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Sich und andere schützen

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Wie kann ich mich und andere mit der AHA-Formel vor einer Ansteckung schützen?

Die Coronavirus-Pandemie besteht weiterhin (Informationen zur aktuellen Situation finden Sie im täglichen Lagebericht des Robert Koch-Instituts). Deshalb bleibt es unverändert wichtig, sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu schützen und die sogenannte AHA-Formel zu beachten.

AHA bedeutet:

  • Abstand halten – Achten Sie auf einen Abstand von mindestens 1,5 Meter zu anderen Personen, beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang.
  • Hygiene beachten – Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife und beachten Sie die Hygieneregeln beim Husten und Niesen.
  • Alltag mit Maske – Tragen Sie eine Alltagsmaske immer dann, wenn Sie im öffentlichen Raum den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen nicht sicher einhalten können. Gemäß Bund-Länder-Beschluss gilt eine Vorschrift für das Tragen von OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz) oder FFP2-Masken (bzw. KN95 oder N95-Masken) im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf. Auch wenn Sie eine Maske verwenden, sollten Sie dennoch darauf achten, Abstand zu anderen Menschen zu halten.

Wenn sich Menschen gemeinsam in Innenräumen aufhalten, ist eine weitere Maßnahme wichtig: das Lüften. Die AHA-Formel wird daher um ein L, das für regelmäßiges Lüften steht, zu AHA+L erweitert.

Die Corona-Warn-App ist die digitale Ergänzung dieser Verhaltensregeln. Sie informiert Nutzerinnen und Nutzer, wenn sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Daher wird die AHA-Formel um ein weiteres A für Corona-Warn-App erweitert und es gilt die Empfehlung: AHA+L+A!

Die Einhaltung der AHA+L+A-Formel schützt auch vor den neuen besorgniserregenden Virusvarianten und sollte deswegen konsequent umgesetzt werden.

Aufgrund der hohen Zahlen an Neuinfektionen gelten derzeit zusätzliche Corona-Regeln. In Situationen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko sollten Sie besonders umsichtig handeln. Die Seite „Lockdown und Öffnungen: Corona-Regeln in Zeiten vieler Neuinfektionen“ informiert über aktuell geltende Regeln und in welchen Situationen besondere Umsicht gefragt ist.

Beachten Sie bitte außerdem die regional geltenden Verordnungen, die Sie auf den Internetseiten der einzelnen Bundesländer bzw. Ihrer Stadt oder Gemeinde nachlesen können.

Weitere Informationen, wie Sie sich schützen und anderen helfen können, finden Sie auch auf der Internetseite “Zusammen gegen Corona“ des Bundesministeriums für Gesundheit.

Warum sollte man trotz Impfung, Genesung, negativem Test weiterhin die AHA+L+A-Formel einhalten?

​​Die Corona-Schutzimpfung bietet einen guten Schutz insbesondere vor schweren COVID-19-Verläufen und Krankenhausaufenthalten. Die Impfung bietet jedoch keinen 100-prozentigen Schutz, sodass es auch bei vollständiger COVID-19-Impfung zu einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und zu einer Erkrankung an COVID-19 kommen kann. Dies wird als Impfdurchbruch bezeichnet. Geimpfte Personen, die sich mit SARS-CoV-2 infizieren, können infektiöse Viren ausscheiden und andere anstecken. Zudem lässt der Impfschutz mit der Zeit nach. Umso länger die Impfung her ist, umso höher das Risiko, sich selbst zu infizieren und andere anzustecken.

Auch  bei genesenen Personen, die eine SARS-CoV-2-Erkrankung durchgemacht haben – ob mit oder ohne Symptome – lässt der Immunschutz mit der Zeit nach und die Genesenen können sich wieder anstecken. 

Das Testen auf eine SARS-CoV-2-Infektion hilft, ansteckende Personen schneller zu erkennen und Infektionsketten zu durchbrechen. Die häufig eingesetzten Antigen-Schnell- und Antigen-Selbsttests sind jedoch weniger zuverlässig als PCR-Tests. PCR-Tests können SARS-CoV-2-Infektionen sowohl früher als auch länger als Antigen-Schnelltests nachweisen. Gerade in der Frühphase der Infektion, die ja häufig noch ohne Symptome abläuft, fallen die Antigen-Schnelltests häufig negativ aus, obwohl die Person schon ansteckend ist. Das Testen alleine bietet also keine absolute Sicherheit, sondern ist eine unterstützende Maßnahme. 

Daher sollten alle – auch Geimpfte, Genesene und negativ Getestete – weiterhin unbedingt die AHA+L+A-Formel beachten: Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, Innenräume regelmäßig lüften und die Corona-Warn-App nutzen.

Mehr Informationen zur Umsetzung und Bedeutung der AHA+L+A-Formel erhalten Sie auf der Themenseite „Alltag in Zeiten von Corona: Schutz durch AHA+L+A".​

Wie können sich besonders gefährdete Personen schützen?

Menschen, die wegen ihres Alters oder bestimmter Vorerkrankungen stärker gefährdet sind, schwer zu erkranken, sollten das Risiko für eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 so gut wie möglich mindern beispielsweise durch die Einhaltung allgemeiner Verhaltensregeln wie dem Abstandhalten und gründliches Händewaschen (siehe auch Fragen „Wie kann ich mich und andere mit der AHA-Formel vor einer Ansteckung schützen?“ und „Welche Personen sind besonders häufig von einem schweren Verlauf der Erkrankung betroffen?“).

Wichtig ist auch, sich gut über das Krankheitsbild zu informieren, um Anzeichen für eine Erkrankung frühzeitig zu erkennen (siehe auch Frage „Welche Krankheitszeichen werden durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst?“ und Themenseite „Symptome und Krankheitsverlauf“). Bei Krankheitszeichen sollten Sie sich rasch telefonisch an Ihre Hausarztpraxis oder eine Corona-Beratungsstelle wenden, die Sie über die individuellen Maßnahmen und eine eventuelle Labortestung auf SARS-CoV-2 informieren. Wenn im privaten oder beruflichen Umfeld Fälle von COVID-19 bekannt werden, sollten Sie dies der beratenden Stelle mitteilen, um eine gezielte Abklärung zu beschleunigen.

Weitere Informationen für chronisch kranke Menschen zudem auf der Themenseite „Was ältere und chronisch kranke Menschen beachten sollten“.

Eine Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger gibt Hinweise, was bei Krankheitszeichen zu tun ist.

Weitere Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf bietet das Robert Koch-Institut auf seinen Internetseiten. Dort finden Sie auch Hinweise zur Prävention und zum Management von COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen. Zudem gibt es Hinweise für ambulante Pflegedienste.

Warum ist es wichtig, Abstand zu halten bzw. soziale Kontakte zu beschränken?

Durch die Beschränkung sozialer Kontakte soll die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Deutschland verlangsamt werden. Welchen Vorteil das Treffen in kleineren Gruppen gegenüber Gruppen mit hoher Personenzahl hat, veranschaulicht eine interaktive Grafik der Humboldt-Universität zu Berlin. Ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen vermindert zusätzlich das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2

Was bedeuten die 3G-, 3G-Plus, 2G- und 2G-Plus-Regeln?

Gemäß Bund-Länder-Beschluss vom 18. November 2021 wurde die 3G-Regel auf weitere Lebensbereiche erweitert. Zusätzlich wurden Maßnahmen wie 2G oder 2G-Plus abhängig von der Infektionslage ermöglicht (siehe „Welche Corona-Regelungen gelten zurzeit in Deutschland?").

3G-Regel: Die 3G stehen für vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet. Personen ab sechs Jahren, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, benötigen für bestimmte Orte das negative Ergebnis eines Antigen-Schnelltests (maximal 24 Stunden alt) oder eines PCR-Tests (maximal 48 Stunden alt).

3G-Plus-Regel: Diese Regel ermöglicht den Zugang bzw. die Teilnahme für Genesene, vollständig Geimpfte oder getestete Personen mit PCR-Test (max. 48 Stunden alt). Das Plus steht hier also dafür, dass ein negativer Antigen-Schnelltest nicht mehr ausreicht, sondern ein PCR-Test erforderlich ist. Für manche Orte und Veranstaltungen kann die 2G-Regel gelten. Diese ist noch strenger.

2G-Regel: Die 2G stehen für vollständig geimpft oder genesen. Dies bedeutet, dass nur Personen, die vollständig geimpft oder genesen sind, diese Orte oder Veranstaltungen besuchen können. Ein negativer Corona-Test reicht hier nicht aus.

Eine weitere Verschärfung der Regeln stellt die 2G-Plus-Regel dar.

2G-Plus-Regel: An Veranstaltungen, bei denen die 2G-Plus-Regel gilt, können nur vollständig geimpfte oder genesene Personen teilnehmen, die zusätzlich über das negative Ergebnis eines Antigen-Schnelltests (maximal 24 Stunden alt) oder eines PCR-Tests (maximal 48 Stunden alt) verfügen.

Die Regelungen können sich aufgrund der aktuellen Situation schnell ändern und auch regional abweichen. Informieren Sie sich daher unbedingt über die Regelungen im jeweiligen Bundesland sowie an bestimmten Orten oder bei bestimmten Veranstaltungen.

Auch wenn Sie geimpft sind, halten Sie sich bitte weiter an die AHA+L+A-Formel (Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen + Lüften + Corona-Warn-App nutzen). Die Impfung bietet zwar einen sehr guten, aber keinen 100-prozentigen Schutz. Auch die Tests sind zwar sehr gut in der Identifikation von Infektionen, insbesondere die PCR-Tests, doch es können in seltenen Fällen falsch-negative Ergebnisse auftreten (ein negatives Ergebnis trotz Infektion). Deswegen ist es wichtig, sich auch weiterhin an die AHA+L+A-Formel zu halten.


Warum sollte man sich gegen COVID-19 impfen lassen?

Eine Impfung gegen COVID-19 trägt sowohl zum eigenen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei.

COVID-19 ist eine Erkrankung, die durch die Infektion mit SARS-CoV-2 auftreten kann. Der Krankheitsverlauf kann sehr unterschiedlich sein: Es können keine Symptome (asymptomatisch), milde Krankheitszeichen (symptomarm) oder schwere Erkrankungen mit Lungenentzündung (Pneumonie) und weiteren Organbeteiligungen auftreten, die zum Lungen- und Multiorganversagen bis zum Tod führen können. Ein Teil der COVID-19-PatientInnen hat sich auch Wochen oder Monate nach Beginn der Erkrankung noch nicht wieder erholt und leidet weiterhin unter schweren Allgemeinsymptomen. Daten aus England (National Institute for Health Research: Living with Covid19) deuten darauf hin, dass etwa 40 Prozent der Erkrankten, die im Krankenhaus behandelt werden mussten, längerfristige Unterstützung benötigen und bei etwa 10 Prozent der mild Erkrankten Symptome länger als 4 Wochen andauern.

Da das Virus auch durch Personen übertragen werden kann, die keine Krankheitszeichen haben, und generell sehr leicht übertragbar ist, breitet sich das Coronavirus SARS-CoV-2 schnell aus. Weltweit wurden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis Mitte April 140 Millionen COVID-19 Fälle und 3,0 Millionen Todesfälle berichtet. (Stand: 19. April 2021). Allein in Deutschland sind bisher über 3.1 Millionen Menschen an COVID-19 erkrankt und mehr als 79.000 Menschen daran gestorben (Stand: 17. April). Das Infektionsgeschehen wird in Deutschland vom Robert Koch-Institut (RKI) überwacht. In einem täglichen Lagebericht wird über die Zahl der bestätigten Fälle sowie der Verstorbenen informiert. Durch eine Impfung kann das Infektions- und Erkrankungsrisiko sehr stark reduziert werden.

Die Impfstoffe, die in der EU und somit in Deutschland am 21.12.2020 (BioNTech), am 06.01.2021 (Moderna) bzw. am 29.01.2021 (AstraZeneca) und am 11.03.2021 (Johnson & Johnson) zugelassen wurden, waren in der klinischen Erprobung gut wirksam. Die Studiendaten zeigten, dass die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, bei den geimpften Teilnehmerinnen und Teilnehmern um 95 % (BioNTech, Moderna) bzw. 70 % (AstraZeneca) und 67 % (Johnson & Johnson) geringer war als bei der Gruppe, die mit Placebo (Kochsalzlösung) oder Kontrollimpfstoff geimpft wurden. Das bedeutet, dass eine gegen COVID-19 geimpfte Person nach einem Kontakt mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mit größerer Wahrscheinlichkeit nicht erkranken wird. Über welchen Zeitraum eine geimpfte Person vor einer COVID-19-Erkrankung geschützt ist, d. h. wie lange der Impfschutz besteht, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Zudem ist noch nicht geklärt, in welchem Maße die Erregerübertragung (Transmission) durch geimpfte Personen verringert oder verhindert wird.

Trotzdem bietet die Impfung einen guten individuellen Schutz vor der Erkrankung. Wie bei jeder Impfung können auch nach der Corona-Schutzimpfung Impfreaktionen auftreten, weitere Informationen dazu finden Sie unter zusammengegencorona.de. Der Nutzen einer Impfung überwiegt jedoch bei weitem die Risiken.

Wirksame und sichere Impfungen können einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten und werden es ermöglichen, Kontaktbeschränkungen mittelfristig zu lockern. Zunächst muss jedoch ein Großteil der Bevölkerung einen Immunschutz gegen das Virus entwickelt haben. Durch die Impfung wird eine bedeutende Bevölkerungsimmunität ausgebildet und das Risiko schwerer COVID-19-Erkrankungen sehr stark reduziert.

Welche Maskentypen gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Grundsätzlich ist zwischen Mund-Nasen-Bedeckungen (Alltagsmasken), medizinischem Mund-Nasen-Schutz (OP-Masken) und FFP-Masken zu unterscheiden.

Mund-Nasen-Bedeckungen (Alltagsmasken) bestehen meist aus handelsüblichen Stoffen und sind nur für den privaten Gebrauch bestimmt. Neben textilen Mund-Nasen-Bedeckungen stehen auch nichtmedizinische Einwegmasken zur Verfügung. Mund-Nasen-Bedeckungen tragen dazu bei, andere Menschen vor feinen Tröpfchen und Partikeln zu schützen, die zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden. Das richtige Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen kann somit die Gefährdung durch erregerhaltige Tröpfchen deutlich reduzieren. Dabei ist die Schutzwirkung abhängig von der Dichte und Qualität des verwendeten Materials, der Anpassung an die Gesichtsform und der Anzahl der Lagen. Fest gewebte Stoffe sind als Schutz vor Tröpfchen besser geeignet als leicht gewebte Materialien. Für textile Mund-Nasen-Bedeckungen sowie nicht-medizinische Einwegmasken gibt es jedoch keine gesetzlichen Anforderungen oder technische Norm – im Gegensatz zu medizinischem Mund-Nasen-Schutz und FFP-Masken, deren Filtereigenschaften anhand gesetzlicher Vorgaben und technischer Normen festgelegt und nachgewiesen sind und die in der Regel an entsprechenden Kennzeichnungen auf der Verpackung oder auf der Maske selbst zu erkennen sind.

Eine besondere Gruppe der Alltagsmasken sind Masken, die nach dem europäischen Standard „CEN Workshop Agreement CWA 17553“ hergestellt werden und eine entsprechende Kennzeichnung als Qualitätsmerkmal tragen. Sie müssen – je nach Kategorie – mindestens 70 oder 90 Prozent von Partikeln des Durchmessers 3 (± 0,5) Mikrometer filtern.

Medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS, OP-Masken, chirurgische Masken, medizinische Gesichtsmasken) entspricht als Medizinprodukt einer Prüfnorm und ist CE-zertifiziert. Die Filtereigenschaften sind definiert und geprüft. Sie sind an der CE-Kennzeichnung auf der Verpackung zu erkennen. Ein Mund-Nasen-Schutz bietet einen Schutz des Gegenübers vor möglicherweise infektiösen Tröpfchen (Fremdschutz). Geringer ist der Schutz vor Tröpfchen, die andere bei der Atmung ausstoßen (Eigenschutz).

FFP-Masken (filtering face piece, partikelfiltrierende Halbmasken) sind Gegenstände der persönlichen Schutzausrüstung im Rahmen des Arbeitsschutzes und haben den Zweck, die Trägerin oder den Träger vor Tröpfchen und Aerosolen zu schützen. Wie auch ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske) müssen FFP-Masken gesetzliche Anforderungen und technische Normen erfüllen. Je nach Filterleistung werden FFP-Masken in die Schutzstufen FFP1, FFP2 und FFP3 eingeteilt. In Tests mit Aerosolen müssen FFP2-Masken mindestens 94 Prozent und FFP3-Masken mindestens 99 Prozent der Aerosole filtern. Sie bieten daher nachweislich einen wirksamen Schutz gegen Aerosole. Die Prüfnorm sowie ein CE-Kennzeichen mit einer vierstelligen Kennnummer der Prüfstelle sind auf der Oberfläche der FFP-Maske aufgedruckt.

Es gibt FFP-Masken mit und ohne Ventil. Masken ohne Ventil filtern sowohl die eingeatmete als auch die ausgeatmete Luft und bieten daher neben dem Eigenschutz auch einen Fremdschutz, d. h. sie schützen auch die Menschen in der Nähe des Trägers bzw. der Trägerin. Masken mit Ventil hingegen filtern die eingeatmete Luft und ermöglichen daher nur einen reduzierten Fremdschutz. Sie sind deswegen lediglich für sehr wenige Anwendungsgebiete in Kliniken vorgesehen. 

Neben FFP sind KN95 und N95 weitere Schutzklassen-Bezeichnungen für partikelfiltrierende Halbmasken. Diese stammen aus verschiedenen Ländern. FFP2 ist eine deutsche Norm. N95 ist ein amerikanischer Standard. KN95-Masken wurden nach einer chinesischen Norm zugelassen. Die Filterleistung von Masken dieser drei Normen ist vergleichbar.

Was ist beim privaten Gebrauch von FFP2-Masken zu beachten?

Der Schutzeffekt einer FFP2-Maske ist nur dann vollständig gewährleistet, wenn sie dicht sitzend getragen wird, d. h. passend zur Gesichtsform und abschließend auf der Haut. Im Rahmen des Arbeitsschutzes wird der Dichtsitz der Maske deswegen auch durch einen vorherigen Test sichergestellt. Beim korrekten Tragen von FFP2-Masken besteht ein erhöhter Atemwiderstand, der die Atmung erschwert. Gemäß den Vorgaben des Arbeitsschutzes ist daher die Tragedauer von FFP2-Masken bei gesunden Menschen zeitlich begrenzt (siehe Herstellerinformationen, in der Regel 75 Minuten mit folgender 30-minütiger Pause).

Zu möglichen gesundheitlichen sowie ggf. auch langfristigen Auswirkungen der Anwendung von FFP2-Masken außerhalb des Gesundheitswesens wurden bisher keine wissenschaftlichen Untersuchungen durchgeführt, beispielsweise bei Risikogruppen oder Kindern. Bei Personen beispielsweise mit eingeschränkter Lungenfunktion oder älteren Personen können gesundheitliche Auswirkungen durch die Nutzung von FFP2-Masken nicht ausgeschlossen werden.

Wenn Sie einer Risikogruppe angehören, lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin beraten, ob FFP2-Masken für Sie geeignet sind, wie Sie diese richtig handhaben und wie lange Sie diese tragen können.

Hinweise zur richtigen Verwendung von FFP2-Masken finden Sie auch auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Worauf ist beim Tragen von Masken im Alltag zu achten?

Um den bestmöglichen Schutz zu erreichen, sollten Sie im Umgang mit Masken auf eine gute Hygiene und die richtige Handhabung achten:

  • Vor dem Anlegen der Maske sollten Sie sich nach Möglichkeit gründlich die Hände waschen (mindestens 20 Sekunden mit Seife).
  • Bei der ersten Verwendung sollten Sie testen, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern. 
  • Achten Sie beim Aufsetzen darauf, dass die Maske Mund und Nase vollständig bedeckt und an den Rändern möglichst eng und dicht anliegt. Ein vorhandener Nasenbügel sollte angedrückt werden. So können Brillenträgerinnen und Brillenträger auch vermeiden, dass die Gläser beschlagen. Wenn Sie einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz verwenden, können Sie den Sitz verbessern, indem Sie die Ohrschlaufen beispielsweise durch Knoten oder Überkreuzen anpassen. 
  • Vermeiden Sie es, während des Tragens die Maske zu berühren und zu verschieben.
  • Eine durchfeuchtete Maske sollte gewechselt werden.
  • Zum Abnehmen fassen Sie die Maske am besten an den seitlichen Bändern an.
  • Waschen Sie sich nach dem Absetzen der Maske die Hände, sobald Sie die Möglichkeit dazu haben.
  • Bewahren Sie textile Alltagsmasken vorübergehend in einem separaten Beutel auf. Zu Hause können Sie die Mund-Nasen-Bedeckung auch zum Trocknen aufhängen, bis diese gewaschen wird. 
  • Waschen Sie textile Alltagsmasken baldmöglichst in der Waschmaschine bei mindestens 60° C. Verwenden Sie hierfür ein Vollwaschmittel. Lassen Sie textile Alltagsmasken nach dem Waschen vollständig trocknen.

Bitte beachten Sie auch die Hinweise zum privaten Gebrauch von FFP2-Masken.

Weitere Informationen zur Verwendung der verschiedenen Maskentypen und zur Frage der Mehrfachverwendung bietet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

Ist das Tragen von Visieren anstatt einer Mund-Nasen-Bedeckung sinnvoll?

Verschiedene Hersteller bewerben die Verwendung von Visieren anstelle einer Mund-Nasen-Bedeckung. Die Verwendung von Visieren kann jedoch gemäß Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) sowie des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nicht als gleichwertige Alternative zu Mund-Nasen-Bedeckungen (Alltagsmasken), OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz) oder FFP2-Masken (bzw. KN95- oder N95-Masken) angesehen werden.

Mund-Nasen-Bedeckungen, OP-Masken und FFP2-Masken müssen richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um zu verhindern, dass Luft daran vorbeiströmt. An Gesichtsvisieren und Schilden kann jedoch in der Regel frei vorbeigeatmet werden. Sie dienen lediglich als Spritzschutz gegen direkt auftreffende Tropfen und Spritzer von Flüssigkeiten.

Der bestimmungsgemäße Einsatz von Visieren in Einrichtungen des Gesundheitswesens (als Teil der persönlichen Schutzausrüstung und in Verbindung mit Atemschutz) wird durch diese Einschätzung nicht berührt.

Sollte ich im häuslichen Umfeld Desinfektionsmittel einsetzen?

Auch in der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie ist nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) mit der Anwendung von Desinfektionsmitteln im privaten Haushalt kein genereller hygienischer Nutzen verbunden. Zu bedenken ist hierbei zudem, dass die Produkte gesundheitliche Risiken wie Vergiftungen und Allergien sowie das Risiko einer Resistenzbildung bergen. Daher sind grundlegende Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen mit Seife und die regelmäßige Reinigung mit haushaltsüblichen tensidhaltigen Wasch- und Reinigungsmitteln zu bevorzugen. Diese Maßnahmen bieten in der Regel ausreichenden Schutz vor der Übertragung des SARS-CoV-2-Virus durch eine Schmierinfektion über verunreinigte Oberflächen und Hände.

In Ausnahmefällen kann der zielgerichtete Einsatz von Desinfektionsmitteln auch in Privathaushalten angemessen sein, sofern dies ärztlich empfohlen wird.

Wer bezahlt die Corona-Schutzimpfung?

Für die Bürgerinnen und Bürger ist die Corona-Schutzimpfung unabhängig von ihrem Versicherungsstatus kostenlos. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Länder tragen gemeinsam mit der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung die Kosten für den Betrieb der Impfzentren. Die Vergütung für Impfungen in Arztpraxen trägt der Bund.

 

 

Wird es einen eigenen Impfstoff für Kinder gegen COVID-19 geben?

Zunächst stehen die Impfstoffe nur für Erwachsene zur Verfügung, da sie bei Kindern und Jugendlichen noch nicht genügend auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht werden konnten.

Dass derzeit schwerpunktmäßig Impfstoffe für Erwachsene entwickelt werden, hat mehrere Gründe:

  1. Kinder sind schon allein aus ethischen Gründen nicht für frühe Tests vorgesehen. Vor der klinischen Prüfung an Kindern muss sichergestellt sein, dass in den Studien bei Erwachsenen keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten sind. Die Impfstoffentwicklung für Kinder verläuft ähnlich wie die Impfstoffentwicklung für Erwachsene, das heißt, sie durchläuft verschiedene Stufen, in denen die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfungen geprüft werden, bevor sie eine Zulassung erlangen können.
  2. Der Fokus wird zunächst darauf gelegt, Bevölkerungsgruppen zu schützen, in denen besonders häufig schwere Krankheitsverläufe auftreten. Das sind bei COVID-19 insbesondere ältere Menschen und/oder Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen.
  3. Es ist davon auszugehen, dass mit wirksamen Impfstoffen gegen COVID-19 für Erwachsene, die im Laufe der Zeit in ausreichender Menge für die Bevölkerung vorhanden sein werden, auch das Infektionsgeschehen insgesamt zurückgedrängt werden kann. Darüber können auch Kinder geschützt werden.
  4. Kita- und Grundschulkinder scheinen allem, was bisher bekannt ist, das Infektionsgeschehen nicht in besonderer Weise anzutreiben und erkranken weniger häufig und stark als Erwachsene.

Mehr zu COVID-19 bei Kindern lesen Sie auf www.zusammengegencorona.de.

Wie sicher ist ein neuer COVID-19-Impfstoff?

Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht (präklinische und klinische Phase, Zulassungsprüfung, Auflagen der Zulassungsbehörden und Marktzulassung, Nachzulassungsbeobachtung). Nach seiner Marktzulassung erfolgt eine ständige Kontrolle („Surveillance“) zum Erfassen von Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen. Nebenwirkungen und Impfreaktionen werden in Deutschland zentral – und unabhängig vom Hersteller – durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erfasst. Durch die Zusammenfassung von nationalen und internationalen Beobachtungen kann sichergestellt werden, dass auch Risiken von Impfstoffen erfasst werden, die so selten sind, dass sie erst bei einer sehr großen Anzahl durchgeführter Impfungen sichtbar werden.

Die klinischen Studien zur Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe wurden in drei Studienphasen überprüft. Vor allem die klinischen Prüfungen der Phase 3 wurden sehr breit angelegt. Zudem wurden in vorbereitenden, nichtklinischen Studien die Impfstoffe mit erhöhter Wirkstoffmenge an Tieren untersucht, um mögliche Auswirkungen auf den Körper zu untersuchen, die Schäden anzeigen könnten. Die Qualitätsanforderungen im europäischen Zulassungsverfahren sind sehr hoch. Das ist auch eine Frage der Verlässlichkeit und im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger der EU.

Auch bei einem neuen Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 ist es möglich, dass sehr seltene Nebenwirkungen (sehr selten heißt z. B. 1 Fall auf > 10.000 Geimpfte) erst im Verlauf der weiteren Beobachtung (Surveillance) erfasst werden. Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) haben angekündigt, den Zulassungsprozess aufgrund der Dringlichkeit in einzelnen Punkten zu vereinfachen. Dabei bleibt die Sicherheit der Impfstoffe jedoch oberste Priorität. Es finden weiterhin Untersuchungen statt, um weitere Informationen zur Sicherheit des Impfstoffs (z. B. Auftreten seltener unerwünschter Wirkungen) nach Anwendung in größeren Bevölkerungsgruppen zu erhalten.

Informationen zu dem Impfstoff von AstraZeneca finden Sie unter „Alle wichtigen Informationen zur AstraZeneca-Impfung“

Wo finde ich weitere Informationen?

​Weitere (Fach-)Informationen zum neuartigen Coronavirus sind auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts zu finden. Aktuelle Einschätzung zur Sicherheit von Reisenden in betroffene Regionen gibt das Auswärtige Amt. Darüber hinaus finden Sie aktuelle Einschätzungen der Lage auf den Seiten der Weltgesundheitsorganisation. Informationen der John Hopkins Medicine zum weltweiten Verlauf finden Sie hier.

Das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig hat für allgemeine medizinische Fragen zum Coronavirus eine Telefon-Hotline eingerichtet:
0341 123 - 0 (Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 16 Uhr). 
Webseite der Stadt Leipzig zu Corona

Die Corona-Hotline des Sächsischen Gesundheitsministeriums erreichen Sie unter der 0800 100 0214. Zur aktuellen Lage in Sachsen können Sie sich hier informieren.

​Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung