Jeder zweite erkrankt im Lauf seines Lebens an Parodontitis

Pressemitteilung vom 15.09.2006
Neue Wege in der Behandlung von Parodontalerkrankungen – kostenlose Informationsveranstaltung für Interessierte
Zeit 20. September 2006, 17:30 Uhr
Ort Hörsaal Zentrum für Zahn-, Mund-, Kieferheilkunde
Nürnberger Straße 57
04103 Leipzig

Parodontitis – sehr oft falsch als Parodontose bezeichnet – ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates, d. h. Zahnfleisch, Knochen und andere Gewebe erkranken und werden dabei zerstört. Die vielen unterschiedlichen Formen der Parodontitis sind chronischer Natur und beschränken sich nicht – wie viele Menschen glauben – auf das Zahnfleisch. Auslöser für die Parodontitis sind vor allem Bakterien im Zahnbelag, wobei bestimmte Bakterien eine besondere Rolle spielen. Die chronisch-entzündliche Zerstörung des Gewebes ist schleichend und wird vom Betroffenen zunächst lange Zeit gar nicht bemerkt.

Dass es sich dabei nicht um ein Randproblem handelt, zeigen epidemiologische Untersuchungen: Etwa jeder zweite Erwachsene in Deutschland leidet an einer Parodontitis. Auf Grund des schleichenden Beginns kann sogar vermutet werden, dass bis zu 75 % der Erwachsenen erkrankt sind.

Nicht immer ist eine Zahnlockerung vorhanden. Ist das jedoch der Fall, liegen häufig schon schwere Schäden am Zahnhalteapparat vor. Das Tückische an der Erkrankung ist, dass selbst der Zahnarzt die Parodontitis nicht immer auf den ersten Blick erkennen kann. Prof. Dr. med. Holger Jentsch, kommissarischer Direktor der Poliklinik für Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie erklärt: „Nur eine umfangreiche und relativ zeitintensive Diagnostik kann frühe Stadien der Erkrankung rechtzeitig erfassen. Und nur, wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt ist, kann eine geeignete Therapie die Krankheit abbremsen oder auch stoppen.“ In jedem Falle bedeute die chronische Parodontitis für die Betroffenen eine lebenslange Betreuung und Behandlung durch den Zahnarzt.

Wichtig sei es vor allem, die Entzündung mit einer geeigneten Therapie zu bekämpfen, die durch den Patienten wesentlich unterstützt werden muss. Gelänge dies, so der Zahnmediziner, könne man in einem zweiten Schritt auch an eine Geweberegeneration mit verschiedenen Methoden denken. Zu den Therapieoptionen, mit denen über einen längeren Zeitraum spürbare Verbesserungen erreicht werden können, zählen Verfahren wie die gesteuerte Geweberegeneration oder das Einbringen von regenerationsfördernden Proteinen oder auch Gewebsersatzmaterialien. Dabei ist es nicht wichtig, alle Verfahren gleichzeitig anzuwenden, sondern für den Patienten die jeweils optimale Therapielösung zu finden.


Zur Problematik der Parodontalerkrankungen und insbesondere zu deren regenerativen Behandlung findet


am 20. September 2006

um 17:30 Uhr

im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (Nürnberger Straße 57)


eine Informationsveranstaltung statt, auf der Prof. Jentsch auch auf alle Fragen der Teilnehmer eingehen wird. Interessierte sind herzlich in den Hörsaal des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in der Nürnberger Straße 57 eingeladen.


Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.