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Pressemitteilungen

 

 

Raucher bezahlen ihr Laster auch mit ihren Zähnen<img alt="Nikotin schadet auch den Zähnen, doch mit dem Rauchen komplett aufzuhören, ist keine leichte Sache&#58; Darin sind sich die Zahnmedizin-Experten des UKL Prof. Dirk Ziebolz (re.) und PD Dr. Gerhard Schmalz einig. Das derzeit diskutierte THR-Konzept finden sie interessant." src="/presse/PressImages/pic_20220523102440_fcce0621b4.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-05-22T22:00:00ZLeipzig. Von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen aufzuhören – das schaffen die wenigsten. Mit Tobacco Harm Reduction (THR - Tabakschadenminderung) wird in der Medizin ein neues Konzept diskutiert: Im Mittelpunkt steht dabei, nicht gleich sämtliche Tabakwaren zu verdammen, sondern die durch das Rauchen entstehenden Gesundheitsrisiken zu reduzieren und den Raucher langsam bei der Entwöhnung zu unterstützen. <p>Wie Prof. Dr. Dirk Ziebolz, Oberarzt für Interdisziplinäre Zahnerhaltung und Versorgungsforschung der <a href="/einrichtungen/zahnerhaltung">Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie</a> am Universitätsklinikum Leipzig, sagt, haben Raucher neben einem erhöhten Risiko für Oraltumoren auch ein erhöhtes Risiko für schwere Formen der Parodontitis, also einer bakteriellen Entzündung des Zahnhalteapparates, die letztlich zum Zahnverlust führen kann. &quot;Das wissen die Raucher meist selbst, aber nicht jeder Patient kann zum absoluten Rauchstopp bewegt werden. Deshalb ist das THR-Konzept durchaus interessant. Denn dabei geht es um die Entwicklung von alternativen Optionen, um die Minimierung negativer gesundheitlicher Folgen des Tabakkonsums, ohne zwingend vollkommen auf den Genuss von Nikotin verzichten zu müssen. Erwachsene Raucher, die ansonsten weiter rauchen würden, werden also für einen Umstieg auf potenziell weniger schädliche Produkte motiviert.&quot;</p> <p>Sein Kollege PD Dr. Gerhard Schmalz, Oberarzt für Oral Health Medicine an der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, verweist darauf, dass Rauchen nicht nur Parodontitis beeinflusst, sondern sich auch negativ auf eine Periimplantitis, also eine Entzündung rings um ein Zahnimplantat, auswirken kann. &quot;Im Zahnbett beeinflusst Nikotin den Zellstoffwechsel, die Entstehung neuer Blutgefäße und die bakterielle Biofilm-Zusammensetzung. Somit tritt bei Rauchern, sowohl bei Verbrennungs- als auch E-Zigarette, eine frühe Kolonisation mit potentiell krankheitserregenden Mikroorganismen auf. Deshalb zählt das Erreichen eines Rauchstopps zu einer Kernaufgabe in der parodontalen Therapie.&quot;</p> <p>Ein Vergleich der E-Zigarette mit der herkömmlichen Verbrennungszigarette zeigt interessanterweise, dass sie insgesamt weniger schädlich für die orale Gesundheit sein kann. Auch das Ansprechen auf die Therapie sollte beim E-Zigaretten-Nutzer besser sein als beim gewöhnlichen Raucher; hierzu fehlen jedoch bisher belastbare wissenschaftliche Daten. Daher ist es aus Sicht der Leipziger Experten für orale Medizin und Prävention durchaus sinnvoll, Patienten, die ansonsten weiter rauchen würden, auf dem Weg zum Rauchstopp auch mit potenziell weniger schädlichen Alternativen zu unterstützen.</p> <p>&quot;Natürlich bleibt das oberste Ziel definitiv der vollständige Rauchstopp&quot;, so Dr. Schmalz und Prof. Ziebolz. &quot;Dennoch plädieren wir dafür, Patienten mit niedrigschwelligen Alternativen einen Ausweg aus dem Rauchen anzubieten, den sie auch leisten könnten.&quot; Somit sehen sie den vollständigen Umstieg auf Alternativen zur Verbrennungszigarette wie die E-Zigarette oder Tabakerhitzer als eine mögliche Brücke auf dem Weg zum kompletten Ausstieg aus dem Zigaretten- und Nikotinkonsum. Um den nachhaltigen Nutzen alternativer Nikotinprodukte bei Parodontitis-Patienten zu beweisen, brauche es jedoch prospektive, randomisierte klinische Studien.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Rauchfrei-Angebot für UKL-Patienten &#160;</strong></p> <p>&#160;</p> <p>Seit dem vergangenen Jahr können Patient&#58;innen am UKL ihre Therapien gleich mit einer Tabakentwöhnung verbinden&#58; Unter dem Motto &quot;Gemeinsam rauchfrei&quot; bietet das Klinikum mit dem <a href="/einrichtungen/medizinische-psychologie/informationen-für-patienten/rauchfrei-programm">Rauchfrei-Programm</a> interessierten ambulanten und stationären Patient&#58;innen Unterstützung beim Abschied von der Zigarette. Zwei Gruppen haben bereits den siebenwöchigen Kurs abgeschlossen, ein Drittel davon mit einem erfolgreichen dauerhaften Rauchstopp. &quot;Das entspricht den Erfahrungswerten mit solchen Tabakentwöhnungsprogrammen,&quot; berichtet Dr. Katja Leuteritz. Die psychologische Psychotherapeutin betreut das Rauchfrei-Angebot, dass durch die Pandemie im ersten Jahr nur mit kleineren Gruppen und sehr eingeschränkt stattfinden konnte. Dank der Lockerungen können nun die Gruppen auch hier anders durchstarten. Anmelden können sich alle UKL-Patient&#58;innen. Kosten fallen bis auf einen geringen Selbstbeteiligungsbetrag nicht an. &quot;Bei Bedarf nehmen wir auch Angehörige mit auf, da es zusammen oft leichter ist, mit dem Rauchen dauerhaft aufzuhören&quot;, berichtet Dr. Leuteritz. &#160;&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>Mehr Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung <a href="/einrichtungen/medizinische-psychologie/informationen-für-patienten/rauchfrei-programm">hier</a>.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Zahnärzte helfen Orthopäden bei künstlichen Gelenken<img alt="Von der Zahnärztekammer des Nachbarbundeslandes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet&#58; Privatdozent Dr. Gerhard Schmalz von der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des UKL." src="/presse/PressImages/pic_20220512094126_5f17e3cfa5.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2022-05-11T22:00:00ZLeipzig. Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter Leitung von Privatdozent Dr. Gerhard Schmalz von der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des Universitätsklinikums Leipzig wurde mit dem Förderpreis der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt, dotiert mit 2500 Euro, ausgezeichnet. <p>Die Gruppe, zu der neben den Professoren Andreas Roth <a href="/einrichtungen/oup/endoprothetik-orthopädie">(Orthopädie)</a> und Dirk Ziebolz (Zahnerhaltung) auch Florentine Reuschel, Markus Bartl, Laura Schmidt, Szymon Goralski gehörten, überzeugte die Förderpreis-Jury mit einem neuartigen Betreuungskonzept zur Risikoreduktion für infektiöse Frühkomplikationen bei Patienten, die ein künstliches Gelenk erhielten.</p> <p>&quot;Wir Zahnärzte haben alle Patienten, die an der Studie teilnahmen, auf Erkrankungen der Mundhöhle wie Karies und Parodontitis untersucht und diese dann einer Behandlung zugewiesen. Die Orthopäden operierten die Patienten erst, nachdem Entzündungen in der Mundhöhle ausgeschlossen oder therapiert waren&quot;, erklärt <a href="/einrichtungen/zahnerhaltung">Privatdozent Dr. Schmalz</a>. &quot;Beinahe alle Patienten wiesen vor Einsetzen des künstlichen Gelenkes einen hohen parodontalen Behandlungsbedarf sowie häufig auch chronische Entzündungen an Zahnwurzeln auf. Durch intensive Behandlung wurde die Mundgesundheit deutlich verbessert. Das Ergebnis&#58; Unter den Teilnehmenden der Studie entwickelten nur zwei operierte Patienten infektiöse Frühkomplikationen, die jedoch beide keinen oralen Fokus hatten.&quot;</p> <p>Die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt würdigt, dass die Studie gezeigt habe, dass ein strukturiertes zahnärztliches Behandlungskonzept vor Einsetzen von Gelenkprothesen sinnvoll zu sein scheint.</p>
Prof. Rainer Haak steht DGZ vor<img alt="Für die nächsten zwei Jahre übernimmt Prof. Dr. Rainer Haak, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie am UKL, das Ehrenamt des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ)." src="/presse/PressImages/pic_20210412102831_cf81d8026a.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2021-04-11T22:00:00ZLeipzig. Prof. Dr. Rainer Haak, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie am Universitätsklinikum Leipzig, ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ). Gleichzeitig wurde Prof. Dr. Dirk Ziebolz, ebenfalls UKL, zum Generalsekretär der DGZ gewählt. <p>Zwei Jahre wird der Leipziger Zahnexperte Haak der Fachgesellschaft turnusgemäß vorstehen. &quot;Das ist ein Zeichen der Wertschätzung unserer hier in Leipzig geleisteten Arbeit, über das ich mich sehr freue&quot;, so <a href="/einrichtungen/zahnerhaltung">Prof. Rainer Haak.</a> Sein Ziel ist, die verschiedenen Disziplinen der Zahnerhaltung weiter zu stärken und eine schnelle und breite Umsetzung neuer Erkenntnisse in die Versorgung der Patienten zu ermöglichen. &quot;Der Erhaltung der Zähne kommt in der modernen Zahnmedizin eine zentrale Bedeutung zu&quot;, sagt Haak.</p> <p>Die DGZ vertritt mit über 3000 Mitgliedern im Verbund mit der Deutsche Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie (DGET), der Deutschen Gesellschaft für Restaurative und regenerative Zahnerhaltung (DGR²Z) und der Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM) die deutschen Zahnerhalterinnen und Zahnerhalter. &quot;Uns verbindet die gemeinsame Idee, Zahnerhaltung in allen ihren Facetten wissenschaftlich weiterzuentwickeln und im klinischen Alltag zu fördern&quot;, so Haak. &quot;Heutige Verfahren eröffnen uns viele Möglichkeiten, um Zahnsubstanz lange zu bewahren und Zahnverlust lebenslang zu vermeiden.&quot;</p> <p>Unterstützt wird der 54-jährige Zahnspezialist bei seinem Ehrenamt unter anderem vom neu gewählten Generalsekretär Prof. Dirk Ziebolz, ebenfalls UKL. &quot;Das auf diese Weise zwei Leipziger Zahnmediziner im Spitzengremium der Fachgesellschaft vertreten sind, freut uns natürlich besonders&quot;, so Haak.</p>
Platz 6 in Deutschland: Erneute Spitzenposition für das Universitätsklinikum Leipzig in der TOP-100-Klinikliste von „FOCUS Gesundheit“<img alt="Nur fünf Kliniken in Deutschland werden besser bewertet&#58; Das Universitätsklinikum Leipzig belegt wie im vergangenen Jahr Platz 6 in der TOP 100-Klinikliste des Magazins „FOCUS Gesundheit“." src="/presse/PressImages/pic_20201023100107_977b532403.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-10-22T22:00:00ZLeipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) gehört auch in diesem Jahr zu den besten Krankenhäusern Deutschlands. In der neuen "Klinikliste 2021" des Nachrichtenmagazins "Focus", die am 20. Oktober erschienen ist, belegt das UKL unter 100 Kliniken erneut einen hervorragenden sechsten Platz und konnte somit seine Position halten. Vor dem UKL rangieren nur die Berliner Charité als Gesamtsieger sowie die Universitätsklinika Heidelberg, Schleswig-Holstein, Dresden und München (LMU). <p>Ermittelt werden die Platzierungen durch umfangreiche Untersuchungen eines unabhängigen Recherche-Instituts, das von der Zeitschrift beauftragt wurde. In die Bewertung fließen Fallzahlen, Behandlungserfolge bei OPs und Komplikationsquoten ein. Geprüft wurden zudem die technische Ausstattung, die Anzahl der Ärzte oder Qualifikation der Pflegenden. Sehr wichtig sind auch die Beteiligung an Qualitätsinitiativen, die Patientenzufriedenheit und der Hygienestandard. Wie externe Mediziner das UKL bewerten und wie oft sie es weiterempfehlen, spielt ebenfalls eine große Rolle.</p> <p>31 Fachbereiche des UKL sind in den Empfehlungslisten von FOCUS Gesundheit aufgeführt - 15 von ihnen sogar in der Spitzengruppe des jeweiligen Krankheitsbildes&#58;&#160;</p> <p>Risikogeburt, Hautkrankheiten, Diabetes (Erwachsene und Kinder), Kinderchirurgie, Darmkrebs, Leukämie, Nuklearmedizin, Prostatakrebs, Strahlentherapie, Adipositaschirurgie, Schlaganfall, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Depression.<br><br></p> <p>17 Kliniken und Einrichtungen des UKL werden als TOP-Kliniken - zum Teil mehrfach - genannt&#58;</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Abteilung für Geburtsmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Hämatologie, Zelltherapie und Hämostaseologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Neurologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Urologie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie</p> <p>· &#160; &#160; &#160; &#160; Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie</p> <p>&#160;</p> <p>&quot;Es ist uns gelungen, diesen hervorragenden Platz sechs unter den nationalen TOP 100 zu bestätigen - dieses tolle Ergebnis freut uns sehr&quot;, sagte Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. &quot;In diesem wegen der Corona-Pandemie sehr außergewöhnlichen Jahr ist das eine wohltuende Bestätigung für die mit viel Engagement geleistete Arbeit unserer Ärztinnen und Ärzte sowie aller Mitarbeiter aus anderen Bereichen, die zu dieser sehr guten Platzierung beigetragen haben.&quot;</p>
Vom Säugling bis zum Senior: Ernährung spielt entscheidende Rolle für die Gesundheit von Mund und Zähnen<img alt="Zähne putzen ist wichtig, ganz gleich, wie alt man ist. Was man isst und wie oft, hat großen Einfluss auf die Gesundheit der Mundhöhle, sagen die Zahnexperten des UKL zum Tag der Zahngesundheit am 25. September." src="/presse/PressImages/pic_20200924112154_e83ab3ecd0.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2020-09-23T22:00:00ZLeipzig. So paradox es klingen mag: Gerade, weil viele Jugendliche und Erwachsenen mittlerweile sehr auf ihre Ernährung achten, steigt die Häufigkeit sogenannter erosiver Zahnschäden. Der Grund sind natürliche Säuren in Obst und Gemüse, welche die Zähne angreifen können. Darauf weisen Zahnmediziner des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) zum "Tag der Zahngesundheit" am 25. September hin. Geht es um ernährungsbedingte Gesundheitsrisiken, ist die Mundhöhle naturgemäß "ganz vorn mit dabei". Das betrifft – mit unterschiedlicher Gewichtung – jeden Lebensabschnitt, also vom Säuglings- bis zum Greisenalter. <p>Dass Zucker schädlich für die Zähne ist und das Wachstum von Zahnbelag fördert, ist inzwischen allgemein bekannt. Viele Zivilisationserkrankungen wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Bluthochdruck sind zum Teil Folge von Überernährung mit zu viel Zucker.&#160;<br>Die Experten der Universitätszahnmedizin des UKL sind weiteren Fragen nach den Auswirkungen der Ernährung auf die Mundgesundheit auf der Spur.&#160;<br><br><strong>Kalzium und Vitamine gegen &quot;Kreidezähne&quot;<br></strong>Ist Stillen gut oder schlecht für die Zähne, lautet eine dieser Fragen. Dazu gibt es in der Fachliteratur widersprüchliche Aussagen. &quot;Daten aus der Life Child-Studie besagen, dass Kinder, die in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich gestillt werden, ein geringeres Risiko für Karies aufweisen gegenüber denen, die gar nicht oder auch sehr lange gestillt wurden. Die Muttermilch hilft offenbar gerade in den ersten Monaten des Lebens dabei, dass sich in den kindlichen Mundhöhlen ein gesundes Gleichgewicht bei den Bakterien einstellt&quot;, sagt Prof. Christian Hirsch, Direktor der <a href="/einrichtungen/kinderzahnheilkunde">Poliklinik für Kinderzahnheilkunde und Primärprophylaxe</a> des UKL. Außerdem stelle eine ausgewogene Ernährung mit genügend Kalzium und Vitaminen gerade bei Kindern im Vorschulalter sicher, dass die Mineralisation der bleibenden Zähne störungsfrei ablaufe und die Entstehung sogenannter &quot;Kreidezähne&quot; verhindert werde, erklärt Prof. Hirsch.<br><br>Viele Jugendliche und Erwachsenen achten mittlerweile sehr auf ihre Ernährung. Aber gerade gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse enthält natürliche Säuren, die den Zahn angreifen und auflösen können. &quot;Diese Form von Zahnschäden nennt sich dann nicht Karies, sondern Erosion. Hier zeigen aktuelle Daten, dass deren Häufigkeit zunimmt&quot;, so Prof. Rainer Haak, Direktor der <a href="/einrichtungen/zahnerhaltung">Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie</a> des UKL.&#160;<br>Die veränderte &quot;gesunde&quot; Ernährungsweise der letzten Jahre führe sehr viel zusätzliches erosives Potenzial mit sich, meint Haak. Gerade die viel beworbenen Sport- und Fitnessgetränke, aber auch Nahrungsergänzungsstoffe könnten den Zahnschmelz direkt oder durch Veränderung des Mundhöhlenmilieus angreifen. &#160;<br><br></p> <p><strong>Sprudel-Getränke erhöhen Risiko einer Zahnerosion</strong><br>&quot;Aktuelle Forschungsprojekte zeigen&quot;, erklärt Prof. Marcella Esteves Oliveira, Oberärztin an der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, &quot;dass häufiger Konsum von Vitamin C-Kautabletten, Fruchtsäften oder sauren Süßwaren in vielen Fällen zu einem höheren Verlust sogenannter Zahnhartsubstanz führt.&quot;<br>Auch kohlensäurehaltige Getränke erhöhen ihrer Aussage nach wesentlich das Risiko einer Zahnerosion, wenn sie mehr als dreimal am Tag konsumiert werden. &quot;Demgegenüber zeigt ein häufiger Konsum von Milch und Joghurt eine eher schützende Wirkung, weil sie einen hohen Kalziumgehalt aufweisen&quot;, meint Prof. Esteves Oliveira.<br><br><br>Auch im höheren Lebensalter spielt Ernährung eine wichtige Rolle für die orale Gesundheit. Das fängt bei ausreichender Zufuhr von Flüssigkeit an, damit genügend Speichel produziert werden kann. Ein trockener Mund ist nicht nur sehr unangenehm, sondern lässt auch Zähne schneller kaputtgehen. Zudem helfen ein passender und funktionierender Zahnersatz beziehungsweise neue künstliche Zähne (Implantate) dabei, gesunde, vollwertige und zum Kauen zwingende Nahrung essen zu können. Schmeckt nicht nur besser, sondern macht es auch dem Darm leichter.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>

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