Autophagie in höheren Eukaryontenzellen

20.04.2009, 16:30 Uhr - Vortrag
Der Prozess der Autophagie findet im lysosomalen Kompartiment der Zelle statt und hat zum Ziel, zelleigene Komponenten abzubauen, um die Degradationsprodukte erneut zu nutzen. Neben dem normalen Turnover von Organellen oder umfangreicheren Zytoplasmadomänen kommt es vor allem in Stresssituationen zur Induktion von Autophagie, wobei hier der Entzug von Aminosäuren einer der stärksten Auslöser darstellt. Es konnte gezeigt werden, dass eine Reihe von Genen bei der Ausbildung des Autophagosoms beteiligt sind, wobei zwei Konjugationssysteme entdeckt wurden, die analog zum Ubiquitinsystem funktionieren und ineinander greifen. Inzwischen ist bekannt, dass Autophagie bei vielen Erkrankungen eine Rolle spielt, unter anderem bei neurodegenerativen Erkrankungen und in Tumoren. Wir untersuchen die Abhängigkeit der Autophagie von dem Protein Miz1, das das Onkogen c-Myc bindet und dessen reprimierende Eigenschaft vermittelt.

Referent: Prof. Dr. Hans-Peter Elsässer, Institut für Zytobiologie der Philipps-Universität Marburg

 

Leitung

  • Prof. Dr. Kurt Engeland

Veranstaltungsort