Universitätsklinikum Leipzig auf dem Weg in die Spitzengruppe deutscher Universitätsklinka

Pressemitteilung vom 26.07.2006
Universitätsklinikum Leipzig weist 2005 positives Betriebsergebnis aus – An der Liebigstraße ent-steht eines der modernsten Krankenhauskomplexe Europas – Vorstand setzt auf Zusammenarbeit mit Medizinischer Fakultät

Leipzig – Das Leipziger Universitätsklinikum will in den nächsten fünf Jahren wieder in die Spitzengruppe der deutschen Hochschulmedizin aufsteigen. ''Wir haben das Potenzial, unser Krankenhaus zu einer Spitzeneinrichtung der deutschen Hochschulmedizin auszubauen. Wenn 2007/2008 die Neubaumaßnahmen abgeschlossen sind und die Zentren für Frauen- und Kindermedizin sowie für Konservative Medizin in Betrieb gehen, wird an der Liebigstraße einer der modernsten Krankenhauskomplexe Europas entstanden sein. Bis Ende 2008 sind dann am Ort 95% der Leistungen konzentriert'', so Matthias Wokittel, Kaufmännischer Vorstand des Krankenhauses, heute bei der Bilanzpressekonferenz.


Das Leipziger Universitätsklinikum hat dabei bereits heute die besten Voraussetzungen: ''Wir gehören zu den wenigen Einrichtungen, die exzellente und innovative Medizin nicht nur anbieten, sondern in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät permanent Therapiemethoden und Versorgungsleistungen weiterentwickeln. Im Jahr werden von den 4.108 Mitarbeitern des Uniklinikums Leipzig und der Medizinischen Fakultät 332.000 Patienten auf höchstem medizinischem Niveau versorgt, davon 47.316 voll- sowie teilstationär'', erläutert Prof. Wolfgang Fleig, Medizinischer Vorstand und Sprecher des Vorstandes. Für ihn stehen die demografische Entwicklung der Gesellschaft und die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen als Herausforderungen, denen man sich gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät stellen müsse.


Universitätsklinikum Leipzig 2005 mit positivem Betriebsergebnis


Das Universitätsklinikum Leipzig weist 2005 erstmals ein positives Betriebsergebnis von 0,7 Mio.€ aus. Leipzig stellt damit in der Reihe der deutschen Universitätsklinika eine Ausnahme dar. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von 3 Mio. €.

Der Vorstand verfolgt das Ziel, die Einrichtung konsequent als Krankenhaus der hochschulmedizinischen Maximalversorgung auszurichten. und den so genannten Case-Mix-Index (CMI) kontinuierlich zu steigern. Für 2006 wird ein CMI von 1,31 angestrebt. Dies entspricht annähernd dem Durchschnitt deutscher Universitätsklinika. Bis zum Abschluss der Konvergenzphase soll der CMI bei 1,40 liegen. Damit einher geht der Aufbau einer soliden wirtschaftlichen Basis im Zeitalter der DRG-Abrechnung.


''Das Uniklinikum ist heute das zweitgrößte Unternehmen der Stadt Leipzig und nach der Stadt der größte Arbeitgeber'', so Herr Wokittel abschließend zu der Bedeutung des Unternehmens für die Region.


Risiken des Krankenhausbetriebs mit Maximalversorgung sind abgesichert


Der Geschäftsbetrieb eines Krankenhauses der Maximalversorgung ist zahlreichen Risiken ausgesetzt. Der Vorstand betreibt deshalb aktives Risikomanagement. Er ist in einem aktiven Diskussionsprozess mit der Medizinischen Fakultät dabei, vorhandene Potenziale für eine Bündelung von Schwerpunkten in Forschung und Krankenversorgung unter dem Thema ''Regeneration und Rehabilitation'' neu zu definieren. Ebenso müssen künftig die inhaltlichen Schwerpunkte korrespondierender operativer und konservativer Abteilungen aufeinander abgestimmt werden. Überschneidungen im Angebotsspektrum und damit Mehrfachvorhaltung gleicher Leistungen im Klinikum gilt es zu beenden, Kompetenz und apparative Ressourcen zu bündeln und künftigen Investitionsbedarf zu optimieren.

Die aktuelle Klinik- und Abteilungsstruktur muss an die Anforderungen einer zukunftsorientierten Hochleistungsmedizin angepasst werden. Hier sind in Abstimmung mit der Fakultät departmentartige Strukturen zu schaffen, in denen auch unterhalb der Direktorenebene eigenverantwortliche Tätigkeit möglich ist. Vorstand und Dekanat sind sich einig, dass dieser Prozess der Schwerpunkt- und Zentrenbildung auch eine Wende in der Zusammenarbeit zwischen Fakultät und Klinikum bedeutet.

In diesem Zusammenhang wird der Vorstand auch eine Neuorganisation der Hochschulambulanzen vorbereiten. Ziel ist eine medizinisch und wissenschaftlich sinnvolle Konzentration von Leistungen. Dabei muss ihr originärer Auftrag, Instrument für klinische Forschung und Studentenausbildung zu sein, im Fokus der Reorganisationsmaßnahmen stehen.


Um den für die strategische Entwicklung des Klinikums wichtigen Bereich des medizinstrategischen Controllings aufzubauen, hat der Vorstand eine ''Stabsstelle für Medizinisches Leistungs- und Qualitätsmanagement'' etabliert. Diese soll das aktuelle Leistungsgeschehen analysieren und ihn bei der Entwicklung eines strategischen Zukunftskonzeptes unterstützen.

Die Organisation optimiert zentrale Funktionseinheiten wie OP- und Intensivtherapiebereich. Als erste Maßnahme wird ein kompetentes OP-Management aufgebaut.

Gleichzeitig ist geplant, eine Prioritätenliste der wichtigsten für eine Standardisierung der diagnostischen und therapeutischen Abläufe geeigneter Krankheitsbilder zu erstellen. Medizinisch und wirtschaftlich wichtige Bereiche wie die Arzneimitteltherapie bedürfen ebenfalls einer Qualität steigernden und Kosten sparenden Standardisierung.


Universitätsklinikum profitiert von fruchtbarer Zusammenarbeit mit Medizinischer Fakultät


Das hohe Niveau des Leipziger Universitätsmedizin resultiert für den Klinikumsvorstand aus der sehr fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät: Die gemeinsame strukturelle und inhaltliche Zukunftsstrategie hat zu einer Einheit von Krankenversorgung, Forschung und Lehre geführt, die mittlerweile als ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für das Universitätsklinikum in der regionalen Krankenhauslandschaft gilt.

Die Zusammenarbeit mit der Fakultät hat sich auch in herausragenden Neuberufungen z. B. in den Fächern Kinderchirurgie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie niedergeschlagen. Der Abschluss der Berufungsverhandlung in dem für das Klinikum zentral wichtigen Fach Anästhesiologie und Intensivtherapie steht unmittelbar bevor.


Gleichzeitig gilt es, so der Vorstand, partnerschaftlich mit nichtuniversitären Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten zusammen zu arbeiten und mit ihnen zukunftsweisende Netzwerke aufzubauen.



Vorstand wurde entlastet


Aufsichtsrat und Gewährträger haben Jahresabschluss 2005 genehmigt und den Vorstand entlastet, so der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Dr. Klein und dankt gleichzeitig Herrn Prof. Fleig und Herrn Wokittel für die geleistete Arbeit.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.