Sie sind hier: Skip Navigation LinksInstitut für Kinderradiologie

Pressemitteilungen

 

 

1,3 Millionen-Euro-Investition mit Wohlfühleffekt: Neuer 3-Tesla-MRT in der Kinderradiologie des UKL<img alt="Prof. Franz Wolfgang Hirsch, Ärztlicher Leiter der Abteilung für Kinderradiologie am UKL, und MTRA Madlen Blaurock bereiten eine Patientin für die Untersuchung im neuen MRT vor. Gut zu erkennen ist eine der bunt gestalteten Raumwände." src="/presse/PressImages/pic_20191018102815_ddea82ad27.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2019-10-17T22:00:00ZLeipzig. Der Kinderradiologie des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) steht seit kurzem ein neuer 3-Tesla-MRT (Magnetresonanztomograph) zur Verfügung. 1,3 Millionen Euro wurden dafür investiert. Das moderne Gerät sowie der Raum, in dem es steht, sind so ausgestattet worden, dass sich Kinder wohlfühlen und keine Angst vor der Untersuchung haben müssen. So können die kleinen Patienten zum Beispiel einen Film schauen, während sie in der "Röhre" liegen. <p>&quot;Wir wollten möglichst ein Ambiente schaffen, in dem Kinder sich wohlfühlen&quot;, sagt Prof. Franz Wolfgang Hirsch, Ärztlicher Leiter der <a href="/einrichtungen/kinderradiologie" rel="ext" target="_blank">Abteilung für Kinderradiologie</a> am UKL. &quot;Die Kinder sollen nicht das Gefühl haben, sie kämen in irgendeine unheimliche Maschine, sondern sollen es spannend finden.&quot; Kinder ab Sechs können sich nun vor der Untersuchung aus einer Auswahl zum Beispiel einen Animationsfilm wählen. Dieser läuft dann im Untersuchungsraum als Videoprojektion an einer Seitenwand. Die übrigen Wände ringsum sind als farbenfrohe Blumenwiesen gestaltet, die Raumdecke ziert ein so genannter Lichthimmel. Dieser vermittelt das Gefühl, in die Wolken zu schauen und nimmt so dem Raum eine mögliche gefühlte Enge.<br>Geht es dann in die &quot;Röhre&quot;, schauen die Kinder im Liegen über eine ausgeklügelte Spiegelanordnung ihren Film einfach weiter. Den Ton gibt’s über Kopfhörer, die sie sowieso wegen des MRT-typischen Lärms tragen, dazu. &quot;Bis jetzt sind die Kinder sehr begeistert davon&quot;, meint Prof. Hirsch, &quot;einige wollten gar nicht mehr heraus, weil der Film doch gerade so spannend oder lustig war.&quot; Mit dieser sehr angenehmen Form der Ablenkung, so erklärt der UKL-Kinderradiologe, könnten nun sogar auch jüngere Kinder unter Sechs, die bisher eine Narkose erhalten müssten, narkosefrei bleiben&#58; &quot;Sie konzentrieren sich auf den Film und bleiben angstfrei&quot;, so Hirsch.</p> <p><strong>Wenn nötig, liefert das Gerät Bilder nach wenigen Sekunden</strong><br>In seinem Kern ist das neue Gerät dabei noch das alte, denn was nicht ausgetauscht wurde, war das &quot;M&quot; in MRT, also der Magnet. &quot;Dieser 3-Tesla-Magnet ist der homogenste und beste, den es weltweit gibt. Er wird aber nicht mehr hergestellt&quot;, erklärt Prof. Hirsch. &quot;Deshalb haben wir das Angebot des Herstellers angenommen, den Magneten stehenzulassen und drumherum alles zu erneuern. Ein Magnet altert schließlich nicht&quot;, betont er. Hierdurch sanken die Investitionskosten, Einbau und Umbau waren weniger aufwändig.<br>In begründeten Einzelfällen sind mit dem neuen Gerät jetzt auch viel schnellere Untersuchungen möglich. So können, falls medizinisch notwendig, Bilder des Kopfes bereits nach wenigen Sekunden erstellt werden&#58; &quot;Dann legen sich die Eltern dazu und halten den Kopf ihres Kindes für ein paar Sekunden fest&quot;, erläutert Prof. Hirsch. Die Bilder seien dann zwar keine von höchster Qualität, aber ermöglichten es dem Radiologen trotzdem bereits, Aussagen zu treffen. &quot;Mit dieser Ausstattung und der Leistung des Geräts sind wir im deutschlandweiten Vergleich sicherlich sehr weit vorn&quot;, schätzt der Leiter der UKL-Kinderradiologie.</p> <p>Zehn bis zwölf Untersuchungen erfolgen in der Regel an einem Tag, geht man von 30 bis 45 Minuten Untersuchungszeit pro Kind aus. Rund die Hälfte von ihnen muss in Narkose versetzt werden. Prof. Hirsch&#58; &quot;Wir haben als Universitätsklinikum einen hohen Anteil schwer kranker und eben auch sehr kleiner Kinder zwischen null und sechs Jahren, da kleinere Kliniken überhaupt keine Narkose im MRT anbieten und auch keinen spezialisierten Kinderradiologen beschäftigen.&quot; Selbst Ungeborene im Bauch der Mutter und schwer übergewichtige Kinder bis 150 Kilogramm Gewicht können mit dem neuen MRT untersucht werden.</p>
Ausdrucksstarke Kontraste in der Kinderradiologie<img alt="" src="/presse/PressImages/pic_20150828130815_8bd65207ee.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2015-08-27T22:00:00Z"Von Kobaltblau bis Kongorot" ist die neue Ausstellung in den Räumen der Kinderradiologie des Uniklinikums Leipzig überschrieben. Der Titel verweist schon auf das breite Spektrum in den Arbeiten von Juliane Grätz, deren Malereien und Druckgrafiken sich vor allem durch ausdrucksstarke Kontraste auszeichnen. Eindrücke und Wahrnehmungen von zahlreichen Reisen zeigen sich den Betrachtern ebenso wie die leisen Momente des Innehaltens im Alltag. <p>Juliane Grätz ist nicht nur Künstlerin - in Halle an der Saale geboren, studierte sie dort und in Rostock Medizin und arbeitet seit neun Jahren als Ärztin, seit 2012 auf psychiatrisch-psychotherapeutischem Gebiet. Am Uniklinikum war eines ihrer Werke im vergangenen Jahr Teil der Gruppenausstellung &quot;Mediziner &amp; Malerei&quot;. Die Ausstellung mit Grätz' Arbeiten in der Kinderradiologie, die Stadtansichten und Landschaftsbilder ebenso zeigt wie Porträts und abstraktere Bilder, ist bis zum 4. Januar 2016 zu sehen.</p> <p>Die Vernissage zur Ausstellung findet am 1. September um 17 Uhr in der Kinderradiologie des UKL (Liebigstraße 20a, Haus 6) statt.</p> <p>&#160;Kurzinformation&#58;</p> <p>Von Kobaltblau bis Kongorot. Malerei&#160; und Druckgrafik von Juliane Grätz. Ausstellung in den Räumen der Kinderradiologie, Liebigstraße 20a, Haus 6. Zu sehen bis 4. Januar 2016</p>
„kimonokabukisushi“ oder „Eine Verbeugung vor Japan“<img alt="Noch bis zum 6. März sind in der UKL-Kinderradiologie Collagen und Drucke der Künstlerin Anja Tchepets zu bewundern." src="/presse/PressImages/pic_20150116105949_844c5f0037.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2015-01-15T23:00:00ZLeipzig. In den vergangenen Jahren hat es Anja Tchepets nach Japan verschlagen - ohne dass sie je da war. Seit 2010 arbeitet die Künstlerin an einer Serie von Bilderbüchern, die thematisch und visuell eine direkte Verbindung zu dem fernöstlichen Land herstellen. Ein Teil ihrer Collagen und Drucke ist derzeit in den Räumen der Kinderradiologie am UKL zu sehen. <p>Ihre von Hand gedruckten und kollagierten Bilder nennt Anja Tchepets ein &quot;Verbeugung für Japan&quot;. Schon seit ihrer Kindheit ist die gebürtige Russin fasziniert von japanischer Kunst und Kultur, vor allem vom japanischen Farbholzschnitt. Dessen wesentliche Elemente - eine klare Linienführung, stilisierte Formen, farbig gefüllte Flächen sowie das Fehlen von Perspektive, finden sich auch in den am UKL gezeigten Bildern wieder.</p> <p>Durch einen befreundeten Londoner Galeristen bekam die Künstlerin vor Jahren die Möglichkeit, diese traditionelle Kunst an zahlreichen Originalen zu studieren. Vor allem die Alben der beiden berühmten Künstler Hokusai und Hiroshige haben Tchepets Arbeiten beeinflusst. Mit ihren eigenen Werken schafft Anja Tchepets neue Kunstwerke aus den Personen und Landschaften, die ihr bei den alten Meistern begegnet sind.</p> <p>Die Ausstellung &quot;kimonokabukisushi&quot; &#160;ist bis zum 6. März 2015 zu sehen.</p> <p>&#160;</p> <p><strong>Kurzinformation&#58;</strong></p> <p>&quot;kimonokabukisushi&quot;&#58; Collagen und Drucke von Anja Tchepets<br> Räume der Kinderradiologie<br>Universitätsklinikum Leipzig<br>Liebigstr. 20 a, Haus 6<br>04103 Leipzig</p> <p>&#160;</p>
Komplikationen beim verletzten Kind vermeiden<img alt="Dr. Roland Böhm, Oberarzt in der Kinderchirurgie am UKL, zeigt das Modell eines kindlichen Oberarmknochens." src="/presse/PressImages/pic_20141118160332_d7099d8794.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2014-11-17T23:00:00ZAm 21. und 22. November treffen sich Kindertraumatologen aus ganz Deutschland an der Uniklinik Leipzig. Im Fokus ihres Treffens stehen mögliche Komplikationen der unteren Extremitäten, also dem Körperbereich zwischen Hüfte und den Füßen. <p>Die Kindertraumatologen treffen sich bereits zum zweiten Mal in Leipzig, der erste Teil des Kurses fand bereits 2010 statt. Damals waren die oberen Extremitäten Thema der Veranstaltung. Eingeladen haben damals als auch heute die Uniklinik Leipzig und der Verein &quot;Licht und Lachen für kranke Kinder / Effizienz in der Medizin e.V.&quot;, kurz &quot;Lila e.V.&quot;. &quot;Ziel des Vereins ist es, Komplikationen beim verletzten Kind zu vermeiden&quot;, so Dr. Roland Böhm, der einerseits Vorstandsmitglied des Lila e.v. und andererseits Arzt an der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie des UKL ist und die wissenschaftliche Leitung der aktuellen Weiterbildungsveranstaltung inne hat.</p> <p>Bei der Versorgung von Verletzungen&#160; kann es zu einer Vielzahl an Komplikationen kommen, schon bei der Verletzung selbst und noch Jahre danach. Deshalb müssen die Mediziner erkennen können, wann es sich um einen echten Notfall handelt und welche Komplikationen auftreten können&#58; &quot;Auch den Schmerz sehen wir als eine Komplikation, denn dieser wirkt sich immer negativ auf die gesamte Behandlung aus&quot;, so Dr. Böhm. &quot;Bei jedem Kind haben wir eine andere Reaktion auf Gewebeverletzungen, also jeweils einen anderen Grad des Schmerzes. Deshalb kämpfen wir bei den Kindern zuerst gegen den Schmerz an, erst dann gegen die speziellen Symptome ihrer Verletzung&quot;.</p> <p>Neben Dr. Böhm wird auch PD Dr. Ulf Bühligen, kommissarischer Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am UKL, zu den Teilnehmern sprechen. Der Tagungsleiter freut sich, mit Prof. Dr. Pierre Hepp von der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und plastische Chirurgie der Uniklinik Leipzig einen weiteren Spezialisten als Referenten für die Veranstaltung gewonnen zu haben. &quot;Prof. Hepp ist ein langjähriger Partner und ein Experte in der arthroskopischen Behandlung von Verletzungen des Knieraums. &quot;Kinder, die von Pierre Hepp untersucht und behandelt worden sind, liegen bei uns zur Betreuung auf der Station.&quot;</p> <p>Darüber hinaus stehen der Leiter der Kinderradiologe Prof. Dr. Wolfgang Hirsch von der Abteilung für Kinderradiologie des UKL sowie der Kinderchirurg und Kindertraumatologe Dr. Justus Lieber von der Universitätskinderklinik Tübingen sowie Prof. Dr. Wolfgang Linhart aus Österreich als Referenten fest. Die Teilnehmer der Weiterbildung bekommen somit eine breite Expertise von anerkannten Fachleuten geboten.</p> <p>Weitere Themen der beiden Tage sind beispielsweise&#160; das Kompartmentsyndrom im Kindesalter, der Umgang mit Infektionen oder therapeutische Optionen bei Knochenzysten. Einzelfallbesprechungen schließen sich an beiden Tagen den Seminaren an. &quot;Diese Besprechungen werden für die Mediziner intensiv sein, jeder Teilnehmer nimmt reihum an den beiden Veranstaltungstage an diesen Besprechungen teil&quot;, gibt Dr. Böhm einen Ausblick.&#160;</p> <p>&#160;</p> <p>&#160;</p>
Professor für Kinderradiologie leistet Hilfe zur Selbsthilfe in Äthiopien<img alt="Prof. Franz Wolfgang Hirsch (links) wird vor seiner Abreise von UKL-Tropenmediziner Prof. Stefan Schubert beraten." src="/presse/PressImages/pic_20140806104227_2b32a1f754.jpg" style="BORDER&#58;px solid;" />2014-08-05T22:00:00ZProfessor Franz Wolfgang Hirsch, Leiter der Kinderradiologie am UKL, beteiligt sich am Aufbau einer spezialisierten Kinderradiologie in Äthiopien. Er folgt ab Anfang August für zwei Wochen einer Einladung als Visiting-Professor der Universitätsklinik Addis Abeba. Hirsch ist Teil eines internationalen Teams, das für einen langfristigen Wissenstransfer in den ostafrikanischen Staat sorgt. <p>Schon ein Blick auf die demografische Situation Äthiopiens verdeutlicht die Notwendigkeit einer leistungsfähigen und kompetenten Kinderradiologie. Rund 60 Prozent der Bevölkerung sind unter 18 Jahren. Doch eine auf Kinder spezialisierte Radiologie existiert bislang nicht. Viele typische Kinderkrankheiten bleiben deshalb unentdeckt. Mit Hirsch nimmt erstmals ein Leipziger Mediziner an dem vor vier Jahren ins Leben gerufenen Entwicklungsprogramm teil, das in Zusammenarbeit mit der World Federation of Pediatric Imaging (WFPI) durchgeführt wird.</p> <p>Vor Ort geht es darum, kurzfristig die Diagnosefähigkeit der Ärzte zu verbessern. &quot;Außerdem soll ein Kristallisationskern für die weitere Ausbildung im Land geschaffen werden&quot;, sagt Hirsch. Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe&#58; Äthiopische Radiologen werden in die Lage versetzt, neues Wissen im Land weiterzugeben. Berücksichtigen muss der Wissenstransfer die technische Ausstattung. Es mangelt etwa an Großgeräten wie Kernspintomografen.</p> <p>Große Fortschritte in der Diagnose können auch über Ultraschall und Röntgengeräte erreicht werden. Hirsch verweist auf häufig im Säuglingsalter auftretende Magen- oder Darmerkrankungen, die falsch behandelt zum Tod führen. &quot;Sie sind einfach zu therapieren, aber werden bislang nicht diagnostiziert.&quot; Darunter fällt zum Beispiel eine Magenausgangsverdickung, die mit einer kleinen Operation zu beheben ist - und sich mit Ultraschall erkennen lässt. Das Spektrum spezifischer Kinderkrankheiten ist groß und reicht von Fehlbildungen und Entzündungen aller Organe bis zu typischen Knochen- und Hirntumoren.</p> <p>Hirsch wird in Äthiopien auch auf Krankheitsbilder stoßen, die in Deutschland nicht oder sehr selten vorkommen. &quot;Ich habe mich mit Infektionskrankheiten beschäftigt, um gut präpariert zu sein&quot;, sagt Hirsch. Außerdem erwartet er viele Fälle von Knochentuberkulose. &quot;Das sieht man dort täglich, bei uns höchstens einmal im Jahr. Da werden wir auch lernen können&quot;.</p> <p>Hirsch reist zusammen mit Radiologen aus den USA nach Addis Abeba. Initiator des Engagements ist Kassa Darge, gebürtiger Äthiopier und Radiologie-Professor am Children's Hospital of Philadelphia, eines der größten Kinderkrankenhäuser der USA. Der Kontakt zu Darge stammt aus Hirschs Zeit als Visiting-Professor in Philadelphia vor zwei Jahren.</p> <p>Das Engagement Hirschs könnte zur Weiterführung des bisherigen Austausches der Universitätskliniken von Leipzig und Addis Abeba beitragen. Es besteht nicht nur eine zehnjährige Städtepartnerschaft zwischen Leipzig und Addis Abeba. Bereits zu DDR-Zeiten wurden mit Unterstützung der damaligen Karl-Marx-Universität insgesamt 1500 äthiopische Ärzte im 750 Kilometer nördlich von Addis Abeba gelegenen Gondar ausgebildet.</p>

Liebigstraße 20a, Haus 6
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 26450
Anmeldung:
0341 - 97 26258
Fax:
0341 - 97 26259
Map