Sinologie und die Methodik der Regionalwissenschaften

28.11.2009 bis 29.11.2009 - Jubiläumsveranstaltung
Seit 160 Jahren ist das Studium Ostasiens - angefangen mit einem Lehrstuhl für ostasiatische Sprachen 1848 bis zum heutigen Fachbereich Sinologie - Bestandteil der Universität und ihrer Geschichte.

Doch war das Studium der chinesischen Sprache und Kultur bisher eher ein Exotenfach, so stellen sich mit dem wirtschaftlichen Aufschwung und der steigenden politischen Kraft Chinas völlig neue Aufgaben an den Fachbereich in Forschung und Lehre. Die Verortung der Sinologie im Spannungsfeld zwischen linguistisch-philologischer Regionalwissenschaft und fachdisziplinär verankerter Chinaforschung wird von Fachvertretern derzeit intensiv und kontrovers diskutiert. Die Sinologie in Leipzig ist einer der ältesten Fachbereiche dieser Art in Deutschland. Ihre Geschichte geht bereits 160 Jahre zurück, die mit ihr in Verbindung stehenden Intellektuellen und Wissenschaftler bilden ein weltweites Netzwerk. Gerade durch diese Geschichte ist die Leipziger Sinologie ideal positioniert, Vergangenheit und Zukunft der Sinologie in Deutschland zu reflektieren und Anstöße für ihre zukünftige Gestaltung zu geben. Kernfragen sind hierbei die Beziehungen zwischen historischer und gegenwartsbezogener Forschung, zwischen philologischer und sozialwissenschaftlicher Methodik, sowie die Kooperation mit anderen Fächern und Disziplinen. In dem zweitägigen Symposium will die Sinologie der Universität Leipzig daher gemeinsam mit anderen Sinologen und Vertretern von Nachbardisziplinen die in dieser Debatte gelieferten Standortbestimmungen der Sinologie kritisch reflektieren, diskutieren und neue methodische Perspektiven entwickeln. Das Symposium wird veranstaltet vom Ostasiatischen Institut der Universität Leipzig und dem Konfuzius-Institut Leipzig und steht im Zusammenhang mit der Ausstellung 'Sinologie in Leipzig (1848-2009)', die ab 3. November 2009 in den Räumen des Konfuzius-Instituts Leipzig zu sehen ist.

 

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