Sie sind hier: Skip Navigation LinksUniversitätsmedizin Leipzig

Verdacht auf Infektion und Test

​​​​

Was tun nach Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person?

Wenn Sie Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollten Sie zu Hause bleiben und sich umgehend telefonisch an das zuständige Gesundheitsamt wenden – auch wenn Sie keine Krankheitszeichen haben (siehe auch Themenseite „Was tun bei Verdacht auf eine Infektion?“). Das Gesundheitsamt wird Sie über die weiteren erforderlichen Schritte informieren. Welches Gesundheitsamt für Ihren Wohnort zuständig ist, kann über eine Datenbank des Robert Koch-Instituts ermittelt werden.

Ich habe Krankheitsanzeichen. Was soll ich tun?

Wenn Sie Krankheitszeichen wie Husten, erhöhte Temperatur oder Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen und allgemeine Schwäche bemerken, die auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hindeuten, sollten Sie zu Hause bleiben, die Abstands- und Hygieneregeln einhalten und sich telefonisch beraten lassen. Rufen Sie am besten die Telefonnummer 116117, eine lokale Corona-Hotline, die Hausarztpraxis oder einen anderen behandelnden Arzt bzw. eine Ärztin an. Diese Kontaktstellen informieren über das weitere Vorgehen. In Notfällen, zum Beispiel bei akuter Atemnot, sollten Sie die Notfallnummer 112 anrufen. Um sich und andere zu schützen, sollten Sie auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung eine Arztpraxis aufsuchen. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite „Was tun bei Verdacht auf eine Infektion?“.

Warum sollte ich mich testen lassen, wenn ich keine Symptome habe bzw. ich mich gesund fühle?

Gerade in der frühen Infektionsphase mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und oft auch vor dem Auftreten von Symptomen ist die Ansteckungsfähigkeit am größten. Das macht es dem Virus so leicht, sich zu verbreiten. Viele stecken sich bei Personen an, kurz bevor diese Krankheitszeichen entwickeln, wenn die Viruslast (die Menge an Viren) besonders hoch ist.

Sich gesund zu fühlen, ist daher leider keine Sicherheit, dass man nicht mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert ist. Deswegen ist auch für gesunde Personen eine Testung sinnvoll – beispielsweise vor dem Besuch von medizinischen oder Pflegeeinrichtungen oder auch vor privaten Treffen mit weiteren Personen. Das erklärt auch, warum alle die AHA+L+A-Formel einhalten sollten. ​

Welche Tests stehen für die Testung auf Coronavirus SARS-CoV-2 zur Verfügung?

Für die Testung auf eine bestehende Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 stehen hauptsächlich drei Tests zur Verfügung: 

PCR-Tests sind der „Goldstandard" unter den Corona-Tests. Die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Personal und die Auswertung durch Labore. Sie sind der entscheidende Test für den Nachweis einer Infektion mit dem Coronavirus-SARS-CoV-2. Bis zum Ergebnis vergehen allerdings ein bis zwei Tage. 

Antigen-Schnelltests werden ebenfalls durch geschultes Personal durchgeführt, das Ergebnis liegt aber direkt vor Ort nach 15 bis 30 Minuten vor. Sie sind weniger zuverlässig als PCR-Tests. Ein positives Ergebnis muss daher mit dem PCR-Test bestätigt werden. Bis zum 11. Oktober 2021 haben alle Anspruch auf mindestens einen Antigen-Schnelltest pro Woche. 

Antigen-Selbsttests funktionieren ähnlich wie Antigen-Schnelltests, sind aber einfacher in der Anwendung und sind daher für die Selbsttestung durch Privatpersonen geeignet. Antigen-Selbsttests sind ebenfalls weniger zuverlässig als PCR-Tests. Die Selbsttests sind frei verkäuflich und können über das Internet, im Handel oder in Apotheken bezogen werden.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bietet eine Übersicht über die zugelassenen Antigen-Schnelltests und Antigen-Selbsttests auf seinen Internetseiten.

Ausführliche Informationen zu den verschiedenen Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und wann sie angewendet werden, finden Sie unter „Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2". Informationen zu Antikörper-Tests finden Sie unter „Was ist ein Antikörper-Test und welche Rolle spielt er?".​

Was versteht man unter Isolierung, was unter Quarantäne?

Ziel einer Isolierung oder Quarantäne ist es, durch Reduktion von Kontakten zu anderen Personen die Verbreitung eines Krankheitserregers (z. B. SARS-CoV-2) zu verhindern.

Die Isolierung ist eine behördlich angeordnete Maßnahme bei Erkrankten mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion. Je nach Schwere der Erkrankung kann diese sowohl zu Hause (siehe auch Themenseite zur häuslichen Quarantäne) als auch im Krankenhaus erfolgen. Die Entlassung aus der Isolierung erfolgt nach festgelegten Kriterien. In der Regel ist dies der Fall, wenn davon auszugehen ist, dass die Person nicht mehr ansteckend ist. 

Die Quarantäne ist eine zeitlich befristete Absonderung von Personen, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht oder von Personen, die möglicherweise das Virus verbreiten können. Dabei handelt es sich meist um Kontaktpersonen von Erkrankten sowie um Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Die Quarantäne kann sowohl behördlich angeordnet sein als auch freiwillig erfolgen (siehe auch das Merkblatt für häusliche Quarantäne).

Welchen Zweck erfüllt eine Quarantäne bzw. eine häusliche Absonderung?

Das Ziel ist es, eine Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Deutschland so weit wie möglich zu verlangsamen und Krankheitsfälle möglichst zu verhindern. Wenn eine Person positiv auf SARS-CoV-2 getestet wird, ist es dafür notwendig, die Menschen zu identifizieren, die Kontakt zu dieser Person hatten. Der Gesundheitszustand dieser Menschen wird dann auf Grundlage des individuellen Risikos einer Ansteckung für die maximale Zeitspanne, die zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen liegt (14 Tage), beobachtet. Menschen, die engen Kontakt zu der positiv getesteten Person hatten, müssen dabei in häusliche Quarantäne.

Die Ermittlung und Beobachtung dieser sogenannten Kontaktpersonen ist Aufgabe des zuständigen Gesundheitsamts. Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall auch das konkrete Vorgehen fest. Das Isolieren von Erkrankten und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen ist seit Beginn des Corona-Geschehens in Deutschland eine zentrale Säule der Bekämpfungsstrategie.

Das Robert Koch-Institut gibt Empfehlungen zum Management von Kontaktpersonen, die durch das zuständige Gesundheitsamt unter Berücksichtigung der angestrebten Schutzziele an die Situation vor Ort angepasst werden können.

Wer muss wie lange in Quarantäne?

In Quarantäne (häusliche Absonderung) muss, wer ein hohes Risiko hat, sich angesteckt zu haben. Denn andernfalls könnte die betreffende Person zu der Verbreitung des Krankheitserregers beitragen.

Bei Vorliegen mindestens einer der folgenden Situationen besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko und man wird als enge Kontaktperson eingestuft:

  1. Wenn man ohne adäquaten Schutz einen engen Kontakt (weniger als 1,5 Meter) zu einer infizierten Person hatte, der länger als 10 Minuten gedauert hat. Ein adäquater Schutz beinhaltet das durchgehende und korrekte Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (OP-Maske) oder einer FFP2-Maske.

  2. Wenn man ohne adäquaten Schutz ein Gespräch mit einer infizierten Person geführt hat, unabhängig von der Dauer des Gesprächs.

  3. Wenn man zur gleichen Zeit und länger als 10 Minuten in einem Raum mit einer infizierten Person war, in dem es wahrscheinlich eine hohe Konzentration infektiöser Aerosole gab. Der Abstand zueinander sowie das durchgehende und korrekte Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer FFP2-Maske sind dabei nicht ausschlaggebend.

Die Beurteilung des Ansteckungsrisikos und damit die Anordnung und Aufhebung der Quarantäne obliegt dem zuständigen Gesundheitsamt.

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt für enge Kontaktpersonen eine häusliche Absonderung bzw. Quarantäne für 14 Tage – gerechnet ab dem letzten Tag des Kontaktes zu einer zu dem Zeitpunkt ansteckenden Person. Eine Testung der engen Kontaktpersonen dient der frühen Erkennung von asymptomatischen Infektionen, die nicht von Symptomen begleitet werden.

Am 14. Tag sollte vor Beendigung der Quarantäne ein Antigen-Test durchgeführt werden.  Die Aufhebung der Quarantäne sollte nur im Fall eines negativen Testergebnisses erfolgen und wenn keine Erkrankungssymptome vorhanden sind. Wenn Symptome während der Quarantäne auftreten, muss das zuständige Gesundheitsamt informiert werden und eine Abklärung erfolgen.

Weitere Informationen bieten die Frage „Was tun nach Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person?“ sowie die Themenseiten „Was tun bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2?“ und „Verhaltensregeln und -empfehlungen für die häusliche Quarantäne“.

Auch bei Einreise aus einem Risikogebiet nach Deutschland besteht eine Pflicht zur häuslichen Quarantäne.

Was wird empfohlen bei Personen, die als genesen gelten?

Bei Menschen, die nachweislich eine durch einen Labortest bestätigte SARS-CoV-2-Infektion hatten und wieder genesen sind, geht man nach aktuellem Kenntnisstand davon aus, dass sie zumindest teilweise immun sind. Eine erneute Ansteckung und ein damit einhergehendes Übertragungsrisiko auf andere Personen kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Halten Sie sich deswegen auch weiterhin an die AHA-Formel und die aktuellen empfohlenen Schutzmaßnahmen.

Für Kontaktpersonen der Kategorie I, die bereits eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird eine Quarantäne angeordnet, wenn die Infektion länger als drei Monate zurückliegt. Besteht der Verdacht auf eine Infektion durch eine sogenannte besorgniserregende SARS-CoV-2-Variante sollten Genesene auch dann in Quarantäne, wenn die erneute Infektion weniger als drei Monate nach der ersten Erkrankung an COVID-19 festgestellt wird (siehe Themenseite „Was tun bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2?“).

Sollte bei einem Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 eine erneute Ansteckung festgestellt werden, gelten dieselben Maßnahmen wie bei der ersten Infektion (siehe auch Fragen „Welche Hygienemaßnahmen sind zu beachten, wenn an COVID-19 Erkrankte zu Hause betreut werden?“ und „Wie kann ich mich und andere mit der AHA-Formel vor einer Ansteckung schützen?“).

Die Pflicht für Einreisende aus Risikogebieten, in Quarantäne zu gehen, ist auf Ebene des Bundeslandes geregelt.

Was gilt für Geimpfte, die Kontakt zu einer erkrankten Person hatten?

Ebenso wie Genesene (innerhalb der ersten sechs Monate nach Infektion) sind auch vollständig geimpfte Personen in der Regel von der Quarantänepflicht befreit. Als vollständig geimpft gelten Personen, die noch nicht nachweislich an COVID-19 erkrankt waren und alle erforderlichen Impfungen erhalten haben sowie Genesene mit einer Impfstoffdosis gemäß Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) (weitere Informationen finden Sie unter „Regelungen für Geimpfte und Genesene" sowie „Immunität: Wann gelte ich als geschützt gegen COVID-19?").

Voraussetzung für die Ausnahme von der Quarantänepflicht ist, dass keine Krankheitszeichen vorliegen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hindeuten.

Nach engem Kontakt zu einer Person, die mit der SARS-CoV-2-Variante Beta (B.1.351) oder Gamma (P.1) infiziert ist, wird auch für Geimpfte – ebenso wie für Genesene – in der Regel eine Quarantäne angeordnet.

Geimpfte und Genesene sollten bis zum 14. Tag nach dem Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person ihren Gesundheitszustand beobachten und berufliche oder private Kontakte zu ungeimpften Risikopersonen vermeiden. Entwickeln sich Symptome, sollte eine Selbstisolierung und zeitnahe PCR-Testung erfolgen.

Eine erneute Ansteckung und ein damit einhergehendes Übertragungsrisiko auf andere Personen ist auch bei Geimpften und Genesenen möglich. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Person trotz vollständiger Impfung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ansteckt und das Virus auf andere überträgt, ist jedoch deutlich vermindert. Auch ist die Dauer der Virusausscheidung bei Personen, die trotz vollständiger Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion haben, kürzer als bei ungeimpften infizierten Personen, das heißt, sie sind einen kürzeren Zeitraum ansteckend. Da es trotzdem zu einer Ansteckung kommen kann, sollten auch Geimpfte und Genesene weiterhin die AHA+L+A-Formel beachten.

Nach Einreise aus einem Virusvariantengebiet bleibt die Pflicht zur Quarantäne auch für vollständig Geimpfte ebenso wie für Genesene bestehen.​

Was ist bei Quarantäne von Kindern mit Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu beachten?

In Quarantäne muss, wer ein hohes Risiko hat, sich angesteckt zu haben (siehe hierzu auch die Frage: „Wer muss in Quarantäne?“).Es kann passieren, dass eine ganze Familie in Quarantäne muss, jedoch ist es auch möglich, dass lediglich ein Kind von der Quarantänepflicht betroffen ist.

Unabhängig davon, ob sich die ganze Familie oder nur eine Person in Quarantäne befindet, sollten alle Haushaltsmitglieder wichtige Hygienemaßnahmen einhalten, um eine Weiterverbreitung der Erreger zu verhindern bzw. einzudämmen. Dazu gehört auch, sich in unterschiedlichen Räumen aufzuhalten oder diese zeitlich getrennt zu nutzen, Abstand zu halten und Körperkontakt zu vermeiden (informieren Sie sich hierzu auch auf der Themenseite „Verhaltensregeln und -empfehlungen für die häusliche Quarantäne“).

Es wird empfohlen, dass sich Haushaltsangehörige von Personen, die sich in Quarantäne befinden, nach Möglichkeit in eine freiwillige Quarantäne begeben, um zu verhindern, dass über sie das Coronavirus SARS-CoV-2 unbemerkt weiterverbreitet wird. Hierzu wird empfohlen, so wenig wie möglich das Zuhause zu verlassen, vorhandene Home-Office-Möglichkeiten zu nutzen, möglichst wenig einkaufen zu gehen und keine Personen außerhalb des eigenen Haushalts zu treffen.

Gerade wenn Kinder von Quarantänemaßnahmen betroffen sind, ist es jedoch wichtig, verhältnismäßig bzw. mit Augenmaß vorzugehen, denn die häusliche Quarantäne stellt für Kinder eine besonders große Herausforderung dar. Nicht immer können beispielsweise die Abstandsregeln konsequent umgesetzt werden, da Kinder die unter Quarantäne stehen, die Fürsorge und Zuwendung ihrer Eltern oder anderer familiärer Bezugspersonen brauchen. Es sollte versucht werden, die Hygieneregeln so gut es geht einzuhalten und individuelle Lösungen für die Situation zu finden. Es ist wichtig, dass die Maßnahmen kindgerecht und lebensnah sind.

Das zuständige Gesundheitsamt ist auch in diesem Fall Ansprechpartner für Fragen rund um die Quarantäne.

Auf dem Portal kindergesundheit-info.de bietet die BZgA zudem nützliche Informationen zur Gestaltung des Familienalltags in Corona-Zeiten.

Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bietet Tipps für Eltern zu COVID-19 an.

Wann kann ich eine häusliche Quarantäne oder eine häusliche Isolierung wieder verlassen?

Wann eine häusliche Quarantäne beendet werden darf, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt.

Bei Verdacht auf eine Ansteckung müssen sich die betroffenen Personen für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Gerechnet wird ab dem Tag des Kontaktes zur infizierten Person. Während der Quarantäne sollten zweimal wöchentlich Antigen-Tests durchgeführt werden und ebenso am 14. Tag vor Ende der Quarantäne. Bei positivem Antigen-Test muss zeitnah das Gesundheitsamt informiert werden und das Ergebnis mit einem PCR-Test bestätigt werden.

Für Menschen, die mit an COVID-19 erkrankten Personen in einem Haushalt leben, wird die Einschränkung der Kontakte bis zum Tag 20 empfohlen.

Auch nach der Quarantäne sollte noch für eine weitere Woche auf mögliche Krankheitszeichen geachtet werden.

Aufgrund der inzwischen vorherrschenden Verbreitung der besorgniserregenden SARS-CoV-2-Virusvariante B.1.1.7 beträgt bei Personen, die wegen einer Erkrankung an COVID-19 in häuslicher Isolierung sind, die Isolierungsdauer 14 Tage. Zudem wird eine abschließende Testung mittels Antigen- oder PCR-Test empfohlen, bevor die Isolierung aufgehoben wird. 

Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem (immunsupprimierte Personen), für medizinisches Personal sowie für Bewohnerinnen und Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen gelten besondere Regelungen (siehe „COVID-19: Entlassungskriterien aus der Isolierung“ auf den Seiten des Robert Koch-Instituts).

Die Entscheidung, ob eine Person die häusliche Quarantäne oder die häusliche Isolierung verlassen kann, trifft das zuständige Gesundheitsamt in Abstimmung mit der ärztlichen Betreuung.

Weitere Hinweise zur häuslichen Quarantäne finden Sie auf der Themenseite „Verhaltensregeln und -empfehlungen für die häusliche Quarantäne“. Die Themenseite „Corona-Infektion – wie geht es weiter?“ bietet weitere Informationen zur häuslichen Isolierung.

Verlängert sich meine Quarantäne, wenn sich in meinem Haushalt weitere Personen erkranken? 

Während Sie sich in Quarantäne befinden, weil bei einem Ihrer Haushaltsmitglieder eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 festgestellt wurde, kann es vorkommen, dass sich weitere Personen Ihres Haushalts anstecken und ebenfalls erkranken. Dann verlängert sich die Dauer Ihrer Quarantäne jedoch nicht über 10 Tage hinaus. Gezählt wird ab dem Tag, an dem die erste Person Ihres Haushalts erstmals Symptome entwickelt hat. Falls Sie selbst erkranken, wird für Sie eine Isolierung angeordnet.

Hygienemaßnahmen bei der Betreuung von Covid-19-Erkrankten in häuslicher Isolierung

Bei bestätigter Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wird behördlich eine Isolierung angeordnet. Sie kann je nach Schweregrad der Erkrankung sowohl häuslich als auch stationär erfolgen (Informationen zu den Begriffen Isolierung und Quarantäne gibt die Frage "Was versteht man unter Isolierung, was unter Quarantäne?").

Wenn Menschen, die an COVID-19 erkrankt sind, zu Hause betreut werden, sollten folgende Hygienemaßnahmen beachtet werden:

  • Die erkrankte Person sollte allein in einem gut belüftbaren Einzelzimmer untergebracht sein.
  • Die Anzahl der Kontakte zu anderen Personen sollte auf das absolute Minimum reduziert werden, d. h. auf Haushaltsangehörige, deren Unterbringung nicht anderweitig möglich ist oder die zur Unterstützung benötigt werden. 
  • Haushaltsangehörige sollten sich in anderen Räumen aufhalten. Falls dies nicht möglich ist, sollte ein Abstand von mindestens 1,5 bis 2 Metern eingehalten werden. Zusätzlich sollten Erkrankte sowie Haushaltsangehörige einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
  • Gemeinsame Räume sollten möglichst wenig und am besten zeitlich getrennt genutzt werden. Auch Mahlzeiten sollten nicht zusammen eingenommen werden.
  • Lüften Sie regelmäßig, insbesondere Räume, die von mehreren Personen genutzt werden, wie Küche und Bad.
  • Kontakte zu Personen außerhalb des Haushalts sollten unterbleiben. Lieferungen sollten vor dem Haus- oder Wohnungseingang abgelegt werden. 
  • Die Husten- und Niesregeln sollten konsequent eingehalten werden. Dazu zählt, beim Husten und Niesen ein Taschentuch zu verwenden oder die Armbeuge vor Mund und Nase zu halten und sich von anderen abzuwenden. Danach Händewaschen nicht vergessen!
  • Taschentücher und andere Abfälle von Erkrankten sollten in einem mit einem Müllbeutel versehenen Behälter im Krankenzimmer aufbewahrt werden, bis sie mit dem Hausmüll entsorgt werden.
  • Erkrankte und Haushaltsangehörige sollten insbesondere vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und immer dann, wenn Verschmutzungen sichtbar sind, die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen.
  • Erkrankte sollten sich zudem vor dem Kontakt zu anderen Personen die Hände waschen.
  • Für Haushaltsangehörige ist außerdem eine gute Händehygiene nach dem Kontakt mit einer erkrankten Person oder deren unmittelbarer Umgebung wichtig. 
  • Zum Abtrocknen der Hände sollten Einmalhandtücher oder andere, trockene Handtücher verwendet werden. Stoffhandtücher sollten ausgetauscht werden, sobald sie feucht sind. Gesunde und Erkrankte sollten Handtücher nicht gemeinsam benutzen.
  • Wenn die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind, kann zum Händewaschen ein hautverträgliches Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis verwendet werden, das mit „begrenzt viruzid", „begrenzt viruzid PLUS" oder „viruzid" bezeichnet ist. Auf die Sicherheitshinweise der Händedesinfektionsmittel ist zu achten.
  • Häufig berührte Oberflächen (z. B. Nachttische, Bettrahmen und andere Schlafzimmermöbel, Türklinken, Lichtschalter, Smartphones sowie Bad- und Toilettenoberflächen) sollten täglich mit einem haushaltsüblichen Reinigungsmittel und ggf. mit einem Flächendesinfektionsmittel gereinigt werden. Welche Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen sind, ist mit dem zuständigen Gesundheitsamt  (https://tools.rki.de/PLZTool/) oder dem betreuenden Arzt bzw. der betreuenden Ärztin abzusprechen (siehe auch Frage „Sollte ich im häuslichen Umfeld Desinfektionsmittel einsetzen?").
  • Die Wäsche der erkrankten Person sollte in einem separaten Wäschesack gesammelt werden. Auch sollten die übrigen Haushaltsangehörigen einen direkten Kontakt zur Haut und Kleidung dieser Person vermeiden. Die Wäsche sollte bei mindestens 60° C mit einem herkömmlichen Haushalts-Vollwaschmittel gewaschen und gründlich getrocknet werden.

Zudem sind unbedingt die Empfehlungen des behandelnden Arztes, der behandelnden Ärztin bzw. des Gesundheitsamtes zu beachten.

Haushaltsangehörige von Personen mit bestätigter Erkrankung an COVID-19 gelten als enge Kontaktpersonen und stehen in der Regel unter häuslicher Quarantäne. Eine Ausnahme von dieser Quarantänepflicht kann bestehen für Personen, die vollständig geimpft sind, sowie für genesene Personen, bei denen der Nachweis der SARS-CoV-2-Infektion weniger als 6 Monate zurückliegt.

Informationen zur häuslichen Isolierung bei bestätigter Erkrankung an COVID-19 für Betroffene und Angehörige sind in einem Merkblatt des Robert Koch-Instituts (RKI) zusammengefasst, das in verschiedenen Sprachen zur Verfügung steht. Hinweise zu den Voraussetzungen und Empfehlungen für eine ambulante Betreuung Erkrankter sind ebenfalls auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts zu finden.

Ausführliche Informationen rund um die häusliche Isolierung finden Sie auf der Themenseite "Corona-Infektion – wie geht es weiter?" und Informationen zur häuslichen Quarantäne auf der Themenseite "Verhaltensregeln und -empfehlungen für die häusliche Quarantäne" sowie in einem Merkblatt.​

Wo finde ich weitere Informationen?

​Weitere (Fach-)Informationen zum neuartigen Coronavirus sind auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts zu finden. Aktuelle Einschätzung zur Sicherheit von Reisenden in betroffene Regionen gibt das Auswärtige Amt. Darüber hinaus finden Sie aktuelle Einschätzungen der Lage auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation. Informationen der John Hopkins Medicine zum weltweiten Verlauf finden Sie hier.

Das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig hat für allgemeine medizinische Fragen zum Coronavirus eine Telefon-Hotline eingerichtet:
0341 123 - 0 (Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 16 Uhr). 
Webseite der Stadt Leipzig zu Corona

Die Corona-Hotline des Sächsischen Gesundheitsministeriums erreichen Sie unter der 0800 100 0214. Zur aktuellen Lage in Sachsen können Sie sich hier informieren.