Beyond tree reconstruction

22.03.2012 bis 23.03.2012 - Tagung

Das Erstellen von Stammbäumen ist ein wichtiger Schritt der phylogenetischen Analyse. Hierbei wird das Generieren von Daten mehr und mehr automatisiert und ausgefeilte Methoden zur Baumrekonstruktion sind verfügbar. Stammbäume werden benutzt um den Baum des Lebens darzustellen, um Divergenzzeiten abzuschätzen, um die Evolution morphologischer Merkmale nachzuvollziehen, um biogeographische Ereignisse zu rekonstruieren, oder um Artbäume mit Genbäumen zu vergleichen. Auch im interdisziplinären Bereich finden Stammbäume immer mehr Anwendung, beispielsweise in der Phylogenomik (eine Methode die ursprünglich dazu diente Funktionen von Proteinen aus den phylogenetischen Kontext zu schließen), bei der Zuweisung von Orthologien, oder auch in der Pharmakologie. Im Rahmen dieses Graduiertentreffen wollen wir die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Stammbäumen präsentieren und auch diskutieren. Des Weiteren sollen aber auch die Grenzen von Stammbäumen zur Repräsentierung phylogenetischer Beziehungen aufgezeigt werden, bzw. die Falsifizierbarkeit von Stammbäumen hinterfragt werden. Vier geladene Redner werden Hauptvorträge zu diesen Themen geben und zusätzlich haben Studenten und Postdocs die Möglichkeit ihre eigene Forschung als Vortrag oder Poster vorzustellen.

 

Referenten

  • Christian Wirkner (Uni. Rostock)
  • Lars Vogt (Uni.Bonn)
  • Olaf Bininda-Emonds (Uni. Oldenburg)
  • Ronald A Jenner (NHM London)
  • Sven Bradler (Uni. Göttingen)

Leitung

  • Dr. Christoph Bleidorn

Veranstaltungsort