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Zentrum für Hämostaseologie

Das Zentrum für Hämostaseologie (Gerinnungszentrum) ist Ansprechpartner für klinische Fragestellungen bei Patienten mit Störungen der Blutgerinnung. Dazu gehören angeborenen und erworbenen Störungen der Blutgerinnung.

Im Rahmen eines interdisziplinären Ansatzes betreuen wir die stationären Patienten des Universtitätsklinikums Leipzig wie auch die Gerinnungssprechstunde bzw. Gerinnungsambulanz des Klinikums.

Behandlungsschwerpunkte

  • Behandlung von Patienten mit Hämophilie, von-Willebrand-Erkrankung, Thrombozytenfunktionsstörungen, seltenen Erkrankungen der Blutgerinnung
  • Diagnostik von angeborener und erworbener Blutungsneigung
  • Diagnostik von angeborener und erworbener Thrombophilie
  • Behandlung von Patientinnen mit Blutgerinnungsstörungen in der Schwangerschaft
  • perioperatives Management

Kontakt

​Zentrum für Hämostaseologie
Universitätsklinikum Leipzig

Liebigstraße 20, Haus 4
04103 Leipzig

Leiter

Prof. Dr. Sirak Petros

Sekretariat

Telefon: 0341 - 97 12700
Fax:      0341 - 97 12709

24-h-Rufbereitschaft

Für sofortige Hilfestellungen steht Ihnen ein Hämostaseologe rund um die Uhr zu Verfügung:
Telefon: 0151 - 12234113

Sprechzeiten der Gerinnungssprechstunde

​Kontakt Gerinnungssprechstunde bzw. Gerinnungsambulanz
Telefon: 0341 - 97 12835
Fax:      0341 - 97 12289

Notfalltelefon: 0151 - 12234113 (24-Stunden-Bereitschaft)

Sprechzeiten der Gerinnungssprechstunde

​Dienstag​  8.00 - 14.00 Uhr
​Mittwoch​  8.30 - 12.00 Uhr
​Donnerstag​14.00 - 16.00 Uhr


oder nach individueller Vereinbarung.

Terminvereinbarung
Einen Termin in der Gerinnungssprechstunde können Sie telefonisch zwischen 8 und 15.30 Uhr unter der folgenden Telefonnummer vereinbaren: 0341 - 97 12835.

Ihr Aufenthalt bei uns
Die Terminvereinbarung für die Gerinnungssprechstunde erfolgt telefonisch. Zur Anmeldung und Behandlung hier vor Ort benötigen wir von Ihnen:

  • Überweisungsschein
  • Krankenversicherungskarte
  • vollständige, aktuelle Befunde (bitte in Kopie) und Fragestellung vom überweisenden Arzt (z.B. Informationen über Krankenhausaufenthalten bei Thrombosen/Lungenembolie, angiologische Befunde, etc.)
  • Patienten, die mit neuen oralen Antikoagulantien behandelt werden und bei denen eine Thrombophilietestung durchgeführt werden soll, sollen zur Vermeidung mehrfacher Blutentnahmen nach 3-tägiger Umstellung auf niedermolekulares Heparin vorgestellt werden

Die Gerinnungsambulanz befindet sich in der Zentralambulanz, Liebigstraße 20, Haus 4 - zum Lageplan

Es findet ein Arztgespräch und in der Regel eine Blutentnahme statt. Der Befund (Arztbrief) geht nach ca. 7 bis 10 Tagen an den Überweiser und in Kopie an den Patienten.

Notfall- und Konsiltelefon

​Ärzte des Universitätsklinikums und anderer Krankenhäuser sowie niedergelassene ärztliche Kollegen und Patienten können uns in dringenden Fällen bzw. hämostaseologischen Fragestellungen telefonisch über unsere 24-h-Rufbereitschaft erreichen. Rund um die Uhr steht Ihnen ein Hämostaseologe zur Verfügung.

24-h-Rufbereitschaft: 0151 - 12234113

Hinweis:
Das Telefon wird per Rufumleitung zum diensthabenden Arzt weitergeleitet. Aus technischen Gründen dauert diese Umleitung einige Klingelzyklen. Wir bitten Sie daher, den Anruf ausreichend lange klingeln zu lassen. Sollte ein Besetztzeichen ertönen, ist der Arzt im Gespräch und Sie sollten es ca. 10 Minuten später erneut probieren.

Forschung

Das Zentrum für Hämostaseologie führt regionale, eigeniniitierte Forschungsprojekte durch und ist an multizentrischem Studien beteiligt. Neben den Phase II, Phase III und Phase IV-Studien steht ein vollständig ausgestattes Forschungslabor für hämostaseologische Grundlagenforschung zur Verfügung.

 

Aktuelle klinische Forschungsprojekte (Phase II-IV)

  • Neue Behandlungsoptionen der TTP
  • Klinische Validierung neuer Faktorenkonzentrate für Hämophilie-Patienten
  • Prüfung neuer Therapieoptionen zur Blutungsreduktion bei Hämophilie-Patienten

 

Aktuell Projekte der klinischen Hämostaseologie

  • Thrombingenerierung bei malignen Lungentumoren
  • Hämostase bei Patienten mit malignen Tumoren
  • Perioperativer Einfluss von Thrombozytenaggregationshemmung
  • Thromboprophylaxe und -therapie bei morbider Adipositas
  • Behandlung von Pfortaderthrombosen mit NOACs
  • Hämostase bei Patienten mit Leberzirrhose
  • Antikoagulantien und gastrointestinale Blutungen

 

Aktuelle Projekte der experimentellen Hämostaseologie

  • Veränderungen der Hämostase bei Sepsis-Patienten
  • Evaluierung neuer Testmethoden zur Aktivitätsmessung von Antikoagulantien für die klinische Routine
  • Reversierung von Antikoagulantien
  • Monitoring von Antikoagulantien unter extrakorporaler Zirkulation (ECMO, Dialyse, Assist-Systeme)
  • Zirkadiane Rhythmen der Hämostase

 

Promotionsarbeit gesucht?

Das Zentrum für Hämostaseologie vergibt regelmäßig Promotionsthemen. Interessenten für eine Promotionsarbeit können uns einfach eine Mail schreiben an: gerinnung@medizin.uni-leipzig.de, wir melden uns zeitnah bei Ihnen zurück.

Gerinnungs-Curriculum

​Willkommen beim Curriculum Gerinnung des Zentrums für Hämostaseologie am Universitätsklinikum Leipzig!

Seit 2012 bieten wir für klinisch tätige Ärzte, Studenten und andere interessierte Fachgruppen eine kurrikular gestaltete Fortbildung zum Thema klinischer Hämostaseologie an. Initial war die Veranstaltung hauptsächlich für Anästhesisten und Intensivmediziner ausgerichtet, jedoch haben aufgrund der Nachfrage die Fortbildung stetig verändert, um jedem klinisch tätigen Arzt relevante Basisthemen der klinischen Gerinnungsmedizin anbieten können. Unabhängig davon ob Sie eine internistische, chirurgische oder andere Fachausrichtung haben, können Sie teilnehmen.

Ziel unserer Veranstaltung ist es, Ihnen gezielt täglich anwendbares, klinisches Wissen zu vermitteln. Dazu haben wir zahlreiche Fallbeispiele in den letzten Jahren gesammelt, um Ihnen mit echten Fällen, Erfahrungswissen und "aha"-Effekten zu zeigen, dass "Gerinnung" auch einfach sein kann.

In jedem Kurs vermitteln wir Ihnen interaktiv anhand mehrerer Vorträge den aktuellen Kenntnisstand für das jeweilige Thema. Damit Sie Ihre Aufmerksamkeit entsprechend bündeln können, bieten wir schriftliche Zusammenfassungen mit entsprechender Referenzen zu jedem Kursteil an.

1. Gerinnungs-Curriculum (2012)
2. Gerinnungs-Curriculum (2013)
3. Gerinnungs-Curriculum (2014)
4. Gerinnungs-Curriculum (2015)
5. Gerinnungs-Curriculum (2016) - aktuelle Veranstaltung - (Download Flyer)

 

Details

Das Curriculum besteht aus folgenden Kursen, die jedoch unabhängig voneinander sind. Im folgenden finden Sie eine detaillierte Themenaufstellung, damit Sie besser entscheiden können, ob eine Teilnahme für Ihren Tätigkeitsbereich respektive Ihr Interesse sinnvoll ist. Während die Kurse von 2012-2015 als Einzelkurse an jeweils einem Nachmittag stattfanden, bieten wir aufgrund der Nachfrage im Jahr 2016 alle Kurse im Rahmen einer Kompaktveranstaltung an zwei Tagen an.
 

Beginn Freitag 23.09.2016 ab 15.00 Uhr
Ende Samstag 24.09.2016 ca. 17.00 Uhr

 
Modul 1 - "Blutungsprävention, Diagnostik und Elektivchirurgie"

Teil 1 - Physiologie der Hämostase und Grenzen der Gerinnungstests

  • Wie funktioniert Gerinnung - Physiologie der Hämostase
  • Woher kommen Gerinnungstests (Quick, aPTT, Fibrinogen, Thrombozytenzahl)
  • History-based versus Evidence-based Medicine (Historische Aspekte der klassischen Globalparameter)
  • Wie kann man Blutgerinnung messen? (Analytische Grundlagen und diagnostische Grenzen der Globalparameter)
  • Was ist eine "Gerinnungsstörung?" Klinisch versus Laborphänomen (Limitationen der Tests)

Teil 2 - Leitlinien und Empfehlungen zur präoperativen und präinterventionellen Gerinnungsdiagnostik

  • Wie erkennt man den blutungsgefährdeten Patienten? (Evidenzbasierte präoperative Diagnostik / Blutungsanamnese)
  • Welche sinnvollen Zusatzuntersuchungen existieren? (Grundlagen weiterführender Diagnostik im klinische Alltag: von-Willebrand-Diagnostik, Faktor XIII, Reptilasezeit, D-Dimere, HIT, DIC, ROTEM)
  • Monitoring von Antikoagulantien (Heparine (UFH, NMH), Fondaparinux, Argatroban, Danaparoid, Thrombozytenaggregationshemmer, neue Antikoagulantien)

Teil 3 - Präoperativer Umgang mit Antithrombotika; insbesondere bei Regionalanästhesie

  • Pharmakokinetische Entscheidungsbasis präoperative Pausen
  • Präoperative Pause von Antithrombotika
  • Empfehlung zum Vorgehen bei Regionalanästhesie unter Antithrombotika
  • Typische Fallbeispiele

Teil 4 - Management von Blutverlusten im Elektivsetting

  • Rationales Vorgehen bei Eingriffen mit erhöhtem zu erwartenden Blutverlust
  • (Rahmenbedingungen, blutsparende Maßnahmen, Pathophysiologie Dilution)
  • Möglichkeiten der intraoperativen Überwachung der Blutgerinnung
  • Substitution mit Gerinnungsprodukten bei Blutverlust (Transfusionsgesetz, BÄK, klinischem Befund)
  • Typische Fallbeispiele

Modul 2 - "Notfallmanagement"

Teil 1 - Peripartale Blutungen

  • Klassifikation und Einteilung
  • Pathophysiologie
  • Besonderheiten bei peripartale Blutungen
  • Fibrinogen, Tranexamsäure, Dynamik und Fulminanz
  • Aktuelle Empfehlungen und Beispiele

Teil 2 - Der lebensbedrohlich blutende Patient

  • Polytrauma bzw. schwerer hämorrhagischer Schock (Pathophysiologie der traumatischen Gerinnungsstörungen, aktuelle Leitlinien, Handlungsempfehlung, SOP, Indikationen zur Transfusion nach BÄK und klinischem Befund)
  • Faktorenkonzentrate Sicherheit und Indikation (PPSB, Fibrinogen, NovoSeven®)
  • Die unerwartete Blutungsneigung (Thrombopathie oder vW-Syndrom (angeboren/erworben), Ursachen und Therapiemöglichkeiten)
  • Blutungen unter Antikoagulantien (Heparine, Falithrom®, Plättchen, …)
  • Typische Fallbeispiele

Modul 3 - "Der Leberkranke Patient"

Teil 1 - Physiologie des Hämostasesystems bei Leberinsuffizienz

  • Pathophysiologie der Gerinnung bei Lebererkrankungen
  • Blutungsneigung beim Leberpatienten
  • Perioperatives Management bei Elektiveingriffen und Lebererkrankungen
  • Indikation zur Substitution nach BÄK und hämostatischen Defekt

Teil 2 - Besonderheiten bei der Lebertransplantation

  • Historische Aspekte
  • Besonderheiten beim Management bei Lebertransplantation
  • Substitution
  • Typische Fallbeispiele

Modul 4 - "Gerinnungsstörungen in der Intensivmedizin"

Teil 1 - Basiswissen Gerinnung in der Intensivmedizin

  • Physiologie und adaptive Veränderungen der Hämostase beim kritisch kranken Patienten
  • Diagnostische Möglichkeiten auf der Intensivstation (insbesondere im Hinblick auf intensivmedizinische Gesichtspunkte)
  • Einteilung und Beispiele häufiger Gerinnungsstörungen

Teil 2 - Spezielle Probleme I (Thrombozytäre Störungen)

  • Thrombozytopenie (adaptiv, Sepsis, medikamentös, TTP, HIT, ITP - klinische Unterscheidung)
  • Thrombozytopathie (Medikamente, Behandlung)
  • Fallbeispiele

Teil 3 - Spezielle Probleme II (Plasmatische Störungen)

  • Disseminierte intravasale Gerinnung
  • Massivtransfusion (Pathophysiologie, Therapiealgorithmus)
  • Hepatische Insuffizienz und Hämostase (Pathophysiologie, Management)
  • Spezielle erworbene Gerinnungsstörungen (Hämophilie, vWD, Thrombozytopathie)

Teil 4 - Spezielle Probleme III (Spezielle Patientenpopulationen)

  • Extrakorporale Zirkulation (Antikoagulation (Heparin, Citratantikoagulation, Alternativen), Blutungen)
  • Reversierung von Antikoagulantien
  • Gastrointestinale Blutungen
  • Besonderheiten in der Schwangerschaft/Geburtshilfe
  • Hämatologische Erkrankungen (Leukämien, ...)
  • Neurochirurgische Intensivmedizin
  • Thromboseprophylaxe in besonderen Situationen (ischämischer Infarkt, Hirnvenenthrombose, SAB, SHT)

 

Sie sind neugierig geworden?

5. Gerinnungs-Curriculum (2016) - aktuelle Veranstaltung - (Download Flyer)