Das Medizininformatikzentrum (MIZ) des Universitätsklinikums Leipzig AöR (UKL) leistet einen wesentlichen Beitrag zur medizinischen Forschung innerhalb der Universitätsmedizin Leipzig und darüber hinaus. Es stellt Dienste und Verfahren zur Bereitstellung, Aufbereitung und Auswertung medizinischer Daten – insbesondere Daten aus der Patientenversorgung – zur Verfügung. Damit soll die Verwendung von Daten durch Forschende erleichtert, formell abgesichert und um aktuelle Methoden der Datenanalysen erweitert werden.
Was machen wir?
Das MIZ stellt Expertise und Services für das Data Sharing und komplexe Datenanalysen zur Verfügung. Es orientiert sich an den Entwicklungen und Vereinbarungen, die in der Medizininformatik-Initiative und im Netzwerk Universitätsmedizin - beides Förderinitiativen der Bundesregierung - getroffen werden. Es arbeitet mit Partnern innerhalb der UML und darüber hinaus zusammen, um ein umfassendes Portfolio von Diensten für die Datennutzung bereitzustellen.
Weiterhin unterstützt das MIZ mit eigenen Forschungsprojekten die Digitalisierung am UKL, um einen hohen Standard in der Patientenversorgung zu sichern. Dazu werden gemeinsam mit klinischen und pflegerischen Partnern technische Infrastrukturen wie auch Algorithmen konzipiert, implementiert und validiert, die dann in enger Zusammenarbeit mit dem Bereich 1 - Informationsmanagement in die Systemlandschaft des UKLs integriert werden.
Wie arbeiten wir?
Daten werden durch das MIZ entsprechend den FAIR-Kriterien (findable, accessible, interoperable, reusable) aufbereitet und katalogisiert, so dass sie für die Universitätsmedizin Leipzig (UML) und darüberhinausgehende Projekte nutzbar werden.
Das MIZ ist eine zentrale Einrichtung des UKL und besteht aus den Abteilungen Medical Data Science (MDS), Datenintegrationszentrum (DIZ) und Medizinische KI und Translation (MedKIT).
Medical Data Science (MDS)
Die Abteilung Medical Data Science (medizinische Datenwissenschaft) setzt sich aus einem interdisziplinären Team zusammen und wurde gegründet, um den Nutzen für Patientinnen und Patienten zu erhöhen.
Der Fokus der Abteilung ist zweigeteilt: zum einen arbeitet das Team der Abteilung an verschiedenen Facetten von Recheninfrastrukturen, die es ermöglichen, medizinische Daten aufzubereiten und zu analysieren, z.B. für verteiltes Rechnen. Zum anderen konzentriert sich die Abteilung auf die Analyse der medizinischen Daten selbst. Dabei werden klassische statistische Methoden angewendet, aber auch maschinelles und Deep-Learning-Methoden, die aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz bekannt sind.
Datenintegraionszentrum (DIZ)
Das Datenintegrationszentrum (DIZ) des Universitätsklinikums Leipzig führt medizinischen Versorgungsdaten, die im Rahmen der Behandlung am UKL erhoben bzw. verarbeitet werden, zusammen und stellt daraus Daten für die medizinische Forschung zur Verfügung. Es führt außerdem Ergebnisse aus dieser Forschung in die Versorgung zurück.
Das DIZ stellt datenschutzkonform Dienste zum Datenmanagement und zur Datennutzung bereit, die von Wissenschaftler:innen innerhalb und außerhalb des UKL in Anspruch genommen werden können.
Medizinische KI und Translation (MedKIT)
Die Abteilung für Medizinische KI und Translation wurde Anfang 2025 gegründet, um klinische KI-Unterstützung am Universitätsklinikum Leipzig zu entwickeln und zu betreiben. Die Abteilung MedKIT dient als zentrale Stelle für die Bündelung aller KI-Aktivitäten innerhalb der Patientenversorgung am UKL.
Neue KI-Projekte und Kooperationen finden so schnell Eingang in die praktische Umsetzung. Auch über das UKL hinausgehend vernetz die Abteilung in diesem Bereich.
Ein Beispiel ist das 2025 gegründete Clinical Decision Support Network (CDSN), in dem sich eine Vielzahl an klinischen und nicht-klinischen Partnern zum Thema klinische Entscheidungsunterstützung austauschen und Kooperationen, sowie gemeinsame Infrastrukturen aufgebaut werden.