Neue Vorstände für das Universitätsklinikum Leipzig bestellt

Pressemitteilung vom 11.07.2005
Aufsichtsrat des Universitätsklinikums Leipzig bestellt Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig zum Medizinischen Vorstand und Matthias Wokittel zum Kaufmännischen Vorstand

In seiner Sitzung am 11. Juli 2005 bestellte der Aufsichtsrat des Universitätsklinikums Leipzig den neuen Vorstand des Unternehmens. Das elfköpfige Gremium folgte mit großer Geschlossenheit dem Vorschlag der Findungskommission und entschied sich für den Gastroenterologen Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig als Medizinischen Vorstand und Matthias Wokittel als Kaufmännischen Vorstand.


Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr. Hans-Joachim Klein, verlieh seiner Überzeugung Ausdruck, dass mit dieser Entscheidung eine kontinuierliche Entwicklung des Klinikums gesichert ist. „Wir haben zwei erfahrene und bestens geeignete Persönlichkeiten gefunden, die den medizinisch und wirtschaftlich erfolgreichen Kurs des Klinikums fortsetzen werden“, so Klein. Dazu gebe es angesichts der prognostizierten Entwicklungen im Gesundheitswesen keine Alternative. Klein erwartet vom neuen Vorstand, dass er gemeinsam mit der Universität Leipzig und der Medizinischen Fakultät Leipzig den Hochschulmedizinstandort Leipzig stärkt.


Leipzig habe rechtzeitig die wirtschaftlichen Weichen für den härter werdenden Wettbewerb im Gesundheitswesen gestellt. Das Universitätsklinikum schreibe schwarze Zahlen. Mit den beiden Neubauten (Zentrum für Frauen- und Kindermedizin und Zentrum für konservative Medizin), deren Finanzierung verbindlich vereinbart sei, wären die wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen des Klinikums gesichert. Dr. Klein: „Damit ist garantiert, dass Leipzig auf Grund seiner medizinischen Kompetenz und seiner wirtschaftlichen Stärke in Verbindung mit der langjährigen Tradition des Standorts wieder eine führende Rolle in der deutschen Hochschulmedizin spielen wird.“


Wann konkret die beiden neuen Vorstände ihre Tätigkeit aufnehmen, stehe noch nicht fest. Nach dem Votum des Aufsichtsrates müssten nun zügig die Vertragsverhandlungen abgeschlossen werden. Man wolle alles versuchen, dass im Interesse des Klinikums ein reibungsloser Übergang stattfinden könne.


Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig (Jahrgang 1949) ist derzeit Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin I der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seine medizinische Laufbahn begann er 1975 als Medizinalassistent Chirurgie / Innere Medizin im Krankenhaus Engen, wo er 1976 Assistenzarzt Innere Medizin wurde. Von 1977 bis 1988 arbeitete er zunächst als wissenschaftlicher Assistent im Zentrum für Innere Medizin am Universitätsklinikum Ulm, wo er seine Facharztausbildung abschloss und 1985 zum Oberarzt für Gastroenterologie aufstieg. 1988 habilitierte er sich im Fach Innere Medizin. 1989 wechselte er an das Universitätsklinikum Erlangen, wo er zunächst vier Jahre als Oberarzt und Leiter des Bereichs Gastroenterologie tätig war. 1993 erlangte er eine Universitätsprofessur (C3) an der Universität Erlangen. Im selben Jahr folgte er einem Ruf nach Halle, wo er als Universitätsprofessor für Innere Medizin / Gastroenterologie (C4) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin I tätig ist. Fleig ist seit 1998 Mitglied des Aufsichtsrates des Universitätsklinikums Regensburg.


Matthias Wokittel (Jahrgang 1962) absolvierte eine Ausbildung in der Krankenpflege, der sich ein Studium der Betriebswirtschaftlehre und ein postgraduiertes Qualifizierungsprogramm Krankenhauscontrolling anschloss. Seit 15 Jahren ist er in öffentlichen und privaten Krankenhausunternehmen in Bayern, Hessen, Schleswig-Holstein und Thüringen als kaufmännischer Leiter, Prokurist, Regionalmanager und Geschäftsführer tätig. Seit Oktober 2003 steht er als Hauptgeschäftsführer der SRH Wald-Klinikum Gera gGmbH vor, einem Krankenhaus mit rund 1050 Betten und ca. 1.900 Mitarbeitern (Jahresumsatz rund 114 Mio. Euro). Seit Mai 2004 ist er außerdem Geschäftsführer der SRH Dienst­leistungs GmbH. Er entwickelte in seinem bisherigen Berufsleben prozessoptimierte medizinische Konzepte und Krankenhausneubaukonzepte, betrieb die Zertifizierung mehrerer Kliniken nach DIN ISO 9001 sowie KTQ und leitete im SRH-Konzern Arbeitsgruppen in den Bereichen DRG, IT, Einkauf und Qualitätsmanagement. Unter seiner Leitung wurden mehrere Kliniken von öffentlicher in private Trägerschaft überführt. Matthias Wokittel hat sich mit der Entwicklung und Einführung von Komplexfallpauschalen in den der Orthopädie und Psychosomatik einen Namen gemacht. Er kann zudem auf eine langjährige Erfahrung als Vorstandsmitglied des Deutschen Vereins für Krankenhauscontrolling und als Direktor der Akademie des Deutschen Vereins für Krankenhauscontrolling zurückgreifen.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.