitaler Gesundheitsdaten sowohl für die individuelle Versorgung als auch für die Forschung im Bereich der öffentlichen Gesundheit auszuschöpfen. Zu diesem Zweck wird eine DSGVO-konforme, benutzerfreundliche Plattform entwickelt, die persönliche Gesundheitsdaten mit Daten aus Alltagsgeräten wie Smartwatches, Heimtests und Gesundheits-Apps verknüpft.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Schaffung sicherer Infrastrukturen, sogenannter „Datenhubs“, die medizinisch dokumentierten Daten mit selbst erfassten Gesundheitsinformationen integrieren – stets unter der vollständigen Kontrolle des einzelnen Nutzers. Ein grafisches Dashboard bietet den Nutzern einen klaren und leicht zugänglichen Überblick über ihre Gesundheitsdaten und ermöglicht ihnen, selbstständig zu entscheiden, ob und wie ihre Daten weitergegeben werden – sei es zum persönlichen Gesundheitsnutzen (Primärnutzung) oder zu Forschungszwecken (Sekundärnutzung).

Innovation durch digitale Integration

PATH schlägt erstmals eine Brücke zwischen traditionellen klinischen Daten und persönlich generierten Gesundheitsdaten. Diese Integration eröffnet neue Möglichkeiten für:

  • ​Personalisierte Medizin und Vorsorge
  • Datengestützte Forschung und Entwicklung neuer medizinischer Produkte
  • Überwachung nach Inverkehrbringung zur Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit von Medizinprodukten

Die Plattform ist vollständig DSGVO-konform und bietet Open-Source-Module zur Verwaltung von Einwilligungen, zur Kontrolle der Datennutzung und zur Gewährleistung von Transparenz. Besonderes Augenmerk wird auf eine sinnvolle und nachvollziehbare Einwilligung gelegt, um Vertrauen aufzubauen und eine aktive Beteiligung der Einzelpersonen zu ermöglichen.

Wissenschaftlich fundiert und praktisch erprobt

PATH basiert auf der Hypothese, dass die Bereitschaft zur Weitergabe persönlicher Gesundheitsdaten weitgehend davon abhängt, ob die Betroffenen die Kontrolle behalten und klare, sinnvolle Möglichkeiten zur Verwaltung ihrer Daten erhalten. Um diese Hypothese zu überprüfen, werden die entwickelten Lösungen anhand realer klinischer Fallstudien mit Patienten mit Diabetes und psychischen Erkrankungen validiert.

Die Abteilung für Medical Data Science der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig ist verantwortlich für ein Projektteil und widmet sich der Entwicklung einer digitalen Lösung zur Verwaltung der Einwilligungen.

Ausblick

In einer sich wandelnden Gesundheitslandschaft schafft PATH eine Infrastruktur, die es Einzelpersonen ermöglicht, ihre Gesundheitsdaten sicher, transparent und sinnvoll zu nutzen – zu ihrem eigenen Vorteil und zum Wohle der Allgemeinheit. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung eines europäischen Gesundheitsdatenraums und zur verantwortungsvollen digitalen Transformation der Medizin.

​​MDS-Proje​​ktmitglieder:

Projektpartner:

  • ​Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Digitale Gesundheit (EKFZ) der TU Dresden (Stefanie Brückner, Akrem Dridi, Prof. Dr. Stephen Gilbert, Dr. Cindy Welzel)
  • Institut für Internationales Recht, Geistiges Eigentum und Technikrecht der Technischen Universität Dresden (Prof. Dr. Anne Lauber-Rönsberg, Ronja Riedel, Dr. Sven Hetmank)
  • Ada Health GmbH, Berlin
  • Una Health GmbH
  • Movisens GmbH

​Ergebnisse:

Wir haben zum neuartigen Standard Health Consent (SHC) beigetragen und an dessen Umsetzung gearbeitet, was zu verschiedenen Softwarekomponenten geführt hat. Die folgende Abbildung zeigt die allgemeine Systemarchitektur. SHC Connect ist ein Modul, das in Apps von Drittanbietern integriert werden kann, um app-spezifische Einwilligungen zu erfassen. SHC Connect verweist auf den SHC-Dienst, der alle erfassten Einwilligungsinformationen verwaltet und speichert.


Publikationen:

  • ​​Welzel C, Ostermann M, Smith HL, Minssen T, Kirsten T, Gilbert S Enabling secure and self determined health data sharing and consent management. npj Digit. Med. 8, 560, 2025. DOI:10.1038/s41746-025-01945-z​.
  • Brückner S, Kirsten T, Schwarz P, Cotte F, Tsesis M, Gilbert S The Social Contract for Health and Wellness Data Sharing Needs a Trusted Standardized Consent. Mayo Clinic Proceedings: Digital Health 1, 527–533, 2023. DOI:10.1016/j.mcpdig.2023.07.008​.

VICI -VTE (11/2024 – heute)

VICI-VTE – Venöse Thromboembolien

Laufzeit: 11/2024 – heute
Förderer: Internes Projekt

Projektbeschreibu​ng:

Das Projekt VICI-VTE widmet sich der Erforschung von venösen Thromboembolien (VTE), insbesondere tiefer Ve​​nenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE), bei Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren in Deutschland. VTE sind Blutgerinnsel, die in den Venen das Blutflusssystem blockieren und im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden können. Bei jungen Menschen sind VTE zwar selten, sollten aber besonders ernst genommen werden da sie oft auf besondere Risikofaktoren oder Erkrankungen hindeuten.​

Das Projekt liefert wichtige Erkenntnisse zur aktuellen Versorgungssituation und unterstützt die gezielte Optimierung der Behandlung von VTE bei Kindern und Jugendlichen.

MDS-Projektmitglie​d:

​Projektpartner:

Leuko FTLD (09/2024 – heute)

LeukoFTLD

Laufzeit: 09/2024 – heute
Förderer: Internes Projekt

Projektbeschreibung:​

Analyse der weißen Substanz bei FTLD mittels MRT und Deep Learning

Ziel des Projekts ist es, Verände​​​rungen der weißen Substanz im Gehirn bei der frontotemporalen Lobärdegeneration (FTLD) mithilfe von MRT-Bildgebung und Deep-Learning-Verfahren zu untersuchen. Die weiße Substanz besteht aus Nervenfasern, die verschiedene Bereiche des Gehirns verbinden; Schäden in dieser Struktur können Gedächtnis-, Sprach- oder Verhaltensprobleme verursachen.

Im Zentrum der Untersuchung steht die Identifikation von Mustern, die mit bestimmten Krankheitsformen oder -ausprägungen (Phänotypen) assoziiert sin​d. So sollen mögliche Überschneidungen oder Zusammenhänge mit Leukodystrophien erkannt werden—seltenen genetischen Erkrankungen der weißen Substanz.

​Zusätzlich wird die HeteroMRI-Methode erprobt, um MRT-Daten des F​TLD-Konsortiums basierend auf den Anomalien der weißen Substanz zu klassifizieren. Langfristiges Ziel ist es, neue diagnostische Ansätze zu entwickeln und das Verständnis der zugrunde liegenden Krankheitsmechanismen in dieser heterogenen Erkrankungsgruppe zu vertiefen.

MDS-Mitgl​​ieder:

Projektpartner:

  • Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Neurologie​ (Dr. med. Wolfgang Köhler)
  • Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften des Menschen (Prof. Dr. med. Dr. phil. Matthias Schroeter, Dr. Qiong Wu)
  • Abteilung für Neurologie, Medizinische Universität Wien, Österreich (Dr. Markus Ponleitner)

Ergebniss​​​​e:

N/A

Publikationen:

  • Wu, Q., Ponleitner, M., Shekarchizadeh, N., Mueller, K., Zhang, X., Anderl-Straub, S., Danek, A., Diehl-Schmid, J., Fassbender, K., Fliessbach, K., Kornhuber, J., Jahn, H., Kassubeck, J., Lauer, M., Levin, J., Prudlo, J., Synofzik, M., Wiltfang, J., Weishaupt, J., FTLD Consortium Germany, Otto, M., Köhler, W., & Schroeter, M. L., Prevalence of white matter hyperintensities varies across the frontotemporal lobar degeneration & Alzheimer’s disease spectrum: A multicenter study. Manuskript in Einreichung.

Hetero MRI (01/2024 – heute)

HeteroMRI

Laufzeit: 01/2024 – heute
Förderer: Internes Projekt

Projektbeschreibung​​:

Das HeteroMRI-Projekt entstand im Rahmen des LEUKO-Expert-Projekts und wird im Tag-White-Projekt fortgeführt. Die Magnetresonanztomographie (MRT) wird häufig zur Analyse von Veränderungen der ​​​weißen Substanz im menschlichen Gehirn eingesetzt. Allerdings unterscheiden sich MRT-Daten oft erheblich zwischen verschiedenen Scannern und Aufnahmeeinstellungen. Diese Variabilität (Heterogenität) stellt eine große Herausforderung für die automatisierte Bildanalyse und das Training von Machine-Learning-Modellen dar – insbesondere dann, wenn nur begrenzte Datenmengen zur Verfügung stehen, wie es bei seltenen Erkrankungen häufig der Fall ist.

Dieses Projekt befasst sich ​mit dieser Problematik durch die Entwicklung einer Deep-Learning-Methode, die in der Lage ist, Veränderungen der weißen Substanz in MRT-Datensätzen aus unterschiedlichen Scannern robust zu klassifizieren. Die Methode kann für die Klassifikation von Erkrankungen trainiert und evaluiert werden, die Veränderungen der weißen Substanz im Gehirn verursachen – etwa Leukodystrophien oder Multiple Sklerose.

Um diese Herausforderung zu bewältigen, wurde HeteroMRI entwickelt – eine Deep-Learning-Methode, die darauf ausgelegt ist, Veränderungen der weißen Substanz robust über MRT-Daten aus verschiedenen Scannern hinweg zu klassifizieren. Ziel ist es, eine zuverlässige automatisierte Analyse von Erkrankungen der weißen Substanz zu ermöglichen und gleichzeitig den Einfluss scannerabhängiger Unterschiede zu minimieren.

MDS-Projektmitglieder:

​Projektpartn​er:

  • Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Neurologie​​ (Dr. med. Wolfgang Köhler, Dr. med. Christa-Caroline Bergner, Dr. med. Julia Lier)
  • Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (Dr. Nico Scherf)
  • Full Brain Picture Analytics (Dr. Pierre-Louis Bazin)

Ergeb​nisse:

Im Rahmen des Projekts wurde HeteroMRI entwickelt und evaluiert, eine Deep-Learning-Methode zur Klassifikation von MRT-Aufnahmen basierend auf Veränderungen der w​​​eißen Substanz im Gehirn. Die Methode wurde zunächst daraufhin getestet, ob sie zuverlässig zwischen MRTs mit und ohne Auffälligkeiten der weißen Substanz unterscheiden kann.

HeteroMRI verringert die Auswirkungen von Heterogenität in den Daten, die durch unterschiedliche MRT-Scanner und Aufnahmeeinstellungen entstehen. Dies wird durch ein Intensitäts-Clustering der weißen Substanz erreicht, das die Klassifikation unabhängiger von scanner- und protokollspezifischen Unterschieden macht.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine robuste Klassifikation von Veränderungen der weißen Substanz auch bei heterogenen, multi-scanner MRT-Daten möglich ist, ohne dass zusätzliche Vorverarbeitungs- oder Harmonisierungsmethoden erforderlich sind. Die Methode ist zudem generalisiert einsetzbar auf bisher unbekannte MRT-Protokolle.

Die Implementierung von HeteroMRI wurde als Open-Source-Software veröffentlicht, um Transparenz, Reproduzierbarkeit und weitere Forschungsarbeiten zu fördern.



Abbildung 1: Überblick über die Methodik.
(A) Eingabedaten: Die für das Klassifizierungsmodell verwendeten MRT-Datensätze und die MNI-Hirnvorlage [61, 62]. Die MRT-Daten mit und ohne WM-Anomalie stammen aus den rot bzw. grün dargestellten Datensätzen. (B) MRT-Vorverarbeitung: Die N4-Biasfeldkorrekturmethode [28] wird auf die FLAIR-MRTs (in 3D) angewendet, anschließend werden die MRTs dreimal (nichtlinear) auf die MNI-Vorlage registriert. (C) Intensitätsclusterung: Die WM des Gehirns wird extrahiert und mithilfe des RFCM-Algorithmus [63] in drei Intensitätscluster unterteilt. (D) DL-Modell: Nur Cluster 3 der WM wird mit einem Schwellenwert versehen und für ein binäres Klassifizierungsmodell mit der gezeigten CNN-Architektur verwendet.

Publik​​​ationen:

  • ​Masoud Abedi, Navid Shekarchizadeh, Pierre-Louis Bazin, Nico Scherf, Julia Lier, Christa-Caroline Bergner, Wolfgang Köhler, and Toralf Kirsten, HeteroMRI: Robust white matter abnormality classification across multi-scanner MRI data, GigaScience, Volume 14, 2025, giaf092, Read paper

NutriScoPe (11/2024 – 10/2025)

NutriScoPe  Automatisierte Diagnostik von Mangelernährung (Nutricional Scoring) bei stationären Patient:innen

Laufzeit: 11/2024 – 10/2025
Förderer: TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische
Forschung e.V. & Haushaltsmittel des Universitätsklinikums Leipzig

Projektbeschreib​​ung:

NutriScoPe ist eine re​​trospektive Studie, die untersucht, wie Mangelernährung bei Patient:innen in verschiedenen Klinikabteilungen auftritt und welchen Einfluss eine systematische Ernährungsdiagnostik und -therapie auf den Behandlungserfolg hat.

Mangelernährung betrifft 20-30 % aller stationär aufgenommenen Patient:innen und ist mit längeren Krankenhausaufenthalten, höheren Kosten und erhöhter Sterblichkeit verbunden, besonders bei malignen Erkrankungen und chronischem Organversagen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wurde am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ein Ernährungsteam eingerichtet, das Patient:innen gezielt während des stationären Aufenthalts betreut.

Um Patient:innen mit erhöhtem Risiko für Mangelernährung zu erfassen, wird am UKL ein standardisiertes Verfahren das Nutritional Risk Screening (NRS) eingesetzt: Patient:innen durchlaufen bei stationärer Aufnahme ein Vorscreening, bei auffälligen Befunden folgt ein Hauptscreening. Bei nachgewiesener Mangelernährung erhalten sie eine gezielte Ernährungstherapie durch das Ernährungsteam. Im Vergleich dazu wird an der Universitätsklinik Jena bislang keine systematische NRS-Erfassung durchgeführt.

Die Studie basiert auf medizinischen Dokumentationsdaten der beiden Kliniken und analysiert die Prävalenz von Mangelernährung, deren Verteilung auf verschiedene Fachabteilungen sowie die Auswirkungen des automatisierten Nutritional Risk Screening auf Therapieerfolg, Krankenhausverweildauer und Komplikationen. Außerdem werden Zusammenhänge mit Alter, Geschlecht und Hauptdiagnosen untersucht, um gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Patientenversorgung ableiten zu können.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: FDPG - Forschungsdatenportal für Gesundheit​

MDS-Projektmit​​glieder:

​Projektpartner:

Ergebn​isse: 

Die Auswertung der Daten zeigte, dass nicht alle Patient:innen mit einem positiven Vorscreening ein anschließendes Hauptscreening am UKL erhielten, was eine Abweichung vom NRS-Protokoll darst​​ellt. In der klinischen Praxis erfolgte das Hauptscreening überwiegend bei Patient:innen mit schwereren Krankheitsverläufen.

Da das Vorscreening auf einer Selbsteinschätzung bei der A​ufnahme in die Klinik beruht, war mit Verzerrungen zu rechnen. Auffällige Hauptscreenings wurden insbesondere in der Viszeralchirurgie beobachtet, häufig bei Patient:innen mit malignen Komorbiditäten.

Ein höherer NRS-Score im Hauptscreening korrelierte deutlich mit ungünstigeren klinischen Verläufen. So zei​gten sich bei diesen Patient:innen eine erhöhte Mortalität, eine längere stationäre Verweildauer sowie eine höhere Wiederaufnahmerate.

Die folgende Abb​ildung veranschaulicht die bisherigen zentralen Ergebnisse der Analyse (Stand 09/2025):



Abbildung 1: Anzahl der P​atient:innen, die von 2017 bis 2023 ein Nutritional Risk Screening (NRS-Screening) am UKL erhalten haben. Eigene Darstellung.

Abbildung 2: Dauer des statio​​​​nären Aufenthalts in Abhängigkeit von der NRS-Score-Gruppierung im Hauptscreening

Abbildung 3: Body-Mass-Index in Abhängigkeit von d​e​r NRS-Score-Gruppierung im Hauptscreening​

​Publik​​​ationen:

  • Pirlich, M., Schütz, T., Norman, K., Gastell, S., Lübke, H. J., Bischoff, S. C., Bolder, U., Frieling, T., Güldenzoph, H., Hahn, K., Jauch, K. W., Schindler, K., Stein, J., Volkert, D., Weimann, A., Werner, H., Wolf, C., Zürcher, G., Bauer, P., & Lochs, H. (2006). The German hospital malnutrition study. Clinical nutrition (Edinburgh, Scotland), 25(4), 563–572. Read Paper
  • Schuetz, P., Fehr, R., Baechli, V., Geiser, M., Deiss, M., Gomes, F., Kutz, A., Tribolet, P., Bregenzer, T., Braun, N., Hoess, C., Pavlicek, V., Schmid, S., Bilz, S., Sigrist, S., Brändle, M., Benz, C., Henzen, C., Mattmann, S., Thomann, R., … Mueller, B. (2019). Individualised nutritional support in medical inpatients at nutritional risk: a randomised clinical trial. Lancet (London, England), 393(10188), 2312–2321. Read Paper

NFDI4Health (10/2020 – 09/2025)​

​​Jedes Jahr werden zahlreiche klinische Versuche, epidemiologische Studien und andere medizinische Forschungsprojekte durchgeführt, bei denen Daten über Probanden und Patienten, ihre Diagnosen und Therapien sowie ihr Umfeld im Hinblick auf eine relevante Forschungsfrage gesammelt werden. Während die Ergebnisse dieser Forschungsprojekte häufig veröffentlicht werden, gibt es jedoch keine einheitliche Methode zur Veröffentlichung von Metadaten und Daten. Manchmal werden Metadaten und Daten nicht in einem gemeinsamen Format wie dem Objektdatenmodell oder anderen verfügbaren Standards verwaltet. Daher sind solche Daten oft nicht auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar. Diese FAIR-Kriterien sind immanent wichtig, um die Forschungsergebnisse transparent und wiederverwendbar zu machen, was für die medizinische Forschung von Vorteil ist.

Das Ziel von NFDI4Health ist es, diese Belastungen zu überwinden, indem ein Konzept für eine föderierte Forschungsdateninfrastruktur für persönliche Gesundheitsdaten entworfen und umgesetzt wird. Diese Arbeit umfasst eine gemeinsame Datenstruktur für alle diese Daten, die föderierte Dateninfrastruktur selbst, Datenschutz und verteilte Analyseinfrastrukturen, die es ermöglichen, die verteilten Daten einzubeziehen und zu berechnen. Wir werden die Funktionalität all dieser Aspekte anhand einer Reihe von Anwendungsfällen zeigen.

NFDI4Health ist eine von der Deutschen Forschungsgesellschaft gefördertes Projekt. Weitere Informationen finden Sie hier​.​

PILEA (08/2024 – 07/2025)

PILEA 

Laufzeit: 08/2024 - 07/2025 
Förderer: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Projektbeschreib​ung

Seltene Erkrankung​​en (SE) sind zwar im Einzelfall selten, betreffen aber insgesamt mehr als 30 Millionen Menschen in der EU. In Deutschland und der EU wurden Fachzentren eingerichtet, um eine angemessene Versorgung sicherzustellen. Dennoch kommt es häufig zu Verzögerungen bei der Diagnose, da es Ärzt:innen oft an Erfahrung mit seltenen Erkrankungen fehlt. Die gezielte Unterstützung dieser Ärzt:innen bei der Überweisung von Patient:innen an spezialisierte Zentren ist entscheidend, um die Diagnosewege zu verbessern.

Das Projekt PILEA baut auf dem Vorgängerprojekt ​​Leuko-Expert​ (10/2020–02/2024) auf und pilotiert die LeukoExpert-App – ein digitales Assistenzsystem zur Unterstützung der ärztlichen Entscheidungsfindung von Neurolog:innen bei Leukodystrophien. Ziel ist es, die Grundlage für einen dauerhaften und skalierbaren Einsatz in der Praxis zu untersuchen schaffen.

Die App wird erstmals im MVZ Mittweida, einem medizinischen Versorgungszentrum mit angeschlossenem Praxennetzwerk in Mittelsachsen, unter realen Bedingungen getestet. Im Fokus steht die systematische Untersuchung technischer, organisatorischer und rechtlicher Aspekte, um den Implementierungsprozess zu erfassen und langfristig eine Integration in den Praxisalltag zu gewährleisten.

Die wissenschaftliche Begleitung durch IFDT Leipzig und die Universität Leipzig sowie dem Universitätsklinikum Leipzig liefert zusätzliche Erkenntnisse, die die Weiterentwicklung der Anwendung unterstützen und ihre Übertragbarkeit auf andere digitale Lösungen im Bereich seltener Erkrankungen ermöglichen soll.

Weitere Informationen über das Projekt finden Sie hier.

MDS-Projektm​​itglieder

Projektpartner:

  • Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie, Universität Leipzig, Maryam Khodaei Dolouei, Prof. Dr. Toralf Kirsten
  • Universitätsklinikum Leipzig AöR, Klinik und Poliklinik für Neurologie​, Dr. rer. nat. Marie Blume, Dr. med. Eva Carolin Awißus, Dr. med. Christa-Caroline Bergner
  • Institut für Digitale Technologien gGmbH, Prof. Dr. Kyrill Meyer
  • Hygieia.net – MVZ Mittweida, Sebastian Pelz

Ergebn​​​isse:

Eine Zusammenfassung der Projektergebnisse finden sie hier​.

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Abgeschlossene Projekte:

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