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Das Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS)

Das Innovation Center Computer Assisted Surgery ist eines der führenden deutschen Medizintechnikinstitute für computergestützte Diagnostik und Therapie an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Innovationsinitiative „Unternehmen Region“ für die Neuen Länder. Informatiker, Ingenieure und Mediziner entwickeln gemeinsam moderne Assistenzsysteme, die chirurgische Arbeitsabläufe im OP überwachen, umfassende Patientendaten zusammenführen und so die Chirurgen bei ihren komplexen Therapieentscheidungen unterstützen. Das ICCAS trägt maßgeblich dazu bei, dass Anregungen und Bedürfnisse der Mediziner in anwendungsnahen Forschungsprojekten münden. Die Entwicklungen sind Antworten auf konkrete klinische Fragen für das Wohl der Patienten in verschiedenen Fachgebieten der Humanmedizin. Sie tragen zur präziseren und schonenderen Behandlung bei und steigern die Effizienz im klinischen Alltag.

Das ICCAS ist in den Forschungsbereichen medizinisches Informations-und Prozessmanagement, Vernetzung und Automatisierung der technischen Infrastruktur von Operationssälen, intraoperative Bildgebungsverfahren, digitale Unterstützung für Therapieentscheidungen, digitale Patientenmodelle sowie in der therapeutischen Anwendung von Magnetresonanz-geführtem fokussiertem Ultraschall erfolgreich tätig. Seit 2015 sind die Forschungs-und Entwicklungsarbeiten nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert. Zu den Meilensteinen der über zehnjährigen Institutsgeschichte zählen erfolgreiche Ausgründungen, wie die Phacon GmbH, die weltweit chirurgische Trainingsmodelle verkauft oder das Informationssystem "oncoflow", das HNO-Ärzten am Universitätsklinikum Leipzig bereits gute Dienste erweist. Es ist das weltweit erste System zur gemeinschaftlichen Planung von Tumorbehandlungen zwischen Onkologen, Radiologen und Chirurgen. Ein weiterer großer Erfolg ist das Kooperationsprojekt SonoRay der beiden Zentren für Innovationskompetenz ICCAS (Leipzig) und OncoRay (Dresden), das im Oktober 2016 startete. Gegenstand der Forschung ist eine kombinierte Therapie von Magnet-Resonanz geführtem fokussiertem Ultraschall und Strahlentherapie, mit dem Ziel einer effizienteren Behandlung von Krebserkrankungen. 

Weit reichende Kontakte zu kompetenten Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft unterstützen die Forschungsarbeiten und setzen stets neue Impulse. Die Kooperationen reichen von lokalen Partnern, wie Departments des Universitätsklinikums Leipzig, dem Herzzentrum Leipzig sowie der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur bis zu nationalen Forschungsinstituten, wie dem Max-Planck Institut für Kognitions-und Neurowissenschaften in Leipzig, dem Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS in Bremen und dem Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT in St. Ingbert sowie zu Forschungsabteilungen der Universitäten Dresden, München und Rostock. Zusammenarbeit mit internationalen Einrichtungen pflegt das ICCAS unter anderen mit den Universitäten Dundee (UK), Chongqing (China), Pittsburgh (PA,USA), Delft (Niederlande), Guanajuato (Mexiko) und Pisa (italien) sowie dem Children’s National Medical Center in Washington DC (USA) oder dem New York Methodist Hospital (NY, USA). Beispiele für Partner in der Industrie sind die Unternehmen Siemens AG – Healthcare Sector, Karl Storz GmbH & Co. KG,  Drägerwerke AG & Co. KGaA oder Möller-Wedel GmbH & Co. KG.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Zentrums unter:
http://www.iccas.de/