Kinder- und Jugendpsychiatrie hat einen neuen Direktor

Pressemitteilung vom 06.09.2006
Prof. Dr. med. Kai von Klitzing übernahm am 1. September die Leitung der Klinik

Prof. Dr. med. Kai von Klitzing ist seit dem 1. September 2006 der neue Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Leipzig.


Der aus Aachen stammende 51-jährige Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie wechselte von der Universitätsklinik Basel, wo er lange Jahre als leitender Arzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie tätig war, nach Leipzig. Von 1974 bis 1980 studierte er in Freiburg im Breisgau und promovierte dort 1982 zum Thema „Risiken und Formen psychischer Störungen bei ausländischen Arbeiterkindern“. Nachdem er von 1982 bis 1986 als Assistenzarzt am Psychiatrischen Landeskrankenhaus Weissenau in Ravensburg und von 1986 bis 1987 an der Kinderklinik Lörrach tätig war, nahm er 1988 eine Oberarztstelle an der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Universitätsklinik Basel an. Hier habilitierte er sich mit einer Arbeit zum Thema „Frühe Kindesentwicklung und Familienbeziehung“. Bevor er 1999 leitender Arzt der Baseler Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde, forschte er für zwei Jahre (1997/98) am Department of Psychiatry, University of Colorado Health Sciences Center in Denver, USA.


Prof. von Klitzing beschäftigt sich in seinen Forschungen vor allem damit, wie psychische Störungen in der Kindheit entstehen und verlaufen (Entwicklungspsy-chopathologie), mit Depressionen und Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen, mit der Psychoanalyse und der Entwicklungspsychologie der frühen Kindheit.


Befragt nach seinen Beweggründen, den Ruf nach Leipzig anzunehmen, antwortet Prof. von Klitzing. „Leipzig hat sowohl in der Wissenschaft als auch in kulturellen Bereichen eine große Tradition. Die Berufung hierher habe ich als sehr ehrenvoll empfunden. Und ich habe den Eindruck, dass hier – trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten – eine ausgesprochene Aufbruchstimmung herrscht.“ Mit dem im Bau befindlichen Zentrum für Frauen- und Kindermedizin habe das Universitätsklinikum ein wirklich zukunftsweisendes Projekt auf den Weg gebracht, das die Möglichkeit zu einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit einer ganzheitlichen Sichtweise der Kindesentwicklung und ihrer Störungen biete. Er wolle darauf hinarbeiten, dass die Vertreter der verschiedenen Fachdisziplinen zum kranken Kind kommen und im Dialog eine integrative Sichtweise der biologischen, psychologischen und sozialen Komponenten von Krankheit und Gesundheit entwickeln.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.