Uniklinik feiert Grundsteinlegung und Richtfest an einem Tag

Pressemitteilung vom 08.05.2006
Bauarbeiten an den Klinikneubauten in der Liebigstraße gehen schnell voran – Mehr als 400 Gäste kamen zur Doppelfeier

Im Beisein von mehr als 400 Gästen legten Staatsministerin Barbara Ludwig und die beiden Vorstände des Universitätsklinikums Leipzig heute den Grundstein für den Neubau des Zentrums für Konservative Medizin. Das 91 Millionen teure Zentrum entsteht derzeit an der Liebigstraße zwischen den Kopfkliniken am Bayrischen Platz und dem Operativen Zentrum.


Gleich im Anschluss feierten die Bauleute und die zahlreichen Gäste nur wenige hundert Meter entfernt das Richtfest für den Neubau des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin.


Der große Zuspruch zu den Festakten ist ein deutliches Zeichen für die große Bedeutung, die die insgesamt 160 Millionen Euro teure Investition für den Hoch-schulmedizinstandort Leipzig hat. Bis Ende 2008 werden die Arbeiten abgeschlossen sein und die Liebigstraße ein gänzlich neues Gesicht erhalten.


In einem Grußwort würdigt der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Prof. Georg Milbradt, die Investition als wichtigen Meilenstein für die Modernisierung des sächsischen Gesundheitswesens. „Dieses Neubauprogramm kommt nicht nur den Patienten zugute, die aufgrund in der Zukunft sicherlich steigenden Eigenbeteiligung in der Gesundheitsversorgung mit Recht modernste Behandlungsmethoden und medizinische Infrastruktur erwarten können“, erklärt der Ministerpräsident. „Gleichzeitig bietet diese Erweiterung des Universitätsklinikums auch erstklassige Voraussetzungen für die Forschung im Gesundheitswesen sowie die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte.“ Er freue sich, so Milbradt weiter, dass durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Universitätsklinikum Leipzig und dem Freistaat Sachsen diese auch für Deutschland beispielgebende Investition in die Infrastruktur des Gesund-heitswesens möglich geworden sei. Sie beweise, dass die Gesundheitsversorgung im Freistaat einen hohen Stellenwert besitze.


Der Bund, der Freistaat Sachsen und das Universitätsklinikum Leipzig werden zwischen 2001 und 2008 rund 300 Millionen Euro in die „Gesundheitsmagistrale Liebigstraße“ investiert haben. Neben den Klinikzentren werden auch die Zahnkliniken als Bestandteil der Kopfkliniken am Bayrischen Bahnhof saniert werden sowie ein Blockheizkraftwerk und ein Versorgungszentrum neu errichtet. Matthias Wokittel, Kaufmännischer Vorstand des Klinikums, betont, dass man deshalb so viel Geld in die Infrastruktur des Klinikums investiere, um einerseits die Versorgung der Patienten auf ein Niveau zu heben, das zu den höchsten europaweit zähle und gleichzeitig die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das Klinikum auch in Zukunft wirtschaftlich erfolgreich arbeiten könne. Dazu wolle man alle Abläufe am Klinikum optimieren und die Leistungsbereich zu einem Großteil an der Liebigstraße konzentrieren. „Alle vier Klinikzentren werden wir so miteinander verzahnen, dass sich die Fächer optimal ergänzen. Im Ergebnis wird das Universitätsklinikum Leipzig eine Struktur besitzen, die mit kurzen Wegen eine hervorragende interdisziplinäre medizinische Behandlung ermöglicht.“


Prof. Fleig, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums erklärt die Zukunftspläne von Klinikums und Fakultät: „Es ist unser Ziel, den jährlich rund 320.000 Patienten trotz der rasanten Entwicklung des medizinischen Know-hows immer höchste Behandlungs- und Versorgungsstandards anzubieten und gleichzeitig optimale Bedingungen für Forschung und Lehre zu sichern, wie es Aufgabe eines Universitätsklinikums ist. Deshalb investieren in die Infrastruktur, stellen aber auch die bisherigen Strukturen in Frage. Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät erarbeiten wir momentan ein Konzept zu einer Schwerpunktbildung, mit der wir die Hochschulmedizin in Leipzig neu profilieren wollen.“


Das Universitätsklinikum Leipzig ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Leipzig und einer der größten Arbeitgeber. Zahlreiche Dienstleister und Zulieferer profitieren von den Aufträgen des Klinikums, das pro Jahr einen Umsatz von rund 230 Mio. Euro erwirtschaftet. Mit der Inbetriebnahme beider Zentren in den kommenden zwei Jahren wird das Universitätsklinikum Leipzig der modernste und leistungsfähigste Medizinstandort Mitteldeutschlands.


Das Neubauprogramm auch erstklassige Voraussetzungen für die Forschung im Gesundheitswesen sowie die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte. Neben der Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung werden derzeit ca. 2500 Studenten der Humanmedizin und ca. 400 Studenten der Zahnmedizin am Hochschulmedizinstandort Leipzig ausgebildet.


Das Universitätsklinikum Leipzig steht für eine langjährige Tradition exzellenter Leistungen in der Patientenversorgung sowie in Forschung und Lehre. Im Bereich der Kinderchirurgie beispielsweise werden mit der Anwendung der Minimal Invasiven Chirurgie äußerst fortschrittliche Operationsmethoden angeboten. Bei der so genannten Fetalen Chirurgie können sogar angeborene Fehlbildungen des werden Kindes bereits im Mutterleib noch vor der Geburt korrigiert werden. Die Universitätskinderklinik ist weit über Leipzig hinaus für Ihre Expertise in der Kinderonkologie und bei Stoffwechselerkrankungen bekannt.


Die Universitätsfrauenklinik hat weit über die Landesgrenzen hinaus einen sehr guten Ruf und ist international anerkannt für ein großes operatives Spektrum unter Anwendung neuester, weltweit nur hier praktizierter OP-Methoden. Pränatale Untersuchungs- und Behandlungsbereiche sowie die hohe Qualitätsstandards in der Geburtshilfe prägen das Leistungsbild der beschäftigten Ärzte und des medizinischen Pflegepersonals. Einen hervorragenden Ruf hat sich die Universitätsfrauenklinik auch mit ihrem Kinderwunschzentrum und als Sächsisches Perinatalzentrum erworben.


Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.