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Pressemitteilung vom 28.12.2017

Chest Pain Unit zertifiziert

Brustschmerzambulanz der UKL-Kardiologie erfüllt höchste Anforderungen

OA Dr. Christian Spies in der CPU am Uniklinikum Leipzig mit einem EKG-Ausdruck.

OA Dr. Christian Spies in der CPU am Uniklinikum Leipzig mit einem EKG-Ausdruck.

Leipzig. Die Chest Pain Unit (CPU) am UKL ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifiziert worden. Die Brustschmerzambulanz der Klinik und Poliklinik für Kardiologie besteht seit August dieses Jahres. Sie dient als zentraler Anlaufpunkt im Zentrum Leipzigs für Menschen mit plötzlich auftretendem schwerem Brustschmerz. Das Zertifikat bescheinigt der Einrichtung, alle Kriterien der DGK zu erfüllen und mit höchsten Qualitätsstandards zu arbeiten. Klinikdirektor Prof. Ulrich Laufs freut sich und sieht sich bestätigt: "Wie Studien beweisen, führt eine Chest Pain Unit zur Verbesserung der Versorgungssituation."

Mehrere wichtige Kriterien galt es zu erfüllen. Zu den wichtigsten zählt für Prof. Laufs die personelle Organisation: Rund um die Uhr an jedem Tag im Jahr stehen speziell ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte zur Verfügung. "Das kann nicht jede Klinik leisten. Das unterscheidet uns von anderen", betont er.
Weiterhin schauten sich die Prüfer von der DGK die räumliche Situation an. Vorgehalten werden müssen beispielsweise spezielle Betten, so genannte Überwachungsbetten mit Monitoranlage. "Doch wir haben auch Untersuchungsräume für nicht so schwer erkrankte Patienten, die noch selbst zu uns gekommen sind und nicht im Schockraum versorgt werden müssen", erläutert Laufs ein Beispiel.
Auch die Ausstattung mit modernen Apparaten nahmen die Gutachter unter die Lupe. Investiert wurde beispielsweise in ein modernes Herz-Echo-Gerät. "Dieses Gerät ist mobil, wir können es direkt an ein Bett fahren", so der Klinikdirektor, "eine unverzügliche Behandlung ist rund um die Uhr möglich." Ebenso alle Anforderungen erfüllte das moderne Herzkatheterlabor.
Von großer Bedeutung sei auch der Nachweis einer auf die Erfordernisse angepassten strukturellen Organisation, also der schnellen Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen, erläutert Oberarzt Dr. Daniel Jurisch, der den Prozess der Zertifizierung vorbereitet hat: "Der gesamte Ablauf, beginnend mit der Aufnahme des Patienten, über die Diagnostik bis zur Therapie muss strukturell vorgegeben sein."

In ihrem Gutachten hoben die Prüfer der DGK dann auch besonders die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche am UKL hervor. "Ich habe mich sehr über die Unterstützung der Kollegen aus dem Haus gefreut", sagt Prof. Laufs, und lobte im Besonderen die Kooperation mit der Zentralen Notaufnahme (ZNA) und ihrem Leiter, Prof. André Gries. Die Chest Pain Unit ist räumlich in die ZNA integriert und auf diese Weise leicht erreichbar für alle Patienten.
Natürlich stehe bei einem Notfall das Herz im Mittelpunkt, doch sei die Unterstützung aller anderen benötigten Fachbereiche auf hohem Niveau gesichert. "Das gesamte fachliche Spektrum des Universitätsklinikums steht uns zur Verfügung", fasst Prof. Laufs zusammen.

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