"Wir können nicht ohne Ärzte, und die Ärzte nicht ohne uns"

​Annemarie Bär ist Medizinisch-Technische Radiologieassistentin am Universitätsklinikum. Ein abwechslungsreicher, herausfordernder Beruf. Ideal für Menschen mit einem gesunden Selbstvertrauen.

​"Ich bin angekommen!", sagt Annemarie Bär und lacht. Nach ihrer Ausbildung an der Medizinischen Berufsfachschule (MBFS) des Universitätsklinikums Leipzig arbeitet sie seit September 2019 als Radiologieassistentin am UKL. ​"Die MBFS bietet alle Voraussetzungen für die bestmögliche theoretische Ausbildung zur Medizinisch-Technischen Radiologieassistentin. Die Ausbildungsinhalte und die technische Ausstattung an der Uniklinik sind wirklich herausragend. Dank der engen Zusammenarbeit mit dem UKL ist hier vieles möglich, was andernorts nicht einmal denkbar wäre." Während ihrer Ausbildung zeigte sich, dass die Bedingungen nicht überall gleich sind: ​"Das Universitätsklinikum war in der Berufsfachschule nicht die einzige Praxiseinrichtung, und es wurde schnell deutlich, dass den Azubis in anderen Häusern der Beruf ganz anders vermittelt wurde als bei uns."

Jedes Detail zählt

Der Arbeitsalltag in der Radiologie ist geprägt von modernster Technik und einer Vielzahl an unterschiedlichen Aufgaben. Annemarie Bär fertigt Röntgenbilder an, führt Computertomografie-, Magnetresonanztomografie- und Mammografie-Untersuchungen durch und assistiert bei interventionellen Therapien. Neben einem großen Wissensschatz, Organisationstalent und einem siebten Sinn für die Bedürfnisse der Patienten braucht es in ihrem Beruf die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Von der Patientenaufklärung über den Abgleich von Laborwerten und die Gabe von Kontrastmitteln bis zur Bildnachbearbeitung und Betreuung der Patienten nach der Untersuchung bewältigt Annemarie Bär jeden Tag zahlreiche Herausforderungen.

​"Genau das mag ich an meinem Beruf: Es gibt so viel Abwechslung und jedes Detail zählt. Allein die Bildbearbeitung ist eine Wissenschaft für sich: Kontraste optimieren, Aufnahmen beschriften, Schnittführungen rekonstruieren, auch in 3D – das alles erfordert höchste Sorgfalt und Konzentration, denn unsere Ergebnisse sind die Grundlage für die weitere medizinische Behandlung."

Beste Voraussetzungen

Auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz hat sich Annemarie Bär bewusst für das Universitätsklinikum Leipzig und die Medizinische Berufsfachschule entschieden. ​"Ich dachte, dass ich hier die beste Technik und die neuesten Behandlungsmethoden kennenlerne und dadurch optimale Bedingungen für den Einstieg in das Berufsleben habe. Und das war dann auch so! Dank meiner Ausbildung kenne ich das Team und einen Großteil der Geräte im Uniklinikum und bin auch mit den Räumlichkeiten vertraut." Beste Voraussetzungen für einen reibungslosen Übergang von der Ausbildung ins Berufsleben! ​"Außerdem verdiene ich als Berufseinsteigerin am UKL so gut, dass ich mir neben Miete, Essen & Co. einige Extras leisten kann." Bei der Entscheidung, als frischgebackene Radiologieassistentin am Universitätsklinikum zu bleiben, standen für Annemarie Bär vor allem fachliche Aspekte im Mittelpunkt. ​"Ich stellte mir die Frage: Wo kann ich mein Wissen optimal anwenden und erweitern? Die Antwort war: Hier am UKL! In diesem Haus arbeite ich mit modernsten Geräten und kann in vielen Bereichen sattelfest werden. Eine große Auswahl an Weiterbildungsangeboten bringt mich voran. Diese Möglichkeiten waren mir noch wichtiger als Kita und Mitarbeiterfest, wobei auch solche Angebote nicht zu verachten sind!"

​"Es ist aufregend, ein Teil dieser Entwicklung zu sein."

An ihrem Beruf schätzt Annemarie Bär die Nähe zur Forschung.

​"Die Radiologie mit ihren Hightech-Geräten entwickelt sich rasant weiter. Es ist aufregend, ein Teil dieser Entwicklung zu sein und Innovation jeden Tag neu zu erleben."

Auch der Kontakt mit Patienten, die Tatsache, dass sie mit ihrer Arbeit Menschen helfen und sogar Leben retten kann, begeistert Annemarie Bär immer wieder neu. Die Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen empfindet sie als freundlich und kollegial. ​"Allerdings versuche ich, Beruf und Privatleben zu trennen. Ich schätze meine Kolleginnen und Kollegen sehr, aber nach einer anstrengenden Schicht bin ich auch froh, wenn ich den Beruf einmal hinter mir lassen kann. Teamwork spielt in der Radiologie eine wichtige Rolle. Wir können nicht ohne Ärzte, und die Ärzte nicht ohne uns."

Zusammenhalt und Vertrauen

Der Arbeitsalltag in der Radiologie stellt hohe Anforderungen an die Belegschaft: Das schnelle Umschalten zwischen verschiedenen Untersuchungstechniken, der Wechsel zwischen den Diensten und der Umgang mit kranken Patienten und besonders schwierigen Fällen kann sehr belastend sein. ​"Trotz allem Stress müssen wir immer, auch nachts, hochkonzentriert arbeiten." Dabei hilft Annemarie Bär, neben einem funktionierenden Privatleben, der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Die gemeinsamen Dienste stärken den Zusammenhalt und schaffen Vertrauen. ​"Natürlich kommt es auch darauf an, wie jeder Einzelne mit Herausforderungen umgeht und was er daraus macht. Ich selbst bin zum Glück körperlich und psychisch belastbar. Aber es stimmt schon: Die Arbeit in einem Haus der Maximalversorgung kann sehr anspruchsvoll sein."