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Bildgeführte Strahlentherapie - image guided radiotherapy (IGRT)

​Allgemeine Informationen

Bei unseren hochpräzisen Therapien hat die exakte Positionierung des Patienten auf dem Bestrahlungsgerät eine sehr hohe Bedeutung für den Therapieerfolg.

Unabhängig davon welche Art der Bestrahlung durchgeführt wird, kann eine präzise Positionierung durch bildgebende Verfahren direkt vor der Bestrahlung erreicht werden. Um die vielfältigen Vorteile dieser bildgeführten Strahlentherapie (IGRT) nutzen zu können, werden in unserer Klinik alle Patienten mit einer IGRT behandelt.

Von den verfügbaren bildgebenden Verfahren wird die ausgewählt, die das beste Verhältnis zwischen notwendiger Bildqualität und zusätzlichem Dosiseintrag bietet.

An unserer Klinik werden folgende bildgebende Verfahren zur IGRT eingesetzt:

  • Planare Bildgebung: Bestrahlungsgerät mit integrierter Röntgenquelle mit Strahlungsenergien im kV- oder MV-Bereich (Abb.1) ; röntgenbasiertes Überwachungssystem bei der Stereotaxie im Kopfbereich (BrainlabExacTrac®) (Abb.2)
  • Dreidimensionale Bildgebung: Bestrahlungsgerät mit Cone Beam Computertomographie (CBCT) mit kv- oder MV-Photonenstrahlung (Abb. 3)

Behandlungsablauf

Vor jeder Bestrahlung wird der Patient anhand von definierten Markierungen an der Haut oder auf der Bestrahlungsmaske positioniert. Eine noch exaktere Positionierung wird durch bildgebende Verfahren erreicht, der sogenannten bildgeführten Strahlentherapie (IGRT).

Bei der planaren Bildgebung werden mit der integrierten Röntgenquelle im Bestrahlungsgerät Röntgenbilder in diagnostischer Qualität erzeugt. Das Röntgenbild von dem Patienten direkt vor der Bestrahlung wird mit der Bildinformation von der Bestrahlungsplanung verglichen. Der Abgleich erfolgt anhand knöcherner Strukturen. Hierbei können mögliche Abweichungen (meistens wenige Millimeter) erkannt werden. Automatisch werden die Abweichungen an den Bestrahlungstisch übermittelt und falls notwendig ausgeglichen. Damit ist eine noch exaktere Patientenpositionierung möglich.

Die dreidimensionale Bildgebung bietet gegenüber der planaren Bildgebung eine höhere Bildinformation, aber auch einen höheren Dosiseintrag. Größter Vorteil ist, dass nicht nur knöcherne Strukturen sondern auch Weichteilstrukturen, z.B. der Tumor selbst oder Organe (z.B. die Prostata) dargestellt werden. Die Computertomographie (CT) direkt vor Beginn der Bestrahlung wird mit der Bestrahlungsplanung überlagert. Auch hierbei werden mögliche Abweichungen sichtbar und können ausgeglichen werden. Der Bestrahlungstisch wird dazu, wenn erforderlich, in die noch exaktere Position gefahren bevor die Bestrahlung beginnt. Einen besonderen Stellenwert hat das Conebeam-CT bei der hochpräzisen, stereotaktischen Bestrahlung.

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