Repositioning in a Globalizing World

08.06.2015 bis 11.06.2015 - Sommerschule
Die XIII. Sommerschule der Graduate School Global and Area Studies findet vom 8. bis 11. Juni 2015 in Leipzig statt und verbindet sich in diesem Jahr mit einem Workshop des Projektes "Globale Neupositionierung - Die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen, Afrikas, des Mittleren Ostens, Russlands und Asiens für Griechenland" im Rahmen der DAAD-Initiative "Hochschulkooperationen mit Griechenland", der gemeinsam von der Abteilung für Studien zur Türkei und zum zeitgenössischen Asien der Fakultät für Wirtschafts- und Politikwissenschaft der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen (UoA) und dem GESI an der Universität Leipzig vorbereitet und organisiert wurde. Sechs Kolleginnen und Kollegen aus Griechenland stellen in diesem Rahmen ihre Forschungsergebnisse zur Suche Griechenlands nach einer adäquaten Antwort auf die Herausforderungen neuer globale Ströme vor und in einer Podiumsdiskussion werden besonders die neuen Beziehungen, die sich zwischen Südeuropa, dem Nahen Osten und Afrika ergeben, diskutiert. Der Workshop ist Teil einer auf drei Jahre angelegten Kooperation, die beispielhaft das Problem der beschleunigten Repositionierungen gegenüber globalen Herausforderungen untersucht und dabei Asien, Afrika und den atlantischen Raum einbezieht.

Staatencluster wie beispielsweise O5, BRICS, N-11 oder V4 zeugen von einer Re-Organisation der Welt nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Die Außen- und Wirtschaftspolitik vieler Staaten standen damit vor erheblichen Herausforderungen, die zu einer Neuausrichtung führten. Der Aufschwung von geopolitischer Forschung in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten ist daher nicht überraschend. Man könnte argumentieren, dass eine Anpassung an sich wandelnde Umstände ein dauerhafter Prozess ist, der zu jeder Zeit stattfindet. Die diesjährige Sommerschule möchte aber gerade die Synchronität dieser Repositionierungsprozesse in bestimmten Weltregionen, die als Krisengebiete geltenund damit nicht nur die direkte Nachbarschaft betreffen, fokussieren und herausarbeiten. Auch Europa, das seit den Balkankriegen in den 1990er Jahren relativ stabil erscheint, ist heute mit den Folgen von mehr als einer solchen, den Umständen von Repositionierungen geschuldeten, Krise konfrontiert. Diese Situation erfordert nicht nur Untersuchungen, sondern auch Vergleiche sowohl in synchroner als auch diachroner Perspektive.

 

Referenten

  • Dr. Ioannis Armakolas (Thessaloniki)
  • Prof. Dr. Matthias Middell (Leipzig)
  • Prof. Dr. Scarlett Cornelissen (Stellenbosch)
  • Prof. Dr. Stefan Troebst (Leipzig)
  • Prof. Dr. Ulf Engel (Leipzig)
  • Prof. Dr. Ursula Rao (Leipzig)

Veranstaltungsort