Krebsmedizin Aktuell 2016: Wissenschaftskolloquium - Zellzyklus

01.06.2016, 17:00 - 19:00 Uhr - Kolloquium

Die Zellteilung ist von zentraler Bedeutung für die Entstehung des Lebens. Dagegen stellt eine Fehlregulation des Zellteilungszyklus den entscheidenden Schritt bei der Krebsentstehung dar. Für die Steuerung des Zellzyklus ist das koordinierte Zusammenspiel verschiedener Regulatorproteine maßgeblich. Dabei ist für die Synthese zahlreicher Regulatorproteine die Kontrolle der Transkription bestimmend. Dafür wurde ein Mechanismus entschlüsselt, der durch die Herunterregulation der Transkription wichtiger Zellzyklusgene zu einem Stopp der Zellteilung führt. Diese Transkriptionsrepression wird durch einen Proteinkomplex namens DREAM bewirkt. Auch der Tumorsuppressor p53 nutzt diese Steuerungsmöglichkeit: p53 aktiviert indirekt über den Cyclin-abhängigen Kinase-Inhibitor p21 den DREAM-Komplex, um nach einer DNA-Schädigung die Zellteilung zu stoppen. Daten aus der molekularen Onkologie der Universitätsmedizin Leipzig zeigen, dass mit den mehr als 200 Genen, die durch diesen Mechanismus kontrolliert werden, ein sehr großer Teil der Zellzyklusregulation mit DREAM verknüpft ist. Zudem wird die Bedeutung dieser Regulation auch dadurch unterstrichen, dass das virale E7-Protein von HPV die Gen-Repression durch DREAM zerstört und dadurch die Zellteilung enthemmt. Zu dieser sehr anspruchsvollen und hoch spannenden Thematik haben wir als ausgewiesenen Experten Herrn Prof. Dr. Kurt Engeland vom Universitätsklinikum Leipzig eingeladen. Wir freuen uns auf diesen interessanten Abend, zudem wir Sie herzlich einladen! Weitere Informationen finden Sie in Kürze unter: http://www.krebszentrum-leipzig.de/krebszentrum.site,postext,veranstaltungen.html

 

Referenten

  • Prof. Dr. rer. nat. Kurt Engeland

Veranstaltungsort