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Archiv

JobPoint 2019

Der JobPoint des UKL am 23.11.2019 war aus Sicht der Medizinischen Berufsfachschule ein voller Erfolg. Knapp 750 Besucher konnten sich einen Einblick in die verschiedenen Fachbereiche verschaffen und Informationen über den Ausbildungs- und Berufsalltag sammeln. An dieser Stelle danken wir allen beteiligten Referenten, Fachbereichslehrern und Auszubildenden und freuen uns auf den nächsten JobPoint am 21.03.2020.

 

Europa Direkt - Schüleraustausch

Projekt​

An dieser Stelle wollen wir, Hannah und Katharina aus der Kinderkrankenpflege, Euch einen kleinen Einblick über unseren Schüleraustausch „Europa direkt“ geben und Euch täglich mit auf die Reise nehmen und unsere Eindrücke mit Euch teilen.

Vorab eine kleine Zusammenfassung, worum es in dem Projekt eigentlich geht:

Das Austauschprogramm ist so aufgebaut, dass sich jeweils 11 Schüler/Studierende der beteiligten Länder (Deutschland, Frankreich und Litauen) zu drei Terminen jeweils eine Woche treffen, so dass am Ende jeder einmal Gastgeber sein durfte und die anderen zwei Länder bereist hat. In der gemeinsamen Woche haben wir Gelegenheit, die anderen Gesundheitssysteme, die Ausbildung und natürlich die Kulturen kennenzulernen. Wir verbringen viel Zeit miteinander. Gesteuert und organisiert wird das alles vom Verein „Europa direkt“. Projektleiter und Dolmetscher sind immer anwesend und begleiten uns Teilnehmende. Eine einmalige Gelegenheit, die anderen Länder aus einer ganz besonderen Perspektive kennenzulernen.

Hannah Buddinger und Katharina T. Gückel (KK17b)

Im Namen aller deutschen Teilnehmer der MBFS Leipzig, wollen wir uns ganz besonders bei allen französischenAustauschschülerInnen, ihren LehrerInnen, allen Beteiligten und besonders Marc Pentecouteau, dem Directeur de l'IFSI-IFAS de Blois bedanken! Ihr und Sie habt und haben dem Begriff Gastfreundschaft eine ganz neue Bedeutung gegeben. Wir fühlten uns sehr freundlich und offen bei Euch und Ihnen aufgenommen und hatten eine großartige Zeit! Vielen, vielen Dank!

Auch bei der Organisation „Europa direkt" wollen wir uns ganz herzlich dafür bedanken, dass ein so erfüllender Austausch dieser Art überhaupt zustande kommen kann!

Danke an unsere Schulleitung Frau Heistermann und Herrn Seidel, an unsere uns begleitenden Lehrerinnen Frau Grötsch und in Abwesenheit Frau Petery - schön, dass Sie mit Ihrer positiven Energie dabei sind!  

Ein besondere Dank von Herzen an unsere Dolmetscherinnen Aglaé, Dalia und Anna, die für uns nicht nur Dreh- und Angelpunkt des gegenseitigen Verständnisses sind, sondern viel mehr repräsentieren: Ihr bereichert unsere trinationale Gruppe jede auf ihre Weise. Ihr tragt einen ganz beträchtlichen Teil für die Grundstimmung unseres Beisammenseins bei - Danke, danke, danke!

Und nun sagen wir:

Bis zum nächsten Mal in Litauen! À bientôt und Iki greito!

Die detaillierten Erfahrungsberichte aus Frankreich und Litauen finden Sie hier.

Kann man Lernen lernen? – Lernberatung an der MBFS

Mathematik, Deutsch oder Biologie - so heißen die Unterrichtsfächer an allgemeinbildenden Schulen. In der beruflichen Ausbildung ist es jetzt anders. Da heißen die Fächer oft nicht mehr Fächer, sondern Themen- oder Lernbereiche. Auch die Bezeichnungen der Themenbereiche ist jetzt anders: der Themenbereich 1 heißt z.B. Pflegesituationen bei Menschen aller Altersgruppen erkennen, erfassen und bewerten.

Vernetztes Denken wird von den Schülerinnen und Schülern an der Medizinischen Berufsfachschule von Anfang an erwartet. Vielen fällt das erst mal schwer. Neue und andere Lernkonzepte sind gefragt, um die Fülle an Lerninhalten effektiv und erfolgreich zu meistern. Hier hat sich ein Lehrerteam berufen gefühlt, den Schülern eine angemessene Unterstützung anzubieten. Seit September 2017 läuft das neue Angebot für alle.

Am Anfang der Ausbildung werden die Schüler in einem Seminar: „Lernen lernen" geschult. Es wird ein gemeinsamer Nenner gefunden. Beispielsweise wird im Seminar ausprobiert: wie geht eigentlich eine Gruppenarbeit? Erkenntnisse der Schüler sind dann oft: „Ach so geht das. Das ist ja viel effektiver als bisher in der Schule." Oder die „PQ4R-Methode" zum effektiven Erfassen eines Fachtextes. Das ist sehr wichtig, da sich das Lernen der Schüler nicht nur auf den Unterricht und die Informationen durch die Lehrer in der Schule beschränkt. Jeder ist für sein Lernen selbst verantwortlich. Lernen muss jeder selbst.

Für Schüler, die es dann noch genauer und auch individueller wissen wollen und an ihren persönlichen Lernkompetenzen arbeiten möchten, steht das Angebot einer individuellen Lernberatung zur Verfügung. Sieben engagierte Lehrer der Schule freuen sich darauf, die Schüler bei ihrem Lernen zu begleiten, zu beraten und zu unterstützen. Es können individuelle Beratungstermine vereinbart werden, bei denen individuelle Themen besprochen werden. Vielleicht ist einfach die optimale Lernmethode noch nicht gefunden, oder es gibt Probleme beim Zeitmanagement. Dieses Angebot wird auch schon rege angenommen. Wir bekommen viele positive Rückmeldungen.

Aber nicht nur für die Prüfungsklassen ist das Thema interessant. Ein effektives Lernen ist in jeder Phase der Ausbildung gefragt. Letztendlich ist jeder für sein Lernen selbst verantwortlich. Das Lernen an sich können wir nicht abnehmen, aber vielleicht kann eine andere Lernstrategie die eigene Zufriedenheit beim Lernen erhöhen.

Termine können unsere Schüler ganz einfach vereinbaren: eine kurze Mail genügt. Per E-Mail sind wir Lernberatungslehrer erreichbar. Wir freuen uns, wenn wir unseren Schülern weiterhelfen können.

 

Das Lehrerteam Lernberatung: Bianca Hünlich, Eveline Mutke, Jannicke Schickert, Elias Holzweißig, Hannelore Weidauer, Susanne Nebe und Kristin Heistermann.

Orthoptik?!? - Ein Tag auf der "therapie - Leipzig"

Vom 07.03.-09.03.2019 hatten wir, als Schüler der Orthoptik, die Möglichkeit an der Therapiemesse in Leipzig mitzuwirken. Diese Arbeit zeigte uns die Wichtigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit therapeutischer Berufe.

Jeweils zu zweit unterstützten wir die Mitarbeiter des Berufsverbandes Orthoptik e.V. an ihrem Stand. Dabei führten wir viele interessante Gespräche, wobei häufig die erste Frage lautete: „Was ist Orthoptik überhaupt?", „Hat das etwas mit Orthopädie zu tun? Oder mit Optik?".

Im Allgemeinen beschäftigt sich die Orthoptik mit der Diagnostik, Prävention und Therapie von Sehstörungen, welche das beidäugige Sehen beeinträchtigen. Orthoptist*innen sind spezialisiert auf motorische und neurologische Augenbewegungsstörungen, Schwachsichtigkeiten und arbeiten Hand in Hand mit Augenärzten zusammen.

Auf der Messe wurden viele neue Therapiemöglichkeiten, -geräte und -ansätze der verschiedenen Fachbereiche vorgestellt. Unter anderem die der Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und der Neurologie. Weiterhin war es möglich, sich Vorträge über spezielle Krankheitsbilder anzuhören oder selbst an verschiedensten Kursangeboten teilzunehmen.

Um den Teilnehmern der Therapiemesse das Berufsbild der Orthoptik nahezubringen, ließen wir unserer Kreativität freien Lauf. Dazu bastelten wir verschiedene Brillen, welche unterschiedliche Augenerkrankungen oder Doppelbilder simulierten. Damit sollten die Besucher beispielsweise ein Paket aufgeben oder Überweisungsscheine ausfüllen. Dadurch wurden die Einschränkungen der Patienten für den Gesunden erlebbar und nachvollziehbar. Sowohl Teilnehmer als auch Therapeuten, besonders im Bereich der Ergotherapie, zeigten ein besonderes Interesse. Dabei wurden viele Fragen geklärt und einige Kontakte geknüpft. Vor allem im Bezug auf die Früherkennung und Prävention von Sehstörungen bei Kindern konnten wir die Interessenten sensibilisieren.

Zudem hatten wir die Möglichkeit, uns einen Überblick über die Therapiemesse zu verschaffen. Die Vielfalt des Angebotes und den Fortschritt verschiedenster Behandlungsmöglichkeiten begeisterte uns.  Durch interessante Gespräche, Vorträge und die Stände verschiedenster Fachrichtungen konnten wir unser medizinisches Wissen erweitern, vertiefen und die Wichtigkeit des interdisziplinären Arbeitens,  für unseren weiteren Berufsweg als Orthoptist*innen, vor Ort erleben.

 Auszubildende der Orthoptik, Klasse O17 

Aktionstag - Menschenrechte "Wir sind bunt!"

Am Samstag, den 22.06.2019 veranstalteten Schüler aus unserer Medizinischen Berufsfachschule den Aktionstag "Wir sind bunt".

Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Schüler werben für die Pflege

Die eigene Begeisterung für den Beruf gezeigt: Schüler werben in der Innenstadt für die Pflege

Der 1. Juni war ein warmer, sonniger Spätfrühlingstag. Viele Menschen zog es in die Leipziger Innenstadt. Eine kleine Gruppe junger Leute trug dabei auffällig bunte Würfel bei sich. Es waren Auszubildende des UKL, die an diesem Tag mit einer besonderen Aktion auf die Arbeit von Pflegenden aufmerksam machten. Die Gruppe bestand aus den Schülerinnen und Schülern der Gesundheits- und Krankenpflege Anne Fleischer, Mischa Mohr, Georgia Schmidt, Jessica Raabe Haut, Amon Just, Frauke Thöne aus der Klasse K19a und der Hebammenschülerin Tabea Below (alle Medizinische Berufsfachschule des UKL, MBFS) sowie BA-Studentin Verena Wagner. Sie hatten sich bereiterklärt, an dieser Aktion teilzunehmen und für ihren Beruf zu werben.

Am Zoo gestartet, zog die Gruppe als kleine Menschenkette mit den bunten Würfeln der UKL-Kampagne „Pflege ist…" über den Brühl in die Innenstadt ein. An markanten Punkten blieben sie stehen, bauten die Würfel zu einer kleinen Pyramide auf und begannen die Passanten anzusprechen. „Wir sind auf die Leute zugegangen und mit vielen kamen wir auch ins Gespräch", erzählt Verena Wagner, BA-Studentin und eine der freiwilligen Teilnehmerinnen. „Wir berichteten über die Arbeit von Pflegefachkräften am Universitätsklinikum Leipzig, über Ausbildungsmöglichkeiten und verteilten fleißig Flyer für den ‚JobPoint PFLEGE' am 14. Juni." Dabei hätten sie manche Menschen erst überzeugen müssen, dass man ihnen gerade wirklich nichts verkaufen möchte, erinnert sich BA-Studentin Verena lachend.
Angesprochen wurden alle Altersgruppen, nicht nur Jugendliche und junge Erwachsene, denn oftmals kennen auch Eltern, Großeltern oder sonstige Verwandte und Bekannte jemanden, der sich vielleicht für einen Beruf oder für eine Ausbildung als Pflegefachkraft am UKL interessiert. Gut kamen auch die UKL-Traubenzuckerwürfel als Geschenk für ganz kleine Passanten an, denn der 1. Juni ist ja gleichzeitig auch der Internationale Kindertag. Die Resonanz war laut Verena Wagner überwiegend positiv.
„Die Aktion hat gezeigt, dass sich auch die ganz neuen Schülerinnen und Schüler von Anfang an einbringen können", meint Verena Wagner. Auch mal außerhalb des Klinikums und auch stations- und berufsübergreifend zusammenzuarbeiten, dies habe gut funktioniert. Was ihr besonders gefallen habe: „Die Schülerinnen und Schüler haben die Menschen, mit denen sie ins Gespräch kamen, ihre eigene Begeisterung für diesen Beruf spüren lassen." Für Schülerin Anne Fleischer war es wichtig, die Möglichkeit zu nutzen, kreativ auf den Pflegeberuf aufmerksam zu machen und für die Passanten ansprechbar zu sein: „Am Anfang fiel das Ansprechen noch schwer. Schließlich wollte man die Flyer nicht nur in die Hand drücken, sondern auch ins Gespräch kommen und erfahren, wie die Passanten sich den Pflegeberuf vorstellen. Am besten gelang das mit Humor", erinnert sich Anne.

Markus Bien

 

Werbung machen für einen spannenden Beruf: Junge Auszubildende des UKL zogen Anfang Juni mit den bunten Würfeln der Pflegekampagne durch die Leipziger Innenstadt und versuchten, mit Passanten ins Gespräch zu kommen (Foto: privat).

 

„Am besten gelang das Ansprechen mit Humor": Für MBFS-Schülerin Anne Fleischer (rechts) war die Aktion eine Gelegenheit,  kreativ auf den Pflegeberuf aufmerksam zu machen (Foto: privat).

Schüler lehren Schüler

Zwei Berufe, ein Team – ein Projekt der Auszubildenden Orthoptik und Hebammen 

Am 16.05.2019 haben Auszubildende der Medizinischen Berufsfachschule Leipzig in den Klassen der Hebammen und Orthoptisten des Ausbildungsjahrganges 2017 sich gegenseitig Vorträge ihres Berufsbildes vorgestellt. Die Wichtigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit in der Medizin sollte dabei verdeutlicht werden. Das zeigte auch der Inhalt der Vorträge, welchen die Schüler durch eigene Recherche und den Lehrinhalt der Ausbildung erarbeitet haben.

 

Orthoptisten beschäftigen sich mit Fehlstellungen und Bewegungseinschränkungen der Augen und untersuchen vor allem Kinder. Der Vortrag befasste sich mit dem Thema „Sehentwicklung und Amblyopievorsorge". „Amblyopie, was ist das denn?", fragen sich jetzt wahrscheinlich die Meisten. Im Grunde ist die Amblyopie eine Schwachsichtigkeit eines  oder beider Augen, welche nicht im Zusammenhang mit bereits vorhandenen Augenerkrankungen stehen muss. Sie entsteht in der frühkindlichen Entwicklungsphase, in der das Auge das Sehen noch lernt. Durch verschiedene Ursachen jedoch wird dieser Entwicklungsschritt nicht weitergeführt. Wird die Schwachsichtigkeit zu spät oder gar nicht therapiert, kann der Seheindruck nie vollständig entstehen. Daraus resultiert eine eingeschränkte Berufswahl und es kann zu sozialer Abgeschiedenheit und psychischen Problemen führen. Daher ist die frühestmögliche Behandlung dieser Krankheit und eine Vorstellung beim Augenarzt mit Orthoptist sehr wichtig. In dem Vortrag wurde also auf die Wichtigkeit der Prävention hingewiesen. Um das Thema greifbar zu machen, durften die angehenden Hebammen selbst einmal ausprobieren, wie es ist, schwachsichtig zu sein. Dafür stellten die Orthoptik-Auszubildenden verschiedene Brillen zum Simulieren von einer Fehlsichtigkeit zur Verfügung. Dabei gab es viele interessante Eindrücke seitens der Hebammenschüler zu gewinnen und zeigte ihnen eindrucksvoll die Schwierigkeit, eine Sehstörung zu besitzen.

 

Der Fachvortrag der Hebammenauszubildenden war ein gänzlich anderes. Sie präsentierten den Ablauf der Vorsorgeuntersuchungen im Kindesalter, die kindlichen Entwicklungsschritte und einige angeborene Fehlbildungen. Mit vielen verschiedenen Methoden haben sie das Thema belebt und hochinteressant gestaltet. Auch ein sehr ernstes, wichtiges Thema haben die Schüler der Hebammen fachlich und ausführlich in Szene gesetzt, den plötzlichen Kindstod.

Dieses Projekt zeigte beiden Seiten, wie wichtig die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche für eine erfolgreiche Behandlung  ist. Viele neue Fakten und Themen wurden diskutiert, nachgefragt und sich gegenseitig näher gebracht. Beide Klassen konnten Ihre Themen gut umsetzen, hatten Spaß bei der Präsentation und weckten das Interesse für den jeweils anderen Beruf und dessen Aufgaben. Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Aufgabe das Ziel der Interdisziplinären Zusammenarbeit und das Kennenlernen beider Berufe definitiv erreicht hat.

Auszubildende der Orthoptik, Klasse O17

Richterstraße 9 - 11, Gohlis
04105 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 25100
Fax:
0341 - 97 25109
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