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Verdacht auf Infektion und Test

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Was tun nach Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person?

Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, wird empfohlen, für fünf Tage selbständig Kontakte zu anderen zu reduzieren. Insbesondere Kontakte zu Risikogruppen für einen schweren Verlauf einer Corona-Infektion sollten vermieden werden. Als erster voller Tag der Quarantäne gilt der Tag nach dem letzten Kontakt zu der infizierten Person.

Zudem wird dringend geraten, während dieser Zeit täglich einen Schnell- oder Selbsttest durchzuführen. Darüber hinaus sollten allgemeine Schutzmaßnahmen wie die AHA+L+Formel eingehalten werden.

Beschäftigte in Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten und Einrichtungen der Eingliederungshilfe sollen über einen Zeitraum von fünf Tagen täglich vor Dienstantritt einen Antigen-Schnelltest oder einen PCR-Test (oder vergleichbaren Test auf Basis der Nukleinsäureamplifikation) durchführen lassen.

Weitere Informationen finden Sie unter „Quarantäne und Isolierung".

Bitte beachten Sie die Regelungen zur Quarantäne in Ihrem Bundesland.​

Ich habe Krankheitsanzeichen. Was soll ich tun?

Wenn Sie Krankheitszeichen wie Husten, erhöhte Temperatur oder Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns, Schnupfen, Halsschmerzen oder Kopf- und Gliederschmerzen bemerken, die auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hindeuten können, sollten Sie zu Hause bleiben, die AHA+L+A-Formel beachten und sich telefonisch beraten lassen. Rufen Sie am besten Ihre Hausarztpraxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 an. Diese Kontaktstellen informieren über das weitere Vorgehen. In Notfällen, zum Beispiel bei akuter Atemnot, sollten Sie die Notfallnummer 112 anrufen.
Um sich und andere zu schützen, sollten Sie auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung eine Arztpraxis aufsuchen. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite „Was tun bei Verdacht auf eine Infektion?“.

Warum sollte ich mich testen lassen, wenn ich keine Symptome habe bzw. ich mich gesund fühle?

Gerade in der frühen Infektionsphase mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und oft auch vor dem Auftreten von Symptomen ist die Ansteckungsfähigkeit am größten. Das macht es dem Virus so leicht, sich zu verbreiten. Viele stecken sich bei Personen an, kurz bevor diese Krankheitszeichen entwickeln, wenn die Viruslast (die Menge an Viren) besonders hoch ist.

Sich gesund zu fühlen, ist daher leider keine Sicherheit, dass man nicht mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert ist. Deswegen ist auch für gesunde Personen eine Testung sinnvoll – beispielsweise vor dem Besuch von medizinischen oder Pflegeeinrichtungen.​

Welche Tests stehen für die Testung auf Coronavirus SARS-CoV-2 zur Verfügung?

Für die Testung auf eine bestehende Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 stehen drei Tests zur Verfügung: 

PCR-Tests sind der „Goldstandard" unter den Corona-Tests. Die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Personal und die Auswertung durch Labore. Sie sind der entscheidende Test für den Nachweis einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Genesenennachweis). Bis das Ergebnis eines PCR-Tests vorliegt, vergehen ein bis zwei Tage.

Es gibt auch Tests, die wie der PCR-Test auf der Nukleinsäureamplifikationstechnik (NAT) basieren, aber vor Ort (Point of Care, PoC) ausgewertet werden können. Diese sogenannten PoC-NAT-Tests werden beispielsweise in Notaufnahmen oder Ambulanzen eingesetzt.

Antigen-Schnelltests werden ebenfalls durch geschultes Personal durchgeführt. Das Ergebnis liegt direkt vor Ort nach 15 bis 30 Minuten vor. Antigen-Schnelltests sind weniger zuverlässig als PCR-Tests. Nach einem positiven Ergebnis eines Antigen-Schnelltests besteht Anspruch auf einen PCR-Test, um die Infektion zu bestätigen.

Antigen-Selbsttests funktionieren ähnlich wie Antigen-Schnelltests, sind aber für die Selbsttestung durch Privatpersonen geeignet. Antigen-Selbsttests sind ebenfalls weniger zuverlässig als PCR-Tests. Die Selbsttests sind frei verkäuflich und können über den Handel bezogen werden. Auch nach einem positiven Ergebnis eines Selbsttests besteht Anspruch auf einen PCR-Test.

Ausführliche Informationen zu den verschiedenen Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und wann sie angewendet werden, finden Sie unter „Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2". Informationen zu Antikörper-Tests finden Sie unter „Was ist ein Antikörper-Test und welche Rolle spielt er?".​

Welche Corona-Tests kann ich als Privatperson selbst durchführen?

Für die Eigenanwendung stehen Antigen-Selbsttests, auch Laien-Selbsttests oder Selbsttests genannt, zur Verfügung. Sie funktionieren ähnlich wie Antigen-Schnelltests, die von geschultem Personal durchgeführt werden, sind aber in der Anwendung einfacher – insbesondere was die Probenentnahme angeht. Antigen-Selbsttests benötigen eine Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Das BfArM bietet eine Übersicht über die zugelassenen Antigen-Selbsttests auf seinen Internetseiten. Das Paul-Ehrlich-Institut hat einen Teil der Antigen-Schnelltests und Antigen-Selbsttests auf ihre Empfindlichkeit (Sensitivität) überprüft und bietet eine Übersicht über die geprüften Tests auf seinen Internetseiten.

Die Antigen-Selbsttests sind frei verkäuflich und können über das Internet, im Handel oder in Apotheken bezogen werden.​

Wer hat Anspruch auf einen PCR-Test und wer soll getestet werden?

PCR-Tests sind der Goldstandard in der Diagnostik von Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Sie werden vor allem eingesetzt, um bei einer Person mit Symptomen sicher abzuklären, ob sie an COVID-19 erkrankt ist. Ärztinnen und Ärzte können bei Vorliegen von entsprechenden Symptomen eine PCR-Testung im Rahmen der Krankenbehandlung veranlassen. Bei Personen ohne Krankheitszeichen (asymptomatischen Personen) kann ein PCR-Test zur Bestätigung eines vorausgegangenen positiven Antigen-Tests sinnvoll sein.

Der Anspruch auf einen PCR-Test außerhalb der Krankenbehandlung für Personen ohne Krankheitszeichen ist in der Testverordnung geregelt. Einzelheiten, welche Personen ohne Krankheitszeichen gemäß Testverordnung einen kostenlosen PCR-Test erhalten können, finden Sie in den Fragen und Antworten des Bundesgesundheitsministeriums (BMG). Dort können Sie auch nachlesen, welche Personen gemäß Nationaler Teststrategie bei der PCR-Testung priorisiert bzw. bevorzugt werden sollen, wenn die Testkapazitäten knapp sind. Die Priorisierung bedeutet nicht, dass andere Personen keinen Anspruch auf PCR-Testungen haben. Der in der Testverordnung geregelte Anspruch gilt weiterhin, sofern Testkapazitäten vorhanden sind.

Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht regelmäßig eine Übersicht zu den Testzahlen und Testkapazitäten.

Eine rote Warnmeldung in der Corona-Warn-App begründet keinen Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test, sofern keine Symptome vorliegen. Es besteht jedoch Anspruch auf einen Antigen-Schnelltest mit Eigenanteil (siehe auch „Wer hat Anspruch auf einen Bürgertest und wann ist dieser kostenlos?"). Fällt ein Antigen-Schnelltest oder ein Antigen-Selbsttest positiv aus, besteht Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test.​

Was ist ein Antigen-Schnelltest und welche Rolle spielt er?

Antigen-Schnelltests weisen bestimmte Eiweiße des Coronavirus SARS-CoV-2 in den Schleimhäuten der Atemwege infizierter Personen nach. 

Für den Schnelltest wird ein Abstrich von der Rachenwand (durch den Mund) und/oder aus dem Nasen-Rachenraum (durch die Nase) entnommen. Die Auswertung erfolgt vor Ort. Das Testergebnis liegt in der Regel in weniger als 30 Minuten vor. Im Gegensatz zum Antigen-Selbsttest, der von Privatpersonen selber durchgeführt wird, wird der Antigen-Schnelltest von geschultem Personal durchgeführt.

Mit Antigen-Schnelltests kann rasch geprüft werden, ob möglicherweise eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt. In Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ähnlichen Einrichtungen gilt aktuell bundesweit eine Testpflicht (siehe auch „Aktuelle Corona-Regeln"). Bitte beachten Sie auch mögliche Regelungen in Ihrem Bundesland zu weiteren Testpflichten sowie die Testkonzepte in medizinischen, Pflege- oder Gemeinschaftseinrichtungen.

Antigen-Schnelltests werden auch bei vielen anderen Anlässen im Rahmen von Bürgertests eingesetzt (siehe auch Frage „Wer hat Anspruch auf einen Bürgertest und wann ist dieser kostenlos?").

Antigen-Schnelltests sind weniger zuverlässig als PCR-Tests. Dennoch sollte ein positiver Schnelltest sehr ernst genommen und Kontakte zu anderen sollten deutlich eingeschränkt werden. Nach einem positiven Schnelltest kann ein PCR-Test zur Bestätigung sinnvoll sein (siehe auch Frage „Habe ich nach einem positiven Antigen-Schnelltest Anspruch auf einen PCR-Test?"). Für einen Genesenennachweis ist der Nachweis einer Infektion durch einen positiven PCR-Test Voraussetzung.

Personen, die ein positives Ergebnis im Antigen-Schnelltest erhalten haben, sollten sich selbst isolieren (das heißt Kontakte konsequent reduzieren) und sich telefonisch an ein Testzentrum, ihre Hausarztpraxis, an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 oder an das zuständige Gesundheitsamt wenden, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Auch ein negativer Antigen-Schnelltest kann unter Umständen nicht korrekt sein. Es ist deswegen sinnvoll, sich zusätzlich immer an die AHA+L+A-Formel zu halten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite „Antigen-Schnelltest: Test durch geschulte Personen vor Ort".

Wo kann ich einen anerkannten Antigen-Schnelltest durchführen lassen?

In den COVID-19-Testzentren werden anerkannte Antigen-Schnelltests (Bürgertests) durchgeführt. Die anerkannten (erstattungsfähigen) Antigentests befinden sich auf der vom Gesundheitsausschuss der Europäischen Union beschlossenen Gemeinsamen Liste von Corona-Antigen-Schnelltests (sogenannte Common RAT List). Die Liste sowie weitere Informationen zur Common RAT List finden Sie auf den Internetseiten des Paul-Ehrlich-Instituts.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bietet Informationen zu Corona-Testzentren in den Bundesländern. Über eine Deutschlandkarte können Sie Testzentren in Ihrer Nähe suchen. Bundesländer, Städte und Gemeinden informieren über Testzentren in den jeweiligen Regionen. Auch die Corona-Warn-App bietet eine Übersicht über Teststellen in der Nähe, die an die Corona-Warn-App angeschlossen sind. Teststellen, welche die Übermittlung von Schnelltest-Ergebnissen an die Corona-Warn-App unterstützen, finden Sie auch im Schnelltestportal.

Habe ich nach einem positiven Antigen-Schnelltest Anspruch auf einen PCR-Test?

Bei einem positiven Antigen-Schnelltest hat die getestete Person gemäß Testverordnung grundsätzlich Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test zur Bestätigung des Ergebnisses. Der Nachweis einer Infektion durch einen positiven PCR-Test ist Voraussetzung für die Ausstellung eines Genesenennachweises.

Ein negativer Schnell- oder Selbsttest kann das Ergebnis eines vorangegangenen positiven Schnelltests nicht aufheben.

Wenden Sie sich bei einem positiven Ergebnis eines Antigen-Schnelltests am besten telefonisch an ein Testzentrum, Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Bei Symptomen wird empfohlen, sich nicht an ein Testzentrum, sondern an einen Arzt oder eine Ärztin zu wenden.

Bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt, sollten Sie sich zuhause nach Möglichkeit isolieren, um andere nicht anzustecken und sich an die AHA+L-Formel halten.

Was ist ein Antikörper-Test und welche Rolle spielt er?

Das Immunsystem entwickelt bei einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 spezifische Antikörper (Eiweiße) dagegen. Bei Antikörper-Tests werden diese spezifischen Antikörper im Blut bzw. Serum nachgewiesen. Nach dem Auftreten von Krankheitszeichen (Symptomen) vergehen in der Regel allerdings ein bis zwei Wochen, bis diese spezifischen Antikörper nachweisbar sind. Antikörpertests werden daher nicht zur Abklärung einer aktuell vorliegenden Infektion eingesetzt.

Mit SARS-CoV-2-spezifischen Antikörpern kann auch nach Abklingen von Symptomen bzw. oft noch Wochen und Monate danach eine durchgemachte Infektion nachgewiesen werden. Allerdings nimmt die Menge der Antikörper besonders bei Personen mit milder Infektion oder nach Infektion ohne Krankheitszeichen im Laufe der Zeit ab.

Der Nachweis von SARS-CoV-2-Antikörpern erlaubt keinen Rückschluss auf den Zeitpunkt der Infektion und schließt nicht aus, dass die Person aktuell ansteckend ist (siehe auch Frage „Bei mir wurden Antikörper nachgewiesen. Bedeutet dies, dass ich immun bin und mich und andere nicht mehr anstecken kann?").​

Was ist ein Antigen-Selbsttest und welche Rolle spielt er?

Antigen-Selbsttests, auch Laien-Selbsttests oder Selbsttests genannt, beruhen auf dem gleichen Prinzip wie Antigen-Schnelltests, die durch geschultes Personal durchgeführt werden: Sie weisen bestimmte Eiweiße des Coronavirus SARS-CoV-2 in den Schleimhäuten der Atemwege infizierter Personen nach. Bei Antigen-Selbsttests sind Probenentnahme und -auswertung einfach und können durch die Betroffenen selbst durchgeführt werden. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich oder Speichel erfolgen.

Die Antigen-Selbsttests sind frei verkäuflich und können über den Handel bezogen werden. Selbsttests können zusätzliche Sicherheit in Alltagssituationen geben, wie beispielsweise vor einem Besuch bei Familienmitgliedern oder im Freundeskreis. Sie können auch im Rahmen der Testkonzepte der Länder in Schulen und Kitas eingesetzt werden. Nach Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person wird eine tägliche Testung mit Schnell- oder Selbsttests dringend empfohlen. In medizinischen und Pflegeeinrichtungen beispielsweise werden auch überwachte Selbsttests eingesetzt.

Antigen-Selbsttests sind weniger zuverlässig als PCR-Tests. Bei einem positiven Selbsttest wird daher in der Regel ein PCR-Test zur Bestätigung durchgeführt (siehe Frage „Habe ich nach einem positiven Antigen-Selbsttest Anspruch auf einen PCR-Test?"). Personen, die ein positives Ergebnis im Antigen-Selbsttest erhalten haben, sollten sich selbst isolieren (das heißt Kontakte konsequent reduzieren) und sich telefonisch an ein Testzentrum, ihre Hausarztpraxis oder unter der Telefonnummer 116 117 an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Bei Symptomen wird empfohlen, sich nicht an ein Testzentrum, sondern an einen Arzt oder eine Ärztin zu wenden.

Auch bei einem negativen Testergebnis ist es weiterhin sinnvoll, die AHA+L+A-Formel einzuhalten. Denn auch ein negatives Testergebnis schließt eine Infektion nicht mit Sicherheit aus. Das Ergebnis des Selbsttests kann negativ sein, obwohl die Person infiziert ist, wenn zum Beispiel der Test nicht sorgfältig genug durchgeführt wurde oder wenn zu wenig Viren im Körper sind, um durch den Test nachgewiesen werden zu können.

Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite „Antigen-Selbsttest: Der Test für die Eigenanwendung".​

Habe ich nach einem positiven Antigen-Selbsttest Anspruch auf einen PCR-Test?

Bei einem positiven Antigen-Selbsttest hat die getestete Person gemäß Testverordnung grundsätzlich Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test zur Bestätigung des Ergebnisses. Ein negativer Schnell- oder Selbsttest kann das Ergebnis eines vorangegangenen positiven Selbsttests nicht aufheben.

Bei einem positiven Ergebnis im Antigen-Selbsttest sollten Sie sich selbst isolieren (das heißt Kontakte konsequent reduzieren) und sich telefonisch an ein Testzentrum, Ihre Hausarztpraxis oder unter der Telefonnummer 116 117 an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Bei Symptomen wird empfohlen, sich nicht an ein Testzentrum, sondern an einen Arzt oder eine Ärztin zu wenden.​

Was sind PoC-NAT-Tests (PoC-PCR-Tests) und wofür werden sie eingesetzt?

Der PoC-NAT-Test beruht wie der PCR-Test (polymerase chain reaction) auf einer Nukleinsäureamplifikationstechnik (NAT). Damit wird das Erbgut des Coronavirus SARS-CoV-2 vervielfältigt. Dadurch gelingt es, Viren nachzuweisen, auch wenn erst wenige Erreger vorhanden sind. Im Gegensatz zu PCR-Tests, bei denen die Probe in ein Labor eingeschickt wird, können PoC-NAT-Tests (PoC-PCR-Tests) kurzfristig vor Ort ausgewertet werden. PoC-NAT-Tests werden im Rahmen der medizinischen Versorgung vor Ort – also am „Point of Care" (PoC) – angewendet, wenn ein relativ sicheres Testergebnis innerhalb kurzer Zeit benötigt wird. Sie werden zum Beispiel bei Testungen in manchen Notaufnahmen oder Ambulanzen eingesetzt.

PoC-NAT-Tests weisen eine gute Genauigkeit (Spezifität) auf. Das heißt, dass der Test genau das gewünschte Virus nachweist und keinen anderen Erreger. Ein positives Ergebnis eines PoC-NAT-Tests muss nicht durch einen PCR-Test im Labor bestätigt werden.

Die Empfindlichkeit (Sensitivität) von PoC-NAT-Tests ist etwas geringer als die von PCR-Tests, die ins Labor eingeschickt werden. Somit können falsch-negative Ergebnisse bei PoC-NAT-Tests etwas öfter auftreten als bei PCR-Labortests. Das heißt, es wird etwas häufiger fälschlicherweise ein negatives Ergebnis angezeigt, obwohl sich die getestete Person mit dem Coronavirus angesteckt hat. Wenn Zweifel an einem negativen Ergebnis eines PoC-NAT-Tests bestehen, wird eine Testung mit einem PCR-Test im Labor erwogen. In kritischen Situationen – zum Beispiel, wenn Personen angesteckt werden könnten, die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben – werden PCR-Tests im Labor bevorzugt.​

Was versteht man unter Isolierung, was unter Quarantäne?

Isolierung oder Quarantäne sollen durch Reduktion von Kontakten zu anderen Personen die Verbreitung eines Krankheitserregers, zum Beispiel des Coronavirus SARS-CoV-2, verhindern.

Die Isolierung ist eine behördlich angeordnete Maßnahme für Personen mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion. Die Isolierung kann zu Hause erfolgen oder bei schwerem Krankheitsverlauf im Krankenhaus (siehe auch Frage „Welche Regelungen gelten aktuell für die häusliche Isolierung?" und „Themenseite „Corona-Infektion – wie geht es weiter?").

Die Quarantäne ist eine zeitlich begrenzte häusliche Absonderung von Personen, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht oder die möglicherweise das Virus ausscheiden. Dabei handelt es sich meist um enge Kontaktpersonen von Erkrankten (siehe auch Frage „Welche Empfehlungen gelten aktuell für die häusliche Quarantäne?" und Themenseite „Verhaltensempfehlungen für die häusliche Quarantäne").

Die aktuellen Empfehlungen zu Isolierung und Quarantäne finden Sie auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts (RKI).

Welchen Zweck erfüllt eine Quarantäne bzw. eine häusliche Absonderung?

Das Ziel ist es, eine Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Deutschland so weit wie möglich zu verlangsamen und Krankheitsfälle möglichst zu verhindern. Wenn eine Person positiv auf SARS-CoV-2 getestet wird, ist es dafür notwendig, die Menschen zu identifizieren, die Kontakt zu dieser Person hatten. Der Gesundheitszustand dieser Menschen wird dann auf Grundlage des individuellen Risikos einer Ansteckung für die maximale Zeitspanne, die zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen liegt (14 Tage), beobachtet. Menschen, die engen Kontakt zu der positiv getesteten Person hatten, müssen dabei in häusliche Quarantäne.

Die Ermittlung und Beobachtung dieser sogenannten Kontaktpersonen ist Aufgabe des zuständigen Gesundheitsamts. Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall auch das konkrete Vorgehen fest. Das Isolieren von Erkrankten und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen ist seit Beginn des Corona-Geschehens in Deutschland eine zentrale Säule der Bekämpfungsstrategie.

Das Robert Koch-Institut gibt Empfehlungen zum Management von Kontaktpersonen, die durch das zuständige Gesundheitsamt unter Berücksichtigung der angestrebten Schutzziele an die Situation vor Ort angepasst werden können.

Wer muss in Quarantäne?

Eine Quarantäne (häusliche Absonderung) wird vom zuständigen Gesundheitsamt angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat und das Coronavirus SARS-CoV-2 weiterverbreiten könnte.

Als enge Kontaktpersonen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko gelten beispielsweise Personen, die:

  • mit einer Person im selben Haushalt leben, die nachweislich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sind,    
  • mindestens 10 Minuten lang engen Kontakt (unter 1,5 Metern) mit einer infizierten Person hatten, ohne dass ein Schutz durch eine FFP2-Maske oder einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske) bestand,    
  • ein Gespräch mit einer infizierten Person führten (mit einem Abstand unter 1,5 Metern und unabhängig von der Dauer) ohne Schutz durch eine FFP2-Maske oder einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz,    
  • in Kontakt mit Atemwegssekreten einer infizierten Person kamen, zum Beispiel beim Küssen oder durch Anniesen oder Anhusten,
  • sich für mehr als 10 Minuten gleichzeitig mit einer infizierten Person im selben Raum aufgehalten haben und einer wahrscheinlich hohen Konzentration an infektiösen Aerosolen ausgesetzt waren (unabhängig vom Abstand und auch wenn durchgehend und korrekt Masken getragen wurden),    
  • auf einer mindestens 5 Stunden dauernden Flugreise zum Beispiel in derselben Reihe oder in den zwei Reihen vor oder hinter einem bestätigten COVID-19-Fall saßen (unabhängig vom Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes oder einer FFP2-Maske).

Die Beurteilung des Ansteckungsrisikos und damit die Anordnung und Aufhebung der Quarantäne erfolgt durch das zuständige Gesundheitsamt. Es liegt im Ermessen des Gesundheitsamts, in schwer zu überblickenden Kontaktsituationen oder nach Aufenthalt mit einem bestätigten COVID-19-Fall in einem Raum (auch für eine Dauer unter 10 Minuten) eine ganze Gruppe als enge Kontaktpersonen einzustufen.

Enge Kontaktpersonen sollten sich bereits vorab eigenverantwortlich in Quarantäne begeben, sobald sie erfahren, dass sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten, und ihre eigenen engen Kontakte informieren.

Zudem sollte ein Corona-Test erfolgen (weitere Informationen finden Sie unter „Corona-Tests").

Die Pflicht zur Quarantäne gilt nur für Personen, die selbst Kontakt mit einer Person hatten, die mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert ist. Haushaltsmitglieder dieser Kontaktpersonen müssen nicht in Quarantäne, sofern sie nicht selbst Kontakt zu einer infizierten Person hatten.

Für medizinische Bereiche und in der Pflege gelten besondere Empfehlungen.

Besonderheiten für Geimpfte und Genesene können Sie unter der Frage „Welche Ausnahmen von der Quarantäne gelten für Geimpfte und Genesene?" nachlesen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite „Verhaltensregeln und -empfehlungen für die häusliche Quarantäne".​

Wann und wie lange muss man in Quarantäne?

Eine Quarantäne (häusliche Absonderung) wird dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich (z. B. mit SARS-CoV-2) angesteckt hat und dadurch zu einer Verbreitung des Krankheitserregers beitragen könnte. Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt Empfehlungen unter anderem zu Priorisierungskriterien, Definition enger Kontaktpersonen sowie zur Dauer der Quarantäne (siehe Kontaktpersonen-Nachverfolgung bei SARS-CoV-2-Infektionen).

Das zuständige Gesundheitsamt ist für die Beurteilung des Ansteckungsrisikos und damit die Anordnung und Aufhebung der Quarantäne im Einzelfall zuständig.

Darüber hinaus sollte sich die enge Kontaktperson bereits selbstverantwortlich in Quarantäne begeben, sobald der Kontakt zu einer nachweislich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person bekannt wird.

Informationen zur Quarantänedauer nach Kontakt zu einer nachweislich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person sowie Ausnahmen von der Quarantänepflicht sind unter www.rki.de/covid-19-absonderung abrufbar.

Nach Kontakt zu einer Person, die mit einer unter Beobachtung stehenden Virusvariante infiziert ist (siehe Übersicht zu den Virusvarianten), ist immer eine Quarantäne von 14 Tagen einzuhalten. Dies gilt auch, wenn lediglich vermutet wird, dass es sich um eine dieser Virusvarianten handelt. Die Varianten Alpha, Delta und Omikron sind davon nicht betroffen. Zudem ist eine Testung mittels PCR (möglichst an Tag 1 der Ermittlung der engen Kontaktperson) empfohlen. Dies gilt auch für vollständig geimpfte und genesene Kontaktpersonen sowie für Personen, die eine Auffrischimpfung erhalten haben.​


Was wird empfohlen bei Personen, die als genesen gelten?

Bei Menschen, die nachweislich eine durch einen Labortest bestätigte SARS-CoV-2-Infektion hatten und wieder genesen sind, geht man nach aktuellem Kenntnisstand davon aus, dass sie zumindest teilweise immun sind. Eine erneute Ansteckung und ein damit einhergehendes Übertragungsrisiko auf andere Personen kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Halten Sie sich deswegen auch weiterhin an die AHA-Formel und die aktuellen empfohlenen Schutzmaßnahmen.

Für Kontaktpersonen der Kategorie I, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird eine Quarantäne angeordnet, wenn die Infektion länger als drei Monate zurückliegt. Besteht der Verdacht auf eine Infektion durch eine sogenannte besorgniserregende SARS-CoV-2-Variante sollten Genesene auch dann in Quarantäne, wenn die erneute Infektion weniger als drei Monate nach der ersten Erkrankung an COVID-19 festgestellt wird (siehe Themenseite „Was tun bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2?“).

Sollte bei einem Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 eine erneute Ansteckung festgestellt werden, gelten dieselben Maßnahmen wie bei der ersten Infektion (siehe auch Fragen „Welche Hygienemaßnahmen sind zu beachten, wenn an COVID-19 Erkrankte zu Hause betreut werden?“ und „Wie kann ich mich und andere mit der AHA-Formel vor einer Ansteckung schützen?“).

Die Pflicht für Einreisende aus Risikogebieten, in Quarantäne zu gehen, ist auf Ebene des Bundeslandes geregelt.

Welche Ausnahmen von der Quarantäne gelten für Geimpfte und Genesene?

Enge Kontaktpersonen von Menschen, die mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sind, müssen in der Regel aufgrund eines erhöhten Ansteckungsrisikos in häusliche Quarantäne (siehe Frage „Wer muss in Quarantäne?").

Gemäß COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung sind folgende geimpfte und genesene Personen von dieser Quarantänepflicht für Kontaktpersonen befreit:

  • Personen mit einer Auffrischimpfung (Booster-Impfung) (insgesamt drei Impfungen erforderlich),
  • frisch Geimpfte und frisch Genesene – das heißt, Personen, bei denen Impfung bzw. die Infektion nicht länger als drei Monate zurückliegt,
  • Personen, die sowohl zweimal geimpft sind als auch eine Corona-Infektion hatten.

Die Impfung muss mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff erfolgt sein oder mit einem im Ausland zugelassenen Impfstoff, der in der Formulierung mit einem solchen Impfstoff identisch ist.

Weitere Voraussetzung für die Ausnahme von der Quarantänepflicht ist, dass keine Krankheitszeichen vorliegen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hindeuten.

Bei Kontakt zu einer Person, die mit einer anderen besorgniserregenden Virusvariante als Omikron, Delta oder Alpha infiziert ist oder bei der dies vermutet wird, müssen jedoch auch Geimpfte und Genesene in Quarantäne.

Nach Einreise aus einem Virusvariantengebiet bleibt die Pflicht zur Quarantäne auch für vollständig Geimpfte ebenso wie für Genesene bestehen.

Geimpfte und Genesene, die von der Quarantäne ausgenommen sind, können, wenn es vom behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin oder vom Gesundheitsdienst als notwendig erachtet wird, zeitnah einen PCR-Test oder alternativ einen hochwertigen Antigen-Test erhalten.

Außerdem sollte bei Kontakt zu anderen Personen bis zum 14. Tag nach dem letzten Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person eine medizinische Maske getragen werden. Auch wenn keine Quarantäne erfolgt, sollten für 14 Tage Kontakte zu anderen reduziert werden. Der Umgang mit Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf sollte für diesen Zeitraum möglichst eingestellt werden.

Kontaktpersonen sollten zudem ihren Gesundheitszustand beobachten. Entwickeln sich Symptome, sollte eine Selbstisolierung und zeitnahe PCR-Testung erfolgen.

Eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und ein damit einhergehendes Übertragungsrisiko auf andere Personen sind auch bei Geimpften und Genesenen möglich (weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite „Wirksamkeit der COVID-19-Impfstoffe"). Daher sollten auch Geimpfte und Genesene weiterhin die AHA+L+A-Formel beachten.​

Was gilt für Geimpfte, die Kontakt zu einer erkrankten Person hatten?

Ebenso wie Genesene (innerhalb der ersten sechs Monate nach Infektion) sind auch vollständig geimpfte Personen in der Regel von der Quarantänepflicht befreit. Als vollständig geimpft gelten Personen, die noch nicht nachweislich an COVID-19 erkrankt waren und alle erforderlichen Impfungen erhalten haben sowie Genesene mit einer Impfstoffdosis gemäß Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) (weitere Informationen finden Sie unter „Regelungen für Geimpfte und Genesene" sowie „Immunität: Wann gelte ich als geschützt gegen COVID-19?").

Voraussetzung für die Ausnahme von der Quarantänepflicht ist, dass keine Krankheitszeichen vorliegen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hindeuten.

Nach engem Kontakt zu einer Person, die mit der SARS-CoV-2-Variante Beta (B.1.351) oder Gamma (P.1) infiziert ist, wird auch für Geimpfte – ebenso wie für Genesene – in der Regel eine Quarantäne angeordnet.

Geimpfte und Genesene sollten bis zum 14. Tag nach dem Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person ihren Gesundheitszustand beobachten und berufliche oder private Kontakte zu ungeimpften Risikopersonen vermeiden. Entwickeln sich Symptome, sollte eine Selbstisolierung und zeitnahe PCR-Testung erfolgen.

Eine erneute Ansteckung und ein damit einhergehendes Übertragungsrisiko auf andere Personen ist auch bei Geimpften und Genesenen möglich. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Person trotz vollständiger Impfung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ansteckt und das Virus auf andere überträgt, ist jedoch deutlich vermindert. Auch ist die Dauer der Virusausscheidung bei Personen, die trotz vollständiger Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion haben, kürzer als bei ungeimpften infizierten Personen, das heißt, sie sind einen kürzeren Zeitraum ansteckend. Da es trotzdem zu einer Ansteckung kommen kann, sollten auch Geimpfte und Genesene weiterhin die AHA+L+A-Formel beachten.

Nach Einreise aus einem Virusvariantengebiet bleibt die Pflicht zur Quarantäne auch für vollständig Geimpfte ebenso wie für Genesene bestehen.​

Was ist bei Quarantäne von Kindern zu beachten?

​Eine Quarantäne wird für Personen empfohlen, die selbst Kontakt mit einer Person hatten, die mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert ist. Das kann die ganze Familie oder auch nur ein Kind betreffen.

Unabhängig davon sollten alle Haushaltsmitglieder wichtige Verhaltensregeln einhalten, um eine Weiterverbreitung der Erreger zu unterbinden. Dazu gehört zum Beispiel auch, sich in unterschiedlichen Räumen aufzuhalten oder diese zeitlich getrennt zu nutzen, Abstand zu halten und Körperkontakt zu vermeiden (informieren Sie sich hierzu auch auf der Themenseite „Verhaltensempfehlungen für die häusliche Quarantäne").

Gerade wenn Kinder in Quarantäne sind, ist es jedoch wichtig, verhältnismäßig und mit Augenmaß vorzugehen. Denn die häusliche Quarantäne stellt für Kinder eine besonders große Herausforderung dar. Nicht immer können beispielsweise die Abstandsregeln konsequent umgesetzt werden. Kinder in Quarantäne brauchen die Fürsorge und Zuwendung ihrer Eltern oder anderer familiärer Bezugspersonen. Es sollte versucht werden, die Hygieneregeln so gut es geht einzuhalten und individuelle Lösungen für die Situation zu finden. Es ist wichtig, dass die Maßnahmen kindgerecht und lebensnah sind.

Auf dem Portal kindergesundheit-info.de bietet die BZgA nützliche Informationen zur Gestaltung des Familienalltags in Corona-Zeiten.

Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bietet Tipps für Eltern zu COVID-19 an.​​

Wann kann ich eine häusliche Quarantäne oder eine häusliche Isolierung wieder verlassen?

Personen, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mittels positivem PCR-Test oder zertifiziertem Antigen-Schnelltest nachgewiesen wurde, müssen in Isolierung. Bei den Bund-Länder-Treffen am 7. und am 24. Januar 2022 wurden folgende Regelungen für die Dauer der häuslichen Isolierung festgelegt:

  • 10 Tage Isolierung ohne abschließenden Test.
  • 7 Tage Isolierung mit abschließendem Test: Wenn zuvor mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit bestand, kann ab Tag 7 die Isolierung mit einem negativen zertifizierten Antigen-Test oder gegebenenfalls eines PCR-Tests beendet werden, der negativ ist oder eine niedrige Viruslast anzeigt. Der Nachweis durch einen Leistungserbringer, beispielsweise ein Testzentrum oder eine Arztpraxis, ist hierfür erforderlich.

Die Isolierung beginnt am Datum des Auftretens der Symptome. Bei asymptomatisch Infizierten, das heißt bei Infizierten, die keine Krankheitszeichen entwickeln, wird ab dem Tag der Abnahme des positiven Tests gezählt.

Im Anschluss an die Isolierung wird empfohlen, noch bis zum Tag 14 nach Symptombeginn Kontakte einzuschränken und einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Weitere Informationen finden Sie beim Robert Koch-Institut (RKI). Bitte beachten Sie auch die Regelungen für Quarantäne und Isolierung in Ihrem Bundesland.

Für die Entlassung aus der Isolierung von Erkrankten, die im Krankenaus behandelt werden, von Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie von Menschen mit beeinträchtigtem Immunsystem gelten besondere Regelungen.

Weitere Informationen bietet auch die Themenseite „Corona-Infektion – wie geht es weiter?".​

Verlängert sich meine Quarantäne, wenn sich in meinem Haushalt weitere Personen erkranken? 

Während Sie sich in Quarantäne befinden, weil bei einem Ihrer Haushaltsmitglieder eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 festgestellt wurde, kann es vorkommen, dass sich weitere Personen Ihres Haushalts anstecken und ebenfalls erkranken. Dann verlängert sich die Dauer Ihrer Quarantäne jedoch nicht über 10 Tage hinaus. Gezählt wird ab dem Tag, an dem die erste Person Ihres Haushalts erstmals Symptome entwickelt hat. Falls Sie selbst erkranken, wird für Sie eine Isolierung angeordnet.

Verlängert sich meine Quarantäne, wenn in meinem Haushalt weitere Personen erkranken?

Während Sie sich in Quarantäne befinden, weil bei einem Ihrer Haushaltsmitglieder eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 festgestellt wurde, kann es vorkommen, dass sich weitere Personen Ihres Haushalts anstecken und ebenfalls erkranken. Dann verlängert sich die Dauer Ihrer Quarantäne jedoch nicht über 10 Tage hinaus. Gezählt wird ab dem Tag, an dem die erste Person Ihres Haushalts erstmals Symptome entwickelt hat. Für Menschen, die mit an COVID-19 erkrankten Personen in einem Haushalt leben, wird die Einschränkung der Kontakte jedoch über die Quarantäne hinaus bis zum Tag 14 empfohlen. Falls Sie selbst erkranken, erfolgt für Sie eine Isolierung und PCR-Testung.​

Hygienemaßnahmen bei der Betreuung von Covid-19-Erkrankten in häuslicher Isolierung

Eine Isolierung bei bestätigter Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kann je nach Schweregrad der Erkrankung zu Hause oder stationär erfolgen (Informationen zu den Begriffen Isolierung und Quarantäne gibt die Frage "Was versteht man unter Isolierung, was unter Quarantäne?"). Personen mit Risikofaktoren sollten nach Möglichkeit nicht im gleichen Haushalt wie eine an COVID-19 erkrankte Person untergebracht sein.

In der häuslichen Isolierung sollten folgende Hygienemaßnahmen beachtet werden:

  • Die erkrankte Person sollte möglichst getrennt von anderen in einem Einzelzimmer untergebracht sein.
  • Gemeinschaftsräume wie Küche oder Bad sollten von der erkrankten Person nicht häufiger als unbedingt nötig und möglichst zeitlich getrennt von anderen Haushaltsmitgliedern genutzt werden. Auch Mahlzeiten sollten nicht gemeinsam eingenommen werden.
  • Alle Räume sollten regelmäßig gelüftet werden.
  • Erkrankte sollten möglichst nur zu den Haushaltsangehörigen Kontakt haben, die sie zur Unterstützung benötigen. Dabei sollte ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten und von allen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.
  • Kontakte zu Personen außerhalb des Haushalts sollten unterbleiben. Lieferungen sollten vor dem Haus- oder Wohnungseingang abgelegt werden. Bei unvermeidbaren Kontakten sollte ein Mund-Nasen-Schutz getragen und ein möglichst großer Abstand eingehalten werden.
  • Die Husten- und Niesregeln sollten konsequent eingehalten werden. Dazu zählt, beim Husten und Niesen ein Taschentuch zu verwenden oder die Armbeuge vor Mund und Nase zu halten und sich von anderen abzuwenden. Danach Händewaschen nicht vergessen!
  • Auch vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und wenn Verschmutzungen sichtbar sind ebenso wie nach dem Kontakt mit Erkrankten oder deren unmittelbarer Umgebung sollten die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden.
  • Zum Abtrocknen der Hände sollten Einmalhandtücher oder andere, trockene Handtücher verwendet werden. Stoffhandtücher sollten ausgetauscht werden, sobald sie feucht sind. Gesunde und Erkrankte sollten Handtücher nicht gemeinsam benutzen.
  • Bei nicht sichtbarer Verschmutzung kann ein hautverträgliches Händedesinfektionsmittel verwendet werden, das mit „begrenzt viruzid", „begrenzt viruzid PLUS" oder „viruzid" bezeichnet ist. Bitte beachten Sie die Sicherheitshinweise der Händedesinfektionsmittel.
  • Häufig berührte Oberflächen, zum Beispiel Nachttische, Bettrahmen und Smartphones, Bad- und Toilettenoberflächen sollten täglich mit einem haushaltsüblichen Reinigungsmittel und ggf. mit einem Flächendesinfektionsmittel gereinigt werden. Welche Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen sind, ist mit dem zuständigen Gesundheitsamt oder dem betreuenden Arzt bzw. der betreuenden Ärztin abzusprechen (siehe auch Frage „Sollte ich im häuslichen Umfeld Desinfektionsmittel einsetzen?").
  • Abfälle von Erkrankten sollten in einem mit einem Müllbeutel versehenen Behälter im Krankenzimmer aufbewahrt werden, bis sie mit dem Hausmüll entsorgt werden.
  • Die Wäsche der erkrankten Person sollte in einem separaten Wäschesack gesammelt und bei mindestens 60° C mit einem herkömmlichen Haushalts-Vollwaschmittel gewaschen werden.

Bitte beachten Sie zudem die Empfehlungen des behandelnden Arztes oder der behandelnden Ärztin sowie des Gesundheitsamtes.

Weitere Empfehlungen sind in einem Flyer des Robert Koch-Instituts (RKI) zusammengestellt, der in verschiedenen Sprachen zur Verfügung steht. Ausführliche Informationen rund um die häusliche Isolierung finden Sie auf der Themenseite "Corona-Infektion – wie geht es weiter?".​


Welche Empfehlungen gelten für Haushaltsmitglieder von Personen, die mit Covid-19 infiziert sind?

Personen, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mittels PCR-Test oder zertifiziertem Antigen-Schnelltest nachgewiesen wurde, müssen in Isolierung. Wer mit einer Person im selben Haushalt lebt, die nachweislich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert ist, zählt zu den engen Kontaktpersonen und muss in Quarantäne.

Wenn weitere Haushaltsmitglieder erkranken, verlängert sich die Quarantäne nicht (siehe auch „Verlängert sich meine Quarantäne, wenn in meinem Haushalt weitere Personen erkranken?").

Personen in Quarantäne dürfen – ebenso wie Personen in häuslicher Isolierung – ihr Zuhause nicht verlassen und keinen Besuch empfangen. Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollten eine Reihe wichtiger Verhaltensregeln und Hygienemaßnahmen eingehalten werden:

  • Halten Sie sich nach Möglichkeit in verschiedenen Räumen auf oder nutzen Sie Räume, zum Beispiel für Mahlzeiten, möglichst zeitlich getrennt.
  • Bei unvermeidbarem Aufenthalt im selben Raum halten Sie einen Abstand von mindestens 1,5 Metern ein und tragen Sie einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske).
  • Lüften Sie häufig.
  • Waschen Sie regelmäßig und gründlich die Hände.
  • Fassen Sie sich mit den Händen möglichst nicht ins Gesicht, insbesondere nicht an Mund, Nase und Augen.
  • Beachten Sie die Husten- und Niesregeln: Halten Sie beim Husten oder Niesen größtmöglichen Abstand zu anderen und drehen Sie sich dabei am besten weg. Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Einwegtaschentuch, das Sie anschließend entsorgen. Waschen Sie danach und auch nach dem Naseputzen gründlich die Hände.
  • Informieren Sie sich beim Gesundheitsamt oder dem behandelnden Arzt/der Ärztin, ob der Einsatz eines Desinfektionsmittels für Hände und/oder Oberflächen sinnvoll ist.

Mehr Informationen finden Sie auf den Themenseiten „Corona-Infektion – wie geht es weiter?" und „Verhaltensregeln und -empfehlungen für die häusliche Quarantäne". Bitte beachten Sie auch weitere Vorgaben des Gesundheitsamtes.

Für Haushaltsmitglieder von Personen, die an COVID-19 erkrankt sind, wird empfohlen, dass sie ihre Kontakte über das Ende der Quarantäne hinaus bis zum Tag 14 einschränken. Gezählt wird ab dem Tag, an dem die erkrankte Person Symptome gezeigt hat. Während dieser Zeit sollten die Haushaltsmitglieder von Erkrankten beispielsweise möglichst im Homeoffice arbeiten und auf private Treffen mit anderen verzichten.

Für Geimpfte und Genesene gelten Ausnahmen von der Quarantänepflicht (siehe Frage „Welche Ausnahmen von der Quarantäne gelten für Geimpfte und Genesene?"). Eine Ansteckung und eine Übertragung des Coronavirus auf weitere Personen sind jedoch auch bei Geimpften und Genesenen möglich. Auch Geimpfte und Genesene, die von der Quarantäne befreit sind, können, wenn es vom behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin oder vom Gesundheitsdienst als notwendig erachtet wird, zeitnah einen PCR-Test oder alternativ einen hochwertigen Antigen-Test erhalten. Außerdem sollte bei Kontakt zu anderen Personen bis zum 14. Tag nach dem letzten Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person eine medizinische Maske getragen werden. Auch wenn keine Quarantäne erfolgt, sollten für 14 Tage Kontakte zu anderen reduziert werden. Der Umgang mit Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf sollte für diesen Zeitraum möglichst eingestellt werden.

Treten Symptome auf, die auf eine Erkrankung an COVID-19 hinweisen könnten, muss eine umgehende Isolierung und eine PCR-Testung erfolgen.​

Wo finde ich weitere Informationen?

​Weitere (Fach-)Informationen zum neuartigen Coronavirus sind auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts zu finden. Aktuelle Einschätzung zur Sicherheit von Reisenden in betroffene Regionen gibt das Auswärtige Amt. Darüber hinaus finden Sie aktuelle Einschätzungen der Lage auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation. Informationen der John Hopkins Medicine zum weltweiten Verlauf finden Sie hier.

Das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig hat für allgemeine medizinische Fragen zum Coronavirus eine Telefon-Hotline eingerichtet:
0341 123 - 0 (Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 15 Uhr). 
Webseite der Stadt Leipzig zu Corona

Die Corona-Hotline des Sächsischen Gesundheitsministeriums erreichen Sie unter der 0800 100 0214. Zur aktuellen Lage in Sachsen können Sie sich hier informieren.