Von der Flucht aus Leipzig zum Standardmodell

18.12.2009, 16:00 Uhr - Jubiläumsveranstaltung
Vortrag von Prof. Dr. Harald Fritzsch von der Ludwig-Maximilians-Universität München, Fakultät für Physik.

Nach der Sprengung der Leipziger Paulinerkirche am 30. Mai 1968 führten Stefan Welzk und Harald Fritzsch eine Protestaktion in der Kongresshalle durch, die international Aufmerksamkeit erregte. Ulbricht beauftragte daraufhin die Stasi, unter allen Umständen die Täter zu finden. Im Juli 1968 flohen beide mit einem Faltboot von Varna (Bulgarien) in die Türkei und entkamen somit dem Zugriff der Stasi. Im ersten Teil des Vortrags werden diese Ereignisse beschrieben. Harald Fritzsch ging in die USA und arbeitete mit Murray Gell-Mann am Caltech in Pasadena. 1972 veröffentlichten die beiden eine Theorie der starken Wechselwirkung, die sie QCD nannten. Diese Theorie gilt heute als die fundamentale Feldtheorie der starken Wechselwirkung und ist Hauptbestandteil des Standardmodells der Teilchenphysik. Die Grundzüge dieser Theorie werden im zweiten Teil des Kolloquiums vorgestellt.

 

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