UKL-Wochenstation: Sanfte Hilfe nach der Geburt

Homöopathie lindert Beschwerden im Wochenbett

Pressemitteilung vom 18.08.2016
Leipzig. Natürlich wirksam und ganz ohne Nebenwirkungen: Homöopathische Mittel können verschiedenste Probleme, die direkt nach der Geburt des Kindes auftreten, schnell und sanft beseitigen. Auf der Wochenstation des UKL wird Homöopathie seit über zehn Jahren erfolgreich für nachgeburtliche Beschwerden eingesetzt.
Bild vergrößern Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren: Homöopathische Mittel für junge Mütter werden seit vielen Jahren auf der Wochenstation des UKL eingesetzt.
Foto: Stefan Straube / UKL
 

Das Baby ist da! Überwältigt von Glückshormonen beginnt die frischgebackene Mama erst langsam zu spüren, welche Anstrengungen ihr Körper vollbracht hat. Von Erschöpfung über Gemütsstörungen oder Geburtsverletzungen - direkt nach der Geburt eines Kindes können verschiedene Probleme auftreten. Mit Hilfe der Homöopathie können typische Wochenbettprobleme sanft und sicher gelindert werden.

"Besonders für Frauen die ihren Organismus nach der Geburt und während der Stillzeit nicht mit Arznei belasten möchten, ist die Homöopathie eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Medizin", bekräftigt Dr. Anne Heihoff-Klose. "Homöopathische Mittel zielen darauf ab, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und sein Gleichgewicht selber wiederherzustellen. Die jeweiligen Mittel werden nach dem Ähnlichkeitsprinzip gewählt. Sie geben dem Körper einen Impuls, seine Heilung selber zu übernehmen", erklärt die Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe am UKL.

Die Einsatzmöglichkeiten für die sanfte Wirkungsweise homöopathischer Mittel auf der Wochenstation sind vielfältig. Die Indikationen reichen von Geburtsverletzungen, z.B. nach Damm- oder Kaiserschnitt, über Schwäche nach hohem Blutverlust oder Förderung der Milchbildung bis hin zu  entzündeten Brustwarzen, körperlicher Überanstrengung, Übernächtigung oder psychischen Indikationen.
"Auf der UKL-Wochenstation werden alle Globuli eingesetzt die in der Geburtshilfe eine Rolle spielen", betont Dr. Heihoff-Klose. "Der Klassiker ist natürlich Arnika - das erste und wichtigste Mittel bei allen Arten von Verletzungen. Es stillt Blutungen, fördert die Heilung und vermindert den Schmerz." Zur Unterstützung des Pflegepersonals hat die diplomierte Homöopathie-Expertin eine Indikationsliste mit den wichtigsten Mitteln erstellt.  

Mit Dr. Anne Heihoff-Klose haben die Schwestern auf der Wochenstation gleichzeitig auch eine ärztliche Ansprechpartnerin zu allen Fragen der Homöopathie. Auf der Wochenstation des UKL wird die sanfte Therapie seit Jahren routinemäßig eingesetzt. "Bei Milcheinschuss, Wunden oder Schwierigkeiten bei der Harnentleerung ist Homöopathie immer unsere erste Wahl", so Madlen Birgel, Leitende Schwester auf der UKL-Wochenstation. 

Alle Schwestern dort haben eine Homöopathie-Fortbildung durchlaufen. Das Sortiment wird stetig erweitert - die Nachfrage bei den Müttern ist groß. "Wenn der Bedarf da ist, aber auch, wenn wir einfach das Gefühl haben, Homöopathie könnte den Patientinnen helfen, versuchen wir immer eine  Alternative zu bieten zur klassischen Medizin",  betont Schwester Madlen. "Wir sind da ganz offen. Wenn es den Patientinnen hilft, machen wir alles, was im Rahmen des Möglichen ist."

Die Reaktionen der UKL-Wöchnerinnen auf den Einsatz von Homöopathie sind durchweg positiv. "Manche sind sehr ängstlich mit Medizin kurz nach der Geburt, haben aber noch nie was von Homöopathie gehört. Wenn wir dann fragen,  ob wir es mal homöopathisch probieren wollen, sind sie meist sehr erfreut und staunen, wie gut es hilft", freut sich Madlen Birgel.

Dr. Anne Heihoff-Klose sieht in der Anwendung homöopathischer Mittel auf der Wochenstation eine ideale Anwendung für Pflegende: "Homöopathie ist sehr individuell. Sie lebt davon, dass man die Patienten genau beobachtet. Da ist die Pflegekraft natürlich immer ganz nah dran." Schwester Madlen Birgel bekräftigt: "Für die Patientinnen ist das Angebot auch ein Ausdruck von Fürsorge. Sie spüren: Die Schwestern nehmen mich wahr. Sie sehen mich und gehen auf mich ein. Und wenn den Patientinnen geholfen ist, kommt das auch uns Pflegern zu Gute."

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Kathrin Winkler.