Trendwende vollzogen: Universitätsklinikum Leipzig mit positivem Jahresergebnis

UKL erzielt 2015 bisher höchste Leistung seit Bestehen / Fokus auf Qualität und Schwerpunktentwicklung

Pressemitteilung vom 14.06.2016
Leipzig. Steigende Patientenzahlen, Baukräne an der Liebigstraße, erfolgreiche Förderanträge – die Zeichen stehen auf Wachstum am Universitätsklinikum Leipzig und der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Nach zwei wirtschaftlich schwierigen Jahren hat das Universitätsklinikum Leipzig 2015 erfolgreich die Trendwende vollzogen und wieder ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet. Zudem wurden die Weichen für eine Vielzahl von Bauprojekten gestellt, die entlang der Liebigstraße bereits sichtbar Gestalt annehmen. Auch für die Forscher der Medizinischen Fakultät war 2015 ein Jahr voller Erfolge.
Bild vergrößern Trendwende vollzogen - das Universitätsklinikum Leipzig präsentierte auf der Bilanzkonferenz das positive Ergebnis des Jahres 2015.
Foto: Stefan Straube/ UKL
 

Der Fokus der Weiterentwicklung lag 2015 vor allem auf der weiteren Stärkung der Schwerpunktbereiche, indem die besondere Leipziger Expertise in Zentren gebündelt oder durch externe Qualitätsprüfungen bestätigt wurde. So nahmen nach umfangreicher Vorbereitung 2015 die Zentren für Infektionsmedizin, Interdisziplinäre Allergologie, Seltene Erkrankungen und - als gemeinsames Projekt mit der Universität Leipzig - das Zentrum für Arzneimittelsicherheit ihre Arbeit auf. Das universitäre Krebszentrum UCCL wurde anhand strengster Kriterien nach einer aufwändigen Prüfung durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert, auch die Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie erhielt ein Zertifikat für die Qualitäts-Erfüllung.
"Damit haben wir Herzstücke unserer medizinischen Leistungsfähigkeit im Interesse einer hervorragenden Versorgung unserer Patienten weiterentwickelt und konzentriert", betont Prof. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand und Sprecher des Vorstands des Universitätsklinikums Leipzig, anlässlich der Bilanzpressekonferenz am 14. Juni 2016.

Um der großen Aufgabe als Klinikum der Maximalversorgung für Sachsen und darüber hinaus gerecht werden zu können, müssen Gebäude und Infrastruktur kontinuierlich angepasst werden. Sichtbar wird das im derzeit laufenden Ausbau der Gefäßmedizin und der Frauen- und Kindermedizin sowie des Krebszentrums. Für letztere entstehen im Klinikneubau Haus 7 dringend benötigte neue Flächen. "Mit den Neubauten reagieren wir zum einen auf den erwarteten weiteren Zuwachs in diesen leistungsstarken Bereichen", erläutert Prof. Fleig. "Zum anderen schaffen wir so auch weitere Synergieeffekte und Prozessoptimierungen, die uns helfen werden, unsere Patienten noch besser zu versorgen."

Beleg der hohen Qualität der am UKL erbrachten diagnostischen und therapeutischen Leistungen sind auch die Patientenzahlen: 2015 stieg die Zahl der am UKL teil- und vollstationär behandelten Fälle um 4,4 Prozent auf 55.048 Fälle (gegenüber 52.705 Fällen in 2014). Parallel erhöhte sich auch der Case-Mix-Index (CMI), der ein Beleg für den durchschnittlichen Schweregrad der behandelten Erkrankungen ist, um 5,5 Prozent auf 1,53 (2014: 1,45). Die Zahl der Besuche in den Ambulanzen lag mit 668.848 ebenfalls über dem bereits hohen Vorjahresniveau (656.250 Besuche in 2014).
"Die daraus resultierende Steigerung der sogenannten Bewertungsrelationen um insgesamt mehr als 10 Prozent auf 78.961 (2014: 71.198) führt dazu, dass wir 2015 am UKL die höchste erlöswirksame Leistung in unserer Geschichte verzeichnen können", sagt Marya Verdel, Kaufmännischer Vorstand des UKL. "2015 haben wir daher mit einem positiven Ergebnis von 1,939 Millionen Euro abgeschlossen und damit innerhalb kurzer Zeit die Trendwende erfolgreich geschafft". Das sei den wirksamen Maßnahmen während der finanziell schwierigen Jahre 2013 und 2014 zu verdanken, unter anderem der Entscheidung gegen einen Personalabbau. "Auf diese Weise hatten wir das qualifizierte Fachpersonal an Bord, das wir brauchten, um die enormen Leistungssteigerungen 2015 zu erreichen und zu bewältigen", so Verdel. Die Gewinnung und Bindung hochqualifizierter Mitarbeiter sieht Marya Verdel insgesamt als eine der wichtigen Aufgaben der kommenden Jahre: "Wir stehen im Wettbewerb in der Gesundheitswirtschaft, da gilt es, auch als Arbeitgeber mit Qualität in der Führung und der Gestaltung der Arbeitsbedingungen überzeugen zu können." Das Universitätsklinikum Leipzig setzt hier den bereits seit Jahren eingeschlagenen Kurs zum Ausbau von Angeboten wie dem betrieblichen Gesundheitsmanagement, einer betriebsnahen Kinderbetreuung und einem umfangreichen internen Bildungsangebot zur Personalentwicklung weiter fort. "Unser Ziel ist ein in jeder Hinsicht förderliches Arbeitsklima, in dem jeder Beschäftigte seiner Aufgabe bestmöglich und mit dem Ergebnis einer qualitativ hochwertigen Leistung gerecht werden kann", so Verdel.

Fakultät überzeugt in Lehre und Forschung
Ein positives Jahresfazit zog auch der Dekan Prof. Michael Stumvoll aus Sicht der Medizinischen Fakultät. "Wir zählen auch 2015 in der Ausbildung der Studierenden zu den Top-Ten-Fakultäten für Human- und Zahnmedizin in Deutschland", so Stumvoll. Die Exzellenz in der Lehre wird sowohl durch den kontinuierlichen Ausbau der Medizindidaktik als auch eine starke Praxisorientierung gesichert. "Unsere äußerst geringen Durchfallquoten in den Staatsexamen belegen eindrucksvoll die Qualität der geleisteten Lehre." Auch in der Forschung haben sich die Schwerpunkte der Leipziger Universitätsmedizin weiter festigen können: das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum AdipositasErkrankungen erhielt 2015 eine weitere Fünf-Jahres-Förderung in Höhe von 24 Millionen Euro. Die erfolgreiche epidemiologische Studienarbeit des LIFE-Studienzentrums wurde in ein Zentrum an der Fakultät überführt und wird innerhalb der Nationalen Kohorte fortgesetzt. "Besonders stolz sind wir auf drei erfolgreiche Anträge im Programm Klinische Studien der DFG", so Stumvoll weiter. "Damit haben wir fast ein Viertel der Bewilligungen aus diesem hochkompetitiven Förderformat nach Leipzig an die Universitätsmedizin holen können."

Alle Daten zum Nachlesen: Jahresbericht 2015

 

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.