Politische Wechsel <-> Sprachliche Umbrüche

24.06.2009 bis 27.06.2009 - Jubiläumsveranstaltung
Was passiert mit unserer Sprache, unserem Sprechen, wenn sich die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse um uns herum plötzlich verändern? Diese und ähnliche Fragen sind der Ausgangspunkt dieser internationalen und interdisziplinären Konferenz.

Das Jahr 2009 - Jubiläumsjahr sowohl der Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 als auch der friedlichen Revolution 1989 - scheint besonders geeignet zu sein, den Stand der Aufarbeitung des Sprachgebrauchs in der DDR und anderen Warschauer-Pakt-Staaten wie Polen, Bulgarien oder Russland und auch Korea zu bilanzieren und die Veränderungen nach dem politischen Umbruch zu betrachten. Noch immer spielt die Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Sprachgebrauch dieser Herrschaftssysteme - dem Sprechen "in zwei Zungen" oder dem Verbot sprachlicher Möglichkeiten - eine zu geringe Rolle in der geschichtlichen Aufarbeitung, und noch immer gibt es eine Vielzahl offener Fragen, auf die die Konferenz mit ihren Teilnehmern Antworten suchen möchte. Neben der Erörterung sprachlicher Probleme werden Vorträge aus historischer, politikwissenschaftlicher, soziologischer und buchwissenschaftlicher Perspektive auf das Problem der politischen Umbrüche eingehen. Die Konferenz richtet sich an eine breite Öffentlichkeit. Neben Vorträgen wird es ein Podiumsgespräch zum Thema "Sprachliche Aufarbeitung" und eine Kulturveranstaltung geben, die sich in künstlerischer Weise mit dem Thema der Konferenz auseinandersetzt

 

Veranstaltungsort