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Pressemitteilungen

 

 

Verlässlicher Schutz für Patienten und Mitarbeiter: Aufnahmescreening auf Corona wird verstetigt<img alt="Am UKL werden seit dem 1. April alle Patienten bei Aufnahme auf eine Sars-CoV-2-Infektion gescreent." src="/presse/PressImages/pic_20200511102959_9c397afa34.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-05-10T22:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat als wahrscheinlich erstes Krankenhaus in Deutschland bereits am 1. April mit einem flächendeckenden Screening der geplant stationär aufgenommenen erwachsenen Patienten auf eine Sars-CoV-2 Infektion begonnen. Damit wurde frühzeitig ein umfassender Schutz für Patienten ebenso wie für die Beschäftigten des UKL sichergestellt. Ende April wurde das Screening auch auf ambulant operierte Patienten ausgeweitet. Die in der ersten Phase gewonnenen Daten haben die Experten des UKL jetzt in einer ersten Studie zusammengefasst. Die Ergebnisse liefern Grundlagen für eine Umsetzung von Screeningprogrammen an Kliniken. <p>In dem kurz nach dem Lockdown einführten umfassenden Screening am Universitätsklinikum Leipzig wurden allein im April ca. 2000 Patientinnen und Patienten, die für eine planbare stationäre Behandlung im UKL aufgenommen wurden, untersucht. Dazu gehörten auch Schwangere, die zur Entbindung in die Geburtsmedizin kamen. &quot;Mit dem sehr frühen flächendeckenden Screening unserer aufgenommenen Patienten waren wir Vorreiter in Deutschland&quot;, konstatiert Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig, mit Blick auf oft erst kürzlich gestartete Screeningpogramme an anderen Kliniken. &quot;Für uns war dies eine extrem wichtige Maßnahme, um unsere Patienten und Mitarbeiter vor Übertragungen durch asymptomatische Infizierte zu schützen&quot;, so Josten weiter.</p> <p>Dafür wurden in kürzester Zeit neue Strukturen eines Aufnahmescreenigs an den verschiedenen stationären Aufnahmeorten des UKL geschaffen. Besetzt und fachlich betreut wurden diese Screening-Stationen von den Experten der Infektiologie, die auch die Corona-Ambulanz am UKL aufgebaut hatten. Diese öffnete als erste in Leipzig bereits am 2. März. Schon am 22. Januar hatte das Institut für Virologie am UKL als eines der ersten Labore den Test auf das Sars-CoV-2 Virus eingeführt. Dank der so vorhandenen Erfahrungen und Kapazitäten konnte auch das Patientenscreening früh etabliert werden. Dessen Umsetzung sorgte dafür, dass die Gefahr einer Infektionseintragung extrem reduziert wurde.&#160;</p> <p>&quot;Die Ergebnisse haben uns durchaus überrascht&#58; In allen 2000 Proben war kein einziger positiver Corona-Fall&quot;, erklärt Dr. Amrei von Braun. Zusammen mit ihren Kollegen betreut die Infektiologin die Screening-Einheiten des UKL und hat die Daten der letzten fünf Wochen ausgewertet. Die ersten 15 Tage sind dabei auch in einer ersten Studie erfasst worden. &quot;Die dabei von uns untersuchte Gruppe wies ein überdurchschnittlich hohes Risiko auf, denn die Patienten litten alle unter Vorerkrankungen, waren im Schnitt 64 Jahre alt und oftmals immungeschwächt&quot;, so die Ärztin. &quot;Dass darunter niemand mit einer Infektion war, ist ein sehr erfreuliches Ergebnis.&quot; Auch während der anschließenden stationären Behandlung entwickelte keiner der Patienten eine Corona-Infektion.&#160;<br>Das ist ein Hinweis darauf, dass es offenbar dank der umfassenden gesamtgesellschaftlichen Maßnahmen gelungen ist, die Übertragung des Virus auf die besonders verletzlichen Gruppen zu verhindern und diese so zu schützen. &quot;Für die Arbeit im Klinikum bedeutet dies auch, dass bei der Betreuung der getesteten Patienten die Standard-Hygiene ohne nennenswertes Risiko eingesetzt werden konnte und wir nicht flächendeckend die erweiterten Corona-Maßnahmen anwenden mussten, die für Patienten und Mitarbeiter auch eine Belastung darstellen&quot;, so Braun weiter. Die Leipziger Ergebnisse können nun als Grundlage für Überlegungen zu einer Etablierung und Umsetzung von Screeningprogrammen an Kliniken insgesamt dienen. Am UKL wurde inzwischen das Screening auch auf Patienten ausgeweitet, die das Klinikum für einen ambulanten Eingriff aufsuchen.</p>
Corona-Virus: UKL und Klinikum St. Georg stimmen gemeinsames Vorgehen ab<img alt="Logos von UKL und Klinikum St. Georg" src="/presse/PressImages/pic_20200203135756_dd1df44347.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-01-30T23:00:00Z&#160; <p>Leipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig und die Infektiologie-Experten des Klinikums St. Georg haben sich auf ein abgestimmtes Vorgehen zum Umgang mit Verdachtsfällen sowie möglichen Erkrankungsfällen des Corona-Virus verständigt. Die Gefahr für die Bevölkerung der Messestadt wird von den Experten aktuell als gering eingeschätzt, dennoch sind die beiden infektiologisch spezialisierten Kliniken gut vorbereitet.</p> <p>&quot;Um die vorhandenen Kapazitäten und das Spezialistenwissen optimal nutzen zu können, haben wir uns auf ein abgestimmtes Vorgehen zwischen dem UKL und dem Klinikum St. Georg zum Umgang mit Verdachts- und Erkrankungsfällen verständigt&quot;, erklärt Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig.<br>Beide Kliniken sind auf den Fall vorbereitet, einen Verdachtsfall auf eine Infektion mit dem Corona-Virus schnell abklären und entsprechend isolieren zu können. Die <a href="/einrichtungen/virologie" rel="ext" target="_blank">Virologie</a> des Universitätsklinikums hält für medizinisch begründete Fälle bereits seit mehreren Tagen rund um die Uhr den erforderlichen Test bereit, der innerhalb von drei Stunden ein Ergebnis liefert. 32 Proben aus ganz Sachsen sind hier bisher eingegangen, ein positiver Nachweis war nicht dabei. Ab der kommenden Woche wird der Test auch im Klinikum St. Georg verfügbar sei. Anlaufstellen für Verdachtsfälle sind das <a href="https&#58;//www.sanktgeorg.de/klinikum-st-georg-krankenhaus-medizin-in-leipzig.html" rel="ext" target="_blank">Klinikum St. Georg</a>, das als einziges Kompentenz- und Behandlungszentrum für Infektiologie in Mitteldeutschland über 44 Planbetten auf zwei Infektionsstationen und 12 Isolierzimmer, davon 5 mit Unterdruck-System, verfügt, sowie das UKL.<br><br>Als Verdachtsfälle gelten Personen, die Symptome einer akuten Atemwegsinfektion aufweisen und 14 Tage vor Erkrankungsbeginn in China waren oder Kontakt zu einem Patienten mit einem bestätigten Fall hatten. &quot;Ein vorsorglicher Test bei Gesunden auf das Corona-Virus wird nicht durchgeführt&quot;, erläutert Prof. Christoph Lübbert, Leiter des Bereichs <a href="http&#58;//gastroenterologie.uniklinikum-leipzig.de/mk2gastro.site%2cpostext%2cinfektions--und-tropenmedizin.html?PHPSESSID=r556475q555qn60p7dcnl15eh5" rel="ext" target="_blank">Infektiologie am UKL</a> sowie Chefarzt der Klinik für Infektiologie am Klinikum St. Georg. &quot;Bisher ist das Virus zudem deutlich weniger gefährlich als das Grippe-Virus, das uns auch in dieser Saison aktuell wieder beschäftigt&quot;, so Lübbert. &quot;Generell halten wir angesichts der international bereits ergriffenen Maßnahmen das Risiko, das für die Menschen in Deutschland vom Corona-Virus ausgeht, derzeit für sehr gering.&quot;</p> <p>&#160;</p>
Corona-Virus: Verdachtsfälle können am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) untersucht werden<img alt="Am Universitätsklinikum Leipzig können ab sofort Verdachtsfälle einer Infektion mit dem Corona-Virus untersucht werden." src="/presse/PressImages/pic_20200123150857_3a72c791a6.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-01-22T23:00:00ZLeipzig. Am Institut für Virologie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) können Verdachtsfälle einer Infektion mit dem in Wuhan entdeckten neuartigen Corona-Virus schnell untersucht werden. Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Nachweisverfahren stehen im Labor ab sofort zur Verfügung. <p>Das neuartige Corona-Virus (nCoV-2019) breitet sich aktuell rasch weiter aus - nicht nur in China. Die Fallzahlen stiegen zuletzt sprunghaft an, 571 Fälle sind bis zum 23. Januar bestätigt worden. Neben milden Krankheitsverläufen sind auch schwere Lungenentzündungen möglich. Führende Symptome sind Fieber, Husten und weitere Atemwegssymptome. Vor allem bei Patienten mit chronischen Vorerkrankungen wurden tödliche Krankheitsverläufe berichtet.</p> <p><a href="/einrichtungen/virologie" rel="ext" target="_blank">Institutsleiter Prof. Uwe Gerd Liebert</a> (Foto) erläutert&#58; &quot;Haben ärztliche Kollegen in niedergelassenen Praxen und anderen Krankenhäusern Fragen zu Abnahme und Versand des Atemwegsmaterials ihrer Patienten, können sie sich an die unserem Institut tätigen Fachärzte für Virologie wenden.&quot;<br>Einsendungen müssen in jedem Fall vorher telefonisch unter 0341 / 97- 14326 angekündigt werden. Eine Untersuchung (Ausschluss/Bestätigung) auf andere virale Atemwegserreger ist ebenfalls möglich.<br>Darüber hinaus bietet das Institut für Virologie am UKL auch Nachweisverfahren und Beratung für viele weitere Viruserkrankungen wie zum Beispiel das Borna-Virus, an.</p>
Heute ist nahezu hundertprozentiger Schutz möglich<img alt="Prof. Dr. Uwe Gerd Liebert, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), sagt, trotz guter Forschungserfolge sei das Virus aus vielen Gründen immer noch schwer zu bekämpfen." src="/presse/PressImages/pic_20171129104108_82bd81ea25.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-11-28T23:00:00ZGute bis sehr gute Erfolge wurden im Kampf gegen das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) und dessen Folge, das Abwehrschwäche-Syndrom AIDS, erreicht, sagt Prof. Dr. Uwe Gerd Liebert, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). Dennoch infizieren sich in Deutschland jedes Jahr Tausende neu, auf der Welt insgesamt waren es im vergangenen Jahr 1,8 Millionen. "HIV und AIDS haben in Deutschland ihren Schrecken verloren, weil es inzwischen sehr gute Medikamente gibt", so der Leipziger Virologe im Interview. Dabei wäre heute durch Kondome und eine neuartige Prophylaxe-Tablette ein nahezu hundertprozentiger Schutz möglich. <p><strong>Frage&#58; Im vergangenen Jahr haben sich rund 3100 Menschen in Deutschland neu an HIV angesteckt, 460 Infizierte sind hierzulande an den Folgen gestorben. Was haben Wissenschaft und Medizin im Kampf gegen das Virus erreicht?</strong></p> <p><strong>Prof. Dr. Uwe Gerd Liebert&#58;</strong> Weltweit haben Virologen in den rund 35 Jahren seit der Entdeckung des Humanen Immundefizienz-Virus als Auslöser des Abwehrschwäche-Syndroms AIDS entscheidende Erkenntnisse gewonnen&#58; Die Übertragungswege sind verstanden. Wir wissen, wie das Virus in die Körperzellen eindringt, kennen seine Struktur und wie es sich vermehrt. Es wurden zahlreiche hochwirksame Medikamente entwickelt, die zur Behandlung eingesetzt werden können. Auch gibt es vielversprechende Ansätze für prophylaktische und therapeutische Impfungen. Das sind gute bis sehr gute Erfolge, die durch internationale Forschungsanstrengungen erreicht wurden. Sie ändern aber leider nichts daran, dass sich noch heute Millionen von Menschen mit HIV anstecken und dass das Virus durch seine extreme Mutationsrate sehr schwer zu bekämpfen ist.</p> <p><strong>Frage&#58; Wenn die Übertragungswege erkannt sind, müsste doch die Verbreitung aufzuhalten sein?</strong></p> <p><strong>Prof. Dr. Uwe Gerd Liebert&#58;</strong> Theoretisch stimmt das, in der Praxis erweist es sich aber schwerer als gedacht. Der beste Schutz vor dem Virus ist ein Kondom. Aber nicht einmal im aufgeklärten Deutschland wird dieser simple Schutz akzeptiert. Noch schwieriger ist es in Afrika, die Bevölkerung zu erreichen. Ein Hoffnungszeichen gibt es beispielsweise in Uganda, wo in Zusammenarbeit mit den einheimischen Medizinmännern Grundzüge von Prävention vermittelt werden und die Neuinfektionsrate massiv gesenkt wurde.</p> <p><strong>Frage&#58; Woran liegt es, dass in Deutschland immer neue Infektionen festgestellt werden?</strong></p> <p><strong>Prof. Dr. Uwe Gerd Liebert&#58;</strong> Das Virus HIV und das Abwehrschwäche-Syndroms AIDS haben in Deutschland ihren Schrecken verloren, weil es inzwischen sehr gute Medikamente gibt. Früher musste der Betroffene täglich ein Dutzend Tabletten einnehmen und hatte mit vielen Nebenwirkungen zu kämpfen. Heute reichen eine oder zwei Tabletten am Tag, und man kann damit 70 und mehr Jahre alt werden. Das macht leichtsinnig. Dabei könnten sich Risikopersonen durch den Gebrauch von Kondomen und durch eine neuartige Prophylaxe-Tablette nahezu hundertprozentig schützen.</p>
UKL-Infektiologe in Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) gewählt<img alt="Privatdozent Dr. Christoph Lübbert, Leiter des Bereichs Infektions- und Tropenmedizin am Universitätsklinikum Leipzig" src="/presse/PressImages/pic_20171024110519_6e8ad49045.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2017-10-23T22:00:00ZLeipzig. Privatdozent Dr. Christoph Lübbert wurde im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung in den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) gewählt. Der Leiter des Bereichs Infektions- und Tropenmedizin am Universitätsklinikum Leipzig übernimmt in dem siebenköpfigen Gremium für die kommenden zwei Jahre die Aufgabe eines Beisitzers. <p>&quot;Ich freue mich sehr über diese Würdigung unserer Leipziger Arbeit&quot;, so der UKL-Infektiologe, der sich wissenschaftlich schwerpunktmäßig mit der Übertragung von multiresistenten Erregern unter anderem durch Fernreisen sowie notwendigen Präventionsmaßnahmen beschäftigt. &quot;Der Infektiologie kommt in unserem Zeitalter länderübergreifender Epidemien und globaler Verbreitung multiresistenter Erreger eine immer größere Rolle zu, die in unserem Gesundheitssystem bisher allerdings nicht angemessen abgebildet wird&quot;, so Lübbert.</p> <p>Daher will der 46-Jährige in seiner neuen Funktion dazu beitragen, die Infektiologie in Deutschland zu stärken und so die Versorgung der Patienten auf diesem wichtigen Gebiet zu verbessern. &quot;Die Ideen dazu reichen von der Einführung einer eigenen Facharzt-Ausbildung (wie in anderen europäischen Ländern oder in Amerika) bis zur besseren Abbildung infektiologischer Maßnahmen im Vergütungssystem&quot;, erklärt Dr. Christoph Lübbert. Wichtig sei auch, die Klinische Infektiologie außerhalb von Universitätskliniken in der Krankenversorgung zu etablieren. Vor allem aber stehe die Stärkung der interdisziplinären infektionsmedizinischen Zusammenarbeit mit Mikrobiologie, Virologie, Krankenhaushygiene, klinischer Pharmazie und anderen klinischen Fächern im Fokus, z.B. über die Bildung von Zentren für Infektionsmedizin. Dieses Modell werde inzwischen am UKL überzeugend vorgelebt.</p> <p>&#160;</p>

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