Schöpfen aus der kulturellen Schatztruhe

Die Reihe „Museum im Krankenhaus“ am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) feiert am 4. Oktober Geburtstag

Pressemitteilung vom 28.09.2016
Das UKL kooperiert eng mit den Museen der Stadt. Klaus-Peter John hat das Netzwerk aufgebaut – und organisiert seit 20 Jahren Ausstellungen und Vorträge für Patienten, Mitarbeiter und externe Gäste.
Bild vergrößern Klaus-Peter John im Gespräch mit Ute Uhlemann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Grassi-Museum, bei einem Vorgespräch zur Jubiläumsveranstaltung „20 Jahre Museum im Krankenhaus“ in den Ausstellungsräumen des Museums für Völkerkunde.
Foto: Stefan Straube / UKL
 

Damals, als alles begann, und die Reihe "Museum im Krankenhaus" ihren ersten Schritt wagte, schrieb man Känguru noch mit h. Klaus-Peter John, Gründer und Organisator der Reihe, hat eine alte Einladung archiviert, die einen Diavortrag in der Patientenbibliothek ankündigt. Titel: "Im Land der Känguruhs - Australien". Termin: 4. Oktober 1996.

Dr. Birgit Scheps-Bretschneider, Kustodin für Australien/Ozeanien des GRASSI Museums für Völkerkunde, hielt damals den Vortrag über die Ureinwohner von der anderen Seite der Welt. Und mit ihr schließt sich der Kreis des kleinen Jubiläums. Das Museum ist erster regelmäßiger Partner von "Museum im Krankenhaus". Und auf den Tag genau 20 Jahre später wird die Kustodin wieder in der Uniklinik vortragen und die längst etablierte Reihe mit Reisegeschichten aus der Südsee und Australien fortsetzen. Sie verspricht "vergnügliche Reisegeschichten, die man nicht im Fachbuch findet".

Sie erinnert sich noch daran, wie bei ihrem ersten Vortrag zwei Patienten in einem Bett hereingefahren wurden. Inzwischen war sie immer wieder als Referentin zu Gast und hat miterlebt, wie die Veranstaltung ein breites Publikum gefunden hat. Patienten, Mitarbeiter, Gäste von außen, die zum Teil regelmäßig erscheinen.

"Es ist wichtig, Themen zu finden, die von allgemeinem Interesse sind, um viele Leute anzusprechen", sagt John. Über die Zeit hat er ein tragfähiges Netzwerk geflochten. Nicht nur die drei Museen im GRASSI (Völkerkunde, Musikinstrumente und Angewandte Kunst) sind vertreten. Naturkundemuseum, das Museum für Stadtgeschichte und das Ägyptische Museum der Universität Leipzig sind ebenfalls regelmäßig Gast. Inzwischen gehört auch der Botanische Garten zu den Partnern. Er liegt direkt neben dem Klinikkomplex und eignet sich damit für einen Besuch vor Ort. "Patienten, die aufstehen können, erfahren zusätzlich durch den Spaziergang ein schönes Erlebnis", sagt John

Meist ist es aber anders herum. Die Museen kommen in die Uniklinik - mit ein paar Exponaten und noch mehr Informationen und Bildern. "Für die Museen war das zuerst ein ungewohnter Ort", erinnert sich John an die Anfänge. Aber seine Begeisterung ist schnell übergesprungen. John nennt die Museen einer Stadt eine "Schatzgrube von Kunst, Wissen und Bildung". Als Kind hat er viel Zeit in den Leipziger Museen verbracht. Seit 1981 kümmert er sich um die kulturelle Arbeit am Klinikum.

Rund zehn Veranstaltungen der Reihe "Museum im Krankenhaus" organisiert John im Jahr, von der Ausstellung bis zum Vortrag. Es ist ihm wichtig, Menschen in Kontakt zu bringen, die Uniklinik als offenes Haus und Treffpunkt zu etablieren. Über die Reihe hinaus bietet er auch Patienten und Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Arbeiten auszustellen. Bei Patienten oft Werke, die im Zusammenhang mit der eigenen Krankheit stehen. Ob namhafte Künstler oder Autodidakten - für John hat beides den gleichen Stellenwert. "Wer ausstellt, erlebt seine kreative Kraft. Das ist sehr wertvoll."

Nächste Veranstaltung:

Dienstag, 4. Oktober 2016, 14.15 Uhr
Universitätsklinikum Leipzig
Haus 4 (Innere und Operative Medizin)
Beratungsraum Chirurgie II (A0127), gegenüber Turm A
Liebigstr. 20

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Pressestelle.