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Forschungsvorhaben der Universitätsmedizin Leipzig zu SARS-CoV-2 / Covid-19

UKL etabliert Programm zur Antikörper-Therapie mit Blutplasma

Neuer Therapie-Ansatz im Kampf gegen das Coronavirus: Blutplasma von genesenen Covid-19-Patienten soll demnächst zur Rettung von Patienten mit schweren Krankheitsverläufen eingesetzt werden. Derzeit werden weltweit verschiedene Studien geplant, um die Wirksamkeit dieser Therapie zu erforschen. Auch das Institut für Transfusionsmedizin am UKL nimmt unter anderem an einer bundesweit koordinierten Studie teil.

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Prozess der Immunisierung gegen das Corona-Virus bei älteren Menschen

Bewohner von Alten- und Pflegeheimen gehören zur Risikogruppe, bei denen ein schwerer Verlauf einer Covid-19-Erkrankung wahrscheinlicher ist als bei jüngeren Patienten. In dieser klinischen Studie wird untersucht, wie sich der Anteil der älteren Menschen entwickelt, die Antikörper gegen eine SARS-CoV-2-Infektion gebildet haben bzw. das Virus in sich tragen, aber nicht erkranken. In beiden Fällen gelten die Patienten zumindest für eine bestimmte Zeit als immun. Auf Grundlage der systematisch gesammelten Daten lassen sich Rückschlüsse ableiten, in welchem Ausmaß und über welche Zeiträume betroffene Risikopatienten tatsächlich gefährdet sind.

Optimaler Beatmungsdruck bei Covid-19-Patienten

​Eine SARS-CoV-2-Infektion schädigt die Lunge massiv. Aus diesem Grund müssen schwer erkrankte COVID-19-Patienten maschinell beatmet werden. Entscheidend für eine erfolgreiche Beatmungstherapie ist der Druck, mit dem die Lunge beim Atmen unterstützt wird. Ist er zu niedrig, gelangt nicht genug Sauerstoff ins Blut des Patienten, ist er zu hoch kann die Lunge selbst zusätzlichen Schaden nehmen. Jeder Patient braucht dabei seine ganz individuelle Einstellung, je nach Schwere der Erkrankung und jeweiligen Dehnbarkeit der Lunge. Ziel ist der Studie ist ein Verfahren zu finden, mit dem der optimale Beatmungsdruck pro Patient bestimmt werden kann (sog. best positive endexpiratory pressure, kurz bestPEEP). Das kann die klinische Versorgung von Patienten mit Lungenversagen verbessern.

 

Wirkung von bestimmten Bluthochdruck-Medikamenten bei Covid-19-Patienten

​Bestimmte Medikamente die zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden, könnten auch eine positive Wirkung bei Covid-19-Patienten haben. Diese Wechselwirkung wollen das Klinikum St. Georg und das Universitätsklinikum Leipzig gemeinsam in der weltweit ersten kontrollierten klinischen Studie zu dem Thema erforschen. Mit grundlagenwissenschaftlichen Aspekten beteiligt sind zudem auch das Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) Leipzig, ein führendes Proteomlabor in Hannover (Mosaiques Diagnostics) und wegen der nötigen telemedizinischen Betreuung in Quarantäne das ICCAS der Uni Leipzig. Ziel ist, bessere Aussagen treffen zu können, ob sich daraus möglichweise weitere Therapieansätze für Menschen ergeben, die sich mit dem Corona-Erreger infiziert haben und anschließend erkrankt sind. Bis zu 20 Prozent der deutschen erwachsenen Bevölkerung (ca. 16 Millionen) nehmen zur Behandlung einer Bluthochdruckerkrankung derartige Medikamente aus der Klasse der ACE-Inhibitoren bzw. Angiotensin-Rezeptor-Blocker ein.

Nationales Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin zu Covid-19 (NUM)

Die Corona-Krise stellt das Gesundheitssystem vor enorme Herausforderungen. Um die Forschungsaktivitäten zu Covid-19 bundesweit zu bündeln und zu stärken, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Aufbau des Netzwerks Universitätsmedizin zu Covid-19, das von der Charité koordiniert wird, mit 150 Mio. EUR für ein Jahr. Die Universitätsmedizin Leipzig ist Teil dieses Netzwerks und trägt mit seiner Expertise dazu bei, konkrete Erkenntnisse für das Krisenmanagement und für die Behandlung der Patienten zu liefern.

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