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Pressemitteilungen

 

 

Mut machen für ein ganz normales Leben dank Hörhilfen<img alt="Pauline (li.) spielt Schlagzeug und Mattis (2.v.l.) singt gern – die beiden Kinder der Familie Krüger wachsen mit einer Hörschädigung auf. Moderne Hörhilfen und die langjährige Betreuung durch die UKL-Experten ermöglichen es ihnen, ein weitgehend normales Leben zu führen. Mit ihren Fotos in der Ausstellung wollen sie anderen Betroffenen helfen und Mut machen." src="/presse/PressImages/pic_20210525123459_64a340bcb6.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-05-25T22:00:00ZLeipzig. Eine Kindheit mit Hörschädigung ist nicht automatisch eine Kindheit voller Beschränkungen. Das möchten die Audiologen des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) ihren kleinen Patienten und deren Eltern derzeit auch mit Hilfe einer Fotoausstellung vermitteln. Diese zeigt Kinder mit verschiedenen Hörhilfen in ihrem ganz normalen Alltag. Zwei von ihnen sind Pauline und Mattis Krüger. Ihre Geschichte zeigt, was möglich ist und macht allen Betroffenen Mut für ein Leben mit Hörhilfen. <p>Pauline lacht, Mattis tobt. Daneben lachen weitere Jungen und Mädchen von den Wänden. Insgesamt 16 Kinder zeigt die Fotoausstellung in den Warteräumen der Audiologie am UKL. Alle sind mit einer Hörschädigung auf die Welt gekommen und werden hier betreut. Manche haben ein Cochlea-Implantat erhalten, andere ein Hörgerät. Das Jüngste ist zwei Jahre, die Älteste, Pauline, 12 Jahre alt. &#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Als wir bei ihr die Diagnose hochgradige Schwerhörigkeit erhalten haben, war sie anderthalb Jahre alt&quot;, erinnert sich ihre Mutter Linda. &quot;Damals habe ich mich extrem erschrocken.&quot; In den Familien gibt es keine Vorbelastungen, die angeborene Beeinträchtigung kam völlig unerwartet. Wie sollte es weitergehen? Was erwartet Pauline und ihre Eltern? Wieviel Normalität würde möglich sein? Und gäbe es das überhaupt noch - Normalität? Auch Prof. Michael Fuchs erinnert sich an dieses erste Gespräch. Er leitet die <a href="/einrichtungen/phoniatrie">Sektion Phoniatrie und Audiologie am Universitätsklinikum Leipzig</a> und sieht täglich bis zu 15 Kinder in der pädaudiologischen Spezialsprechstunde. Und regelmäßig muss er Eltern mitteilen, dass ihr Kind nichts oder nur sehr schwer hören kann. &quot;Da muss man schon sehr abwägen, was man wann und wie sagen kann und welche Informationen vielleicht momentan zuviel sind&quot;, so Fuchs. Was der Experte für das Hören und die Stimme aber immer sagen kann&#58; Es gibt Hoffnung, und es gibt Lösungen.</p> <p>&#160;</p> <p>Bei Pauline folgten auf die Diagnose viele Untersuchungen, Gespräche mit dem Audiologie-Team aus Ärzten, Pädagogen, Sprachtherapeuten, Audiologieassistenten und dann die Anpassung von Hörgeräten beim Pädakustiker. Dafür steht in Leipzig ein gut funktionierendes Netz aus Akustikern und Pädakustikern zur Verfügung. Diese Alltagshelfer eröffneten Pauline den Weg in die Welt der Hörenden und eine (fast) normale Kindheit&#58; Sie besucht heute die sechste Klasse eines Gymnasiums. Seit sie sechs Jahre alt ist, spielt sie Schlagzeug, nimmt an Wettbewerben teil. Für die anderen Kinder war ihr Hörgerät nie ein Problem, für sie selbst auch nicht. Nur eines findet sie schade&#58; &quot;Ich hätte gern einen besseren Wasserschutz, damit ich am See oder im Schwimmbad die Geräte nicht ablegen muss&quot;, sagt die Zwölfjährige.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Das kommt&quot;, versichert ihr Krystian Vogt, &quot;das ist etwas, woran intensiv gearbeitet wird.&quot; Als Mitglied im großen Team der Audiologie betreut er zusammen mit weiteren Kollegen Pauline von kleinauf. &quot;Aufgefallen ist Pauline im Hörscreening, genau wie später ihr Bruder Mattis&quot;, erzählt Vogt. Dafür ist das 2009 verpflichtend eingeführte Früherkennungsprogramm ein Segen. &quot;Wir können so sehr zeitig feststellen, ob eine Höreinschränkung vorliegt und mit den richtigen Mitteln dafür sorgen, dass das Sprechenlernen ungehindert stattfinden kann&quot;, so Prof. Fuchs. Bei Pauline und ihrem Bruder hat dies geklappt. Beide sprechen wie alle anderen Gleichaltrigen auch. Dabei kam Mattis gehörlos zur Welt, mit neun Monaten erhielt er sein erstes Cochlea-Implantat (CI). &quot;Damit war er lange unser jüngster Patient&quot;, erinnert sich Fuchs. Mit elf Monaten bekam Mattis das zweite CI. Es folgte ein drei Jahre dauernder Rehabilitationsprozess, in dem der Umgang mit dem Geräten auch vom Gehirn gelernt und trainiert werden musste. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat&#58; Der Sechsjährige &#160;ist ein lebhafter Junge, der sich auf die Einschulung freut und gerne singt. Seine Sprachprozessoren hat Mama Linda in ein spezielles Stirnband eingenäht. Nur ein dezentes Blinken hinter dem Ohr weist darauf hin, dass das Stirnband nicht nur die Haare hält. Und einen unschlagbaren Vorteil hat es auch - wenn Mattis mal nichts hören will, legt er es einfach ab.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Mit solchen und anderen Routinen meistern die Krügers ihren Alltag wie jede andere Familie auch - mit einem Unterschied&#58; &quot;Ich werde nie diesen Moment vergessen, als die Kinder dann zum ersten Mal etwas gehört haben&quot;, erzählt Vater Andreas. Bis dahin hatten ihm Beispiele Anderer Mut gemacht. &quot;Natürlich fängt man an zu suchen, nach anderen, die etwas ähnliches erlebt haben&quot;, so der Vater. Berichte von betroffenen Familien haben ihnen geholfen und Bilder. &quot;Da war zum Beispiel ein Vater mit seinem hörgeschädigten Kind zu sehen, der hat auf der Gitarre gespielt&quot;, erinnert sich Andreas. &quot;Und ich dachte mir damals, es wäre schön, wenn ich das irgendwann auch einmal erreichen kann.&quot; Damit dies so eintritt, haben die Krügers viel unternommen, viele Förderungen wahrgenommen und auch viel Hilfe erhalten. &quot;Diese Erfahrungen möchten wir gern weitergeben, an andere &#160;Eltern, denen es so geht wie uns&quot;, so Andreas. &#160;Deshalb haben sie auch gleich zugestimmt, als Krystian Vogt sie um Fotos für die Austellung bat. Jetzt lachen Pauline und Mattis von der Wartezimmer-Wand die Kinder und Eltern an, die auf einen Hörtest oder eine andere Untersuchung warten. Und einmal im Jahr beziehungsweise alle sechs Monate sitzen sie auch selbst dort, wenn sie zur Kontrolle kommen. &quot;Das ist das Tolle an unserer Aufgabe, wir begleiten die Kinder über sehr viele Jahre bis zur Volljährigkeit&quot;, sagt Prof. Michael Fuchs. &quot;Damit sehen wir, anders als viele unserer Kollegen, wie es ihnen über die Jahre ergeht.&quot; Und sie erleben ganz direkt, wie die Entwicklung rasant voranschreitet. &quot;Vor vierzig Jahren konnte eine angeborene Taubheit nicht versorgt werden&quot;, so Fuchs. &quot;Damals wurden die ersten Cochlea-Implantate eingesetzt. Und heute können wir damit und mit modernen Hörgeräten tauben und schwerhörigen Kindern ein Leben in völliger Normalität ermöglichen.&quot; So wie Pauline und Mattis - die das auch völlig normal finden.</p>
429 Implantationen: Zehn Jahre Cochlea-Implantat-Zentrum Leipzig<img alt="Das Leipziger Cochlea-Implantat-Zentrum feiert zehnjähriges Bestehen. Als einziges bundesweit wird es von einem Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie geleitet&#58; Prof. Michael Fuchs." src="/presse/PressImages/pic_20200604115758_c330c47cab.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-06-03T22:00:00ZLeipzig. Wie so vieles andere geriet durch die Corona-Pandemie auch das zehnjährige Jubiläum des Cochlea-Implantat-Zentrums Leipzig (CIZL) ein wenig in den Hintergrund. "Wie wollten gemeinsam mit den nunmehr 429 Implantierten auf eine ungemein erfolgreiche Wegstrecke zurückblicken", so Prof. Dr. Michael Fuchs, Leiter des CIZL. "Das geht zwar nicht, aber wir planen, im November bei einer wissenschaftlichen Veranstaltung mit niedergelassenen HNO-Kollegen aus der Region auch das Jubiläum des CIZL zu thematisieren. <p>Im Frühjahr 2010 konnte - auch gegen manche Widerstände - das <a href="/einrichtungen/hno/cochlea-implantat-zentrum">Zentrum</a> als Teil der <a href="/einrichtungen/hno">Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (HNO)</a> eröffnet werden. Seither werden kleine und große Patienten, die unter sehr starken Hörstörungen leiden, mit einem Cochlea-Implantat versorgt. Wobei die Operation natürlich einen wesentlichen Teil der Behandlung darstellt, aber eben nur einen Teil. Denn sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen wird eine mehrjährige Rehabilitation und lebenslange Nachsorge nötig.</p> <p>Heute gilt als Besonderheit der Leipziger Einrichtung, dass die Mediziner und Therapeuten sehr eng mit Pädagoginnen der Sächsischen Landesschule für Hörgeschädigte, Förderzentrum &quot;Samuel Heinicke&quot; zusammenarbeiten - das ist bundesweit nur in wenigen Zentren der Fall und bietet den Vorteil einer engen Verzahnung zwischen audiologischer Frühförderung und späterer Rehabilitation. Außerdem wird das Leipziger Zentrum als einziges bundesweit von einem Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie geleitet&#58; Prof. Dr. Michael Fuchs. Er hat das <a href="/einrichtungen/cizl">CIZL</a> gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Leipzig und sozusagen der &quot;Operateur der ersten Stunde&quot;, förmlich aus dem Boden gestampft. Zehn Jahre später wird Prof. Dietz bei den jährlich rund 65 Implantationen von einem Team aus mehreren erfahrenen Oberärzten unterstützt. Die Sektion Phoniatrie und Audiologie an der HNO-Klinik ist spezialisiert auf die Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Erkrankungen der Stimmen der Sprache und des Sprechens, des Schluckens, des Hörens und auch des Gleichgewichtes bei Kindern und Erwachsenen - und ist damit prädestiniert für die Behandlung von Hörgeschädigten. Die Pädagoginnen des Förderzentrums &quot;Samuel Heinicke&quot; wiederum betreuen alle Kinder und Jugendlichen, die mit einem Cochlea-Implantat versorgt wurden, im Klinikum und in den Räumlichkeiten des Sächsischen Landesschule.</p> <p>&quot;Dieses Zusammenwirken und die Vernetzung der einzelnen Kompetenzen hat sich enorm bewährt&quot;, so Prof. Fuchs. &quot;Uns war von Anfang an klar, dass es nicht nur herausragender Operateure bedarf. Es musste auch die gesamte Nachsorge stehen, bevor der erste Eingriff stattfinden konnte. Zur Philosophie unseres Zentrums gehörte und gehört deshalb&#58; Wir bieten alles unter einem Dach, jede einzubeziehende Fachrichtung hat alle notwendigen Qualifikationen - von der Diagnostik über die OP und die Reha bis zur lebenslangen Nachsorge. Nach zehn Jahren kann ich das Fazit ziehen&#58; Das war eine gute und erfolgreiche Strategie. Dafür spricht auch, dass im vergangenen Jahr, sozusagen als kleines vorzeitiges Geburtstagsgeschenk für unser Zentrum, unser Reha-Prozess zertifiziert wurde.&quot;</p> <p>Das Leipziger CI-Zentrum ist heute noch eine relativ junge Einrichtung, aber bundesweit keinesfalls die kleinste&#58; Immerhin wurden bisher 429 Implantationen vorgenommen, 127 bei Kindern und 302 bei Erwachsenen. &quot;Besonders die Versorgung der Kinder macht uns froh&quot;, sagt Prof. Fuchs. &quot;Zum einen operiert nicht jedes CI-Zentrum in Deutschland Kinder. Wir können das anbieten und vorweisen&#58; Viele unserer kleinen Patienten haben mit dem Implantat nicht nur das Sprechen und Musikhören gelernt, sondern beherrschen das inzwischen so gut, dass sie es in die Regelschule schaffen. Wir hoffen, dass es uns einmal so geht, wie unseren ,Schwester-Zentren' mit langjähriger Tradition&#58; Einige derer früheren CI-Kinder haben inzwischen nicht nur die Schule, sondern auch ein herausforderndes Studium geschafft - und arbeiten heute sogar als Ärzte in CI-Zentren.&quot;</p> <p>&#160;</p>
Wenn das Hören (wieder) erlernt werden muss<img alt="Prof. Michael Fuchs, Leiter der CI-Zentrums am UKL" src="/presse/PressImages/pic_20191106104844_40e7c3eb9b.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-11-05T23:00:00ZLeipzig. Der diesjährige Informationstag für Gehörlose und Schwerhörige mit einem Cochlea-Implantat am 9. November 2019 nimmt vor allem deren Angehörige in den Focus. Unter dem Motto "CI allein genügt nicht – die Rolle der Angehörigen" wollen die Experten an diesem Tag Partnern, Kindern, Eltern und anderen Interessierten zeigen, was es für einen CI-Träger bedeutet, (wieder) hören zu lernen. <p>Jährlich erhalten 65 Patientinnen und Patienten verschiedener Altersgruppen vom Kleinkind bis zu Senioren am <a href="/einrichtungen/hno/cochlea-implantat-zentrum" rel="ext" target="_blank">Cochlea-Implantat-Zentrum</a> des Universitätsklinikums Leipzig ein Hörimplantat. Mit deren Hilfe können Gehörlose oder Ertaubte akustische Signale wahrnehmen und an der Welt der Klänge teilnehmen. Für manche bedeutet dies, dass Hören erstmals zu lernen, für andere, es sich wieder anzueignen.<br>&quot;Dieser Prozess hat viel mit Anstrengungsbereitschaft, Ehrgeiz, Selbstdisziplin und täglichem Training zu tun&quot;, erklärt dazu Prof. Michael Fuchs, Leiter der CI-Zentrums am UKL. &quot;Das möchten wir auch den Angehörigen vermitteln, denn unsere Patienten benötigen auf diesem Weg deren Unterstützung.&quot; Beim Informationstag am kommenden Samstag sollen daher unter anderem Hör- und Kommunikationsbehinderungen bei einem &quot;Hörparcours&quot; direkt erlebbar gemacht und so das Verständnis gestärkt werden. Zudem werden zwei Vorträge auf den Umgang mit Hörbehinderungen in der Familie und das Spannungsfeld, in dem sich hörgeschädigte Kinder und Jugendliche befinden, eingehen.<br>Neu in diesem Jahr ist ein Erfahrungsaustausch unter Anleitung von Therapeuten, für den die Teilnehmer vorab Wünsche für bestimmte Themen anmelden können. &quot;Wir freuen uns sehr auf diese schon fest etablierte Zusammenkunft mit unseren Patientinnen und Patienten, deren Familien und natürlich allen Interessierten und hoffen, dass uns ein hilfreiches und informatives Programm gelungen ist&quot;, so Prof. Fuchs.</p> <p><strong>CI-Tag des Cochlea-Implantat-Zentrums am UKL</strong><br>Samstag, 9. November 2019<br>10 bis 14 Uhr<br>Hörsaal im Haus 1,<br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Liebigstraße 14</p> <p>Um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen unter&#58; <a href="/veranstaltungen/" rel="ext" target="_blank">https&#58;//www.uniklinikum-leipzig.de/veranstaltungen/</a></p> <p>&#160;</p>
Cochlea-Implantat-Zentrum Leipzig erhielt Qualitätssiegel<img alt="„Es ist eine stark interdisziplinäre Arbeit, ein Cochlea-Implantat gut einzusetzen und dann den Patienten zu befähigen, damit zu hören“, so Prof. Michael Fuchs, Leiter des CIZL am UKL." src="/presse/PressImages/pic_20190716125457_44edd7e85d.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-07-15T22:00:00ZDas Cochlea-Implantat-Zentrum Leipzig (CIZL) am Universitätsklinikum Leipzig erfüllt alle notwendigen Qualitätskriterien – sowohl bei Struktur und Qualifikationen der Mitarbeiter als auch bei Rehabilitationsprozessen und -ergebnissen. "Damit wurden wir ohne jegliche Abweichung zertifiziert, was uns alle stolz auf dieses Qualitätssiegel macht", so Prof. Dr. Michael Fuchs, Leiter des Zentrums, das sich der Versorgung von Hörgeschädigten widmet. Dabei wird den Patienten ein kleiner Elektrodenträger in die Hörschnecke des Innenohres implantiert. Dadurch kann der Hörnerv direkt gereizt werden. Das ist nötig, wenn die Sinneszellen im Innenohr nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr funktionieren. <p>&quot;In die Behandlung von Cochlea-Patienten sind viele Berufsgruppen eingebunden&quot;, erklärt <a href="/einrichtungen/cizl" rel="ext" target="_blank">Prof. Fuchs</a>. &quot;Es ist ja nicht damit getan, das Implantat einzubringen. Die Patienten müssen sich in einem anschließenden, sehr strukturierten Rehabilitationsprozess an das neue Hören gewöhnen. Deshalb sind nicht nur Ärzte und Schwestern, sondern auch Audiologen, Hörgeräteakustiker, Logopäden, Sprechwissenschaftler, Hörgeschädigtenpädagogen um nur einige zu nennen, mit in den Reha-Prozess eingebunden. All dies wurde nun bei der Zertifizierung geprüft - und letztlich für gut befunden.&quot;</p> <p>Schon im Vorfeld, also im Rahmen der Diagnostik, sind beispielsweise Radiologen eingebunden, die mit bildgebenden Verfahren prüfen, wie die Hörschnecke, die Cochlea, aussieht und ob der Hörnerv gut ausgebildet ist. Auch Augenärzte werden einbezogen. Bei der Operation dann sind natürlich Anästhesiologen dabei. &quot;Es ist eine stark interdisziplinäre Arbeit, ein Cochlea-Implantat gut einzusetzen und dann den Patienten zu befähigen, damit zu hören&quot;, so Prof. Fuchs.</p> <p>Die Prüfer nahmen alle Prozesse im <a href="/einrichtungen/cizl" rel="ext" target="_blank">CIZL</a> unter die Lupe&#58; Wie werden Informationen unter den vielen Beteiligten ausgetauscht? Gibt es Reibungspunkte an den Schnittstellen? Sind Prozesse festgelegt, gibt es Protokolle, Checklisten? Wo kann sich der Patient beschweren und wie wird mit Fehlern umgegangen? Finden für alle beteiligen Mitarbeiter des Zentrums regelmäßig Weiterbildungsmaßnahmen statt? &quot;Es war sehr viel Arbeit, auf all diese Fragen gute Antworten zu haben&quot;, sagt der Leipziger Ohrenarzt. &quot;Aber es hat uns auch sehr geholfen, unsere Abläufe kritisch zu betrachten und zu verbessern. Vorteil für uns war sicher, dass wir ein Zentrum sind, das an der Leipziger Universitätsklinik angebunden ist. Damit haben wir ein gutes Hinterland.&quot;</p> <p>Ein Punkt bei der Zertifizierung war, dass sich das Cochlea-Zentrum verpflichten muss, die bundesweite Patientenvereinigung der Cochlea-Träger zu unterstützen und mit ihr zusammenzuarbeiten. &quot;Wir haben sehr gern den entsprechenden Vertrag abgeschlossen, weil uns die Patienten am Herzen liegen&quot;, so Prof. Fuchs. &quot;Durch die lebenslange Nachsorge haben wir einen intensiven und sehr lang anhaltenden Kontakt zu unseren Patienten, der manchmal schon zu einem fast freundschaftlichen Verhältnis geworden ist. Deshalb war es für uns ganz selbstverständlich, die Förderung der Selbsthilfe zu übernehmen. Das bedeutet, über Möglichkeiten der Selbsthilfe zu informieren, Veranstaltungen der Patientenvereinigung zu unterstützen, bei eigenen Veranstaltungen auch Vorträge für interessierte Patienten anzubieten und natürlich eine finanzielle Unterstützung der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft.&quot;</p> <p><strong>Info&#58;</strong><br>Cochlea-Implantat-Zentrum Leipzig<br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Liebigstraße 12, Haus 1<br>04103 Leipzig<br>Telefon&#58; 0341 97 21801<br>Fax&#58; 0341 97 21719<br>E-Mail&#58; <a href="mailto&#58;cizl@medizin.uni-leipzig.de">cizl@medizin.uni-leipzig.de</a></p>
„Das Gehirn muss sich an die Hörhilfe gewöhnen“<img alt="Prof. Michael Fuchs. Leiter des Cochlea-Implantat-Zentrums und der Sektion Phoniatrie und Audiologie am Universitätsklinikum Leipzig." src="/presse/PressImages/pic_20190426093919_66ebcd5962.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-04-25T22:00:00ZMit einem Informationstag will am Sonnabend, den 27. April, der Sächsische Landesverband der Schwerhörigen und Ertaubten auf die Gefahren von Lärm fürs Gehör aufmerksam machen. Dabei wird der Verband von Experten des Cochlea-Implantat-Zentrums Leipzig unterstützt. "Beim Sächsischen Hörtag geht es vor allem um Informationen, welche Möglichkeiten aus medizinischer Sicht den Betroffenen bei Schwerhörigkeit oder gar Ertaubung angeboten werden können", so Prof. Dr. Michael Fuchs, Ärztlicher Leiter des Leipziger Cochlea-Implantat-Zentrums am Universitätsklinikum. <p>Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht in diesem Jahr die Rehabilitation für Hörgeschädigte. &quot;Es gibt sehr gute technische Möglichkeiten, den Betroffenen apparativ oder operativ zu helfen&quot;, sagt Prof. Fuchs, der am Universitätsklinikum Leipzig die <a href="/einrichtungen/phoniatrie" rel="ext" target="_blank">Sektion Phoniatrie und Audiologie</a> leitet. Zum einen arbeiten die Hörgeräte immer besser, zum anderen steht mit dem <a title="CIZ" href="/einrichtungen/cizl" rel="ext" target="_blank">Cochlea-Implantat </a>eine Lösung für besonders schwere Hörschädigungen bereit, die in Leipzig schon vielen Patienten half. In beiden Fällen zugleich ist es aber wichtig, dass sich das Gehirn an die Hörhilfe gewöhnen muss - und dafür ist es eine sorgsame, oft langwierige Rehabilitation nötig.<br>&quot;Bei Patienten mit Cochlea-Implantat muss nach den medizinischen Leitlinien eine Hörrehabilitation stattfinden&quot;, so der Leipziger HNO-Arzt. &quot;Die dauert in der Regel immerhin zwei Jahre, bei Kindern sogar drei Jahre. Da ist es aus meiner Sicht eine Ungerechtigkeit, dass Hörgeräte-Patienten nicht die kleinste Reha bekommen, um sich an die neue Technik zu gewöhnen. Dabei würde es einigen dieser Patienten sehr gut helfen.&quot;<br>Zugleich wird Prof. Fuchs am Hörtag darauf aufmerksam machen, dass viele Patienten sich auch mit 60 Jahren für &quot;noch zu jung&quot; halten, um ein Hörgerät zu benutzen. &quot;Wenn der Arzt ein Hörgerät empfiehlt, macht er das doch aus gutem Grund. Diesen Rat aus einer gewissen Eitelkeit beiseite zu wischen, kann sich rächen. Denn nach unseren Erfahrungen haben Patienten, die zu lange mit der Hörgeräteversorgung warten, große Schwierigkeiten, sich später an die Technik zu gewöhnen. Meine Bitte deshalb&#58; Hören Sie auf Ihren Arzt, probieren Sie zumindest eine Versorgung mit einem Hörgerät, wenn er sie verschreibt.&quot;<br>Auf besonderes Interesse beim Hörtag stoßen sicher die Vorträge der beiden Chefärzte aus medizinischen Einrichtungen, die sich auf Hörrehabilitation spezialisiert haben. Die Kliniken in Bad Grönenbach und Bad Berleburg widmen sich nicht nur Patienten mit allen Hörstörungen, sondern auch denen mit Tinnitus.</p> <p>Info;&#58;<br><a title="Hörtag" href="/einrichtungen/cizl" rel="ext" target="_blank">8. Sächsischer Hörtag in Leipzig</a><br>27.04.2019, 10 bis 16.15 Uhr<br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde<br>Liebigstr. 12, Haus 1</p> <p>&#160;</p>

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