Alexander Deeg: Religiöse Identität!? Die Identität verwirrende und stiftende Rolle der Religion

02.11.2016, 19:00 Uhr - Vortrag
Vortrag des studium universale.
Alexander Deeg

"Du sollst nicht mehr ... heißen, sondern ..." - Sätze wie diese finden sich gelegentlich in der Bibel. Menschen erhalten neue Namen und erfahren Religion als eine neue Identität stiftend. Gleichzeitig verwirrt Religion individuelle Identität grundlegend. Der Apostel Paulus schreibt: "Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir" (Galater 2,20). Das "Ich" wird brüchig, das eigene Subjektsein fraglich. Auf dem Hintergrund gegenwärtiger Diskussionen um Rolle und Bedeutung von Religion in einer zunehmend säkularen Gesellschaft untersucht der Vortrag die Identität stiftende und verwirrende Rolle 'Gottes' bei der individuellen und sozialen Konstitution von Identität. Gleichzeitig werden Mechanismen religiöser Identitätsbildung untersucht: Wo und wie gelingt es Religionen, die Identität von Menschen zu bestimmen? Welche Rolle spielen Gottesdienste, Predigten, Unterricht und Medien? - Ausgangspunkt der Überlegungen ist die christliche Religion; aber auch Judentum und Islam kommen in den Blick. Prof. Dr. Alexander Deeg lehrt Praktische Theologie an der Universität Leipzig und ist Mitglied im Arbeitskreis studium universale.

 

Referenten

  • Prof. Dr. Alexander Deeg

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