Abschlusskonzert

27.06.2009, 19:30 - 19:30 Uhr - Konzert
Zwischen den Geigen-Vitrinen erklingt ein rotes Cembalo und über der Treppe erschallen Trompeten, Gamben und Flöten: Alljährlich im Juni lockt das Alte Musik Fest ins Museum für Musikinstrumente.

Die im Eröffnungskonzert erklingende Oper wurde von Telemann für die Leipziger Oper 1709 ins Deutsche adaptiert, stammte ursprünglich jedoch vom Wiener Hofkomponisten Giovanni Bononcini. Sie wurde 1708 in Wien komponiert und aufgeführt und war die erste in Leipzig zu Gehör gebrachte italienische Oper. Es erklingen Arien in deutscher und italienischer Sprache, verbunden durch Texte von Michael Maul (Bach-Archiv Leipzig), der auch für die Rekonstruktion der telemannschen Anteile der Oper verantwortlich zeichnet. Am Samstag bringen Studierende und Lehrende der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, allesamt Mitglieder der Fachrichtung für Alte Musik, historische Instrumente zum Klingen. So kann der Besucher den gebogenen Zink, die Gambe mit dem Amorkopf oder eine winzige Tanzmeistergeige nicht nur stumm in der Vitrine bewundern, sondern - frisch gespielt - hörend genießen. Während der 30-minütigen Wandel-Konzerte, die gleichzeitig an mehreren Orten im Museum stattfinden, erklären die Musiker in entspannter Atmosphäre ihre Instrumente, die Ideen der Komponisten und musikalische Gepflogenheiten in vergangenen Jahrhunderten. Kinder wie Erwachsenen lauschen mit großen Ohren. Zwischendurch laden der benachbarte Johannisfriedhof und das Café ENK im Grassi zum Entspannen und Verweilen, bevor das Alte Musik Fest abends mit einem spannenden Konzert im Zimeliensaal abschließt.

 

Leitung

  • Susanne Scholz

Veranstaltungsort