Fürsorge und Strafe

08.09.2016, 18:00 - 20:00 Uhr - Vortrag
Das Georgenhaus zu Leipzig 1671 bis 1871. Öffentlicher Vortrag und Buchpräsentation zur Stadtgeschichte
Veranstaltungsplakat 8. September

Versorgen, Erziehen, Bestrafen – Das Leipziger Georgenhaus vereinte bis ins späte 19. Jahrhundert nicht nur höchst unterschiedliche obrigkeitliche Ansprüche, sondern auch eine äußerst heterogene Gruppe von Menschen unter einem Dach. In bester Innenstadtlage, am Brühl, und in einem von außen repräsentativen Gebäude diente die Anstalt dem Leipziger Rat gut 200 Jahre lang als Experimentierfeld sozialpolitischer Maßnahmen. Arme, Alte, Kranke, Waisenkinder, Straf- und Auffällige – kurz Menschen am Rande der Norm und der Gesellschaft – fanden im Georgenhaus zwischen 1671 und 1871 ihre Zuflucht, ihre Schule, ihr Gefängnis. Die Autorin und Referentin Dörthe Schimke, geb. 1989, studierte in Leipzig und Uppsala/Schweden Geschichte. Sie schloss ihr Studium mit einer Masterarbeit zum Georgenhaus ab. Diese wird nun als elfter Band der „Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Leipzig“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Eintritt ist kostenfrei und ohne Voranmeldung möglich.

 

Referenten

  • Dörthe Schimke, Prof. Dr. Enno Bünz

Veranstaltungsort